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Tiranmar



Die Ebene

Die weiten Ebenen sind eine ausgedehnte Steppenlandschaft im Südosten Tiranmars. Begrenzt werden sie im Süden durch die Küste zum Fernen Meer, im Westen und Norden durch die Schwarzen Gipfel und im Osten zum Teil durch die Sonnengipfel. Nördlich der Sonnengipfel, nahe der Stadt Ziracil, geht die Steppenlandschaft allmählich in Wüste über. Da die Ebenen von fast allen Seiten durch Gebirge oder Wüste begrenzt sind, fällt hier so gut wie niemals Regen. Dadurch ist die Landschaft sehr trocken, es gibt keine Seen und nur sehr selten Quellen, weswegen auch keine Bäume in der Ebene wachsen, nur selten einmal findet man ein paar niedrige Sträucher. Das ganze Land ist von dichten Gräsern bedeckt, die sich in einem gelbgrauen Teppich bis zum Horizont erstrecken. Gen Süden hin sinkt die Ebene ab und nähert sich der Meereshöhe, doch ansonsten gibt es weder Hügel noch Senken oder sonstige Höhenunterschiede. Bewohnt werden die Weiten Ebenen von kleinen Nagetieren, Vögeln und Eidechsen sowie verschiedenen größeren Säugetieren. Darunter sind die unglaublich schnellen Gabelantilopen, die selbst die ebenfalls heimischen braunen Wildpferde überflügeln. Geparden machen Jagd auf Antilopen und Pferde, allerdings nicht auf die Eochai, denn diese massige Huftiere mit dichtem, wolligen Fell, die entfernt Bisions oder Nashörnern ähnlich sehen, sind für sie als Beute zu groß. Gejagt werden diese respekteinflößenden Tiere nur von den Shadirrim, einem Volk von nomadischen Jägern, die in den Weiten Ebenen ihre Heimat haben.

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Die Staubfelsen

Die Staubfelsen befinden sich im Südosten der weiten Ebene. Es handelt sich um eine Gruppe kantiger Felsbrocken, die halb aus dem Erdreich. Sie erreichen eine Höhe von etwa zehn Schritt, und klettert man auf ihre Spitze, erkennt man bei gutem Wetter problemlos die Silhouetten der Schwarzen Gipfel im Westen, die sich gegen den wolkenlosen Himmel abzeichnen. Blickt man jedoch in die anderen Richtungen, sieht man nur die endlose gelbliche Steppe. Hinter den Staubfelsen findet man ein wenig Schatten, ein seltenes Glück in der grasbewachsenen, baumlosen Weiten. Unterhalb des Größten der Felsen entspringt sogar eine kleine Quelle, doch um sie freizulegen, muss man ein ganzes Stück im sandigen Boden graben. Die Stelle ist für Steppenkundige daran zu erkennen, dass dort einige Sträucher wachsen, die mit ihren Wurzeln bis zu den feuchten Sandschichten weiter unten vordringen. Von Zeit zu Zeit finden sich Gabelböcke oder Wildpferde hier ein, um an den Sträuchern zu knabbern. Außerdem werden die Felsen von zahlreichen wärmeliebenden Eidechsen und Schlangen bewohnt, die ihre Körper auf den Steinen aufhitzen.

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Lager der Shadirrim

Die Shadirrim leben als nomadische Jäger in den Weiten Ebenen. Nur einen Tag bis höchstens eine Woche verbringen sie am gleichen Ort, ehe sie weiterziehen und einen neuen Lagerplatz suchen. Dabei wandern sie von verschiedenen Wasserstellen und geschützten Plätzen zu anderen, oft auf seit Jahrhunderten bekannten Routen. Sie folgen den Herdentiere, die in den Weiten Ebenen ihre Lebensgrundlage darstellen, und sammeln Grassamen und Wurzeln. Gemeinsam mit dem Fleisch ergeben die Wurzeln sowie Brei und Teigfladen aus den Grassamen eine einfache, aber sättigende Kost. Shadirrim reiten auf schlanken, schnellen Pferde, die eine erstaunliche Geschwindigkeit erreichen. Aus der Wolle der Eochai, großer, massiger und wehrhafter Huftiere, stellen sie Decken und Kleidung her, ebenso aus den Häuten der Gabelantilopen. Die langgestreckten Zelte, in denen sie leben, bestehen aus langen Holzstangen, die von den Bäumen an den Randgebieten der Steppe stammen und mit Lederplanen bedeckt sind. Jeweils eine Familie mit ihren Angehörigen wohnt in einem der annähernd kreisförmig rund um das Zentrum des Lagers aufgebauten Zelte. Sobald sie die Lager abbauen, verpacken die Shadirrim ihre Zelte in erstaunlich kleinen Bündeln und legen sie auf Schlepptragen, die von den Pferden gezogen werden, um so einen anderen Ort aufzusuchen. Erstaunlicherweise findet man in den Lagern der Shadirrim nicht nur Dinge, die sie selbst in den Weiten Ebenen hergestellt haben, sondern auch Schwerter und Speere mit metallenen Spitzen und Klingen, Kochgerät aus Metall und Holz und sogar seltene Kettenhemden, die einige zusätzlich zu ihren Lederrüsten tragen. All diese Gegenstände erwerben sie im Tauschhandel mit den Südbündlern und den Azzani, ihren Nachbarvölkern, denen sie im Gegenzug vor allem das seltene Leder und die begehrte Wolle der Eochai anbieten.

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Telperen

Telperen liegt im Südosten der Weiten Ebenen am Fuße der Sonnengipfel auf einem Hügel. Sie ist die einzige feste Siedlung der sonst nomadisch lebenden Shadirim, gleichzeitig auch ihr Treffpunkt und ihre gemeinsame Basis. Rund und Telperen liegen Weideflächen, wo Pferde und Schafe gehalten werden. Die Stadt ist von einer über mannshohen Palisade mit nur einem einzigen Tor umgeben. Im Inneren der Palisade stehen die Häuser der Shadirrim, die mit Holz aus den nahen Bergen erbaut wurden. besitzen meist ein Stockwerk und einen niedrigen Dachboden, manche auch einen kleinen Keller, und sind mit Stroh gedeckt. Zwischen den Häusern liegen kleine Gärten, wo dem relativ trockenen und sandigen Boden mit viel Mühe Erträge von verschiedenen Kräuter- und Gemüsesorten abgetrotzt werden. Auch einige Brunnen wurden hier errichtet. Die wichtigsten Gebäude der Stadt sind ein langes Gebetshaus, dass über einen Schrein für jeden der Acht Götter verfügt, die Lagerhäuser, in denen verschiedene Waren verstaut werden, sowie die Große Halle, in der die jährlichen Versammlungen der Shadirrim stattfinden. Dann treffen nämlich nahezu alle Stämme hier in Telperen ein und schlagen ihre Lager in und um die Stadt auf, während ihre Anführer und wichtigsten Mitglieder zu einer Beratung zusammenkommen, was für die anderen Anlass zu einem großen gemeinschaftlichen Fest ist. Zu dieser Gelegenheit werden Wettspiele abgehalten, Hochzeiten und Verbindungen zwischen den Stämmen geknüpft, Auseinandersetzungen geschlichtet und gemeinsame Entscheidungen getroffen, die das Wohl aller Stämme angehen.

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Ziracil

Ziracil, das Tor zur Wüste, liegt dort, wo die Weiten Ebenen in die Wüste Kha'Zzarak übergehen. Allmählich wird das Gras kürzer und trockener, der Wind heißer und die gesamte Vegetation spärlicher. Hier verlassen die Karawanen aus Zza'Vik die Wüste und ziehen in Richtung des Südbundes, während die Handelszüge von dort den Weg durch die lebensfeindlichen Sandberge noch vor sich haben. Hier trifft man sowohl dunkelhäutige Azzani in weiten Gewändern, die ihre über und über bepackten Kamele in die Lager und zu den Märkten der Stadt führen, sonnengebräunte berittene Shadirrim aus den Steppen und hellhäutige, dunkelhaarige Händler aus dem Südbund. Hier, auf den Märkten der Stadt, herrscht ein stetiges Treiben und Gewirr unterschiedlicher Stimmen und Sprachen, die sich in Gelächter, Streits und Gefeilsche zu einem Teppich der verschiedensten Laute vermischen. Teppiche, Tuche, Eochai-Felle, Gewürze und Früchte wechseln den Besitzer ebenso wie klingende Gold- und Silbermünzen. Zum Zweck des Handels sind sowohl Martkstände als auch kleine Läden aufgebaut worden, wenn nicht einfach ein Tuch auf dem Boden ausgebreitet wird. Die Zelte und Lehmhäuser dienen den Reisenden in Ziracil als Unterkünfte, während nur etwa ein Viertel der Häuser ständig von den selben Menschen bewohnt wird. Die Stadt ist niemals gegründet worden, sondern entstand ganz von selbst aus einem bekannten Karawanenlagerplatz, und darum gibt es auch keine Stadtherrschaft oder Wache. Von Zeit zu Zeit kommt es zu Auseinandersetzungen und Schlägereien, doch meist sorgt die Mehrheit der handelswilligen Besucher und rechtschaffenen Reisenden für ein Minimum an nötiger Ordnung.

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Die Südküste

Gen Süden hin sinken die Weiten Ebenen etwas ab, um sich schließlich dem Meeresniveau anzupassen. Hier werden die Bäume etwas zahlreicher, auch verschiedene Sträucher kommen häufiger vor, besonders in der Nähe von Wasserstellen. Manchmal sieht man, obwohl der Himmel direkt über dem Beobachter völlig klar und wolkenlos ist, in der südlichen Ferne einen leichten Dunstschleier, der vom Meer dort herührt. Schon aus vielen Meilen Entfernung erkennt man die dunkelblaue Wasserfläche am Horizont, wie sie in das hellere Blau des Himmels übergeht, denn kein Hügel versperrt die Sicht. Die Ebene geht in die langgezogenen, breiten Sandstrände über, die vor allem von Möwen, Krebsen und in der Nähe der Echsendschungel auch von Schildkröten und sogar kleinen Krokodilen besucht werden. Das Wasser, durch die tropische Sonne angenehm erwärmt, wird nur allmählich tiefer. Im Westen ragt ein Ausläufer der Schwarzen Gipfel fast bis ans Meer heran, doch durch Durchlass zwischen Gebirge und Ozean erreicht man vom Katzenwald aus die Weiten Ebenen und umgekehrt. Nach Osten hin nimmt die Vegetation immer weiter zu, Büsche und Bäume ersetzen die Gräser, bis endlich auch kleine Bäche offen an der Oberfläche fließen und das Land in die feuchten tropischen Regenwälder des Echsendschungels übergeht.

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