StartseiteStartseiteÜber TiranmarAnmeldenLoginFAQMitgliederNutzergruppenSuchen

Tiranmar



Die südliche Ebene

Die südliche Ebene erstreckt sich über viele, viele Meilen von der westlichen Landspitze bei den Feuerbergen bis zu den Schwarzen Gipfeln. Sie bildet den größten Teil des Bunds der Freien Städte des Südens, jener Vereinigung mächtiger Städte, die dieses Land beherrschen. Das Klima hier ist warm, aber nicht tropisch, da der Wind von der See im Norden und Süden kühle Luft über die Landzunge trägt. Bauern und Handwerker bewohnen die kleinen Dörfer, die überall in der Ebene verstreut liegen und jeweils einer der großen Städte untertan sind, ihnen Steuern zahlen und sie ernähren. Meist bestehen die Dörfer aus einfachen, strohgedeckten Häusern aus Holz und Lehm, die sich um einen Dorfplatz gruppieren. Oft gibt es noch eine Mühle, einen Schrein für die Götter und ein paar Scheunen und Viehställe. Rund um die Dörfer liegen die Weiden und Felder. Nahe des Blauen Flusses und des Farismoores wird vor allem Reis in großen Feldern angebaut, weiter im Westen und in den trockeneren Gebieten ist es Weizen und Mais, außerdem werden Gewürze wie Safran, Salbei, duftende Imiliablumen und Pfeffer kultiviert. Zwischen den Feldern liegen die Weiden von Pferden und vor allem den Südlandrindern mit ihrem schwarz glänzenden Fell. Von Zeit zu Zeit findet man kleine Baumgruppen oder Wäldchen, doch der größte Teil der Landschaft ist offenes, von Menschen genutztes Grasland. Die einzelnen Dörfer sind durch Wege verbunden, die oft auf einem etwa drei Schritt breiten Erdwall entlang verlaufen, der die Felder und Weiden begrenzt. In Abständen von etwa zwanzig Meilen findet man ein Gasthaus oder einen kleinen Schrein der Evaniël oder einer anderen Gottheit, in dem man ein Opfer bringen und geschützt die Nacht verbringen kann.

Nach oben



Der Blaue Strom

Der größte Fluss des Südbundes entspringt in den Schwarzen Gipfeln und windet sich gen Südwesten durch die südliche Ebene. Er erreicht eine erstaunliche Geschwindigkeit, ist allerdings nicht ganz so breit wie der Silberlauf. Verschiedene kleinere Flüsse zweigen von ihm ab und durchqueren die grasbewachsene Ebene. Einige von ihnen werden in Kanäle gelenkt und zur Bewässerung der Reisfelder an den Ufern des Flusses genutzt, ehe sie sich wieder mit dem Blauen Strom vereinigen. Dieser strömt mit ungebremster Zielstrebigkeit der Küste zu. Seine Ufer bestehen meist aus flachen, grasbewachsenen Böschungen und schmalen Kies- oder Sandstreifen, und obwohl er nur etwa zehn Schritt breit ist, erreicht er eine beachtliche Tiefe. In seinem Bett trägt der Fluss Steine aus den schwarzen Gipfeln mit sich, größtenteils dunkle bis schwarze Kiesel, die nach und nach kleiner und runder werden, je weiter der Fluss sie trägt. Manchmal finden sich auch kleine, glitzernde Klümpchen darin, teilweise sind es Steine, unter anderem Glimmer, manchmal findet man jedoch auch kleine Krümel echten Goldes, das aus dem Gestein des Gebirges ausgewaschen wurde. Der Blaue Strom verzweigt sich nahe seiner Mündung zu einem ausgedehnten Delta, an dessen Rändern das geisterhafte Farismoor liegt. Dann mündet er schließlich bei Temornia ins südliche Sonnenmeer.

Nach oben



Aspenquell

Aspenquell ist eine Kleinstadt am Ufer des Blauen Stromes unter der Herrschaft der Metropole Arimanatu. Ihren Namen hat sie von einem Wäldchen von Pappeln und Espen nahe der Siedlung, die am Ufer des Flusses stehen und leise rascheln, wenn der Wind durch ihre Zweige streicht. Die Stadt besteht aus etwa dreihundert Häusern aus Holz, die teilweise auf Pfählen errichtet sind. Manche stehen im Wasser des Flusses, ragen aber soweit über den Wasserspiegel hinaus, dass sie auch während der Frühlingshochwasser, wenn der Blaue Strom Schmelzwasser aus den schwarzen Gipfeln mit sich führt, nicht überflutet werden. Die Holzbrücke hingegen, die, getragen von drei ebenfalls hölzernen Brückenpfeilern, den Fluss bei Aspenquell überspannt, wird in jedem Frühling davongespült und danach neu errichtet, woran sich die Bewohner der Stadt schon lange gewöhnt haben. Neben den Pfahlhäusern von Aspenquell schaukeln kleine Fischerboote im Wasser. Die Menschen angeln vom Ufer oder von den Booten aus nach dicken Graulachsen und bereiten sie auf verschiedene schmackhafte Arten zu, vor allem in verschiedenen Reisgerichten. Doch das beliebte Essen ist nicht der einzige Grund, warum Reisende gerne das Gasthaus in der Stadt aufsuchen: Das große Holzhaus im Schatten der wispernden und flüsternden Pappeln beherbergt einen Sänger und Barden, der sich nach langen Jahren der Wanderung hier niedergelassen hat und mit fesselnden Erzählungen und mitreißenden Liedern die Menschen begeistert. Seine Legenden und Balladen handeln meist von einsamen Helden und tragischer Romantik und sind in kunstvolle Verse gekleidet, die das Ausmaß seiner sprachlichen Begabung erkennen lassen. Der Barde, der von seinen Zuhörern Vandiran Goldkehle genannt wird, ist bereits fast fünfzig Jahre alt, sein einstmals braungelocktes Haar ist zum Teil ergraut, doch dennoch hat seine Stimme nichts von ihrer Kraft verloren.

Nach oben



Brunfurt

Folgt man dem Blauen Strom abwärts, so findet man an seinem Ufer inmitten der südlichen Ebene die Stadt Brunfurt. Wie der Name der Stadt schon andeutet, liegt sie an einer Furt im Fluss. Hier teilt sich der Blaue Strom auf einer Länge von etwa fünfhundert Schritt in drei parallele Arme, zwischen denen lange, schmale Inseln, eigentlich nicht mehr als Sandbänke, liegen. Zwischen diesen Sandbänken und den Ufern zu beiden Seiten des Flusses ist das Wasser kaum tiefer als bis zu den Knien eines erwachsenen Mannes. Die Häuser der Stadt stehen am westlichen Ufer, flussabwärts gesehen auf der rechten Seite auf einem grasbewachsenen Hügel. Rund um die Häuser, die aus Lehm erbaut und mit Stroh gedeckt sind, liegen Maisfelder und Gemüsegärten sowie einige Obstbäume. In der Siedlung, die unter der Herrschaft des Stadtstaates Temornia steht, leben neben Bauern und Viehzüchtern vor allem Handwerker. Ein Grobschmied und ein Hufschmied, mehrere Töpfer und Schreiner sowie ein Korbflechter und ein Steinmetz haben sich hier angesiedelt. Sie verkaufen ihre Waren in der Stadt oder an vorbeiziehende Reisende, die den Fluss an der Furt überqueren und im Gasthaus 'Flussbiege' übernachten. Dabei haben sie so großen Erfolg, dass sogar ein wandernder Erzzwerg aus den Murogan hier ein Haus gebaut hat. Er arbeitet als Schmied und stellt vor allem Werkzeuge wie Beile, Messer oder Spaten her, in seltenen Fällen schmiedet er aber auch Waffen. Als einer der sehr wenigen Zwerge, die außerhalb ihrer Heimat mit Menschen handeln, kann Karzad Eisenhand für seine Waren exorbitante Preise verlangen, was er auch tut. Waffen aus Zwergenhand sind begehrt und schmücken die Kaminzimmer und Waffengehänge der reichsten Krieger und Adeligen, da sie nicht nur als selten, sondern (zu recht) auch als nahezu unzerbrechlich gelten. Darum ist es nicht selten, dass Reisende, die vom Ruf des Zwergenschmieds gehört haben, Brunfurt besuchen und ihn um eines seiner Stücke bitten.

Nach oben



Farismoor

Das Farismoor liegt im Delta des Blauen Stroms im Süden der Ebene, nahe der Stadt Temornia. Hier zweigen verschiedene kleine Flüsse vom Hauptstrom ab und suchen sich jeweils ihren eigenen Weg Richtung Meer, wobei an ihren Rändern breite Schilfgürtel enstehen, während sich in toten Armen kleine Seen und Pfützen bilden. Im feuchten und von Wasser durchtränkten Land zwischen den Flussarmen hat sich im Laufe der Zeit ein Moor gebildet. Nur wenig Erlen und Birken wachsen zwischen den Rohrkolben und Gräsern im weichen Schlamm. Außerdem findet man Heidekrautgewächse, Blutmoos und Binsengras. Zahlreiche Frösche und Lurche bewohnen das Moor, auch zahlreiche Vögel brüten hier, unter denen die häufigsten zahlreiche Enten, Pelikane sowie einige Flamingos und Ibisse sind. Sie errichten ihre Nester im Moor zwischen den Wasserläufen, wo kein Raubtier an sie herankommt. Von Zeit suchen Hirsche oder Rinder die Wasserläufe am Rand des Moores auf, um zu trinken - auf sie wartet eine böse Überraschung, denn in den trüben tiefen der Flüsse warten mächtige Krokodile auf Beutetiere, die sie mit einem Biss ihrer kräftigen Kiefer packen und dann unter Wasser ziehen. Die Menschen von Temornia, denen schon vor längerer Zeit das Holz als Brennmaterial zu kostbar wurde, kommen an die Ränder des Moores, um hier nach Torf zu graben. Meist sind es verurteilte Verbrecher oder andere Unglückliche, welche, die Kleidung von feuchtem, dunklem Schlamm bedeckt, mit Spaten im Boden graben, den Torf auf Karren packen und als Brennmaterial in die Stadt bringen. Nicht nur wegen der Krokodile, auch aufgrund des tückischen Boden kommen einige von ihnen ums Leben, wenn sie sich im Moor verirren und den Rückweg nicht finden oder in einem dunklen Tümpfel versinken. Die Redewendung "jemanden ins Moor schicken" ist darum in Temornia schon ein Synonym für "jemandem den Tod wünschen oder nie wieder etwas mit ihm zu tun haben wollen".

Nach oben



Nadanisee

Der Nadanisee liegt im Zentrum der südlichen Ebene. Er ist unbestritten der größte tiranmarische Binnensee und misst von einem Ufer zum anderen über fünfzig Meilen. Gespeist wird er von unterirdischen Quellen und verschiedenen kleineren Bächen. Das Wasser das Nadanisees ist klar und tiefblau, oft spiegeln sich die weißen Wolken, die rasch über den Himmel ziehen, oder die rotgoldenen Strahlen der untergehenden Sonne in der glatten Oberfläche des Wassers. Die Ufer des Nadanisees sind von Stränden und Schilfgürteln gesäumt, in denen zahlreiche Wasservögel wie Blesshühner und Pelikane nisten. Auf der Oberfläche des Wassers schaukeln zahlreiche kleine Fischerboote, die von den Anlegestellen des Dorfs Aymes aus über den See gleiten. Die Fischer werfen Angeln und Netze aus und machen Jagd auf die silbrigen und dunklen Fische, die in den kühlen Tiefen des Sees leben. Wie tief der Nadanisee ist, hat niemand je erforscht, sein sandiger Grund muss viele Mannslängen tief unterhalb der Wasserfläche liegen. Im Zentrum des Sees befindet sich eine Gruppe von drei Inseln, allesamt von alten Weiden und Erlen sowie großen Mengen Schilf bewachsen. Manchmal übernachten Fischer oder junge Leute aus Aymes auf den Inseln, angeln und sammeln Vogeleier. Von den Inseln aus kann man in jeder Richtung über die glitzernde Wasserfläche blicken und in einiger Entfernung die Ufer des großen Sees erkennen, die in die grüne Weite der südlichen Ebene übergehen.

Nach oben



Aymes

Die kleine Stadt Aymes liegt direkt am Ufer des Nadanisees. Seine Bewohner leben vor allem von der Landwirtschaft, Viehzucht und Fischfang. Rund um das Dorf liegen Gemüsegärten, Maisfelder und Weiden für Rinder und Pferde. Aymes zollt der Stadt Arimanatu Tribut, auch wenn es recht weit entfernt von der Metropole liegt, fast am Grenzbereich ihres Einflussgebiets. Etwa eintausend Menschen leben hier am Seeufer in kleinen, langgestreckten Hütten aus Holz, die mit Schilf gedeckt sind. Sandige Pfade ziehen sich zwischen den Häusern entlang, die nicht kreisförmig um einen Dorfplatz, sondern am Strand entlang erbaut wurden. Neben den Häusern hängen Fischernetze und liegen leichte Boote, während die Pfade zu den Anlegestellen am Wasser hinabführen. Dort wurden zahlreiche hölzerne Stege errichtet, an denen Fischerboote mit Segeln, Rudern oder Paddeln im Wasser liegen. Oft ziehen Enten, Pelikane oder Schwäne vorbei, und schwarze Komorane sitzen auf den wenigen Bäumen und hoffen auf ein wenig Beute, die von den menschlichen Fischern übersehen wird. In der Stadt gibt es ein kleines Gasthaus, dass ihren Namen trägt - Zum Komoran - und außerdem einen kleinen Tempel der Yanúti und einen der Evaniël. Von Zeit zu Zeit kommen Reisende vorbei, die in Aymes gerne gesehen sind und oft eifrig nach Neuigkeiten ausgefragt werden, denn die Bewohner verlassen die Stadt eher selten.

Nach oben



Schattenwald

Der Schattenwald liegt westlich von Temornia direkt an der Südküste der Ebene. Er besteht zum größten Teil aus alten Eichen, die schon viele hundert Jahre gesehen haben. Ihre knotigen und gekrümmten Äste und Wurzeln sind mit rissiger Rinde bedeckt und bilden Höhlen und Nischen. Sowohl am Boden und auf Steinen als auch an Stämmen und Ästen der Bäume wachsen dicke Moospolster, und Lianen hängen von den Bäumen herab. Kaum ein Lichtstrahl dringt auf den Boden durch, da die Blätter der Bäume dichte Schatten auf die Erde werfen. Dort leben Eichhörnchen, Füchse und auch die extrem seltenen und scheuen schwarzen Einhörner, die Lithila, sollen von Zeit zu Zeit hier gesehen werden, wie sie einsam und scheu durch die Wildnis ziehen. Vor allem gibt es hier jedoch Dunkelelementare, magische Wesen des Elements der Finsternis, die im Schatten der Bäume, unter den halb im Boden vergraben Steine und im Moos ihre Schattentänze vollführen. Tags nur blasse, zitternde und gleitende Schatten, werden die Dunkelelementare nachts zu Kreaturen der Finsternis, die einander unter dem Nachthimmel auflauern und jagen und zufällig vorbeikommende Wanderer in Furcht versetzen. Darum halten sich die meisten Menschen vom düsteren Schattenwald fern, und zahllose Legenden und Mythen ranken sich um das unheimliche Waldstück.

Nach oben



Iliandelforst

An der Küste der südlichen Ebene am Golf von Yôcul erstreckt sich ein ausgedehntes Waldstück. Hier wachsen vor allem Silberbuchen, Ahorn, Warden und Kastanien in kleinen Gruppen, zwischen denen immer wieder Lichtungen und kleine Wiesen liegen. Zwischen den Bäumen wachsen verschiedene Sträucher wie Hasel oder Beerensträucher. Das laute Geschäker der Eichelhäher warnt die anderen Waldbewohner vor Eindringlingen, während verschiedene Singvögel von ihren Nestern in den Bäumen herab zwitschern. Außer den Vögeln leben im Wald Rothirsche, Eichhörnchen, Füchse und zahlreiche kleine Nagetiere. Von Zeit zu Zeit findet man auch ein kleines Dorf auf einer Lichtung, in dem Holzfäller und Jäger leben. Diese Weiler gehören alle zu Taluya, der Stadt am Rand des Iliandelforstes, und bestehen meist aus nicht mehr als zwei Dutzend Häusern aus Holz und sowie einem Brunnen und einem kleinen Schrein oder Altar für die Götter. Zwischen den Holzfällerdörfern verlaufen ausgetretene Wege, die sich manchmal über viele Meilen durch den Wald ziehen, während die Jäger kaum sichtbare Wildwechsel und Pfade nutzen, die nur ihrem kundigen Auge offenbar werden. Tiefer im Iliandelforst, vor allem in den nördlichen, der Küste nahen Bereichen, gibt es jedoch einige Gebiete, die von den Menschen gemieden werden. Hier herrscht ein seltsames magisches Phänomen, das Stoff für zahlreiche Legenden liefert: Ein magischer Nebel, meist leicht grün gefärbt, treibt zwischen den Bäumen umher, selbst wenn sich jeder natürliche Dunst im Sonnenlicht verflüchtigt hat. Manchmal vermeint man sogar ein Glitzern und Funkeln im Inneren der schwach leuchtenden Nebelschwaden zu sehen. Verschiedene Legenden berichten, dass der Nebel seinen Ursprung in den Geistern verstorbener oder in elementaren Manifestationen hat, doch die Magier aus Taluya, die an seiner Erforschung arbeiten, geben bisher nichts von ihren Erkenntnissen preis. Da die meisten Menschen ein verwirrendes, desorientierendes Gefühl befällt, wenn sie den Nebel einatmen, und sie oft stundenlang nicht mehr klar denken können, meiden sie diese Gebiete und raten auch anderen davon ab, auch wenn bisher niemals ernsthafter Schaden aus dem magischen Dunst entstanden ist.

Nach oben



Feuerberge

Feuerberge Die Feuerberge liegen ganz im Westen der südlichen Ebene. Sie sind vulkanischen Ursprungs und bestehen aus schwarzem Lavagestein. Unterschieden wird zwischen der Kette der Feuerberge, die sich parallel zur Westküste erstreckt und aus sechs einzelnen Gipfeln besteht, und dem Glutgipfel, einem einzelnen Berg etwa zwei Meilen weiter östlich. Im Tal zwischen diesem Berg und der Kette der Feuerberge liegt Mortax, die Stadt der Drachenarena. Die Feuerberge sind nicht sonderlich hoch, auch zählen sie zu den jüngsten Gebirgen Tiranmars. Zahlreiche Pflanzen wachsen und gedeihen auf dem schwarzen Gestein, in das die Bewohner Mortax' Terassenfelder gehauen haben, auf denen sie Mais und Wein anbauen. Dennoch sind die oberen Hänge der Berge größtenteils kahl und ähnelt eher einer Geröllhalde. Weit oben findet man, folgt man den schmalen Pfaden und klettert über das rutschige Gestein, kleinere und größere Talkessel, die von oben betrachtet einem Teller oder einer Schüssel ähneln. Teilweise sind ihre Ränder eingestürzt, teilweise lässt sich aber noch gut die kreisrunde Form erkennen. Diese Krater entstanden durch die Eruptionen, bei denen die Vulkane, denn nichts anderes sind die Gipfel, vor vielen Jahren Asche und Lava spuckten. Seit dreihundert Jahren merkt man in den Feuerbergen nichts mehr von den Geschehnissen im Inneren der Erde, abgesehen von einem gelegentlichen dumpfen Grollen. Zu Füßen der Berge entspringen verschiedene Quellen, von denen einige warm oder sogar heiß und viele schwefelhaltig sind, weswegen sie sich nicht zum Trinken einigen. Der Gegenüberliegende Glutgipfel jedoch, der vermutlich jünger ist als seine Nachbarn, hat bereits öfter in den letzten Jahren aus Spalten und Rissen im Gestein Rauch ausgestoßen, und manchmal lösen Erschütterungen das Geröll an seinen Hängen, sodass es zu Tale rutscht. Dennoch machen sich die Bewohner Mortax' kaum Sorgen, denn der letzte Ausbruch des Vulkans, der nur in Legenden und Gerüchten überliefert ist, muss schon mehrere hundert Jahre her sein.

Nach oben



Magierakademie des Steinernen Schildes

Die Magierakademie des steinernen Schildes ist eine Schule der Erdmagie, die sich hauptsächlich auf Defensive spezialisiert hat. Direkt an den Hängen der Schwarzen Gipfel gelegen ist sie nur wenige Meilen von Brunfurt und dem Blauen Strom entfernt. Das Gebäude der Akademie ist ein quadratischer Bau mit einem großen Innenhof, drei Stockwerke hoch und aus massivem Stein errichtet. Darunter befinden sich noch zwei Stockwerke tiefe Kellergewölbe, in denen ebenfalls unterrichtet wird. Die Lehrmeister der Akademie sind allerdings mit ihren Schülern auch viel auf den Feldern und den Hängen der Gebirge unterwegs, um sie in praktischen Situationen Konzentrationskraft und magische Fähigkeiten üben zu lassen. Der Akademieleiter Gandyran Tandored ist eine Koryphäe auf dem Gebiet der Leibmagie und war über viele Jahre der persönliche magische Leibwächter von Gildenmeistern in Temornia und anderen wichtigen Personen, sodass auch seine Schüler, die ebenfalls als magische Verteidigungskünstler ausgebildet werden, gerne als Magier eingestellt werden. Auf Forschung wird in der Akademie des steinernen Schildes eher weniger Wert gelegt, dafür ist die Ausbildung sehr lebensnah und praktisch. Neben den magischen Künsten werden auch die waffenlose Selbstverteidigung und einige Grundsätze der Vorsicht weitergegeben und die Schüler zu verlässlichen, kompetenten und selbstbeherrschten Erdmagiern ausgebildet.

Nach oben