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Tiranmar



Das Lange Tal

Der Silberlauf trennt sich mitten in den Wäldern von Karendias in zwei Arme, von denen der eine nach Norden strömt, der andere aber nach Westen abknickt. Dieser Flusslauf fließt etwa auf der Höhe von Yôcul fast genau in westlicher Richtung zwischen den beiden Gebirgen Murogan und Khitroxan hindurch. Dabei hat der Fluss im Laufe der Jahrtausende ein Kerbtal in das Gestein gegraben, dessen Seiten von sanft abfallenden, bewaldeten Berghängen begrenzt sind. Im Talgrund fließt das Wasser in recht großer Geschwindkeit über Geröll und Kiesel der Küste zu, wo der westliche Silberlauf in den Golf von Yôcul mündet. An seinen Ufern wächst dichtes Gebüsch, oft neigen sich die Bäume bis über den Fluss. Zahlreiche Vögel brüten in den Uferbereichen und den Sträuchern, unter ihnen sind auch Bachstelzen, Reiher und sogar Eisvögel. Durch das ganze Tal zieht sich ein kleiner Pfad, oftmals von Sträuchern zugewachsen oder vom Fluss überspült, aber für einen kundigen Wanderer doch zu entdecken. Er führt von Imáriël Lasyra, der Heimat einer Hochelfe in den Wäldern von Karendias, Richtung Westen bis zur Küste, wo eine kleine Hütte und ein Bootsanlegesteg zwischen den Bäumen versteckt sind. Diese Ort wird von Lasyra und anderen Elfen als winziger Hafen genutzt, wenn sie Kontakt mit Yôcul oder der Hochelfeninsel Finyaril aufnehmen wollen. Zu beiden Seiten des Langen Tals, dass tatsächlich das längste und auch breiteste von einem Fluss ausgewaschene Tal Tiranmars ist, steigen die Hügel immer mehr an, um schließlich in die Berglandschaft der Zwillingsberge überzugehen. Der mit zunehmender Höhe recht trockene, felsige Boden wird hauptsächlich von Kiefern, Eichen und verschiedenen kleineren Sträuchern und Büschen bewachsen. Zwischen den Baumstämmen und Felsen fließen mehrere kleinere Bäche talwärts, die sich unten mit dem Silberlauf vereinigen.

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Die unteren Hänge

Aus den umgebenden Wäldern von Karendias erheben sich die Zwillingsberge Murogan und Khitroxan. Diese zwergischen Namen stehen für Erz- und Silberberge, was sich auch in den Bezeichnungen der Zwergenvölker wiederspiegelt, die in den Gebirgen leben: Die Erzzwerge und die Silberzwerge. Die Berge liegen in der Zentralen Wildnis, umgeben von den Wäldern von Karendias und dem Golf von Yôcul. Nähert man sich den Gebirgen aus den Waldgebieten, so wird der Boden nach und nach hügeliger, um dann in sanfte Hänge und schließlich in die Höhenzüge der Gebirge überzugehen. Die Hügel sind größtenteils von dichtem Wald bedeckt, der von Buchen, Eichen und mit zunehmender Höhe auch von Birken, Kiefern und Fichten geprägt ist. Sonnenbeschienene Bergkämme wechseln sich mit langgestreckten Tälern ab, in die nur selten etwas Licht fällt. Füchse, Rothirsche und Wildschweine gehören zu den wichtigsten Tieren hier, abgesehen von den zahlreichen Vögeln und Kleintieren, die im Unterholz leben. Kein Weg oder Pfad führt die Berge hinauf, kein Mensch und auch so gut wie kein Waldelf betritt sie. Von Zeit zu Zeit findet man im Felsgestein der Berge, dass frei liegt oder nur von einer dünnen Bodenschicht bedeckt ist, Spalten, Felsüberhänge, Grotten und kleine Höhlen, in denen von Zeit zu Zeit auch einmal ein Bär lebt. Nur einige wenige Bäche entspringen in den Bergen, sie alle stürzen schnell ins Tal hinunter und vereinigen sich mit dem Silberlauf, sodass die Erde hier an den Hängen größtenteils trocken ist und mit zunehmender Höhe recht unfruchtbar wird. Dort werden die Bäume seltener und machen zähem Gras, Flechten und verschiedenen Sträuchern und Gebüschen Platz, die sich an den staubigen Fels klammern.

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Die Weiden und Felder (Murogan)

Die höheren Hänge der Murogan sind etwas ebener und sanfter als die Gipfel der Khitroxan. Größtenteils sind sie von Gras und kleinen Büschen bewachsen, die sich vor allem an den wenigen Quellen drängen. Die Erzwerge nutzen die flacheren Hänge in der Nähe ihrer Siedlung Angrok vor allem als Weideflächen und zur Landwirtschaft. Noch in vielen Meilen Entfernung findet man die Schaf- und Ziegenherden, die von einigen Zwergen beaufsichtigt werden. Sie ziehen über die Bergkämme und durch die Täler, immer auf der Suche nach Nahrung für ihre Tiere. Die Schafe und Ziegen sind trittsicher und zäh, sie klettern über Steine und vertragen auch das dürrste Gras. Die Zwerge nutzen die Schafe als Nahrungsquelle, indem sie ihr Fleisch und ihre Milch verarbeiten, unter anderem zu zwergischem Ziegenkäse. Außerdem wird die Wolle der Tiere geschoren und zu Decken und Kleidungsstücken verarbeitet. Nahe der Siedlung Angrok liegen sogar einige Felder, die, umgeben von niedrigen Mauern aus Geröll und mit Wasser versorgt durch künstlich angelegte Gräben, zum Anbau verschiedener Nutzpflanzen dienen. Am häufigsten wird hier Mais und Flachs angebaut, gefolgt von Tee und in kleinen Mengen auch Gemüse und Tabakpflanzen. Aus den Fasern des Flachs stellen die Erzzwerge Leinen her, aus dem vor allem Kleidungsstücke gefertigt werden. Aus den getrockneten und gerollten Teeblättern machen sie starken schwarzen Tee, während der Tabak in hölzernen und tönernen Pfeifen geraucht wird.

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Angrok (Murogan)

Angrok ist eine erzzwergische Siedlung in den Murogan, die hoch auf einem sonnenbeschienenen Felshang liegt. Sie besteht aus etwa zweihundert Häusern, die sich um den Eingang zu den unterirdischen Stollen gruppieren. Die Häuser selbst sind langgestreckt und aus Feldsteinen erbaut, mit einem Dach aus Steinplatten oder Holzlatten. Meist sind sie nur ein Stockwerk hoch, besitzen dafür aber einen geräumigen Keller. In den Kellern werden hauptsächlich Holz, Nahrungsmittel und Wolle gelagert, während das Erdgeschoss als Wohn- und Arbeitsraum dient. Hier werden die Flachsfasern zu Leinen verarbeitet, aus dem dann Stoffe gewebt werden, so wie auch die Schafwolle gewaschen, gekämmt und danach zu Filzstoff verarbeitet oder gewebt wird. In Lagerräumen trocknen Tabak- und Teeblätter, wartend auf ihre weitere Nutzung. Auch verschiedene Arten von Werkzeugen werden hier hergestellt. Die gesamte Siedlung ist von einer niedrigen Mauer aus Felsen umgeben, hinter der die Gemüsegärten und Anbauflächen von Tabak und Tee beginnen, während Pfade zu den direkt in der Umgebung liegenden Mais- und Flachsfelder führen. Im Zentrum Angroks steht ein großes Haus aus Stein, in dem sich die Zwerge versammeln und das gleichzeitig auch als Eingang zu den Stollen dient, denn hier befindet sich der Ausgang der weitläufigen unterirdischen Heimat der Zwerge. Die ungefähr siebenhundert Erzzwerge, die Angrok besiedeln, sind wenige im Vergleich zu denen, die in den Tiefen der Berge leben und hart in den Bergwerken, Schmieden, Werkstätten und Pilzgärten arbeiten. Doch auch diejenigen, die an der Oberfläche leben, haben von Frühling bis Herbst alle Hände voll zu tun mit Feldern, Vieh und Werkstätten. Im Winter jedoch leert sich die Siedlung, da dann viele der Zwerge für einige Zeit bei ihren Verwandten unterirdisch leben.

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Die Felspfade (Khitroxan)

Die Khitroxan, die Silberberge, sind deutlich schroffer als die nördlichen Murogan. Steile Schluchten, manchmal an die hundert Schritt tief, durchschneiden die Berge, oftmals liegt das kantige Gestein offen zu Tage und wird kaum von Gras oder Flechten bedeckt. Der Boden ist trocken und kleine, schnell zu Tale stürzende Bäche sind eher eine Seltenheit. Geneigte Hänge und kleine Hochebenen wechseln sich mit Felsklippen ab, die manchmal so spröde sind, dass sich Teile lösen und in die Tiefe stürzen. Trotz der Unwirtlichkeit der Landschaft sind die Khitroxan keineswegs besonders hoch. Von ihren höchsten Gipfeln aus kann man über die Wälder von Karendias blicken und bei klarem Wetter in der Ferne die Karendiberge erkennen, die im Vergleich zu den kantigen Felsen der Khitroxan wahre Berggiganten darstellen. Auf den höher gelegenen steilen Hängen, in den Schluchten und auf den Gipfel der Khitroxan finden nicht viele Pflanzen halt, nur von Zeit zu Zeit findet man knotige Zirbelkiefern, ansonsten hauptsächlich kleine Pflanzen wie Moos, Gräser und andere Kleinpflanzen. An Tieren leben hier Kaninchen, verschiedene Eidechsen und Schlangen, Schneehühner und Füchse, außerdem seltener auch Gemsen und Karendiadler. Häufig findet man in den Bergen Felsüberhänge, Grotten und kleine Höhlen, die von Füchsen und Bären bewohnt sein können. Vor allem im Winter wird eine Reise durch die Gebirge zu einer gefährlichen Angelegenheit, da dann die Geröllhänge und Ebenen meist verschneit und vereist sind und man leicht die Orientierung verliert, ganz zu schweigen von der Gefahr, die damit verbunden ist, über eisbedecktes Gestein am Rande steiler Schluchten zu klettern.

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Das steinerne Tor

Das Steinerne Tor bezeichnet eine hohe Felswand in einem Tal tief in den Khitroxan. Hier ragt der Fels über etwa etwa zwanzig Schritt senkrecht in die Höhe, um dann in leicht geneigte, schroffe Talwände überzugehen. Am Boden des Tals fließt ein kleiner Bach über Geröll und Felsen, die vor längerer Zeit wohl einmal aus dem Gestein der Schluchtwände herausgebrochen sein müssen. Das Sonnenlicht erreicht nie ganz den Talgrund, der immer im kühlen Schatten der umliegenden Berge liegt. Doch das Tor trägt seinen Namen nicht umsonst, denn dies ist mehr als eine Felswand, es ist eine Verbindung zu den Minen der Zwerge. Hier endet der unterirdische Hauptgang, der von der Eingangshalle des Khitroxan-Minen nach draußen führt. Das zweiflügelige Tor selbst ist acht Schritt hoch und besteht aus eisenbeschlagenem Holz, das mit zahlreichen Riegeln von innen gesichert es. An den Seiten und oberhalb des Tores sind zahlreiche Verzierungen und Runen in den Fels gehauen, die das Tor noch beeindruckender und größer erscheinen lassen und vom Ruhm der Zwerge berichten. Von außen lässt sich das Tor nicht öffnen, und im Inneren stehen erzzwergische Krieger Wache, die nur ausgesuchte, vertrauenswürdige Menschen, bei denen es sich meist um Handelspartner handel, die Stollen betreten lassen. Diese Vorsicht ist wohl der abgeschiedenen Lage und dem typischen Misstrauen der Zwerge gegenüber anderen Völkern geschuldet, denn die Minen wurden noch nie von außen erobert. Hinter dem Steinernen Tor beginnt ein breiter Gang, der nach etwa vierhundert Schritten in die große Eingangshalle mündet.

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Die Minen der Zwerge



Die Eingangshalle (Murogan)

Hinter dem Eingang im Versammlungshaus in Angrok in den Murogan beginnt ein breiter Gang, der in leichter Neigung in den Berg hinein führt. Er ist breit genug, dass etwa fünf Menschen oder Zwerge nebeneinander gehen können, und entsprechend hoch, seine Wände sind mit Fackelhaltern versehen, deren Fackeln flackerndes Licht spenden. Nach nur etwa fünfzig Metern erreicht man eine große, kreisförmige Halle von etwa zehn Schritt Durchmesser. In die Wände der Halle sind runde Säulen eingearbeitet, zwischen denen insgesamt sieben Gänge halbkreisförmig in den Berg hinein führen, alle in unterschiedlicher Neigung abwärts führen und mit Fackeln beleuchtet. Die Decke der Eingagshalle ist als Kreuzrippengewölbe aus dem Fels herausgearbeitet und mit erstaunlicher Kunstfertigkeit und Genauigkeit gearbeitet. In der Halle halten sich meist etwa ein Dutzend zwergische Wächter auf, die mit Kettenhemden, Lederharnische und Helmen zwergischer Machtart gerüstet und mit Kurzschwertern und Äxten bewaffnet sind. Die meist Zeit über stehen sie zusammen oder sitzen auf einer der steinernen Bänke, die aus den Wänden herausgearbeitet wurden, und unterhalten sich. Ihr Hauptmann, Thagroth Eisenarm Balogil, der an seinem rötlichen Haar und Bart, dem dunklen Mantel und der kräftigen Stimme zu erkennen ist, gilt als besonnener und relativ liberaler Zwerg, der fast ohne Vorurteile mit Menschen spricht, aber dennoch die Interessen seines Volkes an oberste Stelle stellt. Er ist dafür zuständig, Zwerge und Gäste in Empfang zu nehmen, wobei es sich bei letzteren meist um Händler handelt, die zu den Lagerräumen und Unterkünften geleitet werden.

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Die Eingangshalle (Khitroxan)

Vom Steinernen Tor führt ein langer Gang etwa vierhundert Schritt tief in den Felsen hinein, der mit seiner breite von etwa sechs Schritt und der gleichen Höhe einer der größten Gänge der Zwerge ist. Seine Wände sind mit Reliefs verziert, die Zwerge im Kampf mit fremdartigen Kreaturen, beim Abbau von Erzen und vor allem beim Schmieden darstellen. Der Gang endet schließlich in der geräumigen Eingangshalle. Diese ist kreisförmig angelegt, hat einen Durchmesser von etwa zwanzig Schritt und eine Höhe von ganzen zehn Schritt. In etwa acht Schritt Höhe tritt der Gang vom Steinernen Tor aus der Wand und führt dann eine breite, aus dem Felsen herausgearbeitete Treppe hinab bis zum Boden der Halle. Dort werden noch einmal alle ankommenden nicht-zwergischen Reisen sorgfältig geprüft und erhalten, wenn sie ihr Anliegen überzeugen darlegen konnten, Gelegenheit zu einem Gespräch mit einem Anführer der silberzwergischen Krieger. Möglicherweise wird ihnen dann für eine Weile eine Unterkunft gewährt, jedoch immer unter den misstrauischen Blicken der anderen Zwerge. Öfter geschieht es noch, dass eine Eskorte den Gast durch die Stollen zu einer Erzzwergischen Sippe führt und die Aufgabe, sich um den Fremden zu kümmern, an diese weitergegeben wird, wissen die Silberzwerge doch gut, dass ihre Verwandten besser mit Nicht-Zwergen umgehen können und überlassen ihnen gerne diese Aufgabe.

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Die oberen Stollen

Die oberen Stollen der Zwerge erstrecken sich in mehreren Ebenen unter den Murogan und den Khitroxan und nehmen eine Fläche ein, die zwei Dritteln des gesamten Kaiserreichs entspricht. Die meisten von ihnen sind etwa zwei Schritt breit und ebenso hoch, mit glatten Wänden und teilweise geneigt, teilweise aber auch mit Treppen versehen. In regelmäßigen Abständen sind in den einigen Gängen Fackelhalter an den Wänden angebracht, die mit brennenden Fackeln und ein oder zwei Ersatzfackeln bestückt sind, doch so oft es geht verlassen sich die Zwerge auf die Leuchtkraft des fluoreszierenden Mooses, das überall dort an den Wänden wächst, wo es einigermaßen feucht ist. Die Gänge treffen sich in Kreuzungen, Gabelungen und Abzweigungen, wobei nirgendwo irgendwelche Wegweiser oder Markierungen angebracht sind, denn die Zwerge kennen die Höhlensysteme auswendig und begleiten Gäste auf ihren Wegen. Die oberen Stollen verbinden die Wohnbereiche der verschiedenen Zwergenstämme, die Werkstätten und Schmieden und die Pilzgärten miteinander, einige Gänge führen auch zur Versammlungshalle, zum Heiligtum des Tharekk und zu den beiden Eingangshallen. Die Zwerge sind fast immer hier unterwegs, sodass man in dem ausgedehnten Stollensystem etwa alle zehn Minuten auf einen oder mehrere Zwerge trifft. Dann gibt es noch lange, steile Treppen, die eine Ewigkeit tief und noch tiefer in den Berg hinein zu führen scheinen und tief unten eine Verbindung zu den Bergwerken schaffen. Hier unten soll es sogar noch weitere Treppen geben, die zu den verlassen Stollen von einst führen, doch sind die größtenteils verschüttet oder zugemauert.

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Die Wohnbereiche

Die Zwergen schlafen und wohnen in den oberen Lagen der Minen. Hier lebt jeweils eine Sippe von durchschnittlich achtzig Zwergen, die alle auf die eine oder andere Art miteinander verwandt sind, gemeinsam in einem Bereich. Eine zwergische Wohnung besteht aus einem zentralen Raum, in dem auch Mahlzeiten eingenommen werden, einigen Schlafräumen je nach Anzahl der Bewohner und einem Lagerraum, der gleichzeitig als Küche dient. Manchmal sind auch noch Räume, die als kleine Werkstatt dienen, mit angeschlossen. Vom Hauptraum führt ein Gang zu einer Kreuzung mehrere Gänge, die die Wohnbereiche verwandter Familien und einen gemeinschaftlichen Abort miteinander verbindet. So gruppieren sich alle Wohnungen einer Sippe um die des Ältesten und seiner engsten Verwandten. Die einzelnen Wohnungen werden entweder von zwei bis vier befreundeten männlichen Zwergen bewohnt oder, seltener, von einer Familie mit ihren Kindern. Bänke, Regale und Bettstätten werden oft aus den Wänden herausgearbeitet, während Truhen, Stühle, Tische und ähnliches aus Holz gefertigt werden und Decken und Kleidung meist aus Wolle und Leinen bestehen. Die meisten Zwerge besitzen wenig persönliches Eigentum und richten ihre Wohnungen eher spartanisch ein, ohne sich viel um Dekoration zu bemühen. Die weiblichen Zwerge, die noch kein Teil einer Familie sind, leben unter sich in anderen Bereichen innerhalb des Familiengebiets und widmen sich verschiedenen handwerklichen Tätigkeiten oder einem Leben als Priesterin des Tharekk.

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Die Werkstätten und Schmieden

Verteilt in den oberen Lagen der zwergischen Minen, zwischen den Wohnbereichen und verbunden durch ein Gewirr von Tunneln und Gängen, liegen die verschiedensten Werkstätten der zwergischen Handwerker. Steinmetze fertigen kunstfertige Reliefs, Säulen, Gewölbe und Stützmauern an, während Bildhauer Statuen von berühmten Zwergen, meist verstorbenen und verehrten Ahnen, meißeln und auch kleinere Figuren herstellen, wie zum Beispiel die berühmten Schachfiguren des Orek Angertan. Holzschnitzer und Schreiner, meist mit ihren Werkstätten näher an den Ausgängen der Minen angesiedelt, verarbeiten Holz von den Berghängen zu Möbeln, Gebrauchsgegenständen und Werkzeugen. Und dann gibt es natürlich noch die Schmiede: Jeder dritte bis vierte erwachsene Zwerg arbeitet in irgendeiner Form von Schmiede. Die Waffenschmiede stellen vor allem kunstvoll gearbeitete und handwerklich perfektionierte Äxte, aber auch Kurzschwerter, Speerspitzen und Dolche. Andere Spezialisten fertigen verschiedene Rüstungsteile aus ineinander verflochtenen Metallringen an, die bei Zwergen besonders verbreitet sind, darunter Kettenhemden, -hauben und handschuhe, während für Rüstungsteile aus Metallplatten wie Brustharnsiche oder Helme Plättner verantwortlich sind. Gold- und Silberschmiede verarbeiten die Edelmetalle zu Schmückstücken, einlegearbeiten und edlen ebrauchsgegenständen, wie zum Beispiel den reichverzierten 'Pokal des Bandugar', einen goldenen Kelch im Besitzt einer alten Zwergenfamilie. Derartige Stücke sind jedoch recht selten, ebenso wie Ringe oder Ketten aus Silber oder Gold, da beide Metalle einerseits nicht besonders häufig in den Zwillingsbergen sind, andererseits auch keine so große Nachfrage für Schmuck unter den Zwergen besteht. Die zwergischen Feinschmiede sind bekannt für kleine Wunderwerke der Mechanik, über die in der Außenwelt kaum mehr bekannt ist als dass sie irgendetwas mit Zahnrädern zu tun haben. Für einen horrenden Preis soll einmal ein zwergischer Feinschmied eine mechanische Uhr an einen temornsichen Adligen verkauft haben. Wesentlich weniger elitär sind die Grob- oder Schwarzschmiede, die von Nägeln bis zu den Beschlägen der großen Eingangstore alle Gebrauchsgegenstände aus Metall herstellen, die in der Welt der Zwerge eben anfallen. Zu guter Letzt gibt es noch die Steinschneider, welche die seltenen in den Minen abgebauten Edelstgeine schleifen, polieren und zu Schmuckstücken verarbeiten.

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Das Tharekk-Heiligtum

Das Tharekk-Heiligtum befindet sich in der Nähe der meisten Wohnbereiche, liegt allerdings ein Stück tiefer im Berg. Zu erreichen ist es über einen langen und breiten Gang, der von zahlreichen Fackeln erhellt wird. Da das Heiligtum der einzige Tempel in den Zwillingsbergen ist, strömen ständig Zwerge hierher, die hier zum Gott der Erde beten wollen. Rund um den Tempel liegen die Wohnräume der Geweihten, männliche und weibliche Priester des Tharekk, die hier meditieren, schmieden, beten und den Zwergen Beistand, Rat und Trost spenden. Der Tempel selbst besteht aus einem Vorraum, einer großen Gebetshalle und verschiedenen kleineren Nebenräumen. Zuerst tritt man durch die kleine, dunkle Gebetshalle, die dazu dient, den Geist zu beruhigen und unerwünschte Gedanken hinter sich zu lassen. Dann schreitet man durch ein großes Portal in die geräumige Gebetshalle, in deren Mitte die größte zwergische Statue überhaupt steht, eine sechs Schritt hohe Skulptur des Tharekk, wie er die Arme vor der Brust verschränk, in einer Hand eine Axt, in der anderen einen Hammer, mit für die zwergische Darstellung typischem langem, wallenden Bart und Haar. Von den Proportionen her stellt die Statue den Gott irgendwo zwischen Mensch und Zwerg dar, er könnte als besonders hochgewachsener Zwerg oder sehr untersetzter Mensch gelten. Zu Füßen des Gottes steht eine große, eiserne Schale, in der Glutstückchen zwischen Erzbrocken glühen und die Halle gemeinsam mit den Fackeln an den Wänden in ein rötliches Licht tauchen. Überall in der Halle knien und sitzen meist Zwerge, die im Gebet versunken sind, wenn sie nicht gerade einen der Nebenräume aufsuchen, um mit Geweihten zu sprechen, alleine mit dem Gott zu sein oder etwas zu spenden, wie etwa Klumpen reinen Erzes, besonders schön gefertigte Handwerksstücke oder kleine Skulpturen des Gottes. Der Tempel des Tharekk in den Zwillingsbergen gilt als das wichtigste Heiligtum des erzenen Gottes in ganz Tiranmar.

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Die Pilzgärten

Die Pilzgärten der Zwerge liegen relativ weit unten in den Bergen nahe eines unteridischen Flusslaufs. Hier unten ist es besonders feucht, Wassertropen rinnen von den Wänden herab und sammeln sich in kleinen Pfützen auf dem Boden. Der Fels ist über und über mit fluoreszierendem Moos bedeckt, das die Gänge in schwaches Licht taucht. Einige große, natürlich entstandene Höhlen, verbunden durch zahlreiche Durchlässe und kurze Gänge, sind von Moos und Pilzen überwuchert. Die Pilze, vor allem die Rotfleckenröhrlinge, sind sparsam und wachsen gut auf dem Moos und den Ausscheidungen der Felsenwürmer, die fast keinen Unterschied zu feinster Gartenerde aufweisen. Die Zwerge entdeckten vor langer Zeit die Pilze in den tiefen Grotten und begannen, sie mangels anderer Nahrung zu verspeisen. Einige Arten erwiesen sich leider als unverträglich oder gar giftig, während andere, wie der bereits erwähnten Rotfleckenröhrlinge, der in Temornia als Delikatesse gilt, durchaus nahrhaft und sogar einigermaßen wohlschmeckend sind. Die Zwerge legten Gärten an, sammelten die Pilze, düngten und bewässerten sie und ernten nun jedes Jahr so viel der Fruchtkörper, dass sie damit einen guten Teil der Ernährung des Zwergenvolkes bestreiten können. Pilzgärtner ist unter den Zwergen ein angesehener Beruf, müssen diese doch viel über die speziellen Bedürfnisse der Pilze wissen und ein gewisses Geschick im Umgang mit Pflanzen aufweisen, ein Talent, dass unter den Zwergen nicht gerade verbreitet ist.

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Versammlungshalle

Die größte Halle in den Minen der Zwerge ist eine große Höhle von über dreißig Schritt Durchmesser, das zu wichtigen Anlässen als Versammlungshalle dient. Hier treffen die Ältesten der Zwerge zu Beratungen zusammen, wenn wichtige Belange des Volkes zu entscheiden sind, aber auch Besprechungen innerhalb eines Clans werden hier abgehalten. Unter anderem wird entschieden, zu welchen Preisen mit anderen Völker Waren gehandelt werden, welche Stollen aufgegeben und in welchen verstärkt nach Erzen gesucht werden soll und welche Zwerge die Erlaubnis haben, sich mit einer Zwergin zu verbinden. Die Eheschließungen werden hier ebenso gefeiert wie die Weihe zu Priestern und Priesterinnen des Tharekk. Die ganze Halle wird von zwergischen Kriegern bewacht, die an den drei Eingangsportalen Wache stehen. Die Portale sind drei Schritt hoch und werden von einem Steinbogen überspannt, der wiederum von zwei massigen, runden Seiten zur Linken und Rechten des Portals getragen wird. In die Säulen sind zwergische Runen eingeritzt, während die Wand oberhalb des Bogens und rund um die Portale herum mit Reliefs verziert ist. Auch die Innenwände der Versammlungshalle sind derart fein gearbeitet, doch hier wurden sogar kostbare Einlegearbeiten aus Gold, Silber und kleinen Edelsteinen verwendet, welche die Halle in einem besonders edlen Glanz erstrahlen lassen.

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Die Bergwerke

Die zwergischen Stollen, in denen Erze und Edelsteine abgebaut werden, reichen tief in die Eingeweide der Gebirge hinein. Unzählige Meilen von Gängen und Höhlen breiten sich in verschiedenen Eben aus, und in vielen hallt noch immer das Geräusch der Hämmer und Spitzhacken. Die Zwerge wechseln sich in Schichten mit der harten Arbeit in den Minen ab, wo sie Schritt für Schritt ihre Stollen weiter in den Fels treiben, immer an Erzadern entlang. Von den ergiebigsten Lagerstellen aus führen breite Gänge nach oben, in denen Schienen ausgelegt sind. Mithilfe von Seilwinden und Flaschenzügen werden mit Erzen beladene Karren diese Schienen nach oben befördert, wo das Erz geschmolzen und verarbeitet wird. In den Minen bauen die Zwerge vor allem Eisenerz, aber auch in geringeren Mengen Kupfer, Nickel, Gold und Silber ab. Besonders tief unten fanden sich sogar Adern des leuchtenden magischen Metalls Arvanium, das einige mächtige und sehr gefährliche Eigenschaften besitzt und daher nicht mehr abgebaut wird. Von Zeit zu Zeit fördern die Zwerge auch Edelstein, vor allem Rubine, die von Schleifern und Steinschneidern weiterverarbeitet werden, und außerdem wird im nördlichen Murogan in reichlichen Mengen Marmor abgebaut.

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Die Verlassenen Stollen

Tief unter den Wohnbereichen der Zwerge liegen die Minen. Doch noch viel tiefer erstrecken sich die verlassen Stollen, die Bergwerke von einst, die schon vor Jahrhunderten, wenn nicht gar Jahrtausenden stillgelegt wurden. Völlige Dunkelheit herrscht hier, keine Fackeln und kein Leuchtmoos erhellt die Finsternis, und kein Laut, nicht einmal das Tropfen von Wasser, durchbricht die völlige Stille. Einst wurden hier Gold, Eisenerz und das magische Metall Arvanium abgebaut, bis dessen unkontrollierbare Eigenschaften den Zwergen zum Verhängnis wurden. Dies war eines der dunkelsten Kapitel in der zwergischen und elfischen Geschichte, denn damals brach der Krieg zwischen beiden Völkern aus, der vielen Zwergen und Elfen das Leben kostete. Noch immer leben seltsame Wesen in den Tiefen der Berge, von denen meterlange Felswürmer und Talpatone, die Riesenmaulwürfe, weder die merkwürdigsten noch die gefährlichsten sind. Gerüchte berichten von steinernen, mit unnatürlichem Leben erfüllten Wesen, die dort unten durch die Stollen streifen, die in den Bergwerken unerschöpflicher Arbeit nachgehen oder es mit kalter Zielstrebigkeit auf lebende Wesen abgesehen haben, die sich hierher verirren. Die Zwerge haben also einen guten Grund dafür, diese Bereiche zu meiden, deren bekannte Zugänge vermauert oder eingestürzt sind.

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Die Pilzgärten

Die Pilzgärten der Zwerge liegen relativ weit unten in den Bergen nahe eines unteridischen Flusslaufs. Hier unten ist es besonders feucht, Wassertropen rinnen von den Wänden herab und sammeln sich in kleinen Pfützen auf dem Boden. Der Fels ist über und über mit fluoreszierendem Moos bedeckt, das die Gänge in schwaches Licht taucht. Einige große, natürlich entstandene Höhlen, verbunden durch zahlreiche Durchlässe und kurze Gänge, sind von Moos und Pilzen überwuchert. Die Pilze, vor allem die Rotfleckenröhrlinge, sind sparsam und wachsen gut auf dem Moos und den Ausscheidungen der Felsenwürmer, die fast keinen Unterschied zu feinster Gartenerde aufweisen. Die Zwerge entdeckten vor langer Zeit die Pilze in den tiefen Grotten und begannen, sie mangels anderer Nahrung zu verspeisen. Einige Arten erwiesen sich leider als unverträglich oder gar giftig, während andere, wie der bereits erwähnten Rotfleckenröhrlinge, der in Temornia als Delikatesse gilt, durchaus nahrhaft und sogar einigermaßen wohlschmeckend sind. Die Zwerge legten Gärten an, sammelten die Pilze, düngten und bewässerten sie und ernten nun jedes Jahr so viel der Fruchtkörper, dass sie damit einen guten Teil der Ernährung des Zwergenvolkes bestreiten können. Pilzgärtner ist unter den Zwergen ein angesehener Beruf, müssen diese doch viel über die speziellen Bedürfnisse der Pilze wissen und ein gewisses Geschick im Umgang mit Pflanzen aufweisen, ein Talent, dass unter den Zwergen nicht gerade verbreitet ist.

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