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Tiranmar



Die Straßen

Die Provinz Scarminthia im Nordosten des Kaiserreichs ist zum größten Teil von Grasland bedeckt. Sie liegt etwas höher als die Provinz Payadal und ist nicht so feucht und fruchtbar wie diese, doch dennoch gedeihen hier Weizen und Gemüse recht gut. Die Straßen von Scarminthia sind größtenteils Landstraßen, die mit soliden Feldsteinen gepflastert sind und zur Seite hin abfallen, sodass Regenwasser ablaufen kann. Manchmal verlaufen niedrige Mauern aus großen Steinen an den Seiten der Straßen, die mit Moos und anderen kleinen Pflanzen bewachsen sind. Im Abstand von höchstens einer Tagesreise findet man Gasthäuser am Straßenrand, oft in Dörfern oder Weilern. In den einfachen, aber ordentlichen Gasthäusern wird vor allem Brot, Käse, Schinken, Suppe oder Rinder- und Lammbraten angeboten. Zu trinken gibt es Wasser, Fruchtgetränke, Bier oder einfachen Wein, und in den Gästezimmern ist meist genug Platz für etwa zehn Personen. Die Straßen verlaufen durch die offene Landschaft der Felder und Wiesen Scarminthias. Auf den Weiden stehen Kühe, Schafe, Ziegen und ab und zu einige Pferde, während man nahe den Dörfern auch auf Obstgärten mit Apfel-, Kirsch- und Birnenbäumen trifft. Zwischen den sanften Hügel der Landschaft liegen verstreut kleine Waldstücke aus Buchen und Birken, und ab und an sprudelt ein kleiner Bach zwischen dem Gras dahin. Im Frühling sind die Wiesen Scarminthias von zahlreichen Blumen übersät, während man überall das Summen der Bienen hört und der Duft der Kirschblüten in der Luft liegt. Im Sommer ist es angenehm warm, manchmal sogar heiß, während im Herbst das letzte Obst an den Bäumen reift. Die scarminthischen Winter sind nicht sehr lang, aber oft schneereich, sodass die Häuser bis zu den Fenstern eingeschneit werden.

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Kalstrom und Eskenwald

Am östlichen Rand der Provinz Scarminthia liegen die Ausläufer des felsigen Eskenwaldes. Zwischen den Stämmen der Bäume fließt der größte Strom des Kaiserreichs, der Kalstrom, dem Meer entgegen, während sein Flussbett die Grenze der Provinzen Scarminthia und Eskenwehr markiert. Er entspringt in den Weißen Bergen und sucht sich von dort seinen Weg durch den Eskenwald hinab bis nach Payadal. So nahe bei seiner Quelle ist er noch nicht sehr breit, doch er strömt rasch über Felsen und Baumwurzeln dahin, vereinigt sich mit Waldbächen und wird allmählich größer und breiter. Der Eskenwald besteht hauptsächlich aus Buchen und Eichen, weiter oben auch aus Fichten und Kiefern. Der Boden ist uneben, häufig gibt es Täler und Hügel, während das Gelände Richtung Norden und Osten weiter ansteigt. Zwischen den Bäumen sind oft große, moosbewachsene Felsen verstreut, und im Zwielicht am Waldboden wachsen Blaubeeren, Moos und Farne. Wege gibt es so gut wie keine im Eskenwald, weder auf der scarminthischen, noch auf der wesentlich größeren eskenwehrer Seite. Der Wald wird von Rotwild, Füchsen, Wölfen, Wildschweinen, Eichhörnchen und zahlreichen Vögeln bewohnt, von denen der größte der Steinadler ist. Dörfer oder Waldbauernhöfe findet man nur sehr selten in den Tiefen des Waldes, denn nur Jäger, Kundschafter oder Köhler verbringen längere Zeit dort.

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Kleinstadt Caëlyn

Laut einiger scarminthischer Sagen ist Caëlyn der Name eines wagemutigen Helden, der von langer Zeit zahlreiche Abenteuer im Gebiet zwischen dem Kalstrom und den Arkaren erlebte. Heute heißt so eine kleine Stadt im Zentrum Scarminthias. Die etwa zweihundert Bewohner sind hauptsächlich Bauern und Viehzüchter, aber auch einige Handwerker sind darunter. Sie leben in Häusern, deren unterstes Stockwerk gemauert ist, während das Stockwerk darüber aus Fachwerk besteht und die Dächer mit einfachen Ziegeln oder Stroh gedeckt sind. Die drei wichtigsten Straßen des Städtchens laufen in einem kleinen Markplatz zusammen, wo ein Wegweiser verkündet, dass es von hier nach Osten Richtung Waldheim, nach Südosten Richtung Tarcon und nach Nordwesten Richtung Stenvest geht, was die nächsten größeren oder sehr großen Ortschaften sind. Nahe des Marktplatzes befinden sich einige Läden von Handwerkern, seien es Korbflechter, Töpfer, Schreiner oder Weber. Der berühmteste Handwerker des Dorfes ist der Schmied Tharnek, der früher ein berühmter und sehr geschickter Waffenschmied war, sich aber in der kleinen Stadt zur Ruhe setzen wollte und eine Zeit lang nur Hufeisen und Nägel schmiedete, bis schließlich der Krieg zwischen dem Kaiserreich und der abtrünnigen Provinz Caldámia ausbrach und Waffen wieder dringend benötigt wurden. Nun widmet sich Tharnek dem Wunsch der Heerführer und der Kaiserin entsprechend wieder hauptsächlich Schwertern, die von einem Händler alle zwei Monate nach Tarcon transportiert werden. Außer den Handwerkern gibt es in Caëlyn noch zwei Gasthäuser. Das mit dem Namen 'Zum Roten Becher' ist als anständige, hauptsächlich von Einheimischen besuchte Kneipe bekannt, während im 'Trollkopf' hauptsächlich Reisende, Fremde und eher lichtscheue Gäste einkehren, die von den Bewohnern des Städtchens gemieden werden.

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Burg Stenvest

Die weitläufige Festung von Burg Stenvest markiert die nördliche Westgrenze des Kaiserreichs. Sie liegt nahe bei den Ausläufern der Arkaren, nicht weit vom Tannengrund entfernt. Die Festung ist bereits sehr alt und traditionsreich. Die Außenmauer, die aus massivem Felsgestein erbaut und sowohl dick als auch hoch ist, umschließt die rechteckige Fläche der Festung, die zur Hälfte von einem weiteren Mauerring, Türmen und Steingebäuden, zur anderen Hälfte von einem offenen Platz eingenommen wird. Im Westteil der Festung sind Ställe, Bergfried und alle sonstigen wichtigen Gebäude untergebracht, ebenso das Quartier für die jungen Männer und Frauen aus adligen Familien, die hier im Alter von zehn bis zwanzig Jahren leben, um als Reichsritter ausgebildet zu werden. Der Platz in der Osthälfte der Burg dient als Übungsplatz und ergänzt den wesentlich weitläufigeren Turnierplatz draußen vor der Festung. Stenvest ist neben der Kriegerakademie von Tarcon die zweite große Ausbildungsstätte für junge Adlige, die eine militärische Laufbahn anstreben. Während in Tarcon jedoch vor allem Einzelkämpfer und Feldherren ausgebildet werden und einiger Wert auf Kriegskunst und Allgemeinbildung gelegt wird, werden in Burg Stenvest die Panzerreiter der schlagkräftigen Kavallerie des Kaiserreiches ausgebildet: Die Ritter. Die angehenden Verteidiger des Reiches werden hier im Reiten, im Kampf mit Lanze, Zweihandschwert und anderen Waffen ausgebildet, sie erlernen die wichtigsten Dinge über Heraldik, die Kunde der Wappen, und Etikette, höfischem Benehmens, außerdem verbringen sie Zeit mit Jagd und körperlichen Übungen. An der Stenvester Ritterschule unterrichten ausgezeichnete und erfahrene Reichsritter, die früher selbst hier ausgebildet wurden.

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Dorf Waldheim

Das Dorf am Rande des Eskenwaldes ähnelt in vielem anderen Dörfern und Städtchen Scarminthias: Etwa zwanzig Häuser aus Steinen und Fachwerk verteilen sich rund um einen gepflasterten Dorfplatz, wo unter einer großen Linde ein Brunnen steht. Direkt am Dorfplatz befindet sich auch das Gasthaus 'Zum Roten Hirsch', das vor allem Wildbret anbietet. Rund um das Dorf liegen kleine Äcker, die mit Gemüse und Korn bepflanzt werden, sowie einige Weiden für das Vieh des Dorfes, das im Sommer oft wochenlang keinen Stall von innen sieht. Natürlich liegt auch der Rand des Eskenforstes nahe bei dem Dorf Waldheim, dessen dichter Wald langsam in lichte Baumgruppen von Buchen, Eichen und Fichten und schließlich in offene Wiesen übergeht. Die Waldheimer besitzen eine große Anzahl Schweine, die von einigen Jungen und Mädchen täglich in den Wald getrieben werden, wo sie Bucheckern, Pilze und alles mögliche andere fressen. Doch Waldheim hat auch etwas Besonderes: Zum einen wäre da der Imker Ralek Baumrodt zu nennen, der etwas abseits des Dorfes in großen Bienenstöcken Honigbienen hält, die den süßen, berühmten und begehrten Waldheimer Waldhonig herstellen. Der Honig wird als Süßungsmittel für Tee, Milch und verschiedene feste Speisen verwendet und sogar in andere Teile des Kaiserreichs und darüber hinaus gehandelt. Zum anderen liegen nicht weit von Waldheim entfernt die Ruinen der Burg Falkenstein, die vor etwa zweihundert Jahren zerstört wurde. Auch heute noch reisen Geschichtskundige und Krieger dorthin, um die geborstenen Mauern und eingestürzten Türme zu betrachten und an die Zeit zu denken, als die Magiergesetzte eingeführt wurden, die von einigen eher finster gesinnten Magiern nicht akzeptiert wurden. Im folgenden Krieg wurde Falkenstein während eines Angriffs fast vollständig zerstört, aber am Ende wurden die Magier, die nicht dem Kaiser loyal waren, besiegt und aus dem Kaiserreich verbannt. Seit dem gilt die Burg Falkenstein als Symbol für den Widerstand gegen Unrecht und finstere Magie und zieht so viele Besucher an, dass der Wirt von Waldheim ein reicher Mann geworden ist.

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Der Tannengrund und die Arkaren

Im Westen wird das Kaiserrreich vor allem von den Arkaren begrenzt, einer breiten, nicht besonders hohen Bergkette. An den Hängen der Berge wachsen vor allem Kiefern und Fichten, und auch einige Tannen, die dem Tannengrund seinen Namen gegeben haben. Dieses Waldstück, dass fast vollständig aus Nadelbäumen besteht,liegt nahe Caëlyn zwischen Tälern und Hügelkuppen. Im eher lichten Wald leben Rotwild, Wildschweine und andere Tiere, die gerne von den örtlichen Adligen gejagt werden. Die berittenen Adligen nutzen Jagdhunde und Falken für ihre Jagden, die vor allem im Herbst stattfinden. Zwischen den Bäumen fließen ab und an kleine Bäche aus den Bergen talwärts, die sich manchmal in kleinen Seen sammeln. Abgesehen von adligen Jägern ist selten ein Mensch im Tannengrund unterwegs, und demzufolge gibt es auch keine Straßen und nur selten Wege. Die einzigen Bewohner des Waldes sind einige wenige Jäger und Köhler, die meist anderen Menschen aus dem Weg gehen. Gelegentlich trifft man im Wald auf die Ruinen von Dörfern, die früher hier standen, doch die Bewohner haben ihre Siedlungen längst aufgegeben und sind in die fruchtbarere Ebene gezogen. Das einzige Gebäude aus früherer Zeit, dass noch steht, ist ein Tempel des Askion, des Gottes des Winters und der Jagd. Er besteht nur aus einer runden Mauer, die das unter freiem Himmel liegende Innere des Tempels umgibt, wo ein kleine Statue steht. Die Jäger besuchen diesen Tempel regelmäßig, um eine gute Jagd zu erbitten und das Gebäude in Stand zu halten.

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Kaiserliches Gestüt Stenvest

Die besten Pferde des Kaiserreichs stammen aus dem Kaiserlichen Gestüt von Stenvest, dass sich nicht weit östlich von der bekannten Burg Stenvest befindet. Rund um das Gestüt liegen Wiesen und Weiden, während das Gestüt zwischen einigen Hügeln an einem Bach steht. Der Hof im Inneren wird von der Reithalle, mehreren Stallgebäuden und dem Haupthaus, wo der Leiter des Gestütes und die Bediensteten leben, eingegrenzt. Außerdem gibt es einige Übungsplätze für die Pferde, auf denen verschiedene Manöver trainiert werden, sowie die Reitstrecken durch das Gelände rund um das Gestüt. Die Stenvester Pferde befinden sich im Besitzt des Kaiserhauses von Tarcon, allerdings werden jedes Jahr einige Pferde zu enormen Preisen verkauft, meist an reiche Adlige. Die hauptsächlich hier gezüchtete Pferderasse sind die Stenvester, kräftige und ausdauernde Reitpferde, die sich durch starke Loyalität zu ihrem Reiter auszeichnen und vor allem von den Rittern des Kaiserreiches in der schweren Kavallerie eingesetzt werden. Die Stenvester, die meist braun, grau oder schwarz sind, werden hier auch zu Schlachtrössern ausgebildet. Außer ihnen werden die schnelleren und leichteren Mayéver gezüchtet, die aus Caldámia stammen und deutlich temperamentvoller als die ruhigen Stenvester sind. Sie werden vor allem als Botenpferde oder Rennpferde eingesetzt. Einmal alle zwei Jahre findet auf dem Kaiserlichen Gestüt Stenvest ein großes Fest statt, bei dem einige Pferderennen abgehalten werden. Der Sieger des großen Geländerennens durch Wiesen und Wald in der Umgebung erhält als Belohnung einen kostbaren Preis: Ein junges Pferd seiner Wahl aus dem Gestüt.

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Garten der Evaniël und Häuser der Heilung

Südlich von Caëlyn und westlich von Tarcon liegt inmitten von grasbewachsenen Hügeln, kleinen Wäldchen und Kornfeldern ein Garten, geweiht der Naturgöttin Evaniël. Eine Hecke aus einem bunten Gemisch von Rosen, Oleander und anderen Pflanzen bildet einen Ring um den ausgedehnten Garten, doch gibt es viele Durchgänge und Tore, sodass der Garten von jeder Seite aus betreten werden kann. Innerhalb der Hecke liegen sanft zum Mittelpunkt des Gartens abfallende, von grünem Gras bewachsene Hügel, auf denen zahlreiche kleine Wege entlangführen. Große Kastanien, Buchen und Eichen werfen ihre Schatten auf Blumen- und Kräuterbeete. Fast das ganze Jahr über blühen irgendwo Pflanzen, während in den Kräuterbeeten fast alle wichtigen Heilpflanzen Tiranmars gezüchtet werden. Kleinere Bäche fließen zwischen den Hügeln ins Zentrum des Gartens, wobei sie von den Wegen auf kleinen Holzbrücken überquert werden. Im Garten der Evaniël leben zahlreiche Vögel, die ihre Nester in den dichten Hecken und Büschen bauen. Folgt man den Wegen in das Tal in der Mitte des Gartens, so erreicht man einen kleinen See und die darum herum liegenden Häuser der Heilung. Es sind drei Gebäude, allesamt aus Marmor erbaut und mit Efeu bewachsen. Große Fenster und ein Innenhof mit einem Brunnen und einigen großen Bäumen verleihen den Gebäuden eine ruhige, lichte Atmosphäre. Etwa ein Dutzend Geweihte der Evaniël leben hier, züchten Heilkräuter und kümmern sich um Kranke und Verletze, welche den Garten der Evaniël aufsuchen und hier Ruhe und Schutz finden, bis sie genesen sind. Selbst Kranke, die von Pflichten gerufen oder eines Verbrechens angeklagt sind, dürfen hier nicht gestört werden, bis sie vollständig geheilt sind. Außer den Räumen für die Kranken und den Wohnräumen der Geweihten befinden sich in den Häusern noch ein Lagerraum für Kräuter, eine kleine Bibliothek, die hauptsächlich Bücher über Heilkunde und Botanik enthält, sowie ein kleiner Gebetsraum mit einer Statue der Evaniël, der auch von Kranken besucht wird. Die Geweihten verlangen keine Entlohnung für ihre Dienste, nehmen allerdings gerne Spenden an, mit deren Hilfe sie den Garten instand halten und weitere Bücher und Kräuter aus entfernten Gegenden kaufen.

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