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Tiranmar



Straßen der Stadt

Taluya, eine Stadt des Südbundes, liegt an der Küste zur Deltabucht mitten im Iliandelforst. Sie wird etwa zur Hälfte von Menschen, genauer gesagt Südbündlern, bewohnt, während die andere Hälfte der Einwohner Waldelfen sind. Diese leben hier schon seit langer Zeit, und als sich einige Menschen anzusiedeln begannen, sahen sie aufgrund der friedfertigen Beziehungen keinen Grund, ihre Heimat aufzugeben. Stattdessen errichteten die meisten von ihnen feste Wohnhäuser und wurden sesshaft, um in Gemeinschaft mit den Menschen zu leben, wie sie es heute noch tun. Mitten durch Taluya fließt ein Wasserlauf, der ein flaches Tal in den weichen Waldboden gegraben hat. Zu beiden Seiten des Flussbettes stehen die Häuser des Dorfes, meist aus Holz errichtete Gebäude, deren Dächer mit hölzernen Latten oder Schilf gedeckt sind. Einige von ihnen sind mehrere Stockwerke hoch oder sogar in den unteren Ästen der Bäume errichtet, wie es die Elfen bevorzugen, wobei sie geschickt die natürlichen Wachstumsformen ausnutzen und mit Leitern und Astwerk ergänzen. Durch das gesamte Dorf ziehen sich einige Kiespfade am Flussufer entlang oder die Hänge hinauf. Die meisten der Jäger, Kräutersammler und Fischer leben am oberen Lauf des Flusses, während sich in der Stadtmitte die Wohnungen und Werkstätten von Handwerkern aneinanderdrängen. Hier, zwischen verwinkelten, steingepflasterten Gassen und einigen Holzbrücken über den schmalen, schnell durch sein steiniges Bett strömenden Fluss, befinden sich auch die Schreine von Evaniël, Yanúti, Tharekk und Isisha, die tatsächlich nicht mehr sind als Andachtsstätten, an denen die Bewohner der Stadt Blumen und kleine Opfergaben hinterlassen. Am Rande eines gepflasterten Platze steht die Halle der natürlichen Form und elfischen Heilkunst zu Taluya, eine auf Naturmagie spezialisierte Magierakademie, während die Hohe Akademie der Alchemie einige Straßen weiter liegt. Eine nicht geringe Zahl der Menschen und Elfen betätigt sich als Magier oder Alchemist in einer der Akademien oder als Medicus im Hospital, einer Heilstätte mit angrenzendem Park. In der ganzen Stadt herrscht eine Atmosphäre der Ruhe und Abgeschiedenheit, wohl auch, weil Taluya die kleinste der Freien Städte des Südens ist und nur selten Teil der Politik des Bundes ist. Die wenigen Entscheidungen, die für die ganze Stadt getroffen werden müssen, liegen in der Hand der Akademieleiter und des Hospitalvorstehers.

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Halle der Natürlichen Form und Elfischen Heilkunst zu Taluya

Der Grundgedanke dieser Magierakademie, die sich vornehmlich auf Naturmagie spezialisiert hat, ist die Verständigung zwischen den Völkern der Menschen und Elfen. Der elfische Gedanke des natürlichen Gleichgewichts der Elemente trifft hier auf den Forscherdrang der Menschen, was zur Gründung einer einzigartigen Lehr- und Forschungsstätte geführt hat. Unterrichtet wird in Taluya vor allem Magie der Allgemeinen Komponenten Heilung und Verwandlung, doch auch Wahrnehmung und manche andere Varianten der Magie sind Teil des Lehrplans. In der Akademie, einem eigentlich unscheinbaren dreistöckigen Haus aus Stein und Holz (mit angeschlossenenen Nebengebäuden als Unterkünfte) unterrichten etwa zu gleichen Teilen Elfen und Menschen ihre Novizen, die ebenfalls aus beiden Völkern stammen. Ein guter Teil der Vollmagier ist auch damit beschäftigt, Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Magie beider Völker zu erforschen und darauf neues Wissen abzuleiten. Laut den Akademieregeln muss immer, wenn ein Elf Akademieleiter ist, ein Mensch seine Stellvertretung einnehmen, und beide Posten müssen sich zwischen den Völkern abwechseln. Dabei nimmt kein Elf seinen Posten länger als zwanzig Jahre ein, sodass wohl auch der aktuelle Leiter, Farinor Sindávian, ein erfahrener und weitgereister Elf, bald einem menschlichen Nachfolger Platz machen wird. Die Schüler der Halle der Natürlichen Form und Elfischen Heilkunst sind dank ihrer Erziehung eigentlich friedfertig und weltoffen eingestellt, jedoch gibt es eine Ausnahme: Eine innige Abneigung zur Alchemistenakademie, die auf jahrelanger Konkurrenz beruht, lässt die Novizen immer wieder Streiche aushecken und regelrechte Fehden führen, während die Vollmagier größtenteils in unterschwelliger Abneigung mit den Alchemisten um den Einfluss auf das Hospital konkurrieren.

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Hohe Akademie der Alchemie

Die Hohe Akademie der Alchemie ist eines der wenigen Häuser Taluyas, das vollständig aus Stein errichtet wurde, was angesichts der verschiedenen Gefahren durch Feuer und brennbare Substanzen, denen sich die Alchemisten und ihre Lehrlinge aussetzen, auch durchaus notwendig ist. Im Gegensatz zur Magierschule, wo klassische Elementarmagie gelehrt wird, ist der Anteil der Menschen in der Alchemieakademie deutlich geringer als jener der Elfen, scheinbar sind diese weniger an den alchemistischen Spielarten magischer Künste interessiert. Die Akademie ist nicht nur eine Ausbildungsstätte für magisch begabte Kinder, die hier lernen, wie sie ihre Fähigkeiten mit Fachwissen kombinieren müssen, um profane und magische Tränke, Elixiere und Substanzen herzustellen, sondern auch ein Forschungsinstitut, an dem erfahrene Alchemisten mit neuen Wirkstoffen und Kombinationen experimentieren. Detaillierte Kenntnisse von Kräutern, Bestandteilen von Tieren, Mineralien und anderen Inhaltsstoffen als auch ihrer fachgerechten Verarbeitung werden vermittelt, wobei die magischen Formeln, die vielen Kombinationen erst ihre Wirkung verleihen, natürlich ein besonderes Augenmerk genießen. Fast immer hängen Nebel merkwürdiger Gerüche in der Luft rund um das im Viereck errichtete Steinhaus, und nicht selten quillt dicker Rauch aus einem der Fenster. Der Innenhof wird größtenteils von einem Kräutergarten eingenommen, in dem verschiedene Pflanzen für die Tränke gezüchtet werden. Ein großer Teil der in der Hohen Akademie der Alchemie hergestellten Mittel sind zu Heilzwecken gedacht, während andere Elixiere wie Schlaftrünke, Stärkungstränke, Gifte oder flüssiges Feuer nur selten hergestellt werden. Letzteres ist ein wohlgehütetes Geheimnis des strengen Akademieleiters Gardian Zanvil, der in seinen Aufzeichnungen noch viel erstaunliches Geheimwissen hegen soll. Die Schüler der Alchemieakademie stehen in ständigem Streit mit den Novizen der Magierakademie, mit der sich die Alchemisten um den Einfluss auf das Hospital streiten. Dabei setzen den Alchemistenlehrlinge gerne auch ihre speziellen Kenntnisse ein, um den Magiern die Stirn zu bieten und ihnen das Leben schwer zu machen.

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Gartenanlagen

Die Gärten von Taluya erstrecken sich am Rand der Stadt und reichen die sanften Hänge des Flusstals hinauf. Im dunkelgrünen, dichten Grasteppich liegen hier Beete von vielfarbigen Blumen und duftenden Kräutern, zwischen denen schmale, gewundene Pfade entlangführen. Auf den Wiesen wachsen alte Eichen, Warden und Buchen, Haselnuss- und Rosenbüsche. Im Schatten der ausladenden Äste, durch die nur kleine Flecken Sonnenlicht das Gras berühren, treffen sich Elfen und Menschen der Stadt, um sich zu entspannen oder eine Mahlzeit einzunehmen. Dabei werden sie neugierig von den zahmen Pfauen beäugt, die gerne bis auf wenige Meter herankommen und sich mit Brotstückchen füttern lassen. Noch beliebter bei den Kindern der Stadt sind jedoch die Eichörnchen, mit leuchtend rotem Fell und einem dunklen Aalstrich auf dem Rücken, die sogar auf Arme und Schultern der Zweibeiner klettern, um ihnen Nüsse und Obst aus der Hand zu schnappen. Die Elfe Ailiviel Fincalwin kümmert sich um die Eichhörnchen ebenso wie um die Pfauen, einige Schwäne und die Fische in dem kleinen Teich voll kühlen, in der Sonne glitzernden Wassers in der Mitte der Gärten. Gemeinsam mit etwa einem Dutzend anderer Elfen und Menschen pflegt sie auch die ausgedehnten und vielfältig duftenden Kräuterbeete, auf denen vor allem Heilkräuter angepflanzt werden, die dann dem Hospital zur Verfügung stehen, und natürlich auch die Rosen und die zahlreichen Blumenbeete mit Tulpen, Imilias und vielen anderen Pflanzen, die als bunte Flecken das dunkelgrüne Gras unterbrechen.

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Hospital

Das Hospital von Taluya kann mit Recht als der Ort bezeichnet werden, an dem jeder Kranker oder Verwundete in Tiranmar die größten Chancen auf eine Heilung hat. Das Hospital wird von der Evaniël-Kirche unterstützt und kann sich daher nicht nur das weitläufige Steingebäude mit zahlreichen Krankenzimmern und einem eigenen kleinen Garten leisten, sondern auch kostspielige Heiltränke und Gegengifte. Außerdem arbeiten hier viele der besten Heilkundigen Tiranmars, unter ihnen Kräuterkundige, Anatomen, drei Geweihte, Wundärzte und Magier. Insgesamt sind etwa zwei Dutzend Elfen und Menschen bereit, anderen ihre wohltuenden oder lebensrettenden Dienste anzubieten, die auch von vielen benötigt werden: Täglich besuchen Verletze, Vergiftete oder Kranke, die noch die Kraft und Zeit dazu haben, Taluya, um das Hospital aufzusuchen, wo oftmals ihre letzte Hoffnung liegt. Schon die grausigsten Wunden und hinterhältigsten Krankheiten konnten hier geheilt werden, und der Ruf des Hospitals reicht derart weit, dass selbst reiche Damen aus Temornia oder ferneren Städten anreisen, um hier ein Kind zur Welt zu bringen. Die kühlen, schattigen Gänge, das Rascheln des Windes und das Zwitschern der Vögel in den Bäumen und die stille Abgeschiedenheit im Iliandelforst scheinen eine positive Wirkung auf die Kranken zu haben, die in den einfachen, aber sauberen Zimmern schlafen und während ihres Aufenthaltes auch mit allem versorgt werden, was sie benötigen, einschließlich Nahrungsmitteln. Obwohl das Hospital eigentlich von der Evaniël-Kirche finanziert wird, sind Spenden gerne gesehen. Vor allem werden sie dazu verwendet, Heilmittel zu kaufen oder das Gebäude in Stand zu halten, das an sich mit seinen mit Rankenmustern verzierten Säulen und hohen Fenstern einen Besuch wert wäre. Sowohl von der Magierschule Taluyas als auch von der Alchemistenakademie erhält das Hospital fachliche Unterstützung, sei es in Form von Zaubern oder Tränken oder auch durch Beratung oder tatkräftige Hilfe, wobei beide darum streiten, mehr Einfluss zu erhalten. Es scheint beiden Institutionen eine Sache der Ehre zu sein, als wichtiger Unterstützer des Hospitals zu gelten, und gerne nehmen sowohl die Magier als auch die Alchemisten einen Posten am Hospital an, dessen Leiterin, die Halbelfe und Kräuterkundige Myriam Valadas, bisher beide Akademien strikt unparteiisch behandelt hat.

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Herberge 'Eichenholz'

Die Herberge Eichenholz ist ein großes, aus eben diesem Material errichtetes Gebäude nahe des Magierakademie im Zentrum der Stadt. Die vordere Front ist bis ins zweite Stockwerk hinauf mit Efeu bewachsen, der sich um die freigehaltenen Fenster und die Tür herum rankt. Nach hinten hin besitzt das Gasthaus eine Veranda, auf der hölzerne Tisch und Bänke Platz für etwa ein Dutzend Gäste bieten. Der Schankraum ist nicht sonderlich groß und hat eine niedrige Decke, ist allerdings mit Blumengestecken auf den Tischen und einigen kleinen Gemälden an den Wänden sehr gemütlich eingerichtet. Die Küche ist nur durch einen offenen Türrahmen vom Schankraum getrennt, sodass der Duft von gebratenem Wild und Pilzen durch den Raum und zu den meist geöffneten Fenstern hinaus weht. Eintöpfe und Suppen mit wohlschmeckenden Kräutern und verschiedene Speisen mit Wild und Fisch werden hier zubereitet und den meist einheimischen Gästen serviert. In der Herberge 'Eichenholz' treffen sich Handwerker, Jäger und Heilkundige, doch die Magier und Alchemisten der Akademien sieht man hier eher selten. Auch besitzt das Gasthaus nur drei schmale Kammern als Schlafräume für Gäste, die hier übernachten wollen. Sie befinden sich im ersten und zweiten Stock und sind nur über eine schmale, laut knarzende Holztreppe zu erreichen, besitzen jedoch alle ein efeuumranktes Fenster und ein Bett mit einer dicken, weichen Wolldecke. Geleitet wird die Herberge von dem Wirt Jardan Eichenholz und seinem Freund, einem Elf namens Alantas Morvendâr, der nicht nur ein herausragender Koch, sondern auch ein begabter Flötenspieler ist, der gerne die Gäste mit seiner Musik erfreut.

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