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Tiranmar



Die Stadt der Türme

Imiltharis ist Hauptstadt des Aviacarus und unangefochten dessen kulturelles, religiöses, gesellschaftliches und administratives Zentrum. Außerdem ist die aviacarische Metropole nicht nur eine der größten Städte Tiranmars, sondern auch die älteste von allen heute über die jeweiligen Landesgrenzen hinaus einflussreichen Städte. Imiltharis wurde etwa zur selben Zeit gegründet wie die alten Heiligtümer der Echsenmenschen, lange vor den ersten elfischen oder gar menschlichen Städten. Abgesehen davon ist die Stadt außerdem die höchste Tiranmars, denn sie besteht vollständig aus mehrere hundert Meter hoch aufstrebenden Türmen, die teils aus Stein errichtet, teils jedoch auch aus dem Fels der Bergspitze gehauen wurden, um die herum sie gebaut wurden. Der 'Lanzengipfel' erhob sich schon vor dem Bau der Stadt höher und steiler als die ihn umgebenden Berge, doch mit den aus ihm herausgearbeiteten und weiter nach oben errichteten Türmen überragt er alle anderen Gipfel der Falkenberge. Die Türme selbst sind rund, aus hellem Stein und verjüngen sich nach oben. Außen entlang verlaufen Treppen spiralförmig nach oben. Sie sind so gut wie nie mit einem Geländer versehen, damit die Aviacarim bequem auf ihnen landen können. In den Wänden der Türme befinden sich zahlreiche Fenster, während in regelmäßigen Abständen eine Plattform rund um den Turm herumverläuft. Auf Höhe dieser Plattformen befinden sich auch die Türen, die ins Innere führen. Zum Zentrum des Lanzengipfels hin werden die Türme immer höher, hier befinden sich auch die wichtigsten Gebäude der Stadt, wie der Hohe Rat, die Große Bibliothek oder der tiranmarische Haupttempel der Isisha. Zwischen den Türmen kann man zahlreiche Aviacarim fliegen sehen, ob getragen von ihren eigenen Flügeln oder Greifen, die hier in ihrer Hauptstadt ihre Fähigkeiten voll entfalten können. Imiltharis ist zu jeder Zeit ein unvergesslicher Anblick, besonders eindrucksvoll ist die Stadt der Türme jedoch, wenn die Morgen- oder Abendsonne die Türme erstrahlen lässt, wenn nachts die zahlreichen magisch-geweihten Lichter an den Treppen und in den Fenstern die Stadt zum Funkeln blicken - oder wenn man von einer hoch gelegenen Plattform hunderte Meter in die Tiefe blickt. Verständlicherweise wird Imiltharis ausschließlich von Aviacarim und ihren Greifen bewohnt.

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Die Große Bibliothek

Die Große Bibliothek von Imiltharis ist vor allem genau das: groß. Sie steht auf einer Stufe mit den ebenso legendären Bibliotheken von Arimanatu, dem Zentrum der menschlichen Forschung, und Alvéniël, dem Hort hochelfischen Wissens. Die Bibliothek von Imiltharis ist jedoch die älteste Schriftensammlung Tiranmars und als solche von unschätzbarem Wert. Sie befindet sich in drei der zentralen Türme der Stadt und umfasst Hallen und Säle auf über hundert Stockwerken. Die Bibliothek ist nach Themengebieten sortiert, wobei die Schwerpunkte bei der Geschichte, Sprachen- und Schriftenkunde, Architektur, Mathematik, Philosophie, Rhetorik, Magiekunde und Astronomie liegen. Die Chroniken der Besiedlungen Tiranmars durch die Aviacarim liefern Einblicke in seit Jahrtausenden vergangene Ereignisse, während in anderen Bereichen, wie der Geometrie und Architektur, die neuesten Ergebnisse der tiranmarischen Forschung niedergeschrieben sind. Die unzähligen Bücher und Schriftrollen werden von einem kleinen Heer von Schriftgelehrten und Bibliothekaren gepflegt und geordnet. Ein Teil der Bibliothek steht jedem Aviacarim offen, wobei umfangreiche Archive verwendet werden, um die verliehen Werke zu notieren. In diesem öffentlichen Bereich findet sich durchaus auch Belletristik, den Vorlieben der Aviacarim entsprechend hauptsächlich feinsinnige Lyrik und epischen Heldensagen. Der weitaus größere Teil der Schriftensammlung ist jedoch nur den wichtigsten Gelehrten und Isisha-Geweihten zugänglich, welche die Aufzeichnungen für ihre Studien und Forschungen nutzen. In vielen Stockwerken sind täglich bis spät in die Nacht Avacarim in Schriftrollen vertieft, die Statik von Turmkuppeln und den Lauf der Sterne berechnend, an komplizierten Reimschemata feilend oder in ausgefeilten Symbolschriften magische Formeln aufzeichnend. Nur wenige Themen gibt es, die in der Bibliothek von Imiltharis fehlen. Einerseits gibt es so gut wie keine Werke über den Aviacarim wesensfremde Themengebiete wie Bergbau oder die Zubereitung von Tierfleisch, außerdem sind die neuesten Werke zum Thema Kriegskunst und Militär in den benachbarten 'Turm der Krieger Sakiranthis' ausgelagert, wo sie für die Hauptleute der aviacarischen Armee einfacher zugänglich sind. Schlussendlich wird man in der ganzen Bibliothek keine Werk über finstere Magie wie zum Beispiel Nekromantie finden, da die Aviacarim solches Wissen nicht einmal verschlossen in ihrer Stadt dulden. Bestenfalls einige tief vergrabene und gut versteckte Bücher zur durchaus anerkannten Dunkelmagie könnte man finden, doch selbst diese werden in der Stadt des Lichts mit Argwohn betrachtet.

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Der Wasserturm

Einer der höchsten Türme von Imiltharis ist der Wasserturm, ein Gebäude, dass für die ganze Stadt von essentieller Bedeutung ist. Da es keine natürliche Wasserversorgung gibt, die der Lebensweise der Aviacarim in einer Turmstadt gerecht wird, wude schon vor langer Zeit diese Lösung entwickelt, um die Bewohner der Stadt mit Wasser zu versorgen. Zuerst einmal sind die Dächer von zahlreichen hohen Türmen der Stadt mit Sammelbecken und Regenrinnen ausgestattet, die das Regenwasser auffangen. Über Rohrleitungen wird es, immer mit leichtem Gefälle, zum zentralen Wasserturm geleitet, wo sich die Kanäle vereinigen. Ein umfangreiches Reservoir im Inneren des Turm sammelt und speichert das Wasser und leitet es durch einen der in verschiedenen Höhen angebrachten Abflüsse in gleichmäßiger Stärke nach unten. Nun fließt das Wasser in einer spiralförmigen Röhre an der Innenseite der Turmwand hinab und verzweigt sich wiederum zu Kanälen und Leitungen, die den Turm verlassen und in die verschiedenen Bereiche der Stadt führen. Eine Gruppe von spezialisierten aviacarischen Mechanikern und Magiern überwacht, dass im Turm jederzeit genügend Wasser vorrätig ist und reguliert bei Bedarf die abfließende Menge. Außerdem achten sie darauf, dass Trink- und Brauchwasser getrennt werden, um eine Verschmutzung der Stadt zu vermeiden. Imiltharis ist dank des Wasserturmssystems die einzige Stadt Tiranmars, in dem jedes Haus fließendes Wasser besitzt. Unten am Ende der Turmstadt angekommen fließt das Wasser ungehindert aus den Rohren und vereinigt sich bald mit anderen Bächen, die beispielsweise in die Aldis münden.

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Die Gartenplateaus

Die Türme im Süden von Imiltharis sind besonders stark von der Sonne begünstigt, weswegen sie sich vor allem für den Anbau von Pflanzen eignen. Darum haben die Aviacarim auf einigen der Türme Plattformen errichtet, die durchaus mehr als zwanzig Meter Durchmesser erreichen können. Die Plattformen sind aus Holz erbaut und werden von steinernen Bögen getragen, die in den Wänden der Türme verankert sind. Sie sind mit mühsam aus den Tälern herangeschafftem Erdreich befüllt, sodass es möglich wird, auf ihnen Pflanzen anzubauen. Bepflanzt werden die Beete vor allem mit Gemüse, Mais, Obst, seltener auch mit Blütenpflanzen oder Gewürzen. Sie stellen einen wichtigen Teil der Nahrungsversorgung der Stadt dar und erhöhen die Lebensqualität der Aviacarim in den Turmstädten beträchtlich, da es sonst für die Aviacarim sehr mühsam ist, frisches Gemüse aus den Tälern und der Aviacarus-Ebene herbeizuschaffen. Auf den Plattformen wird nicht nur jeder Zentimeter für den Anbau von Pflanzen genutzt, sie sind teilweise auch mit Efeu und anderen Kletterpflanzen bewachsen, was ihnen ein dschungelartiges überwuchertes Aussehen verleiht. Die Pflanzen ranken sich oft einige Meter am Gestein der Türme empor, wobei einige besonders alte Efeupflanzen inzwischen die Ausmaße von Bäumen angenommen haben. Die Umgebung der Gartenplateaus wird darum von einigen Aviacarim besonders geschätzt, sodass die bewachsenen Türme ähnlich wie ein Park in einer normalen Stadt besucht werden.

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Heiligtum der Isisha

Der Tempel der Isisha ist nicht nur der bedeutenste Tempel von Imiltharis, sondern auch der wichtigste Tempel der Lichtgöttin in ganz Aventurien. Isisha findet bei den Aviacarim besonders große Verehrung, dementsprechend ist der Tempel auch ein beeindruckender Bau. Notwendigerweise ist auch der Isishatempel ein Turm, und nicht nur irgendein Turm, sondern gemeinsam mit dem direkt benachbarten Turm des Hohen Rates der höchste der Stadt. Der Tempel erhebt sich im Zentrum der Turmstadt, nahe bei der Großen Bibliothek und dem Wasserturm. Er ist vollständig aus aufwendig herbeigeschafftem weißen Marmor errichtet, der im Sonnenlicht regelrecht erstrahlt. Der Turm ist schlank gebaut und besitzt überaus viele hohe, aviacarische Spitzbogenfenster. In seinem Inneren werden vor allem heilige und besonders wertvolle Schriften aufbewahrt, unter anderem die Tempelchronik, die Urfassung der 'Schriften vom Weißen Berg' (ein moralischer Leitfaden, gleichzeitig die Urfassung der aviacarischen Gesetze), der 'Kodex der Wissenschaften' oder die 'Friedenslehre' (eine sowohl philosophische als auch diplomatische Abhandlung). Die Isishageweihten, welche die Ehre innehaben, im Haupttempel der Lichtgöttin dienen zu dürfen, sind allesamt hochgebildet, teilweise magisch begabt und stammen aus besonders angesehenen Adelsfamilien, da sie allesamt weiße Flügel besitzen. Tagsüber fällt das Sonnenlicht durch die zahlreichen Fenster ins Innere des Tempels, vor allem aber auch durch die riesige aus magischem Kristall gefertigte Kuppel an der Spitze des weißen Turms. Durch sie fällt das Sonnenlicht nicht nur ins oberste Stockwerk, sondern auch durch den geräumigen Schacht im Inneren weit nach unten bis in viel tiefer gelegene Bereiche des Turms. Die Kuppel, die als eines der größten architektonischen und magischen Wunder des Kontinents gilt, bedeckt die gesamte Turmspitze und ist somit die Größte ihrer Art in ganz Tiranmar. Direkt unter ihr leuchtet jedoch in jeder Nacht die eigentliche Besonderheit des Tempels, die ihn über alle anderen Häuser Isishas stellt: Ein gewaltiger weißer Stein, geformt wie eine Halbkugel, milchig durchsichtig und von Innen heraus strahlend. Der weiße Stein von Imiltharis, um den sich zahlreiche Legenden ranken, gilt als das wichtigste Heiligtum der Isisha in ganz Tiranmar. Er steht im Mittelpunkt zahlreicher Zeremonien und Feierlichkeiten und bildet das Herz der Turmstadt. Seine Entstehung, ob nun magisch oder tatsächlich auf göttliches Wirken zurückzuführen, liegt tief im Nebel der Geschichte und ist eines der faszinierensten Themen für die aviacarischen Gelehrten.

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Turm der Krieger Sakiranthis'

Der Turm der Krieger Sakiranthis' ist zwar nicht der höchste, aber dank seines großen Umfangs der größte Turm Imiltharis'. Er macht einen massiven, unzerstörbaren Eindruck und steht symbolisch für die Unbesiegbarkeit der aviacarischen Armee. Im Turm der Krieger werden die jungen Aviacarim, die sich zu einem Leben als Krieger berufen fühlen und die körperlichen Vorraussetzungen und nötige Willenskraft mitbringen, in einer sehr anspruchsvollen Ausbildung zu Elitesoldaten ausgebildet. Üblicherweise beginnt die Ausbildung der jungen Krieger im Alter von zwölf Jahren und endet mit siebzehn, wenn sie nach Palvanis gehen, um dort einen eigenen Greif zu erhalten und mit ihm das Fliegen zu trainieren, bis sie mit etwa dreiundzwanzig Jahren bereit für den Kampf sind. Während ihrer Ausbildung erhalten sie Unterricht im Lesen und Schreiben, verschiedenen Wissenschaften und Künsten, doch der Schwerpunkt liegt auf den kriegerischen Fähigkeiten der Selbstbeherrschung, Taktik und Kriegskunst und natürlich dem Umgang mit Schwert, Lanze und Kriegsbogen. Dabei werden die jungen Aviacarim von erfahrenen Soldaten und Strategen ausgebildet, die sich unermüdlich bemühen, ihr Wissen an die nächste Generation weiterzugeben. Der Unterricht findet in verschiedenen Räumen und Übungshallen teilweise in Gruppen, manchmal aber auch als Einzelunterricht statt. Während ihrer Ausbildung leben die jungen Aviacarim im Turm der Krieger Sakiranthis und lernen, einander als Brüder zu betrachten. Obwohl Wettberwerbe und Kräftemessen dazu genutzt werden, Ehrgeiz und Leistungsbereitschaft zu wecken, achten die Lehrmeister doch sehr darauf, die Einigkeit zu festigen, die für die Aviacarim essentiell ist. Den angehenden Kriegern werden aviacarische Werte wie Tapferkeit, Wahrheitsliebe, Pflichtbewusstsein und Gerechtigkeit vermittelt, um sie zu Söhnen ihres Volkes zu machen, die ihre Vorfahren und die Götter mit Stolz erfüllen, ihre Heimat zu verteidigen und die Kreaturen des Bösen zu vernichten.

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Der Hohe Rat

Der Hohe Rat ist gleichzeitig eines der wichtigsten Gebäude Imiltharis' und die Institution, von welcher der gesamte Aviacarus regiert wird. Der Turm steht im Zentrum der Stadt und ragt ebenso hoch auf wie der Isishatempel, in dessen direkter Nachbarschaft er gebaut wurde. Die beiden eindrucksvollen Gebäude überragen die ganze Stadt und künden von geistlicher und weltlicher Macht. Der Turm des hohen Rates wurde aus weißem Marmor errichtet, in den mit sandfarbenem Gestein Verzierungen und Bilder eingearbeitet wurden, die Greife und Aviacarim im Flug zeigen. Nach oben verjüngt sich der schlanke, runde Turm, und ganz an der Spitze schließlich befindet sich der Ratssaal, ein großer Raum mit kreisförmigen Durchschnitt, an dessen ganzer Wand sich aviacarische Spitzbogenfenster erheben und Licht in den Saal fluten lassen. In den tiefer gelegenen Räumlichkeiten des Turm befinden sich Bibliotheken und Schriftensammlungen, Arbeitsstätten von Schreibern und Gelehrten sowie Wohnräume für die Ratsmitglieder. Der Hohe Rat von Isisha setzt sich aus den Angehörigen der edelsten Familien des Aviacarus zusammen und ist somit mit einer menschlichen Adelsversammlung zu vergleichen. Alle weißgeflügelten Aviacarim, deren Farbe traditionell das Erkennungszeichen ihres Standes ist, sind berechtigt, an den Sitzungen teilzunehmen, wobei jede Familie nach Anzahl ihrer Mitglieder Vertreter entsendet. Diese allesamt hochgebildeten und erfahrenen Aviacarim entscheiden durch Beratung und Abstimmung über alle wichtigen Belange des Aviacarus. Damit verbunden ist eine außerordentliche Ehre, stellen die etwa drei Dutzend Ratsmitglieder doch die Spitze der aviacarischen Gesellschaft dar. Ein Ratsmitglied verbleibt üblicherweise bis zum Ende seines Lebens in dieser Position, außer wenn er oder sie sich zu schwach oder sonstwie verhindert fühlt und vorzeitig einen Nachfolger einsetzt. Bevor ein verdienter weißgeflügelter Aviacarim Mitglied im Rat wird, muss er sich erst auszeichnen, seinen Mut beweisen und das Vertrauen der Familie gewinnen, weswegen die Mitglieder des Rates meist bereits die Mitte ihres Lebens überschritten haben. Dennoch sind sie nicht nur die einflussreichsten, sondern vielleicht mit Ausnahme einiger Geweihter und Gelehrter die scharfsinnigsten Aviacarim.

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