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Tiranmar



Der Waldrand

Die Randgebiete der ausgedehnten Wälder von Karendias sind an sich bereits größer als die meisten anderen tiranmarischen Wälder, gehören sie doch zur größten Waldfläche des ganzen Kontinents. Im Norden verläuft die Grenze des Waldes von den Erzbergen Richtung Nordosten bis kurz Küste an der Deltabucht, im Süden erstreckt sie sich von den Karendibergen bis fast nach Arimanatu am Golf von Yocûl. Die Randgebiete des Waldes bestehen zum größten Teil aus lichtem Laubmischwald. Hier wachsen vor allem Rotbuchen, aber auch Ahorn, Linden, Kiefern, Ulmen und andere Baumarten. Am Boden findet man kaum Sträucher und Gebüsche, stattdessen ist er von Kleinpflanzen wie Bärlauch, Haselwurz und Buschwindrößchen bedeckt. Pilze und Gräser bedecken Steine und Baumstämme am Boden, während Efeu, Würgeklee, Knochenpilze und Moos an den Stämmen empor wachsen. Da die Bäume relativ weit auseinader stehen, wirken sie wie Säulen einer großen Halle, durch die man weit hindurchsehen kann. Durch ihre Baumkronen fällt Sonnenlicht auf den Boden und malt Muster aus Schatten auf die Erde. Von Zeit zu Zeit bilden sich in Bodensenken Pfützen und Seen, die durch Regen und kleine Bäche, welche meist in den Silberlauf münden, gespeist werden. In den Wäldern sind verschiedene Vögel wie Tatami, deren wunderschöner Gesang typisch für diese Gegend ist, Lerchen, Meisen und Eichelhäher heimisch. Am Boden findet man neben zahlreichen Arten von Eidechsen und kleinen Schlangen Nagetiere, Igel, Dachse und Füchse, aber auch Rudel von Rothirschen und Wildschweinen. Im Frühling steht der Wald in voller Blüte, und Bärlauch und Buschwindrößchen bilden einen weißen und grünen Teppich auf dem Waldboden, während im Herbst eine dichte Schicht bunten Laubes auf die Erde fällt. Im Winter ist der Wald fast völlig kahl, während kühler Wind den Schnee von den Zweigen fegt und die Tiere unter der Schneedecke nach den letzten Resten Nahrung suchen, bis dann die Sonne wieder kräftiger wird.

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Tief im Wald

In den Tiefen des Waldes ist es vor allem still. Die singenden Tatami ziehen die lichteren Gebiete am Waldrand vor, doch in der Dunkelheit unter den dichten Baumkronen findet man sie nicht. Die Bäume, unter die sich auch häufiger mal eine Kiefer oder Fichte mischt, stehen hier enger beisammen, der Boden ist von Coréndir-Farne, Jaransträuchern und Blaubeergebüschen bewachsen, Baumpilze und Moos wachsen dicht an den Stämmen, und Liananpflanzen und Würgeklee hängen von den Ästen hinab. Oft ist der Weg von Baumriesen versperrt, die vor Jahren umstürzten und nur langsam vermodern. In der Lücke, die sie hinterließen, fällt seltenes Sonnenlicht auf den weichen Waldboden, wo bereits die nächsten Keimlinge und kleinen Bäume emporstreben. Der ganze Wald scheint wie ein großes, schattiges Labyrinth. Von Zeit zu Zeit findet man einen kleinen Teich mit kühlem, klaren Wasser oder einen Bach, der dem Silberlauf im Zentrum des Waldes zustrebt und sich dabei seinen Weg zwischen Farnen und Wurzeln sucht. Nur selten erhascht man hier einen Blick auf einen Hirsch oder ein anderes Tier, sind sie doch alle tief im Dunkel des Waldes verborgen. Ein besonders außergewöhnlicher Gast sind Einhorn oder Lithila, die von Zeit zu Zeit durch die Wälder streifen, sich aber nur äußerst selten einem Wanderer zeigen. Häufiger begegnet man schon den Elfen, denen jedoch nur, wenn sie selbst ein Zusammentreffen wünschen. Menschen findet man hier in den Tiefen nur selten, wo kein Weg oder Pfad den Weg durch das waldige Labyrinth weist. Die Waldelfen jedoch sind zwischen Baumriesen und moosbewachsenen Wurzeln genauso heimisch wie die Wind-, Wasser- und Naturgeister, die sich an manchen verborgenen Orten versammeln und den Wald mit Magie erfüllen.

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Lagerplatz der Waldelfen

Die scheuen Waldelfen leben nicht wie die Hochelfen in Städten, die Westelfen in Dörfern oder die Wüstenelfen als Nomaden, sondern ziehen eine halbnomadische Lebensweise vor. Die meiste Zeit des Jahres über sind sie auf Wanderschaft und bleiben nur für ein paar Tage an einem Ort. Dort schlagen sie ihre Lager auf, sammeln und jagen in der Umgebung, um dann wieder weiterzuziehen. Nur im Winter kehren sie zu geschützen Plätzen wie Höhlen oder ausgebauten Waldlichtungen zurück, wo sie einen Nahrungsvorrat für die kalte Jahreszeit anlegen. Ein typisches Sommerlager eines Waldelfenstammes besteht aus zahlreichen Schlafplätzen, die aus Lederplanen, Fellen, Ästen, Moos und Lederschnüren bestehen und wie Hängematten zwischen den Bäumen aufgespannt werden. Manche Elfen schlafen auch direkt in den Ästen, wenn sich ein bequemer Baum anbieten. In ähnlichen Konstruktionen werden auch Lebensmittel aufbewahrt, sodass sie nicht von kleineren oder größeren Tieren angetastet werden. Auf dem Boden befindet sich meist eine Feuerstelle mit Stapeln von Totholz und verschiedene Arbeitsbereiche, wo beispielsweise Tiere zerlegt, Bögen hergestellt oder Kräuterheilmittel herstellt werden. Das ganze Lager liegt derart versteckt im Wald, dass es nahezu unmöglich ist, es ohne einen Elf, der seine Lage kennt, aufzuspüren. Alles fügt sich wie natürlich gewachsen in die Umgebung ein. Die Winterlager der Elfen sind etwas fester, dienen sie doch über mehrere Monate als Heimstatt. Hier errichten die Waldelfen Hütten aus Ästen, die sie mit Lederplanen, Zweigen und Pflanzenmaterial bedecken und Abdichten. Auf diese Art entstehen meist kreisförmige, nach oben hin spitz zulaufende Hütten. Oft werden die Behausungen auch gleich Baumhäusern in die unteren Zweige der Bäume gebaut, um wiederum Tiere fern zu halten. Die Winterlager liegen immer in der Nähe von Wasserstellen, wo einerseits Trinkwasser geholt und andererseits gejagt werden kann, sowie nahe bei anderen Nahrungsquellen wie Pilzadern oder Beerensträuchern. Einige Winterlager sind auch in großen Blätterkuppeln unter gebüschartig wachsenden Bäumen oder in Grotten und Höhlen errichtet, je nachdem, welche Möglichkeiten der Wald hergibt.

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Der Silberlauf

Der Silberlauf, der in den westlichen Karendibergen entspringt und sich von dort seinen Weg nach Norden sucht, fließt die meiste Zeit über durch die ausgedehnten Wälder von Karendias. Verschiedene kleine Zuflüsse speisen den später mächtigen Strom an seinem Urpsrung, der sich bald als breiter, langsamer Fluss durch den Wald windet. Auf der Höhe des Langen Tals zwischen den Zwillingsbergen teilt er sich in zwei Arme. Der östliche Arm fließt weiter nach Norden und windet sich in Biegungen aus dem Wald heraus durch das Königreich Caldámia, um schließlich in den Golf von Yocûl zu münden, während der andere Arm direkt nach Westen abknickt und durch das von ihm selbst in jahrtausendelanger Arbeit in den Fels gegrabene Lange Tal zwischen den beiden Gebirgen zum Golf zu strömen. Der Silberlauf, der seinen Namen vom Glitzern des Wassers im Sonnenschein erhalten hat, fließt langsam und ruhig seinem Ziel entgegen. Von Zeit zu begegnet ihm ein kleinerer Bach oder ein Flüsschen, dass zwischen Moos und Bäumen seinen Weg sucht, um sich mit ihm zu vereinen und sein Wasser dem des Stromes hinzuzufügen. Das Wasser ist kalt und so klar, dass man mühelos zu dem von kleinen Kieseln bedeckten Grund sehen kann, wo Fische und kleine Krebse leben, waährend Frösche, Blesshühner und Graureiher an seinen Ufern beheimatet sind. Im Herbst, wenn die Bäume ihr Laub verlieren, treiben bunte Blätter auf den Wellen flussabwärts. Von seiner Quelle bis zur Grenze von Caldámia überspannt keine einzige Brücke den Silberlauf, nur von Zeit zu Zeit gibt es eine Furt, denn die Waldelfen, die ihn gelegentlich überqueren müssen, durschwimmmen das Wasser meist. Boote benutzen sie nur selten, und so fließt der Silberlauf unberührt und einsam durch die Tiefen des Waldes.

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Imáriël Lasyra

Avalia Lasyra Sternenlicht, eine neugierige und aufgeschlossene Hochelfe, trat vor etwas mehr als hundert Jahren eine Reise durch Tiranmar an. Sie bereiste die verschiedensten Teile der Welt, sammelte viel Wissen und ließ sich schließlich in den Wäldern von Karendias nieder, wo sie unter den Waldelfen einige Freunde gefunden hatte. Sie beschloss, sich hier niederzulassen, und erbaute gemeinsam mit einigen Helfern aus ihrer Heimat Imáriël Lasyra, die 'Hallen Lasyras', ein hochelfisches Anwesen im alvénischen Stil. Das Haus liegt am Silberlauf, dort, wo sich der Fluss in seine beiden Hauptarme spaltet. Es ist aus weißem Marmor errichten und von einer niedrigen, efeubewachsenen Mauer umgeben, deren einziges Tor immer offen steht. Ein Weg führt hinunter zum Fluss, wo ein kleines hochelfisches Boot vertäut liegt. Im Inneren der Mauer befindet sich ein parkähnlicher Garten mit großen Bäumen, Beerensträuchern, Beeten und Gebüschen, der sich ganz natürlich in den umgebenden Wald einfügt. Die Gebäude von Imáriël Lasyra dienen hauptsächlich drei verschiedenen Zwecken: Als Unterkunft für Gäste - vor allem Waldelfen, aber auch menschliche Reisende und auch deren Pferde - als Wohnung für Lasyra und einige andere Hochelfen, die als Freunde und Bedienstete bei ihr wohnen, sowie als Bibliothek. Die Heimstatt der Hochelfe beherbergt in ihren Hallen zahlreiche Schriftrollen und Sammlungen sowohl menschlichen als auch hochelfischen Wissens und zählt als eine der umfangreichsten Wissenssammlungen Tiranmars. Auch Gemälde und Statuen vornehmlich hochelfischer Machart schmücken das Gebäude. Das Haus steht jedem Reisenden offen, der mit guten Absichten kommt, was Lasyra dank ihrer magischen Fähigkeiten recht gut einzuschätzen weiß, und bieten ihm ein bequemes, sicheres und sehr kurzweiliges Lager. Die Hochelfe verlangt keine Gegenleistung für ihre Gastfreundschaft außer einigen Gesprächen mit den Gästen, in denen sie immer interessiert zuhört und Neues zu erfahren sucht. So hat sich Imáriël Lasyra mit der Zeit zu einem Treffpunkt für Waldelfen, einem Rastplatz für die wenigen menschlichen Wanderer und einem Hort von Kunst und Wissen entwickelt.

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Der Spiegelsee

Der Spiegelsee liegt im Osten der Wälder von Karendias und gemeinsam mit dem Nadani im Süden und den Seen der Nördlichen Weite einer der größten Binnenseen Tiranmars. Er liegt tief verborgen im Wald und ist über keinen Weg oder Pfad zu erreichen. Rund um den See wachsen neben den typischen Buchen vor allem Erlen und Weiden. Sein Ufer ist teilweise von Schilf bewachsen, teilweise geht das Gras aber auch direkt in den Seeboden über, der steil nach unten abfällt. Schon nahe des Ufers ist der Spiegelsee recht tief, weiter drinnen erreicht er aber tiefen von gut zehn Schritt. Das Wasser ist sehr klar und ebenso kalt, sodass es die Glieder betäubt, sollte man versuchen, ein Bad darin zu nehmen. Meist liegt die Wasserfläche völlig still und glatt da, nur manchmal in Bewegung gebracht und ein schwimmendes Blesshuhn oder einen leichten Windhauch, der im Schilf raschelt und das Wasser kräuselt. In der Nacht spiegelt sich der Nachthimmel mit Mond und Sternen so deutlich in der Wasseroberfläche, dass sie wie ein zweites Firmament auf der Erde scheint. Im Zentrum des Sees erhebt sich eine kleine Insel aus dem Wasser, die ebenfalls mit Schilf um Bäumen bewachsen ist. Hier brüten ungestört viele Wasservögel, während weder Füchse noch Marder oder sonstige Raubtiere das tiefe, eisige Wasser überwinden können. Legenden berichten, dass der See nicht nur spiegelt, was in ihn hineinblickt, sondern stattdessen die Wahrheit zeigt, sodass heimliche Absichten und unterdrückte oder vergessene Gefühle und Gedanken ans Licht treten, die selbst dem, der in den Spiegel schaut, nicht bewusst sein müssen. Tatsache ist jedoch, dass die leichten Kräuselungen der sonst stillen Wasseroberfläche einige merkwürdige Verzerrungen und Manipulationen des Spiegelbilds hervorrufen können, die tatsächlich manchmal sehr beunruhigend sein können, wenn man zu lange hinsieht.

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Dhayaviël - der Baum der Waldgeister

Ins Sarmindyan übersetzt bedeutet Dhayaviël soviel wie 'Waldseele'. Der Name bezeichnet eine uralte Eiche, die eine Besonderheit unter den Bäumen der Wälder von Karendias darstellt. Der Baum steht allein auf einem Hügel in den nördlichen Bereichen des Waldes, nur etwa zwei Tagesreisen von der Waldgrenze entfernt. Er erhebt sich so hoch über das übrige Blätterdach, dass man ihn noch von den Kronen weit entfernter Bäume aus entdecken kann. Obwohl schon viele hundert Jahre alt, steht Dayaviël immer noch in voller Pracht und hebt seine grün belaubten Äste dem Himmel entgegen. Ihre (denn der elfische Name bezeichnet ein weibliches Wesen) Rinde ist rissig und voller Spalten, in denen Flechten und Moos halt gefunden haben. Ameisen und kleine Käfer bewohnen die breiten Äste, während gleich mehrere Vogelnester in der umfangreichen Krone versteckt sind. Zu Füßen der Eiche liegen einige große Felsen, zwischen denen ein kleiner Bach entspringt, der sich seinen Weg den Hügel hinab und dann Richtung Südwesten sucht, wo er nach einigen Meilen in den Silberlauf mündet. Selbst Stürme, Unwetter, Frost oder trockene Jahre konnten Dayaviël bisher nichts anhaben, und es scheint, als besitze sie eine unerschöpfliche Lebenskraft. Dies rührt vermutlich von den zahlreichen kleinen Geistwesen her, die sich den Baum als Heimat auserkoren haben. In den Zweigen leben Windgeister, Naturgeister verstecken sich zwischen den Blättern und Wassergeister durchschwimmen den Bach. Nachts, wenn es dunkel wird, schimmern die Geister leicht und tauchen den Baum in ein schwach glühendes Licht. Eine menschliche und zahlreiche elfische Legenden berichten davon, welche Wunder die Elementargeister zu vollbringen in der Lage sind und wie sie die alte Eiche vor Unheil bewahren. Im Grunde sind die Wesen aus reiner Magie ungefährlich, jedoch kann ihre geballte Energie erstaunliche Effekte erzeugen. Eine Wirkung der kleinen Wesen scheint zu sein, dass ihr Heimatbaum trotz seines hohen Alters kräftig und grün dem Himmel entgegen wächst, während die Samen seiner Samen bereits wieder niedergestürzt, vermodert und in den Waldboden eingegangen sind.

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