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Tiranmar



Der Silberlauf und die Seen

(Text erstellt nach Ideen und Vorlage von Saro. Vielen Dank =) )

Der Silberlauf windet sich von seinem Ursprung in den Karendibergen in großen Bögen durch die Wälder von Karendias und das Königreich Caldámia. Über eine lange Strecke hinweg bildet er die Grenze zwischen Königreich und den Silberauen, bis er schließlich in den Golf von Yôcul mündet. Das Wasser des Flusses ist klar und rein und erscheint im Sonnenlicht fast wie Silber, was dem Strom seinen Namen gebracht hat. Er versorgt den Wald und die angrenzenden Graslandschaften mit Wasser und bietet eine Vielzahl an Fischarten und Wasserpflanzen einen Lebensraum. Immer wieder löst sich ein einzelner Bach aus dem Fluss heraus und sucht sich seinen eigenen Weg durch den Wald. Erst in den Silberauen stellt sich heraus wie viele doch von diesen kleinen Bächen sich vom Fluss fort bewegen und die dort vorhandenen Seen mit Wasser versorgen. Der Silberlauf wird von Schiffen der Caldámier befahren, die Waren und Menschen transportieren, doch die kleinen Nebenarme und Bäche, die sich in zahlreichen Biegungen und Mäandern durch die fruchtbare Landschaft schlängeln, sind zumeist still und unberührt von Menschen. Erlen, Birken und Pappeln sind die häufigsten Bäume auf dem feuchten, häufig überschwemmten Boden. Überall glitzern kleine Teiche und Pfützen, umgestürzte Baumstämme versinken halb in Gras und Wasser und Seerosen und Wasserlinsen bedecken die kleinen Seen. Für Menschen ist es schwierig, in dieser sumpfigen und unübersichtlichen Landschaft voranzukommen, für die zahlreichen Vögel (wie den Graureiher), Fische und Amphibien hier ist dies jedoch genau der richtige Lebensraum. Insgesamt müssen es hunderte kleiner Seen sein, die sich hauptsächlich nordöstlich des Silberlaufs ausbreiten und diese Landschaft formen.

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Tarricks Bach

Tarricks Bach ist eine kleine Stadt, die von reisenden Nordländern und Kaiserreichlern gegründet wurde. Sie liegt in den Silberauen, recht nahe an der Küste der Deltabucht, und gehört weder zum Kaiserreich noch zu den Nordlanden, sondern ist gänzlich eigenständig. In dem Dorf wohnen etwa dreihundert Männer, Frauen und Kinder, die hier hauptsächlich von Ackerbau und Rinderzucht leben. Sie wohnen in einfachen Häusern aus Holz, die mit Reetdächern gedeckt sind, haben ihr Dorf und die Weideplätze des Viehs mit aus dünnen Ästen geflochtenen Zäunen umgrenzt und fangen in den Teichen und Flüsschen Fische. Selten einmal kommen Reisende hier vorbei und bringen Nachrichten aus dem Rest Tiramars, doch im Großen und Ganzen leben die Menschen hier abgeschieden und allein. Ein alter Geweihter der Yanúti lebt im Dorf und gibt gemeinsam mit einer kräuterkundigen Heilerin sein Wissen an seine Schülerin weiter, außer diesen drei Personen kann in der kleinen Ansiedlung niemand lesen. Die Entscheidungen werden gemeinschaftlich von den erfahrensten Erwachsenen getroffen, ohne dass es einen Anführer gibt. Recht oft geschieht es jedoch, dass junge Erwachsene, die ihr Leben lang nichts anderes als Tarricks Bach und die umgebende Aulandschaft gesehen haben, das Dorf verlassen und mehr von der Welt erfahren wollen. Dies wird im Dorf mit Unbehagen betrachtet, brauchen die Bewohner doch eigentlich jede kräftige Hand, die bei den anfallenden Arbeiten hilft. So bleibt es meist dabei, dass die jungen Männer und Frauen etwas Handel mit Reisenden treiben und Waren tauschen, aber nicht weiter als bis zum nächsten caldámischen Dorf kommen.

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Der Erlenhain

Der Erlenhain ist eine Gruppe von Erlen, Birken, Weiden und Eschen, die auf einer Gruppe kleinerer Hügel zwischen den verschiedenen Flussläufen und Bächen des Silberlaufs stehen. Die Hügel aus fruchtbarem, schlammigen und feuchten Boden wirken wie Inseln im Fluss und werden je nach Wasserstand teilweise von den mäandernden Flussarmen überflutet, teilweise liegen sie auch trocken inmitten toter Arme. Vor allem im Frühjahr, wenn das Schmelzwasser des Schnees in den weißen Gipfeln zu Tale strömt und die Flüsse mehr Wasser führen, kommt es zu Überschwemmungen und kleinen Fluten in den Auwäldern. Die von Wasserlinsen und Seerosen bedeckten Seen und Flussläufe werden von Schilf und Rohrkolben begrenzt. Auf den Blättern der Seerosen sitzen kleine Frösche und Libellen, während unter der Wasseroberfläche kleine, silbrige Fische schwimmen. Im Erlenhain leben zahlreiche Singvögel, unter ihnen auch der Smaragdrohrsänger, ein kleiner Vogel, der in den Zweigen von Weiden und Erlen brütet. Die Schale seiner Eier ist schillernd türkis, grün oder blau gefärbt und schimmert im Licht irisierend ähnlich einer Muschel. Aus diesem Grund sind die Schalenstückchen als Material für Ketten, Ohrringe und anderen Schmuck sehr beliebt, wenn auch nur selten zu finden. Die Vögel sind jedoch sehr scheu und recht selten, außerdem muss ein Mensch erst erst einmal schaffen, über die sumpfigen, verzweigten Flüsschen und Insel bis zum Erlenhain vorzudringen.

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