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Tiranmar



Die Straßen

Payadal besteht aus einem dichten Gewirr von kleinen, verwinkelten Gassen und nur wenigen größeren Straßen, die Hafen, Marktplatz, die wichtigsten Tempel und das reichere Nordviertel der Stadt verbinden. Drei Kanäle fließen durch die Stadt und werden auf ihrem Weg von zahlreichen Brücken überspannt, mal sind es einfache Holzbretter, mal aufwendige Kunstwerke mit verzierten Brüstungen. Der südlichste und breiteste der Kanäle zerteilt die Stadt in das ruhigere Nordviertel und das geschäftige Hafenviertel mit der Werft, zahlreichen Lagerhäusern und natürlich dem Hafenbecken, wo jeden Tag große Handelsschiffe aus ganz Tiranmar vor Anker liegen. Sie werden ent- und beladen, bevor sie sich erneut auf die Reise machen, während ihre Ladung in den nahen Lagerhallen verstaut wird. Hier ist der Geruch von Fisch allgegenwärtig, da auch die Fischerboote der Stadt hier anlegen, und von den Resten werden zahlreiche Möwen angezogen, die sich lautstark um die Fischstücke streiten. Die wenigen Wohnhäuser nahe des Hafens sind meist einstöckig und in einfacher Bauweise aus Holz errichtet, denn hier wohnen Hafenarbeiter, Fischer und bescheidene Handwerker. Direkt am Hafen steht aus das Gasthaus 'Zum letzten Ankerplatz', wo sich die Bewohner des Viertels zum Bier treffen und oft auch Seeleute übernachten. Die wichtigste Straße des Hafenbereichs ist die Lange Allee, die vom Hafen bis zum zentralen Marktplatz führt. Im Nordviertel leben die meisten Bürger der Stadt. Hier reihen sich mehrstöckige Fachwerkhäusern mit kunstvoll gestaltete Fassaden und Giebeln aneinander, die von reichen Händlern, wohlhabenden Handwerkern und einflussreichen Angehörigen des niederen Adels bewohnt werden. Die Straßen sind zwar unübersichtlich und verwinkelt, aber breit und sauber, und die meisten Männer und Frauen auf der Straße tragen teure Kleidung und Schmuck, auch aus exotischen Gegenden. Die wichtigsten Orte im Norden von Kalmünde sind das Schloss Seehaven, das bekannte und teure Gasthaus 'Admiral Cainuan' und die prachtvollen Tempel von Yanúti und Sakiranthis, Bekannte und angesehene Handwerker wie Goldschmiede und Schneider haben sich hier niedergelassen, und in der Nacht sind Wächter unterwegs, die im Interesse der angesehenen Bürger der Stadt die Straßen von Betrunkenen oder Unruhestiftern säubern. Alles in allem kann man sagen, dass Kalmünde durch den Seehandel zu einer der reichsten Städte Tiranmars geworden ist.

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Das Flussdelta und der äußere Graben

Payadal, bedeutende Handelsstadt und wichtigster Seehafen des Kaiserreichs, wird von keiner Stadtmauer geschützt. Das braucht sie auch nicht, denn sie steht mitten im Mündungsdelta des Kalstroms und ist von unberechenbarem Sumpfgebiet und einem tiefen Wassergraben umgeben. Der einzige Weg in die Stadt ist der breite Damm, der sich von Norden durch die morastige Landschaft von Flussarmen, kleinen Teichen und Inseln windet. Der Boden dort ist tückisch, und niemand kann hoffen, mehr als drei Schritte zu tun, ohne bis zur Hüfte zu versinken. Auch Mücken gibt es hier viele, neben verschiedenen Vögeln und einigen ungefährlichen Schlangen. Der Damm führt bis zu der Brücke, die über den Wassergraben führt. Dort warten die Torwächter, gut ausgebildete Soldaten mit glänzenden Brustharnischen und Piken, die ankommende Reisende kontrollieren und Zoll verlangen. In dem Wassergraben, der natürlich viel zu breit ist, um über ihn hinweg zu springen, leben Frösche, Enten, Fische und angeblich auch gefährliche Krokodile, jedenfalls wenn man den Geschichten glaubt, die betrunkene Männer in der Taverne 'Zum Letzten Ankerplatz' kurz vor der Morgendämmerung zum Besten geben. Auf dem Wassergraben fahren regelmäßig Stadtwächter in Booten entlang, um zu kontrollieren, dass niemand heimlich die Stadt zu betreten versucht, was viele Schmuggler gerne täten. Einige von ihnen haben Verstecke in mehr oder weniger sicheren Gebieten des Deltas und versuchen, den Zoll zu umgehen, was ihnen ab und an sogar gelingt. An der Südseite der Stadt werden einige Arme des Flusses zu einem breiten Hafenbecken zusammengeleitet, wo die Handelsschiffe ankern.

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Gasthaus 'Admiral Cainuan'

Mit Recht kann sich das 'Admiral Cainuan' als bestes Gasthaus in Kalmünde bezeichnen. Um diesen Ruf zu wahren, scheint eine Menge Gold nötig zu sein, sodass es auch das teuerste ist. Von außen wirkt das Gasthaus wie ein kleineres Schloss: zwei kleine Türmchen erheben sich zu beiden Seiten der Vorderfront, und eine breite Vortreppe aus Marmor führt zur zweiflügeligen, vergoldeten Eingangstür. Im Schankraum befinden sich sieben runde Tische aus poliertem Holz, außerdem gibt es noch zwei kleinere Räume, die reserviert werden können. In der Küche arbeiten drei bis sechs Köche an köstlichen und teilweise auch sehr exotischen Speisen. Man versteht Kalmünde als Tor zur Welt und bietet darum fast alles an, was es in Tiranmar zu essen gibt, von exotischen, stark gewürzten Meerestieren aus dem Sonnenmeer über Teigfladen mit Feigen und Oliven aus den Südlanden bis zu Rentierbraten aus den nördlichsten Gebieten Tiranmars. Natürlich werden in der Küche auch Eintöpfe, Rinderbraten, Wild, Geflügel oder frischer Fisch zubereitet, wenn es die edlen Gäste wünschen. Dazu wurden früher gerne caldámische Weine gereicht, aber aufgrund der politischen Situation mussten die Köche auf Wein aus den Freien Städten des Südens umsteigen. Zum Ende der Mahlzeit wird gerne süßes Gebäck und Törtchen mit Obst oder Käse gereicht. Vom Schankraum führt eine breite Treppe in den ersten und zweiten Stock, wo die Zimmer für Gäste liegen, die jeweils ein oder zwei Betten, eine Waschschüssel und einen geräumigen Schrank enthalten. Auf der Rückseite des Gasthauses befindet sich ein geräumiger Stall für die Pferde der geschätzten Gäste.

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Hafenkneipe 'Zum Letzten Ankerplatz' ('Zum Anker')

Am Ende einer schmalen Gasse steht das leicht windschiefe Haus, das von dem Schild über dem Eingang als Schänke ausgewiesen wird. Das Schild, dass bei Wind knarrend hin und her schwingt, hat schon bessere Zeiten gesehen: Ein großer Teil ist abgebrochen, sodass die Worte kaum noch zu lesen sind, nur das Bild eines Ankers ist noch deutlich zu erkennen. Darum wird die Schänke auch als Taverne 'Zum Anker' bezeichnet. Im Schankraum ist es immer düster, da die Hälfte der Fenster mit Brettern vernagelt sind und meist Rauch vom Kamin und von Pfeifen in der Luft hängt. Die Wirtin, eine ehemalige Matrosin mit einer Narbe, die quer über die ihr Gesicht und nur knapp an ihrem Auge vorbei verläuft, kann sehr gut mit ihrem Säbel umgehen und sorgt dafür, dass in ihrem Gasthaus keine Schlägereien ausgetragen werden. Gemeinsam mit ihrer Tochter und einem Bediensteten bereitet sie das Essen zu, das meistens aus einfachen Suppen und Fisch aus dem Hafen besteht. Ihre Speisen sind zwar nicht besonders exquisit, aber sie sind heiß und machen satt, außerdem kosten sie nicht viel. Im zweiten Stock der Schänke ist die Decke so niedrig, dass man darauf achten muss, sich an den Holzbalken nicht den Kopf zu stoßen. Dort befinden sich vier Kammern mit einfachen Lagerstätten, von denen zwei sogar ein kleines Fenster haben. Die Wirtin verlangt zwar nur wenig Geld für die Übernachtung, verlangt aber, dass die Gäste das Zimmer so verlassen, wie sie es betreten haben, und sogar die Wolldecke auf dem Bett zusammenlegen. Die Stammgäste des 'Ankers' sind zwar hauptsächlich raue, grobe Seeleute oder ärmere, teilweise auch zwielichtige Stadtbewohner, aber sie haben gelernt, sich innerhalb der Mauer des Gasthauses zu benehmen und ihre Zwistigkeiten draußen zu regeln, wenn sie auch morgen noch Fischsuppe essen und ihre körperliche Unversehrtheit genießen wollen.

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Werft und Hafen

Wer sich Kalmünde vom Meer her nähert, den erwartet der beeindruckende Anblick einer weitläufigen Buch voller großer und kleiner Schiffe, zu deren beiden Seiten sich Ausläufer des Kalstroms ins Meer ergießen. Hinter dem Hafenbecken beginnt der lange, leicht gekrümmte Kai, und dahinter liegen halb verborgen hinter zahllosen segeln die Fassaden der Häuser von Kalmünde. Die größten Schiffe im Hafen sind die geräumigen, breiten Handelsschiffe, die ganz Tiranmar befahren und Waren transportieren. Die großen Dreimaster überstehen auch schwere Stürme und bringen Kalmünde seit Jahren Reichtum. Im Hafen liegen ebenfalls die meisten Kriegschiffe des Kaiserreichs, die vor der Küste patroullieren und besonders in Richtung Caldámia die Gewässer absichern, den niemandem gefällt die Vorstellung, dass plötzlich caldámische Kriegsschiffe im Hafen liegen könnten. Die Kriegsschiffe sind schwer gebaut, fast genauso groß wie die Handelsschiffe, allerdings schmaler und wesentlich schneller, und ihre Besatzung besteht aus zahlreichen Seesoldaten, die für den Kampf auf Schiffen ausgebildet wurden. Dann gibt es im Hafen von Kannemünde noch eine große Anzahl Fischerboote, kleine Lastensegler, Erkundungsschiffe und fast alles, was sonst noch schwimmt. Direkt hinter dem Kai befinden sich vier lange Lagerhallen, und etwas entfernt stehen noch mehr, allesamt gefüllt mit waren aus ganz Tiranmar. Dort lagern Korn und Holz aus dem Kaiserreich, Bernstein und Pelz aus den Nordlanden, Marmor und Wein aus Caldámia, Erze und Schmiedewaren aus den Silberbergen, Gewürze und Tuchwaren aus den Freien Städten des Südens, Zuckerrohr und Edelsteine von den waldinseln... Die Liste ließe sich ewig fortsetzen. Natürlich bleibt der größte Teil der waren nicht in der Stadt, sondern wird per Schiff oder über Land weiter transportiert. Ein Teil wird aber auch sofort verkauft, und auch die Fischer suchen täglich Kunden für ihren Fang. Darum findet am Hafen ein immerwährender Markt statt, erfüllt vom Geruch nach Fisch, den Stimmen der Feilscher und den Schreien der Möwen, der in Geschäftigkeit nur wenig hinter dem eigentlichen Martkplatz in der Stadtmitte zurücksteht.

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Tempel der Yanúti

In einer Hafenstadt wie Kalmünde wird der Verehrung der Wassergöttin Yanúti naturgemäß große Bedeutung beigemessen. In Kalmünde steht darum auch ihr zweitgrößter Tempel, nach der Halle der See von Yôcul. Das Gebäude hat von oben betrachtet die Form eines Ringes und ist aus weißem Marmor errichtet. An der Außenwand entlang verläuft eine Reihe von hohen, schmalen Säulen, die eine Art Vordach tragen, was dem Tempel ein altertümliches Aussehen verleiht. Vor den Säulen verläuft ein flacher Wassergraben rund um den Tempel, in dem das Wasser kontinuierlich im Uhrzeigersinn um den Tempel fließt - ein Wunder, dass der Magie des bekannten Magiers Gaeldan des Blauen zu verdanken ist. Das Innere des Tempels entspricht einer Art Labyrinth aus blau bemalten Wänden, Wassergräben und Vorhängen aus Wasser, das man durchqueren muss, um den Innenhof zu erreichen. Die Wände sind mit Szenen bemalt, die alle etwas mit Wasser zu tun haben: Regen, das Meer, Fische und andere Meerestiere, Wassermenschen, Flüsse. Der Innenhof ist kreisrund, und außen zieht sich eine lange, hölzerne Bank entlang, wo Besucher des Tempels ausruhen und nachdenken können. Im Zentrum des Innenhofes steht ein großer Brunnen mit einer Skulptur Yanútis, aus deren Fingern Springbrunnen hervorschießen. Besonders Seeleute kommen in den Tempel, um Beistand für lange Reisen zu erflehen, aber auch Forscher oder Künstler bitten die Wassergöttin um Inspiration und Kreativität. Im hinteren Bereich des Tempel liegen die Wohnräume der kleinen Schar Geweihter, die Gläubige beraten und aufmuntern, die Tempelanlage pflegen und neue Schiffe segnen.

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Tempel des Sakiranthis

Der Tempel des Sakiranthis lieg auf einem kleinen Felsen etwas am Rande der Stadt. Von hier aus hat man einen guten Blick über die Hausdächer und den Hafen, und man muss aufpassen, nicht vom Seewind davongeblasen zu werden. Der Gott der Lüfte, des Abenteuers, der Reisen, der Freiheit und des Glückes bevorzugt der Meinung der Geweihten nach solche Orte. Es mag zwar etwas anstrengend sein, den Felsen zu erklimmen, aber laut Sakiranthis' Lehre ist jeder Weg ein Ziel. Der Tempel selbst ist in Form eines hohen Turmes erbaut, an dem sich außen eine gekrümmte Treppe nach oben schraubt, die allerdings mit einem Geländer gesichtert ist. Im Inneren des Turmes, das man nur vom Eingang an der Spitze erreicht, werden einige Karten und Reiseberichte aufbewahrt, die dem Tempel gespendet wurden oder aus der Sammlung der Geweihten stammen. Die Geweihten leben allerdings nicht in dem Tempel, der dafür zu wenig Raum bietet, sondern in einem kleinen Gebäude nebenan. Die Spitze des Tempels, wo man Wind und Wolken am nächsten ist, ist der heiligste Ort. Besonders wenn Stürme und Gewitter am Turm zerren, fühlt man sich hier dem Himmel nahe, während ganz Kalmünde am Boden ausgebreitet liegt und in der Ferne sowohl Meer als auch Land mit dem Horizont verschwimmen. Dieser Horinzont lockt viele Geweihte des Sakiranthis in die Ferne, sodass nur vier von ihnen den Tempel von Kalmünde bewohnen.

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Schloss Seehaven

Das prächtige Schloss des Fürsten von Payadal steht natürlich in Kalmünde. Von seinen zahlreichen Türmen kann er die Stadt, den Hafen und einen guten Teil seines Landes überblicken, auch wenn er die meiste Zeit damit verbringt, in seinen Gemächern zu bleiben und wichtige Entscheidungen zu treffen. Im Innenhof des dreiflügeligen Schlosses befindet sich ein weitläufiger Park, mit Rasenflächen, Blumenbeeten und Springbrunnen. Ein breiter Weg aus Kies führt gradewegs zu den beeindruckenden, mit Gold verzierten Schlosstoren. Jeden Tag machen zahlreiche payadalische Adlige dem Fürsten ihre Aufwartung und berichten von den Ereignissen im Land und in ganz Tiranmar. Trotz der offensichtlich auf Ästhetik ausgelegten Bauweise des Schlosses ist es dennoch einigermaßen wehrhaft, immerhin besitzt es hohe Türme und Mauern und wird von einer Truppe gut ausgebildeter und gut bezahlter Gardesoldaten bewacht. Im Inneren des Schlosses findet man vor allem viel Platz, lange Flure und große Hallen, außerdem ist alles reich verziert. Fürst Aillian von Kalmünde kümmert sich sehr gut um die Provinz, allerdings hat er kaum Zeit für etwas darüber hinaus übrig. Der Krieg mit Caldámia interessiert ihn durchaus, allerdings nur, weil er schlecht für den Handel ist. Die offiziellen Angelegenheiten wie Feierlichkeiten und Empfänge überlässt er meist seiner schönen Gattin Niama von Kalmünde, die ein besseres Gefühl dafür hat, wie sich ein Fürst in der Öffentlichkeit verhält. Im Schloss Seehaven werden häufig Feste und Bankette abgehalten, zu denen zahlreiche höhere Adlige aus der Umgebung anreisen. Einfache Bürger hingegen haben es schwer, eine Audienz zu erhalten, wenn sie keinen für ganz Payadal bedeutenden Grund nennen können.

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Martplatz

Der Markt liegt im Zentrum Kalmündes und ist das pochende Herz der Stadt. Hier kann man so gut wie alles kaufen, was mit den Schiffen hierher gebracht wurde, und das bedeutet, dass fast jede Handelsware Tiranmars hier erhältlich ist, wenn auch manchmal zu schauderhaften Preisen. Der Markt hat die Form eines Dreiecks und ist mit Steinen gepflastert, die im Laufe der Jahre von zahlreichen Schuhen glattpoliert wurden. Jeden Tag stehen hier zahlreiche Stände und Buden, an denen man Schmuck aus dem Süden, teure und weniger teure Kleidung, Obst und Gemüse oder Fisch kaufen kann. Eigentlich ist in der Marktordnung festgelegt, wann Fischmarkt und wann Obstmarkt und so weiter ist, allerdings halten sich nur wenige Verkäufer daran, und solange das Geschäft weiterhin so gut geht, stört sich niemand daran. An jeder Ecke verkaufen geschäftstüchtige Händler heiße Suppe oder Würstchen, damit die Kunden noch ein wenig länger auf dem Markt durchhalten. Es herrscht ständig lautes Stimmengewirr, da auch das Feilschen üblich ist, während aus jeder Himmelsrichtung andere Gerüche die Nase mehr oder weniger erfreuen. An manchen Ständen, wo angeblich wertvoller Schmuck angeboten wird, findet man nur wertloses Blech, doch manchmal kann man zwischen verschiedenen Kuriositäten erstaunliche Funde machen. In Acht nehmen muss man sich auf dem Markt allerdings vor listig feilschenden Verkäufern und unglaublich flinken Taschendieben, die sich hier wie im Paradies fühlen.

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Private Magierschule Gaeldan des Blauen

Das Haus des bekannten Magiers liegt in günstiger Lage direkt an der Straße vom Markt in Richtung des Schlosses Seehaven, und damit mitten in Kalmünde. Ein protziges Messingschild verkündet, dass angehende Magier hier vom besten Magiekundigen Payadals lernen können, und dies ist nicht einmal übertrieben, denn Gaeldan der Blaue kennt sich gut aus, und außerdem gibt es nicht viele Magier in Payadal. Gaeldan selbst hat einmal von einem berühmten Magier gelernt und hält nicht viel von der Magierakademie in Tarcon, denn seiner Ansicht nach lernen Studenten der Magie am besten einzeln in der Obhut eines strengen Lehrmeisters. Gaeldan kleidet sich gerne in weite Gewänder mit viel Samt, natürlich in Blau, und hat eine ausgesprochene Vorliebe für gutes Essen und ausreichend Schlaf, was sich auch in seinem Erscheinungsbild niederschlägt. Dennoch ist er ein kompetenter Wassermagier, der sich vor allem mit Wetterzaubern und Alltagsmagie gut auskennt, ebenso darin, sich mittels Telepathie zu verständigen und auf subtile Weise den Geist anderer Menschen zu beeinflussen, allerdings auf eher harmlose Art. Gerne beschäftigt er sich auch experimentiell mit magischen Artefakten und ähnlichen Dingen. Offensive Magie sagt ihm nicht besonders zu, aber er kann auch deren Grundlagen weitergeben. Gaeldan der Blaue unterrichtet immer nur einen Schüler, meist von seinem zwölften bis achtzehnten Lebensjahr. Er vermittelt nicht nur reine Magie, sondern auch einiges an Geschichtswissen, Mathematik, Rhetorik und natürlich die Grundlagen des höfischen Benehmens und die Kunst des Genusses einer guten Mahlzeit. Er ist auch bei den Adligen Kalmündes ein gern gesehener Gast, da er ein höflicher und intelligenter Gesprächspartner ist und außerdem manchmal kleine Kunststücke vorführt. Gaeldan achtet sehr auf seinen Ruf, macht sich aber nicht gerne die Hände schmutzig. Seine Schüler bestehen die Prüfung an der Akademie mit guten Ergebnissen und gelten als angesehene und vertrauenswürdige Magier.

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