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Tiranmar
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Gesellschaft und Politik


Politik


Herrschaftsgebiete und Bündnisse

In Tiranmar existieren unterschiedliche Länder und Gebiete, die alle von unterschiedlichen Herrschern regiert werden. Die größte Macht unter einem einzigen Herrscher ist das Kaiserreich, in dem momentan Kaiserin Kendra von Tarcon regiert. Das Kaiserreich (in der Karte rot) besteht eigentlich aus fünf Provinzen: Scarminthia, Payadal, Eskenwehr, Caldámia und Sanpas. Caldámia hat sich jedoch als eigenständiges Königreich unabhändig gemacht, während Sanpas eigentlich nur eine Überseekolonie und keine echte Provinz ist.
Mächtiger als das Kaiserreich, aber nicht so zentral organisiert ist der Bund der Freien Städte des Südens (orange in der Karte). Wie der Name schon andeutet, handelt es sich um ein Bündnis aus sieben Stadtstaaten im Süden Tiranmars, die locker durch verschiedene Vereinbarungen und Verteidigungsbündnisse zusammen gehalten werden.
Die Nordlande (blau) werden ebenfalls von Menschen bewohnt, sind aber ebenso wie das Wüstenreich der Azzani in der Kha'Zzarak (hellgelb) unabhängige Reiche, während die Weiten Ebenen (violett) das Territorium der größtenteils nomadisch lebenden Shadirrim sind und nicht wirklich den Status eines Reiches haben.
Politische Karte TiranmarsDie Aviacarim besitzen mit dem Aviacarus (weiß) eine klar abgegrenzte Heimat mit eindeutig festgelegten Grenzen, die sie bereits seit Jahrtausenden besiedeln. Sie liegen im ständigen Krieg mit dem Dämonenreich der Verdorbenen Lande (schwarz).
Die Elfen Tiranmars sind in vier Stämme untergliedert, die sich einander verbunden fühlen, ohne Verträge oder dergleichen zu besitzen. Die hoch zivilisierten Hochelfen (gelbgrün) besitzen ein eigenes Reich, während die Gebiete der Waldelfen (dunkelgrün) und Westelfen (dunkelblau) nur ihre ungefähren Siedlungsräume angeben. Die Wüstenelfen schließlich leben verstreut in der gesamten Wüste Kha'Zzarak und teilweise auch in den Weiten Ebenen.
Schließlich gibt es noch die Reiche der Zwerge. Die Heimat der Erz- und Silberzwerge liegt in den Zwillingsgebirgen Murogan und Khitroxan, und auch ihre Reiche kann man als Zwillinge bezeichnen, denn sie liegen nicht nur direkt benachbart, sondern sind unterirdisch auch durch zahlreiche Gänge an das gleiche Stollensystem angeschlossen. Außerdem handeln die Zwergenreiche, wenn es denn einmal eine außenpolitische Entscheidung zu treffen gilt, wie ein Volk.
Die Shassiruq, die einst ein großes Reich besaßen, leben heute nur noch im Echsendschungel (leuchtendgrün), während die Mraunim in kleinen Stammesgruppen im Katzenwald (Türkis) umherstreifen. Die Heimat der Marinae, der Wassermenschen, liegt im Golf von Yôcul unter Wasser und ist nicht eingezeichnet.

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Die Herrscher und Regierungsformen

In Tiranmar haben sich die unterschiedlichsten Staats- und Regierungsformen etabliert, je nach den herrschenden Verhältnissen und der Lebensweise der Völker.
Eine reine feudale Erbmonarchie findet man im Kaiserreich. Hier herrscht seit Jahrhunderten ein Kaiser oder eine Kaiserin, die an der Spitze der Adeligen steht. Darunter folgen die Bürger und schließlich die Leibeigenen. Dabei wird die Titel des Kaisers immer an einen direkten Nachkommen des vorherigen Kaisers weitergegeben, wobei das Geschlecht jedoch keine Rolle spielt und das Alter oft übergangen wird, wenn der vorherige Herrscher selbst einen seiner Nachkommen bestimmt hat. Ein ähnliches System findet sich in Caldámia, nur gibt es hier keine untergeordneten Provinzen, und der Herrscher bezeichnet sich als König, nicht als Kaiser.

In den Nordlanden werden die Städte durch einen Ältestenrat, in dem auch einige Gildenführer vertreten sind, regiert, während in kleineren Siedlungen auf dem Land angesehene Mitglieder der Dorfgemeinschaft die Entscheidungen treffen.

Lehnseid Im Aviacarus herrscht eine Aristokratie. Hier sind es die Mitglieder der adeligen Familien, zu erkennen an ihren hell gefärbten Schwingen, die Zugang zu wichtigen Ämtern und dem Hohen Rat, der den Aviacarus regiert, ermöglichen. Unterstützt wird der Hohe Rat von den Kriegern des Lichts, der militärischen Elite des Reiches, und den Geweihten des Sakiranthis- und Isishatempels.

Die Verdorbenen Lande sind im Großen und Ganzen eine magokratische Diktatur. Hier herrscht der Daemona, der mächtigste der Magier, über die anderen, die sich ihm unterordnen oder vernichtet werden, wobei die Kontrolle über zahlreiche mächtige Dämonen seine Herrschaft untermauert.

Einige Völker Tiranmars sind in einem anarchistischen Stammessystem organisiert. Dazu gehören die nomadisch lebenden Shadirrim und Wüstelelfen, die eher halbnomadisch organisierten Waldelfen und die Dorfgemeinschaften der Waldmenschen und Westelfen. In all diesen Verbindungen sind es die angesehensten und fähigsten, mitunter auch durchsetzungsstärksten Mitglieder der Gemeinschaft, welche die Entscheidungen treffen. Entweder werden sie, wie bei den Shadirrim und Waldmenschen, zum Stammesführer ernannt, oder es bleibt wie in den Elfenvölkern bei einer stillschweigenden Übereinkunft über die Autorität einzelner Mitglieder.

Das Wüstenreich der Azzani in der Wüste Kha'Zzarak ist ebenfalls eine Monarchie , beziehungsweise eine Ansammlung mehrerer Monarchien. Hier herrschen Kalifen jeweils über eine Stadt, wobei sie dem Kalifen von Zza'Vik, derzeit Marwhan sen'Zzaval, untergeordnet sind, da er mit Abstand die meiste Macht besitzt. Durch die Wachen und Gardisten, die den Kalifen unterstehen, kontrollieren sie die Einhaltung der Gesetze in den Städten und vor allem Handel und Zölle.

Der Bund der Freien Städte des Südens ist ein Bündnis aus Stadtstaaten, die alle unterschiedliche gesellschaftliche Systeme und Regierungsformen besitzen.
Arimanatu ist eine Magokratie, in der ein Rat aus Magiern in Abstimmungen über die Belange der Stadt entscheidet. Dennoch gibt es hier auch demokratische Rebellen, die versuchen, die Mitgliedschaft in diesem Rat auch für Nichtmagier zu ermöglichen.
Temornia ist eine Stadt ohne eine offizielle Regierung, jedoch gibt es hier zahlreiche Gilden, die allesamt ihren Einfluss durch Bündnisse, finanzielle Macht Schutzgeldforderungen und Söldnertruppen ausbauen, um in der Stadt an die Macht zu kommen. Daher ist es in Temornia essentiell, sich mit den mächtigsten Gilden gutzustellen, denn eine Stadtwache oder dergleichen gibt es nicht.
In Sinvil herrscht eine Art liberale Theokratie, denn werden die Gesetze des Windgottes Sakiranthis und seiner göttlichen Geschwister als Gesetzesgrundlage verwendet, und die Garnision der klerikalen Windkrieger übernimmt die Funktion einer Stadtwache. Dank der freiheitlichen und weltoffenen Ansichten der Sakiranthisgeweihten ist diese Theokratie jedoch keineswegs unterdrückend oder einschränkend für die Bewohner Sinvils.
In Taluya herrschen drei mächtige Personen gemeinsam über die Stadt. Dies sind die Vorsteherin des Hospitals, Myriam Valadas, der Leiter der 'Hohen Akademie der Alchemie', Gardian Zanvil, sowie der Leiter der 'Halle der Natürlichen Form und Elfischen Heilkunst', Farinor Sindávian. Die drei entscheiden über die Belange ihrer Institutionen, unterstützt von ihren Mitheilern, -alchemisten und -magiern, und haben somit auch die Entscheidungsgewalt über alle wichtigen Angelegenheiten der Stadt.
Eine Art Militärdiktatur zu allgemeinem Vorteil findet man in Mortax. Dort hat die Stadtherrin Sykura Nevidánis die Macht über die Söldnergilde, ihre eigene Privatarmee und die Drachenarena. Da sie somit aber den Söldnern eine solide Ausbildung ermöglicht und ihnen gerechten Sold zahlt, sind die meisten mit ihrer Herrschaft zufrieden.




Gesellschaftsordnungen und soziale Schichten

Feudalsystem des Kaiserreiches


Das Feudalsystem im Kaiserreich

Seit Jahrhunderten besteht im Kaiserreich und im Königreich Caldámia das klassische feudalistische System, das für die Menschen dort ein wichtiger Bestandteil ihres Lebens ist. Die meisten Menschen sind Bauern und Viehzüchter, und von ihnen befindet sich der Großteil in Leibeigenschaft. Sie dienen ihren Grundherren, Adligen und Rittern, indem sie deren Ackerland bewirtschaften, außerdem sind sie ihrer Rechtssprechung unterworfen und müssen ihnen Abgaben zahlen. Doch die Bauernhöfe, Felder und Landgüter gehören den Rittern nicht selbst, sondern sind ihre Lehen, die sie von den Fürsten der Provinzen erhalten haben. Die Fürsten wiederum beherrschen die Provinzen Payadal, Eskenwehr und Scarminthia und sind nur dem Kaiser (beziehungsweise der Kaiserin, wie es aktuell der Fall ist) gehorsam schuldig. Üblicherweise ist der Kaiser gleichzeitig der Fürst von Scarminthia, der zentralen Provinz.
Daraus ergibt sich ein Aufbau der Gesellschaft in verschiedene Gruppen. Ganz unten stehen arme Tagelöhner, Bettler und manche wandernde Spielleute, die jeden Tag um ihr Brot kämpfen müssen. Über ihnen folgen die leibeigenen Bauern und darüber die freien Stadtbürger. Unter letzteren befinden sich vor allem Handwerker, aber auch Soldaten, Gelehrte, Geweihte, Herbergswirte, Händler und Magier, wobei Magier und Geweihte einen Sonderstatus halb außerhalb der sozialen Schichten einnehmen. Über den freien Stadtbürgern stehen die Angehörigen des niederen Adels, also die Ritter und Edlen. Sie gehören dem Lehnsadel an und stehen selbst unter dem Hochadel, der aus den Familien der Provinzfürsten besteht. Über jenen steht nur noch die Kaiserin.
Angehörige einer niedrigeren Schicht schulden den Bessergestellten Respekt und meist auch Gehorsam, und es ist üblich, innerhalb der eigenen Schicht Umgang zu pflegen und zu heiraten. Dennoch kann es geschehen, dass ein Adliger sein Land verliert oder aber ein Bauer oder Soldat wegen herausragender Leistungen in den Adelsstand erhoben wird.

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Die Herrschaft des Hohen Rates (Aviacarim)

Unter den Aviacarim gibt es jene mit braunen, grauen oder blassblauen Federn, die den Großteil des Aviacarus bevölkern und Schafe züchten, Rais, Weizen und Gemüse anbauen und in den großen Städten der Ebene als Handwerker arbeiten. Dennoch können sie relativ leicht aufsteigen, in dem sie eine Laufbahn als Diener Sakiranthis' oder Isishas einschlagen. Wer dem Pfad des Windgottes Sakiranthis folgt, wird zum Krieger ausgebildet, während die Diener der Lichtgöttin Isishas Gelehrte und Geweihte werden. Vorraussetzungen dafür sind nur entsprechendes Talent und teilweise auch die Herkunft. Beide Gruppen gemeinsam, Krieger und Gelehrte, bilden das Herz der aviacarischen Gesellschaft, die auf den beiden Säulen der Wissenschaft und des Militärs ruht. Ein nicht geringer Teil der Soldaten und Götterdiener stammt jedoch nicht aus den mittleren und unteren Schichte der Gesellschaft, sondern aus der Oberschicht, aus einer weißgeflügelten Familie. Die reinweiße Farbe der Federn symbolisiert den Adelsstand der aviacarischen Aristokraten, welche die wichtigsten Ämter unter den Geweihten, Gelehrten und Heerführern einnehmen. Außerdem darf jede der weißgeflügelten Familien nach Anzahl ihrer Familienangehörigen Mitglieder des Hohen Rates aussenden. Dieser trifft sich regelmäßig in Imiltharis und entscheidet über alle Belange des Volkes.

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Die Stammesgesellschaft der Mraunim

Die Katzenmenschen, die den Dschungel im Süden Tiranmars bewohnen, leben in einem für menschliche Verhältnisse eher primitiven Stammessystem. Das Volk der Mraunim gliedert sich in drei große Stämme, die Feroy, Panhatil und Liskaris, die sich in Fellfarben, Lebensraum und Lebensweise unterscheiden. Innerhalb dieser Stämme gibt es kleine Sippen, die aus etwa zwei bis drei Dutzend Individuen bestehen. Jede dieser Sippen wird von einer magiebegabten und somit notwendigerweise weiblichen Mraunima angeführt, und alle Sippen aller Stämme gemeinsam machen das Volk der Mraunim aus. Untereinander haben die Angehörigen verschiedener Stämme und Sippen eher selten Kontakt, sehen sich aber als Verbündete an. Von Zeit zu Zeit kommt es vor, dass junge Mraunim die Sippe wechseln, sodass es auch zu leichten Vermischungen unter ihnen kommt. Die Anführerinnen sind meist besonders erfahrene und angesehene Mraunima, die in den Stämmen alle Entscheidungen treffen, wobei sie von den Kriegern und Kriegerinnen unterstützt werden. Diese wiederum besitzen eine deutliche Rangordnung, wobei allerdings die schnelleren und geschickteren, teilweise magiebegabten Weibchen über den kräftigeren, aber langsameren Männchen stehen. Die Kinder stehen außerhalb der Rangordnung und werden von allen Mraunim gemeinsam erzogen, auch hat die Nachfolge der Position der Anführerin allein etwas mit dem Ansehen der Mraunima in der Sippe und ihren magischen Fähigkeiten, aber nichts mit ihrer Abstammung zu tun. Mraunim kennen kaum dauerhafte Verbindungen zwischen männlichen und weiblichen Individuen. Sie suchen sich Gefährten, die ihnen gefallen, und bleiben für einige Zeit mit ihnen zusammen, bis sie sich anderen Partnern zuwenden. Da die Sterblichkeit junger Mraunim sehr hoch ist, werden schwangere Mraunima mit großen Respekt und viel Fürsorge behandelt, und die ganze Sippe kümmert sich um den Nachwuchs, außerdem bekommen die Mraunima so viele Nachkommen wie möglich.

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Kastensystem der Shassiruq


Das Kastensystem der Shassiruq

Seit Jahrtausenden leben die Shassiruq in einem unveränderten System. Darin spielt die Geburt für den Werdegang jedes Shassiruq eine entscheidende Rolle. Die oberste Kaste der Salashuq macht etwa zwei Prozent der echsischen Gesellschaft aus, was exakt dem Anteil an magiebegabten Echsenmenschen entspricht. Denn egal, welcher Kaste die Eltern angehören, jeder mit dieser Gabe Gesegnete wird automatisch in die Kaste der Magierpriester oder Salashuq aufgenommen und von diesen erzogen. Ansonsten hängt die Kastenzugehörigkeit absolut von jener der Eltern ab. Die zweithöchste Kaste ist die der Alitaraq, der Gelehrten, die als Schreiber und Forscher fungieren und die Verwaltung des Reiches organisieren. Die Caluraq sind die Krieger, die heute vor allem als Wächter eingesetzt werden. Danach kommen die Kasten der Ushatluq, der Handwerker und Händler, und der Tantuq, der Bauern. Diese beiden Schichten machen den größten Teil der Bevölkerung aus, und unter den Handwerkern gibt es bedeutende Differenzen im Ansehen beispielsweise zwischen Töpfern und Goldschmieden. Die Tantuq leben als zweitniedrigste Kaste teilweise auf kleinen Bauernhöfen halb außerhalb der Städte. Doch noch weiter unter ihnen stehen die Ausgestoßenen, die eine eigene Kaste haben, die als Ishisimaq bezeichnet wird. Dazu werden alle Schwerverbrecher, Feinde und allgemein Nicht-Shassiruq.

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Die Nomadenkulturen

In Tiranmar gibt es verschiedene Nomadenvölker, wobei die bedeutensten die Menschen der Weiten Ebenen, die Shadirrim, und die Wüstenelfen sind. Möglichweise kann man auch noch die halbnomadisch lebenden Waldelfen dazurechnen. Sie haben gemeinsam, dass sie in kleinen Stämmen umherziehen und keine Regierung oder allgemeine Herrscher haben. Bei den Waldelfen und Wüstenelfen sind die ausgewachsenen Stammesmitglieder gleichberechtigt, und die Entscheidungen werden gemeinsam getroffen, wobei es natürlich sein kann, dass besonders charismatischen oder erfahrenen Stammesmitgliedern eher Gehör geschenkt wird. Bei den Shadirrim gibt es meist eine Gruppe von Erwachsenen, die aufgrund ihrer Erfahrung und Durchsetzungsfähgkeit die Anführerrolle einnehmen. Ob einer von ihnen dabei die Führung übernimmt, ist von Stamm zu Stamm verschieden. Abgesehen davon gibt es keine Unterschiedene oder gar Schichten zwischen den Mitgliedern der Nomadenvölker.

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Die Stadtstaaten des Südbundes

Im Bund der Freien Städte des Südens, der teilweise im Kaiserreich den Ruf von moralischer fragwürdiger Zügellosigkeit steht, da es hier kein klassisches Königs- oder Kaisertum gibt, bestehen die verschiedensten Gesellschaftsformen, die sich von Stadt zu Stadt unterscheiden.
In der Theokratie von Sinvil gibt es kaum ausgeprägte Gesellschaftsschichten. Die meisten Menschen hier sind entweder Handwerker, Bauern auf den Terassenfeldern oder Händler. Die Windkrieger als Diener Sakiranthis' und Stadtwächter nehmen eine angesehene Position ein, ebenso wie die Geweihten selbst, die als Richter und Verwalter der Stadt fungieren, wobei sie sich an die sehr liberalen Gesetze ihres Gottes und die allgemeinen Geboten der Acht Götter halten. Freigeister und Denker sind in Sinvil häufig anzutreffen, denn hier befindet sich nicht nur ein Schnittpunkt zwischen den nördlichen Kulturen, den Städten des Südbundes und den Wüstenreichen, sondern auch ein Ort, an dem neuartige Gedanken ohne Angst ausgesprochen werden können, solange sie nicht menschen- oder götterfeindlich sind (was oft gleichbedeutend ist).
Arimanatu ist eine Magokratie. Sie ist detailliert einen Absatz weiter unten beschrieben.
In der Stadt Temornia regieren Gold und Macht. Dabei herrschen in der Stadt die Gilden, und jeder, der in Temornia Erfolg haben will oder einfach nur auf Dauer zu überleben versucht, sollte sich mit ihnen gut stellen. Es gibt keine Stadtwache und kein Gericht abgesehen von den einzelnen Gildengerichten, welche die Gesetze der Gilde durchsetzen. Jedes Gildenmitglied ist durch seine Gilde relativ sicher vor Übergriffen von Schlägern anderer Gilden geschützt, außerdem sorgt die Schwarze Gilde dafür, dass das Verbrechen berechenbar bleibt: Sie verfolgt gnadenlos alle Mörder, Diebe und sonstigen Verbrecher, die nicht ihrer Gilde zugehörig sind, und verteilt Verbrechenslizenzen an ihre Mitglieder. Dabei verschont sie allerdings alle Bürger, die das Schutzgeld zahlen. Dieses Schutzgeld wird anhand des vermuteten Wertes eines Auftragsmordes gemessen, so muss ein Handwerker wesentlich weniger zahlen als ein Gildenoberhaupt, für dessen Ermordung wesentlich mehr herausspringen würde. Natürlich nimmt die Schwarze Gilde auch Mord- und Spionageaufträge an, wenn genug für sie herausspringt. In Temornia gibt es sowohl unglaublich arme Menschen, die jeden Tag um ihr Überleben kämpfen müssen, als auch unfassbar reiche wie zum Beispiel die wichtigen Mitglieder der Händlergilde. Dabei ist allerdings die sogenannte soziale Mobilität sehr hoch, das heißt, mit etwas Geschick und Glück kann man sehr schnell aufsteigen, wenn man Fehler macht oder Pech hat aber ebenso schnell wieder herabstürzen. In Temornia gibt es also zahlreiche Möglichkeiten für gewitze Gauner und Geschäftsmänner, sich selbst zu verwirklichen.
In Taluya gibt es kaum Unterschiede zwischen den Bewohnern der Stadt, denn sie stehen etwa auf einer Stufe. Auch Armut oder großen Reichtum gibt es kaum. Unterschieden wird nur zwischen den einfachen Bürgern und den drei Gruppen der Magier, Alchemisten und Heiler, die einen etwas höheren Rang einnehmen und allgemein geachtet sind. Ihre Anführer entscheiden zu dritt über die Belange der Stadt.
Mortax wird von einer Stadtherrin regiert, der die Söldnerakademie und die Drachenarena gehören. Somit kontrolliert sie die ganze Stadt mit ihrer Privatarmee aus Söldnern der Akademie. In Mortax stehen die Söldner gesellschaftlich über den Handwerkern (z.B. Schmiede), sobald sie ihre Ausbildung beendet haben. Besonders angesehen sind die Drachenkämpfer, die besonders für junge Männer und Frauen Vorbilder und Ideale darstellen. Auf der anderen Seite gibt es durchaus auch gescheiterte Existenzen in Mortax, Söldner mit abgebrochener Ausbildung oder arme Handwerker, die sich irgendwie durchs Leben schlagen.

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Die Magokratie Arimanatu

(Danke an Aeq für die Ideen und Organigramme zur Magokratie)

Die Stadt Arimanatu gehört zum Südbund und hat wie fast alle dieser Stadtstaaten ein eigenes Regierungssystem, jedoch ist das von Arimanatu wohl das komplexeste und am weitesten entwickelte. In Arimanatu befindet sich eine Magierakademie, die 'Schule des Magischen Wissens und der Zauberkunst', sowie ein bedeutender Tempel der Lichtgöttin Isisha, zu deren Aspekten Wissen und Gerechtigkeit zählen. Für Magier ist diese Stadt aufgrund der angesehenen Akademie und der bedeutendsten Bibliothek der Menschen sehr attraktiv, weswegen hier besonders viele Zauberkundige leben. Regierungssystem ArimanatusVor gut einem halben Jahrhundert schließlich war sowohl in den Köpfen der Magier als auch in denen des einfachen Volkes der Gedanke gewachsen, dass die Stadt von denen regiert werden sollte, die am besten dafür geeignet wären, und nicht von einem (zu dieser Zeit erstaunlich inkompetenten) Fürsten, der sich am Volk bereicherte. Also wurde kurzerhand der Fürst gestürzt und eine Verfassung (die in Arimanatu Stadtgesetz heißt) geschrieben, in welcher festgelegt wurde, wer in Arimanatu künftig zu herrschen hätte. Der Palast des Fürsten wurde kurzerhand niedergebrannt und an seiner Stelle der neue Regierungssitz, die Halle des Wissens und der Macht, errichtet.
Die neue Ordnung der Stadt mutet auf den ersten Blick erstaunlich demokratisch an. Die Magier sind vereinigt in der Magierakademie. Dort gehören alle voll ausgebildeten Magier dem Rat der Magierakademie an, der aus seiner Mitte den Akademieleiter wählt. Das Volk, also die Einwohner Arimanatus, wählen aus einer Liste den Rat der Volksbeauftragten. Diese Liste jedoch wird von den Magiern aufgestellt, die angesehene Bürger der Stadt vorschlagen - natürlich solche, die entweder selbst Magier sind oder ihnen nahe stehen, sodass die Liste für den Rat der Volksbeauftragten recht magierfreundlich aussieht. Des weiteren bildet das Volk Gremien und bildet Geschworenengerichte ebenso wie die Stadtwache. Die Wächter der Stadt werden von der Arkanen Garde kontrolliert und angeführt, einer Gruppe von Kampfmagiern, die vom Akademieleiter ernannt wurden und deren Aufgabe es auch ist, ihn und die Akademie zu beschützen.
Gesetzgebung Arimanatus Die Gesetzgebung der Stadt Arimanatu wirkt auf den ersten Blick unübersichtlich (und ist für viele Bürger auch schwer zu durchschauen), beruht aber auf einfachen Grundlagen. Der Rat der Volksbeauftragten, also die von den Magiern vorgeschlagenen und vom Volk gewählten Männer und Frauen, arbeiten Gesetze aus und bringen diese ein. Dabei haben sowohl der Akademieleiter als auch der Rat der Magierakademie ein Vetorecht, während der Vermittlungsausschuss für die Verständigung zwischen ihnen und dem Rat der Volksbeauftragten sorgt. Sowohl die Magier als auch die einfachen Bürger können Volksbegehren einbringen, um Gesetze vorzuschlagen. Die Magier benötigen dafür 35 Unterzeichner, die einfachen Bürger müssen Gremien bilden, die ab 100 Unterstützern vom Rat der Volksbeauftragten angehört werden.
Rechtssprechung Arimanatus Das Hohe Gericht, das aus zwei magischen und einem nichtmagischen Richter besteht, prüft die Gesetze auf Rechtmäßigkeit. Klagen können vor dem Hohen Gericht sowohl Magier als auch einfache Bürger.
Die Rechtssprechung in Arimanatu unterteilt sich in die Belange des Hohen und die des Niederen Gerichts. Das Hohe Gericht verhandelt über Gesetze und Streitfälle, an denen Magier beteiligt sind, während das Niedere Gericht nur Probleme zwischen Nichtmagiern verhandelt (und damit weit mehr zu tun hat). Die beiden magischen Richter für das Hohe Gericht werden von den Magiern aus ihren eigenen Reihen gewählt, der nichtmagische Richter direkt von den Einwohnern der Stadt, meist aus den Reihen des Rats der Volksbeauftragten. Somit bilden drei Richter das Hohe Gericht, die über Recht und Unrecht ebenso wie über das Strafmaß entscheiden.
Das Hohe Gericht setzt auch die Richter für das Niedere Gericht ein. In den Fällen, die dieses Gericht behandelt, werden aus den Reihen der bereits erwähnten vom Volk gebildeten Geschworenengerichte zufällig fünf Geschworene ausgewählt, die über Schuld und Unschuld entscheiden, während die Richter der Niederen Gerichts das Strafmaß festlegen. Dabei gibt es keine gesetzlich vorgeschriebenen Verteidiger, jeder Kläger und Angeklagt muss sich selbst verteidigen oder einen ehrenamtlichen Verteidiger vorweisen. Vor dem Niederen Gericht kann jeder Bürger Arimanatus klagen.
Insgesamt ist Arimanatu insofern ein sehr fortschrittlicher Stadtstaat, als hier tatsächlich Wahlen stattfinden. Jedoch liegen alle Entscheidungen fest in der Hand der Magier, die dank des geschickt formulierten Stadtgesetzes nahezu überall ihre Interessen durchsetzen können. Da es aber kaum Schwierigkeiten zwischen Magiern und einfachen Bürgern gibt, können diese sich eines recht angenehmen Lebens erfreuen. Dennoch gibt es einige Rebellen, die gerne eine echte Volksherrschaft einführen würden...

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Anreden und Umgangsformen

Wie sich ein Tiranmarer gegenüber einem anderen verhält, ist größtenteils von seinem Heimatvolk und seinem Stand sowie dem des Gegenübers abhängig. Unter den Menschen und Aviacarim ist die Anrede 'Ihr' beziehungsweise 'Euch' am weitesten verbreitet und gilt eigentlich fast immer als angemessen (Bsp: "Wer seid Ihr? Kann ich Euch helfen?"). Nur gegenüber Kindern, engen Freunden und Familienmitgliedern verwendet man das Du. Veraltet ist die etwas herabsetzende 'Er'-Form, die nur von wenigen besonders hochgestellten Personen (Fürsten, Kaiser, Mitglieder des Hohen Rates der Aviacarim) gegenüber Untergebenen verwendet werden kann, aber nicht muss. Weiterhin gibt es bestimmte Titel, die vor allem Adligen, aber auch Geweihten und Magiern gebühren. Die Kaiserin wird mit "Eure Majestät" angesprochen, ihre nahen Verwandten mit 'Hoheit'. Die Fürsten der kaiserlichen Provinzen tragen den Titel 'Erlaucht', während andere Adelige mit 'Hochgeboren' und landlose Mitglieder adeliger Familien mit 'Wohlgeboren' angesprochen werden.
Die korrekte Anrede gegenüber Magiernovizen lautet 'Gelehrter Herr/Dame', während voll ausgebildete Magier 'Hochweiser Herr/Dame' und besonders hochgestellte Zauberkundige (Akademieleiter, Hofmagier...) mit 'Eure arkane Magnifizienz' ähnlich wie Adlige angesprochen werden.
Geweihte werden grundsätzlich mit 'Euer Ehren' angesprochen, Tempelvorsteher mit 'Euer Gnaden', 'Euer Erhabenheit' ist den hochrangigsten Götterdienern vorbehalten.
Gegenüber respektierten Persönlichkeiten ist eine Verbeugung zur Begrüßung üblich, die je nach Situation mehr oder weniger tief ausfällt und im Falle langer Kleidung durch einen Knicks ersetzt werden kann. Einander gleichgestellte, aber nicht näher bekannte Personen schütteln sich die Hand. Vor der Kaiserin ist der Kniefall auf ein Knie üblich, auf beide Knie lässt man sich im Tempel vor den Göttern selbst nieder. Im Südbund ist der Handkuss sowohl bei Männern als auch bei Frauen als höfliche Begrüßung und Verabschiedung verbreitet.
Unter Elfen ist das kurze Berühren der Herzgegend als Gruß verbreitet, eine Berührung wie etwa Händeschütteln oder Respektbezeugungen gibt es nicht, weder als Höflichkeitsanrede, Titel oder Geste. Zwerge verwenden als Begrüßung meist ein kurzes Nicken, gegenüber Höhergestellten auch tiefe Verbeugungen, wobei gerne alle Titel und Auszeichnungen aufgezählt werden, die der andere im Laufe seines Lebens erworben hat, inklusive weitläufiger Verwandschaftsgrade.
Marinae begrüßen sich durch bestimmte Zeichen ihrer Körpersprache, während Mraunim einander mit dem Gesicht nahekommen oder auch mit der Wange berühren und gleichzeitig Worte der Begrüßung sprechen. Shassiruq besitzen ein streng geregeltes System von Höflichkeitsanreden in ihrer Sprache, die sich auf die Kastenzugehörigenkeiten beziehen, und besitzen außerdem feste Verhaltensregeln, die zum Beispiel besagen, dass ein Mitglied einer geringeren Kaste nicht sitzen darf, während im Raum ein Mitglied einer höheren Kaste steht und so weiter.

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Frauen und Männer in Tiranmar

In Tiranmar sind Frauen und Männer grundsätzlich gleichgestellt. Weder eine Herrschaft der einen noch der anderen Seite hat sich etabliert, es herrscht also allgemeine Gleichberechtigung. Eine Ausname bilden die Mraunim, unter denen biologisch bedingt nur die weiblichen Mraunima mit der Gabe der Magie gesegnet sein können und daher nur sie die Rolle der Anführerin einnehmen. Bei den Shassiruq, den Echsenmenschen, sind die Geschlechtsmerkmale von weiblichen und männlichen Shassiruq so schwach ausgeprägt, dass man sie kaum unterscheiden kann. Die geringfügigen Unterschiede sind der Grund dafür, warum in der Gesellschaft der Shassiruq zwischen den Geschlechtern außer bei der Fortpflanzung kein Unterschied gemacht wird und es nicht einmal ein eigenes Wort für 'weibliche Shassiruq' gibt.

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