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Tiranmar



Die Frostwasser

Zahlreiche Quellen in den Falkenbergen und den Frostzinnen stürzen von den schneebedeckten Gebirgen hinab ins Tal. Dort sucht sich das kalte, rasch fließende Wasser seinen Weg durch den unter Schnee begrabenen Nordeiswald, vorbei an gefrorenen Seen und Weilern, und vereinigt sich schließlich zur Frostwasser. Dieser Fluss durchquert die Wälder und die nördliche Aviacarusebene, um schließlich bei den Klippen nahe Esanthil ins Meer zu münden. Die zahlreichen kleineren Zuflüsse der Frostwasser suchen sich ihren Weg durch Gletschertäler die Berghänge hinab und durch den Nordeiswald. Hier ist die Wasseroberfläche von Eis bedeckt, aus dem Baumstümpfe und reifbedecktes Schilf hervorragen, erstarrt und gefroren im Atem des ständigen Winters. Mehrere Handbreit dick kann das Eis an den Rändern der Flüsse sein, sodass es selbst einen ausgewachsenen Keiler trägt, in der Mitte des Stromes jedoch, vor allem bei den größeren und rascher fließenden Armen der Frostwasser, ist die gefrorene Schicht fragil und brüchig. Wie Glas scheint das glatte Eis, unter dem man von Zeit zu Zeit Steine und Baumstümpfe am Grund des Wasser hindurch sehen kann. Unter dem gefrorenen Panzer fließen stumm und rasch die eisigen Fluten, in denen nur wenige dunkle Fische und kleine Krebstiere überleben können. Von Zeit zu Zeit kommen Tiere an den Fluss, um in Löchern im Eis zu trinken, vorsichtig einen Fuß vor den anderen auf die Eisschicht setzend. Wenn im Hochsommer doch ein wenig vom Eis und Schnee des Waldes und der Berge schmilzt, nimmt die Frostwasser gewaltig an Kraft und Geschwindigkeit zu und rauscht als mächtiger, kalter Strom Richtung Meer.

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Der Nordeiswald

Zwischen den Frostzinnen und den Falkenbergen erstreckt sich ein ausgedehntes Waldgebiet, das aufgrund seiner Lage im Norden Tiranmars und an den Hängen des Gebirges fast das ganze Jahr über im kalten Griff des Winters gefangen bleibt. Fichten und Tannen reihen sich dicht aneinander und graben ihre Wurzeln in den gefrorenen Boden. Die von einer dünnen Eisschicht umhüllten Zweige ragen wie gläserne Nadeln in den Himmel, während sich an den unteren Ästen Eiszapfen bilden. Dicker, weicher Schnee bedeckt Steine, Bäume und den Boden, sodass sich Äste und Zweige von der Last beschwert nach unten neigen. Oft ragen nur die spitzen von trockenen Grashalmen aus der Schicht heraus. Der Wind treibt sein Spiel mit den beständig fallenden Flocken und weht sie fort, um sie andernorst zu mächtigen Schneewehen zusammenzutragen. Nur wenige Tiere durchqueren den winterlichen Wald, darunter sind Hirsche, die unter der Schneedecke nach Gras suchen, kleine Nagetiere, die sich von Nüssen und Wurzeln ernähren, Krähen und Raben. Bären streifen nur selten durch den Wald, eher noch findet man die Fährten von Füchsen oder kleinen Wolfsrudeln. Wenn nicht der Wind in den Zweigen rauscht oder nachts das Heulen von Wölfen ertönt, ist es vollkommen still in dem erstarrten Wald. Nur im Hochsommer taut der Schnee ein wenig und gibt für wenigen Wochen seinen eisigen Griff auf, während der Wald aufatmet und Kräfte für den nächsten Winter sammelt.

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Numio

Vor etwa vierzig Jahren brach eine Expedition wagemutiger Nordländer auf, die Deltabucht zu überqueren und den Norden der Landzunge auf der westlichen Seite zu erforschen, dort wo die Frostzinnen und der Nordeiswald liegen. Eingehüllt in Pelze und mit nur dem Nötigsten an Ausrüstungen begannen sie das Land zu erkunden und ein Dorf - Numio - zu gründen. Sie errichteten eine Palisade aus angespitzten Holzpfählen, um Tiere fern zu halten, und bauten einfache Blockhäuser. Im ersten Winter erfroren oder verhungerten zwei Drittel von ihnen, doch sie hielten eisern an ihrem Plan fest, die nördliche Wildnis zu besiedeln. Sie züchteten Wolfshunde, jagten Hirsche und sammelten so viel Brennholz wie möglich. Nach einigen Jahren gelang es einigen Bewohnern der Siedlung, einige der stämmigen und mit dickem Fell ausgestatteten Hirsche einzufagen, die sie nun zähmten und als Fleischlieferanten hielten. Einigen gelang es sogar, die Hirsche als Reittiere abzurichten. Inzwischen haben die etwa zweihundert Bewohner von Numio jedoch jeden Kontakt zur Außenwelt verloren und kämpfen Jahr für Jahr um die Existenz ihres Dorfes. Kaum jemand weiß von der Expedition, und da nie ein Bote Numio verlassen hat, werden die Abenteurer allgemein als verschollen betrachtet. Nur die Eismagerin Navadis, die sich in den Frostzinnen ein Heim errichtet hat, weiß von der Siedlung, doch hat sie sich den Nordländern bisher nie gezeigt.

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Frostzinnen

Die Frostzinnen sind gemeinsam mit den Weißen Gipfel das nördlichste Gebirge Tiranmars, und aufgrund ihrer großen Höhe schmilzt der Schnee auf ihren Hängen das ganze Jahr nicht. Sie bilden einen langgestreckten Halbkreis aus Bergen, der in sich den Nordeiswald einschließt, während auf der nördlichen Seite des Gebirges die eisigen Stürme gegen die Hänge peitschen und sich die lebensfeindliche Eiswüste erstreckt. Die Gipfel ragen weit und spitz zwischen tiefen, steilen Tälern auf. Wenn keine Schneestürme die Flanken der Frostzinnen umtoben, ist die Luft klar und kalt, und das gleißende Licht der Sonne bricht sich tausendfach auf die glatt Schneeflächen. Die Täler werden von mächtigen Gletschern aus viele Schritt dickem Eis ausgefüllt. Unter ihnen rinnen eisige Bäche hervor, die sich ihren Weg ins Tal suchen und sich mit den anderen Bächen im Nordeiswald vereinigen. Im Hochsommer schmilzt ein Teil des Eises, was für die Frostzinnen nur bedeutet, das die Eisdecke ein wenig dünner wird, und kalte Sturzbäche strömen zu Tale, bevor der Winter das Gebirge wieder im Griff hat und der Wind um die Felszacken heult. Nur einige Gemsen und kleine Nagetiere leben auf den unteren Hängen der Frostzinnen, während in der Luft kleine Greifvögel und Raben dahingleiten, auf der Suche nach erfrorenen oder abgestürzten Beutetieren. Von den Felsüberhängen und Gipfekämmen hängen manchmal mannshohe Eiszapfen herab, die im Licht der Sonne gläsern glitzern. Kein Lebewesen hat es je geschafft, die Frostzinnen zu überqueren, und wer sollte das auch wagen, beginnt dahinter doch lediglich die Eiswüste...

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Gletscherhöhle

Ein besonders langes und breites Tal der Frostzinnen ist von einem gewaltigen Gletscher ausgefüllt, der mehrere Meilen lang ist und weit an den Rändern des Tals emporreicht. Das massive Eis ist von einer dünnen Schneeschicht bedeckt, die der Wind mal auf die eine, mal auf die andere Seite des Tals bläst. An der westlichen Talwand gibt es jedoch eine kleine Höhle beziehungsweise einen Tunnel im Felsgestein, durch die im Sommer ein Bach von den Bergen herabfließt. Dieses Wasser hat sich im Laufe der Jahre tief in den Gletscher gegraben und eine weitläufige, labyrinthische Höhle tief im Eis geschaffen. Hier schimmert nur mattes Licht durch die dicke Schicht des Eises hindurch. Die Wände der Höhlen sind glatt und rund, das Eis ohne jeden Makel und auf viele Schritt weit durchsichtig wie Glas. Umso tiefer man im Eis kommt, umso mehr nimmt das Eis einen intensiv blauen Ton an. Am Boden der Höhle rinnt ein kleine Bach durch die Höhlen im Eis über den glatten Boden. Hier unten dringt kein einziges Geräusch von oben durch, nur blauesweißes Licht, und kein Tier lebt hier. Nur kalte, eisige Stille. Kein Mensch kennt diesen fremden und abgelegenen Ort, doch einem Geweihten des Askion ist er bereits mehrfach im Traum erschienen.

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Akademie der Eismagierin Navadis

Die Magierin Navadis wurde im Kaiserreich geboren und hat schon als Kind eine außerordentlich Begabung für das Element des Eises gezeigt. Sie wurde an der Magierakademie in Tarcon ausgebildet und erwies sich als intelligente und begabte Schülerin. Nach dem Abschluss ihrer Ausbildung forschte sie in den Bereichen der Eismagie und der Beschwörung von Elementaren, um sich schließlich für ihre Forschungen in die Abgeschiedenenheit der Frostzinnen zurückzuziehen. Erst errichtete sie hier mit Hilfe ihrer beträchtlichen magischen Macht und den Diensten einiger Elementargeister einen kleinen Palast aus Eis in einem abgelegenen Tal und lernte, allein in den Frostzinnen zu überleben, indem sie sich mit Zauberei und dicker Kleidung gegen die Kälte schützte und eine Art magischen Wintergarten anlegte. Nachdem sie etwa zwei Jahrzehnte lang Forschungen betrieben und in dieser Zeit nur selten einmal ihre Heimat verlassen hhat, schrieb Navadis ein magisches Kompendium, dass ihr einen Ruf als exzellente Magierin und Forscherin einbrachte. Seitdem unterrichtet sie in der Abgeschiedenheit der Frostzinnen zwei bis drei Novizen, die von ihr die Kunst der Eismagie erlernen. Da sie sich immer noch zum Kaiserreich und der Akademie von Tarcon gehörig fühlt, legen ihre Schüler dort ihre Prüfung ab und werden so zu lizenzierten Magiern. Persönlich ist Navadis, die inzwischen etwa vierzig Jahre zählt, eine Magierin mit vielen Geheimnissen und großem Wissen, die nicht viel von sich preis gibt. Sie ist beherrscht und sehr diszipliniert und verlangt das auch von ihren Schülern, ohne dabei die unmenschliche Kälte einiger anderer Elementaristen an den Tag zu legen. Vor allem ist sie auch eine Perfektionistin, die sich auch mit ihren eigenen Leistungen selten zufrieden gibt.

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Eiswüste

Die Eiswüste nördlich der Frostzinnen ist eines der lebensfeindlichsten Gebiete Tiranmars. Im Gegensatz zu den Tundragebieten und kalten Ebenen im Westen Tiranmars ist die Eiswüste tatsächlich das ganze Jahr über von mehrere Schritt hohem Schnee und Eis bedeckt, und darunter wachsen weder Gras noch Moose oder Flechten. Sie erstreckt sich von den unteren Hängen der Frostzinnen bis an den Rand des Nordmeeres, von wo aus eisige Stürme über das Land peitschen. Hier leben so gut wie keine Lebewesen, nur im Westen, wo die Eiswüste am Rand der Frostzinnen in den Nordeiswald übergeht, gibt es ein wenig Leben. Hier findet man Eisbären und Robben, die an den Ufern der Deltabucht Rast machen, ebenso wie kleine Säugetiere und Vögel. Ab der Höhe der Frostzinnen jedoch ist die sturmgepeitschte Eisfläche wohl die lebensfeindlichste Region Tiranmars und vollkommen unbewohnt.

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