StartseiteStartseiteÜber TiranmarAnmeldenLoginFAQMitgliederNutzergruppenSuchen

Tiranmar



Die Felder

Die Stadt Tirashtuq, einst eine gewaltige Metropole und auch heute noch die bedeutenste Stadt des Echsenreichs, muss eine große Zahl von Einwohnern ernähren. Darum liegt es nahe, dass rund um die eigentliche Stadt zahlreiche Felder angelegt wurden, auf denen Tantuq arbeiten. Als Tantuq werden die der Bauernkaste zugehörigen Echsenmenschen bezeichnet, die meist auch hier außerhalb der Häuser von Tirashtuq an den Rändern der Felder in einfachen, einstöckigen Häusern aus Lehm wohnen. Die Felder erstrecken sich in weitem Umkreis um die Stadt auf einer gerodeten Fläche, die vor vielen tausend Jahren einmal Teil des Regenwaldes war. Heute fließen noch immer zahlreiche Bäche zwischen den Feldern entlang und machen Brunnen oder Bewässerungssysteme überflüssig. Die Höfe der Tantuq sind ordentlich mit kleinen Mauern voneinander abgegrenzt und bestehen aus meist rechteckigen Feldern mit feuchter, dunkler Erde sowie kleineren Beeten für Gewürze und Gemüse, auf denen Tomaten, Bohnen und Kürbisse angepflanzt werden. Auf den Feldern kultivieren die Echsenmenschen Mais und Maniok. Tiere werden kaum als Nutztiere gehalten, und nur wenige Tantuq züchten einige Hühner, jedoch kein größeres Vieh. Von den Feldern aus werden die Nahrungsmittel direkt in die Stadt gebracht, wo die Tantuq sie gegen von Handwerkern hergestellte Gebrauchsgüter tauschen. Täglich zieht sich daher ein Strom von mit schweren Bündel bepackten Echsenmenschen von den äußeren Bezirken hin zu Stadt, denn die Shassiruq kennen weder Rad noch Lasttiere, sodass sie ihre Waren selbst tragen. Da die Bevölkerung in den letzten Jahrtausenden zurückgegangen ist, liegen verschiedene ehemalige Ackerflächen heute brach und werden innerhalb kürzester Zeit vom Urwald verschluckt, während die verbliebenen Anbauflächen für die Versorgung der Stadt völlig ausreichen.

Nach oben



Die Häuser der Stadt

Tirashtuq ist die größte Stadt der Shassiruq und war einst, im Goldenen Zeitalter der Alten Völker, die größte Metropole des ganzen Kontinents. Auch heute noch ist sie die wichtigste Stadt der Echsen und wird ausschließlich von diesen bewohnt, während Angehörige anderer Völker bestenfalls verschwommene Legenden über ihre Exitenz kennen. Sie liegt auf einem Hügel, fast schon einem kleinen Berg, und ist in verschiedene Höhenstufen unterteilt, ganz so wie eine große Ausgabe der steinernen Stufenpyramiden in ihrem Zentrum. Die unterste Ebene bilden die Felder außerhalb der Stadt, von denen sanft ansteigende Pfade zum ersten Stadtviertel führen. Die unterste Stufe Tirashtuqs ist gleichzeitig die größte, denn hier erstrecken sich Wohnbereiche der Bauern oder Tantuq, die zum Teil in kleinen, quaderförmigen Häusern aus Lehm am Rand der Stadt leben, sowie einiger armer Handwerker oder Ushatluq, die einfache Dinge des täglichen Bedarfs herstellen. Zwischen den Lehmhäusern führen enge, staubige Gassen entlang, die scheinbar ein labyrinthisches Wirrwar ergeben und dennoch aus der Entfernung betrachtet mit ihren rechtwinkligen Abzweigungen und Kreuzungen einem Plan folgen. Die zweite Ebene ist das eigentliche Handwerkerviertel, wo die meisten Ushatluq leben und auch der Tauschplatz liegt. Ihre Wohnhäuser sind größtenteils zweistöckig, mit Wohnräumen im ersten Stock und einer Werkstatt im Erdgeschoss. Sie stellen Keramik her, fertigen Körbe an oder bearbeiten Feuerstein aus den Bergen zu Messern und Speerspitzen. Manche verarbeiten auch Leder oder geflochtene Matten zu einfachen Lendenschurzen und Überwürfen, der einzigen Kleidung, die von den Shassiruq getragen wird. Die dritte Ebene ist die der Caluraq, der Krieger. Hier leben nicht nur die Wächter der Stadt, die, bewaffnet mit Speeren und Steinmessern wilde Tiere fern- und die Ordnung in der Stadt aufrechterhalten, sondern auch einige angesehene Handwerker. Diese wenigen Ushatluq haben sich auch auf die Verarbeitung von Gold spezialisiert, aus dem sie kleine Figuren und Schmuck fertigen. Danach folgt die vierte, vorletzte und breits flächenmäßig sehr kleine Ebene der Alitaraq, der Gelehrten, die für Wissenschaft, Forschung und Verwaltung der Stadt zuständig sind und hier ihre Berechnungen anstellen und Pläne ausarbeiten. Die Häuser der dritten und vierten Ebene zeichnen sich durch einen deutlich hochwertigeren Bau aus, sind teilweise drei Stockwerke hoch und besitzen kleinere Nebengebäude, außerdem sind die Dächer als Terassen hergerichtet. Von ihnen aus kann man die tieferen Bereiche der Stadt und einen Teil des Dschungels überblicken. Die höchste Ebene ist der Tempelbezirk, wo die fünf Stufenpyramiden der Stadt stehen, umgeben von kleineren Andachtsstätten und Wirtschaftsgebäuden. Die Stufenpyramiden sind die Sonnentempel der Echsenmenschen und gleichzeitig als Heimat der Salashuq, der Magierpriester, das administrative Zentrum der Stadt.

Nach oben



Der Tauschplatz

Der Tauschplatz von Tirashtuq ist kein Marktplatz in dem Sinne, wie ihn die Menschen kennen. Hier wird nicht mit Geld gehandelt, denn die Echsenmenschen kennen keine Währung, aber es werden auch nicht Dinge einfach getauscht, wie es gerade nötig ist. Stattdessen besitzen die Shassiruq ein feines System der Bewertung von Gegenständen, das sich in einem festen Regelwerk für Tauschgeschäfte niederschlägt. So bekommt man für einen Sack Bohnen eben genau drei Feuersteinklingen eines mittelmäßigen Steinschlägers, nicht mehr und nicht weniger. Alle Shassiruq kennen sich mit diesen Tauschgepflogenheiten aus, die sich nur äußerst selten ändern, wenn sich das Angebot einer Ware einmal stark ändern und die gelehrten Alitaraq eine Preisänderung befehlen. Auf dem Tauschplatz, der von großen Lagergebäuden umgeben ist, werden auf langen Tischen die verschiedensten Waren zum Tausch angeboten, wenngleich Nahrungsmittel den größten Teil ausmachen. Neben Säcken von Bohnen und Mais sowie Tomaten, Kürbissen und unterschiedlichen Gewürzen werden manchmal auch Hühner oder ihre Eier getauscht. Ansonsten findet man Krüge, Teller oder Töpfe aus Ton, aus Holz geschnitztes Besteck und andere Gebrauchsgegenstände, Messer und Sicheln mit Feuersteinklingen und geflochtene Körbe. Kunsthandwerker bieten aus Holz geschnitze, aus Stein gemeißelte oder aus Ton geformte kleine Figuren an, meist mit Sonnen- oder Drachenmotiven, die als Spielzeug und religiöses Amulett dienen. Besonders wertvoll sind Schmuck und Figuren aus Gold, die von besonders spezialisierten Handwerkern hergestellt werden, während Muschelperlen aus dem Fluss auch ärmeren Shassiruq zugänglich sind. Der Tauschplatz ist das Zentrum des Lebens in Tirashtuq und der größte Versammlungsplatz der Stadt, weswegen man hier ständig große Gruppen von Echsenmenschen antrifft, solange die Sonne noch am Himmel steht.

Nach oben



Sonnentempel

Die Sonnentempel befinden sich im Zentrum Tirashtuqs. Sie sind die wichtigste Kultstätte der Echsenmenschen und der Mittelpunkt ihres Glaubens. Erbaut wurden die fünf mächtigen Gebäude als steinerne Stufenpyramiden auf der höchsten Ebene Tirashtuqs. Sie bestehen aus gelbem Stein, haben einen quadratischen Grundriss und besitzen jeweils neun Stufen, von denen jede etwas kleiner ist als die Vorangegangene. In der Mitte einer Seite führt eine steile Treppe die Stufen hinauf bis zur Spitze der Pyramide, wo eine Art Gebäude steht. Unter dessen Dach steht der eigentlich Altar, wo kleine Figuren und Nahrungsmittel geopfert werden. Täglich kommen viele Echsenmenschen zu den Tempeln, erklimmen die Stufen und übergeben ihre Opfergaben den Priestern oder Salashuq, die sie dann auf den Altar, einen großen, mit Gold umhüllten Steinquader ablegen. Auf den Spitzen der Tempel brennen Tag und Nacht helle Feuer, die Wärme und Licht verbreiten und die Sonne ehren sollen. Die gesamten Wände der Pyramiden sind mit verschiedenen Motiven verziert, wobei weiter unten vor allem Echsenmenschen dargestellt sind, während weiter oben zunehmend Drachen in den Reliefs dargestellt werden und an der Spitze Sonnenmotive vorherrschen. Von der Spitze der Tempel aus kann man weit über den Dschungel blicken und bei klarer Sicht auch die Berge der Sonnengipfel im Norden aufragen sehen. Hier führt ein Gang steil abwärts ins Innere der Pyramide, wo ebenfalls zahlreiche Feuer brennen, die die Räume mit Wärme erfüllen. Die Salashuq leben hier, wirken Magie, um sich mit der göttlichen Sonne in Kontakt zu setzten und beratschlagen über die Angelegenheiten der Stadt. Außerdem werden hier junge magiebegabte Shassiruq aus allen Kasten zu Salashuq ausgebildet, um irgendwann selbst der Sonne und ihrem Volk zu dienen und sie anzuführen.

Nach oben