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 Der Eskenwald

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Tika Erkan
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BeitragThema: Der Eskenwald   Do Sep 23, 2010 12:54 pm

Der Eskenwald

Der Eskenwald ist ein ausgedehntes Waldstück, das sich an den Südhängen der Weißen Gipfel erstreckt und einen Teil der Territorien Eskenwehr und Scarminthia bedeckt. Die Landschaft wird von felsigen Berghängen, steilen Schluchten, eisigen Bächen und sonnigen Bergwiesen geprägt. Die häufigsten Bäume sind Eichen, Fichten und Kiefern, und auf dem schattigen Waldboden wachsen Blaubeeren, Pilze wie Pifferlinge und Braune Windlinge und Moos zwischen großen Felsen und kleinen Bächen, die von Schmelzwasser aus den Bergen gespeist werden. Wolfsrudel durchstreifen die Wälder auf der Jagd nach Beute, Zweibeinern gehen sie jedoch aus dem Weg. Nur Nachts kann man manchmal aus der Ferne ihr gemeinschaftliches Heulen hören, dass durch die Wälder und Berge hallt. Auch Luchse und Bären nennen den Eskenwald ihr Zuhause, wie auch Füchse, Hirsche, Wildschweine und zahlreiche Kleintiere. Tagsüber gehört der Himmel über den Berghängen den Steinadlern und anderen Raubvögeln, während die Nacht den lautlosen Jägern mit weichen Schwingen und scharfen Krallen vorbehalten ist. Der Duft des Kiefernharzes ist allgegenwärtig, wie auch das rauschen des Windes in den Zweigen, das an das Geräusch der Brandung erinnert. Im Winter liegt der Eskenwald unter einer weißen, glitzernden Decke, und der Nordwind bringt eisige Kälte. Im Frühjahr schwellen die kleinen Bäche an, und das Schmelzwasser aus den Bergen sucht sich seinen Weg über Felsen und durch Schluchten. Im Sommer sonnen sich Eidechsen auf den moosbewachsenen Felsbrocken, und in den Eichen und Kiefern ziehen Vögel ihre Jungen auf. Am Ende des Jahres fegen herbstliche Stürme über die Baumkronen hinweg und drohen den nahenden Winter an.

_________________
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Viel zu lang ließ ich mich von euch verbiegen
Schon so lang tobt der Wunsch in meinem Blut
Nur einmal lass ich los, denn ich will fliegen
Supernova - wie der Phönix aus der Glut
Komm mir nicht zu nahe
Sonst kann's geschehen
Dass wir beide lichterloh in Flammen stehen
Ich will brennen!

(ASP - Ich will brennen)
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BeitragThema: Re: Der Eskenwald   Do Mai 12, 2011 9:51 am

Sie waren nun schon einige Zeit unterwegs und marschierten durch den Eskenwald. Dem Zwerg wurde langweilig und er begann erst zu pfeiffen, dann zu summen und schliesslich stimmte er ein altes Lied an. Es handelte von edlen Zwergen die sich in den Elbenkriegen einen Namen gemacht haben, von Tapferkeit und Mut und von schätzen die das Aussmas von einem Berg hatten. Seine sonore Stimme rollte durch den Wald und es war als würden selbst die Bäume zuhören. Du kannst ja sogar singen. bemerkte Simroth als der Zwerg eine Pause zwischen zwei Strophen machte. Wie wärs wenn du mir mal etwas von dir zeigst dass ich noch nicht weiss? bemerkte der Zwerg spitz doch sein Begleiter blieb ihm die Antwort schuldig.
Als er fertig war mit seiner gesanglichen Darbietung, setze er sich unter den nächsten Baum. "Paliona wie wärs mit einer Rast?" frage er die Söldnerin.
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BeitragThema: Re: Der Eskenwald   Do Mai 12, 2011 8:51 pm

Gwendolinas Hengst sprengte über den engen Waldpfad. Zweige schlugen ihr ins Gesicht, und sie beugte sich tief hinter den Hals des Pferdes. Obwohl sie eine gute Reiterin war, wurde sie ziemlich durchgeschüttelt, während die Hufe des Hengstes dumpf auf den weichen Waldboden trommelten. Dann jedoch verlief sich der Pfad, und das Gebüsch wurde dichter.
'Mist', dachte Gwendolina, die es bereute, diese Abkürzung gewählt zu haben. Offenbar wurde der Weg schon länger nicht mehr freigehalten. Der hügelige Bergwald bot kaum Orientierungspunkte, und nun musste sie auf gut Glück einen Weg finden. Nun, wenigstens schien der Bewegungsdrang des Tieres ihrem Wunsch nach einer raschen Reise entgegenzukommen. In raschem Tempo stürmten sie an einem mit Nadelbäumen bewachsenen Abhang entlang. Gerade waren die Gedanken der Ritterin kurz zu dem anstehenden Turnier abgeschweift, als sie einen Moment nicht acht gab. Genau in diesem Augenblick peitsche der Zweig einer Kiefer in ihr Gesicht, und sie riss erschrocken an den Zügeln. Das Pferd bäumte sich wiehernd auf und verlor zu allem Überfluss auf dem abschüssigen Waldboden das Gleichgewicht. Ein sanfteres oder besser ausgebildetes Tier hätte sich vielleicht wieder gefangen, doch der Hengst war weder mit seiner Reiterin noch mit rutschigem und bewachsenem Gelände vertraut. Die Hufe glitten auf den Nadeln aus, und das Tier rutsche seitlich den Hang herab, wobei es Gwendolina halb unter sich begrub. Ihr entsetzer Aufschrei mischte sich mit dem Wiehern des Tieres. Einige Sekunden lang stieß der Hengst mit den Beinen in die Luft, dann bekam er wieder Boden unter den Hufen zu fassen. Erregt schnaubend und zitternd kam er wieder auf die Beine, doch Gwendolina blieb am Boden liegen, mit schmerzverzerrtem Gesicht ihr Bein umklammernd, auf das der Hengst gefallen war.
"Blödes Vieh!", fluchte sie, während ihr Pferd in einigen Schritten Entfernung herumtänzelte und den Kopf schüttelte. Zitternd besah die Ritterin ihr Bein und stellte fest, dass dort wohl etwas gebrochen oder zumindest angeknackst sein musste - jede Berührung tat höllisch weh, und sie hatte nicht den Eindruck, gut auftreten zu können. Erschöpft und frustriert ließ sie sich rücklings auf den Waldboden sinken. Heute musste aber auch alles schiefgehen.
Einige Minuten später versuchte Gwendolina, sich aufzurichten, merkte aber, dass sie wohl kaum würde gehen können. Wenn dieser eigensinnige Gaul ein paar Schritte näher käme, könnte sie sich vielleicht auf seinen Rücken ziehen, aber das Pferd trabte in einiger Entfernung unruhig umher. Ja, es schien sogar plötzlich ängstlich zu werden und verschwand hinter einigen Bäumen aus Gwendolinas Sicht.
"Hast wohl Wölfe gerochen? Na toll, dann lass mich halt hier im Stich", grummelte sie. "Jetzt schaffe ich es sowieso nicht mehr rechtzeitig..."
Gerade, als sie das gedacht hatte, hörte sie etwas, dass sie im ersten Moment an ihrem Verstand zweifeln ließ: jemand sang. Es war eine tiefe, wohlklingende Stimme, und sie kam aus der Richtung, wo sie den Pfad verloren hatte. Sie verstand die Worte nicht, doch das war ihr jetzt auch gleichgültig.
"Hilfe!", rief sie. "Im Namen der Götter, helft, wenn Ihr mich hören könnt!"
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Paliona Sivallis
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BeitragThema: Re: Der Eskenwald   Fr Mai 13, 2011 9:56 pm

Sie waren schon einige Zeit unterwegs und langsam wurde Paliona müde, doch solange Feringur sang, wollte sie ihn nicht unterbrechen. Als er sich unter einem Baum niederließ, setzte sie sich schnell daneben. "Ich habe nichts gegen eine kleine Rast. Ich habe auch ein bißchen Hunger, wie sieht es mit Euch aus? Wo habt ihr so schön singen gelernt, das klang wirklich hübsch, obwohl ich leider kein Wort verstanden habe." Sie lächelte fröhlich und begann in ihrem Rucksack zu kramen. "Was meint ihr sollen wir uns nach dem Essen mal ein kleines Duell liefern? Ich würde gern mal einen Zwergenkrieger im Kampf erleben... Moment, habt Ihr das gehört? Ich glaube ich habe jemanden um Hilfe rufen hören."
Sie sah sich um und lauschte angestrengt, sie war sicher, dass sie einen Ruf gehört hatte. Wer auch immer gerufen haben mochte, war in einiger Entfernung. Sie ergriff ihr Schwert und wandte sich dann in die Richtung, aus der der Schrei gekommen war.
"Wir sollten vorsichtig sein, so etwas kann auch eine Falle sein, aber ich möchte niemandem Hilfe verweigern, der sie vielleicht brauchen könnte." Sie lief vorsichtig durch das Unterholz, gab sich aber etwas Mühe, so wenig Geräusche wie möglich zu machen. Sie sah jemanden am Boden liegen und eilte schnell an die Seite der Frau, es war die Ritterin, die sie heute morgen am Tor getroffen hatten.
"Geht es Euch gut, was ist passiert, seid ihr schwer verletzt?" Sie ging neben der Frau in die Knie und musterte sie kurz, anscheinend war sie von ihrem Pferd gestürzt, denn das Tier war weit und breit nicht zu sehen.
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BeitragThema: Re: Der Eskenwald   Sa Mai 14, 2011 10:32 pm

Im ersten Moment dachte Gwendolina, man hätte sie nicht gehört, denn das Singen verstummte zwar, aber nichts regte sich im Wald. Dann kamen doch endlich Schritte näher, und sie wandte sich immer noch halb liegend um und sah die Frau, die sie heute morgen in Begleitung des Zwerges am Stadttor von Tarcon gesehen hatte.
"Ah, schön euch wiederzusehen", sagte Gwendolina und brachte ein schwaches Lächeln zu Stande. "Es geht, danke. Wenn Ihr so freundlich wäret, mir aufzuhelfen..."
Gwendolina konnte kaum glauben, jetzt doch noch einmal Glück gehabt zu haben. Wer hätte gedacht, dass sie hier in dieser Wildnis jemand finden würde? Hoffentlich war das verdammte Pferd noch nicht zu weit weg.
"Nun, ich bin vom Pferd gestürzt", erklärte sie ihrer Helferin. "Dumm von mir. Der Hengst", sie unterdrückte einen Laut des Schmerzes, als sie ihr Bein zu belasten versuchte, "ahg... ist dort auf dem Abhang ausgerutscht. Muss hier noch irgendwo sein."
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BeitragThema: Re: Der Eskenwald   Mi Mai 25, 2011 2:48 pm

Paliona sah sich kurz das Bein der Frau an und signalisierte Feringur, das er sich besser darum kümmern sollte. "Mein Begleiter wird sich um Euch kümmern, ich geh euer Pferd suchen. Ihr solltet Euch ersteinmal nicht zuviel bewegen. Wo habt ihr den Teufel eigentlich her, er schien schon am Tor recht ungestüm zu sein." Sie lächelte der Frau kurz aufmunternd zu und verschwand dann im Unterholz, dabei folgte sie der breiten Spur der Verwüstung, die das Pferd hinterlassen hatte. Doch die Suche war nicht ganz so einfach, wie die Söldnerin sich das gedacht hatte. Die Spur, die zuerst rech deutlich gewesen war, wurde rasch schwächer, da sich das Tier an die offeneren Bereiche des Waldstücks gehalten hatte. Da Paliona keine Jägerin war, tat sie sich etwas schwer damit, dem Tier zu folgen. Sie versuchte ihr Glück auf eine andere Art und Weise, sie summte leise vor sich hin und hoffte darauf, das das Tier sie hörte, da es vermutlich kein gezähmtes Wildpferd war, sollte es eigentlich über menschliche Begleitung froh sein. Leider hatte die Frau ihr den Namen des Tieres nicht verraten, aber nach einer Weile hörte die Söldnerin ein leises Schnauben und auf einer kleinen Lichtung fand sie schließlich den Hengst friedlich grasend vor. Noch immer leise vor sich hinsummend näherte sie sich dem Tier langsam. Irgendwie hatte sie scheinbar ein Händchen für Pferde, so friedlich, wie der temperamentvolle Hengst von Berucas in ihrer Nähe war, so beruhigte sich auch Gwendolinas Ross und so konnte sie sein Halfter ergreifen und nahm dann die Zügel in die Hand. Sie strich dem Tier über die Nüstern und führte es langsam zurück zu seiner Besitzerin.
Paliona lächelte und band das Tier an einem Ast fest. "Und wie geht es eurem Bein? Ich hoffe ihr seid nicht ernsthaft verletzt, jedenfalls ist Euer Tier nun wieder da, aber vielleicht solltet ihr nicht unbedingt allein weiterreisen. Wer weiß was Euch noch passiert, wir könnten Euch begleiten."
Sie ging neben dem Zwerg in die Hocke und begutachtete seine Arbeit.
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BeitragThema: Re: Der Eskenwald   Mi Mai 25, 2011 3:32 pm

Gwendolina ließ sich von Feringur behandeln und lächelte ihn schwach an.
"Danke, das ist wirklich sehr nett von Euch."
Erleichtert sah sie, dass die fremde Frau mit ihrem Pferd zurückkam. Offenbar war dem Hengst nichts geschehen, was er eigentlich überhaupt nicht verdient hatte. Ächzend zog sich Gwendolina an einem jungen Baumstamm hoch und versuchte, einigermaßen das Gleichgewicht zu halten. Ihr Knöchel tat noch immer höllisch weh, aber der Umschlag, den der Zwerg darum gewickelt hatte, begann bereits zu wirken.
"Ich muss weiter", versuchte sie ihre Lage zu erklären. "Wenn Ihr mir helfen würdet, auf das Pferd hinauf zu kommen, kann ich vielleicht reiten."
Ihre entschlossene Miene machte deutlich, dass sie weder sich noch das Pferd zu schonen bereit war. Schließlich musste sie rechtzeitig bei Cadran sein, um das Turnier - und damit ihn - zu gewinnen. Es wäre nicht auszudenken, wenn irgendeine reiche Dame, der es nur auf seinen Titel ankam, seine Braut würde. Und was er von ihr denken würde, wenn sie jetzt nicht auftauchte... Nein, sie musste unbedingt zu diesem Turnier, und ein verstauchter Knöchel und ein paar Prellungen würden sie davon nicht abhalten. Vielleicht gab es dort ja einen Magier, der ihr helfen konnte.
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Paliona Sivallis
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BeitragThema: Re: Der Eskenwald   Fr Mai 27, 2011 10:44 pm

Paliona sah die Frau erstaunt an, ihr wurde doch versichert, dass das Turnier erst in einigen Tagen begann, warum wollte sie ein erneutes Risiko auf sich nehmen, nur um so schnell wie möglich dort zu sein. "Wenn ihr das wirklich für eine gute Idee haltet, kann ich Euch wohl kaum davon abhalten. Aber ich bin ziemlich sicher, dass ihr auch noch rechtzeitig ankommt, wenn ihr mit uns weiterzieht. Und was ist, wenn Ihr erneut stürzt? Dann schafft ihr es auf keinen Fall rechtzeitig zum Turnier. Außerdem schätze ich, dass sich Eure Chancen auf den Sieg ziemlich verschlechtern wird, wenn ihr nun Euer Bein weiter zu stark belastet." Paliona sah die Frau genauer an, die Teilnahme am Turnier schien ihr sehr wichtig zu sein, doch es musste ihr doch klar sein, dass sie im Kampf schon mit der jetzigen Verletzung einen klaren Nachteil hatte, wie mochte das erst sein, wenn sie ihre Verletzung nicht schonte. "Macht Euch keine Sorgen, wir bringen Euch schon rechtzeitig zum Turnier. Ich helfe Euch jetzt auf Euer Pferd und dann werde ich es führen und ihr versucht das Bein soweit zu schonen, wie es Euch möglich ist und vor Eurem Kampf, werde ich den Knöchel bandagieren, dann spürt ihr ihn kaum. Naja wenn ihr Euch auf etwas anderes Konzentriert." Sie lächelte der Frau freundlich zu und hielt ihr den Arm hin. Mehr als ihre Hilfe anbieten konnte sie nicht. Sie würde sich zwar die gesamte Zeit Sorgen um die Frau machen, wenn sie ablehnte, aber sie konnte sie wohl kaum dazu zwingen.
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BeitragThema: Re: Der Eskenwald   Sa Mai 28, 2011 9:56 pm

Gwendolina lächelte der fremden, doch so hilfsbereiten Frau dankbar zu und stützte sich auf ihren Arm, als sie sich auf ihr Pferd zog. Sie verzog das Gesicht vor Schmerz, doch als sie erstmal oben saß, ging es einigermaßen.
"Ich habe mich noch gar nicht vorgestellt, enschuldigt bitte", sagte sie. "Mein Name ist Gwendolina von Stenvest, kaiserliche Ritterin. Ich danke Euch für Eure Hilfe."
Das Ross unter ihr schien sich etwas beruhigt zu haben. Glücklicherweise, denn ein störrisches Pferd war das letzte, was sie jetzt brauchte. Sie schnalzte mit der Zuge und drückte ihr unverletztes Bein etwas in die Seite des Pferdes, woraufhin es sich in Bewegung versetzte. Gwen konnte sich nicht erinnern, dass der Hengst schonmal eine andere Gangart als gestreckten Galopp und nervös vorwärtsdrängenden Trab angeschlagen hatte und traute dem Frieden noch nicht so ganz.
"Ich glaube, zur Burg Erkentrutz geht es in diese Richtung", erklärte sie ihrer Retterin und wies mit der Hand gen Nordosten.
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BeitragThema: Re: Der Eskenwald   Mo Mai 30, 2011 12:58 pm

Paliona nickte Gwendolina freundlich zu. "Ich heiße Paliona Sivallis und mein Begleiter heißt Feringur, sehr erfreut Euch kennenzulernen. Das Turnier scheint Euch ja wirklich wichtig zu sein, wir werden es schon noch rechtzeitig schaffen. Ihr habt Euer Tier noch nicht lange, oder?" Die Söldnerin lächelte sanft und ging dann neben der Ritterin her. Sie klopfte den Hengst sanft am Hals und summte noch ein wenig für das nun ruhige Tier. Am Tor war er ihr noch viel unruhiger vorgekommen, aber nun schien sich das Pferd beruhigt zu haben.
Sie waren schon eine Weile unterwegs, als ihr etwas einfiel. "Oh Gwendolina, ich darf Euch doch so nennen, oder? Ihr müsst Euren Fuß unbedingt auch bewegen, selbst wenn er beim Ritt nicht belastet wird. Mein alter Lehrer meinte, das er sonst umso mehr schmerzen würde, wenn Ihr absteigt. Und ihr wollt sicher nicht riskieren, das er steif wird. Und ihr wollt also den Burgherren ehelichen? Habt ihr ihn schon kennengelernt, oder lockt Euch nur das Turnier?" Sie plapperte fröhlich vor sich hin, doch errötete plötzlich. "Oh ich wollte mich nicht aufdrängen, das Ganze geht mich ja nichts an, verzeiht ich wollte Euch nicht belästigen."
Sie konnte sich nicht vorstellen jemanden zu heiraten, den man nicht kannte, andererseits, wenn der Gastgeber eine bestimmte Frau ins Auge gefasst hatte, wäre ja das Turnier unnötig. Eine merkwürdige Situation, es wäre sicher interessant die näheren Umstände besser zu kennen, aber sie war gerade sicherlich schon zu aufdringlich gewesen und sie wollte die junge Ritterin sicherlich nicht beleidigen. "Werden wir die Burg heute noch erreichen?"
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BeitragThema: Re: Der Eskenwald   Mo Mai 30, 2011 10:04 pm

Gwendolina lächelte. Sie war für die Ablenkung dankbar, und das Gespräch mit Paliona störte sie durchaus nicht.
"Nein, ich habe den Hengst wirklich noch nicht lange", bestätigte sie. "Ein Geschenk zu meinem einundzwanzigsten Geburtstag, von meiner Tante. Er war schon die ganze Zeit sehr eigensinnig und wild, aber ihr scheint ein gutes Händchen für Pferde zu haben."
Paliona riet ihr, den Fuß zu bewegen, was sie mit etwas Selbstüberwindung auch tat. Dann fragte sie sie nach dem Burgherren.
"Nun ja, ich habe ihn kennengelernt", bestätigte sie und errötete ebenfalls leicht. "Ich kenne ihn schon vom Sehen, seit ich ein kleines Kind war, da unsere Familien oft auf den gleichen Adelstreffen, Turnieren und Kronversammlungen waren. Und ich habe das eine oder andere Mal mit ihm getanzt. Ich weiß nicht, ob er etwas für mich empfindet, aber..."
Gwen brach ab. "Nunja, ich bin ihm in Minne zugetan. Und ich bin entschlossen, ihn als meinen Gemahl zu erobern."
Sie seufzte. "Nunja, eigentlich wollte ich schon heute Abend ankommen, aber ich weiß nicht, wie schnell wir vorankommen. Besser ist es wohl, wir halten nach einem Lagerplatz Ausschau, wenn es dunkel wird. Nur leider ist es so, dass ich mich rechtzeitig zu dem Turnier anmelden muss, sonst kann ich nicht teilnehmen..."
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BeitragThema: Re: Der Eskenwald   Di Mai 31, 2011 9:34 pm

Paliona schüttelte leicht den Kopf. "Ich hatte eigentlich nie viel mit Pferden zu tun, aber sie sind schöne Tiere. Aber ich habe niemals gelernt damit umzugehen." Paliona lauschte der Geschichte der Ritterin und legte verwundert den Kopf schief. "ihr seid ihm in Minne... oh ich verstehe, denke ich." Die Söldnerin lächelte verlegen, die Ausdrucksweise der Ritterin war ihr teilweise ein wenig fremd, hatte sie doch nur selten in höheren Kreisen zu tun. "Ich mag Eure Gründe, ich mag mir garnicht vorstellen, wie viele Frauen an dem Turnier teilnehmen nur um des Goldes Willen. Leider fürchte ich auch, das wir die Burg heute nicht mehr erreichen. Aber wir können gern so weit wie möglich wandern, um Morgen so früh wie möglich anzukommen. Wenn Ihr mögt könntet Ihr heute Abend mit mir trainieren, dann könnt ihr abschätzen, wie weit ihr Euer Bein belasten könnt. Ich kann einigermaßen mit dem Langschwert umgehen. Ich würde auch gerne mal an einem Turnier teilnehmen, das habe ich heute morgen auch schon Feringur erzählt. Aber da ist es wohl für einen Mann einfacher, ich möchte lieber nicht darüber nachdenken, wie der Burgherr es aufnehmen würde, wenn eine Frau, selbst eine unscheinbare, wie ich es bin, ihm sagt, das sie nur wegen des Turniers da ist und nicht wegen ihm." Sie kicherte leise vor sich hin. "Ich kann mir keinen Mann vorstellen, den das nicht kränken würde. Aber wahrscheinlich sind sowieso nur Edle dazu zugelassen, oder?" Paliona war aufgeregt und fröhlich, sie freute sich schon sehr auf das Schauspiel und nun jemanden zu kennen, für den man dabei mitfiebern konnte, machte das Ganze nur noch Spannender. "Hm wir müssen es unbedingt schaffen, dass ihr gewinnt. Vielleicht haben wir ja Glück, ich kenne eine Heilerin in der Gegend, die sich hoffentlich ein solches Fest nicht entgehen lassen wird. Wenn das Schicksal es gut mit uns meint, treffen wir sie dort. Ich bin sicher, dass sie euch helfen wird. Ich bringe ihr gerade ein Paket."
Sie lächelte die Ritterin freundlich an, die junge Frau war ihr sympathisch. "Was macht ihr denn so, wenn ihr nicht auf Bällen tanzt, oder an Turnieren teilnehmt?"
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BeitragThema: Re: Der Eskenwald   Fr Jun 03, 2011 10:53 pm

"Nunja, es ist weniger wegen des Goldes", erklärte Gwendolina. "Eher wegen des adeligen Namens. Die Familie von Erkentrutz ist sehr angesehen und gehört zu den ältesten des Landes. Nur leider sind sie in letzter Zeit etwas abgerutscht, was die finanziellen Mittel angeht. Darum sucht die edle Dame Elwine von Erkentrutz, die Gemahlin des Burgherren, für ihren einzigen Sohn Cadran eine passende, möglichst wohlhabende Braut, die einerseits die Nachfolge sichern und andererseits wieder etwas Gold in die Schatzkammern bringen soll."
Gwendolina seufzte. "Natürlich ist meine Familie nicht außerordentlich reich, aber ich habe ja immer noch die Möglichkeit, mich an dem Turnier zu beteiligen. Ich frage mich nur, ob Cadran sich noch an mich erinnert."
Sie ritten eine Weile weiter, und Paliona schlug vor, dass Gwen mit ihr trainieren könne, um ihre Belastbarkeit zu testen, was diese auch dankend annahm.
Als Paliona laut überlegte, an dem Turnier teilzunehmen, bestärkte Gwen sie in ihren Überlegungen: "Natürlich könnt Ihr auch teilnehmen, sofern Ihr über gewisse Fähigkeiten in den Disziplinen verfügt. Da Ihr aber nicht von Adel seid, fallt ihr aus der Wertung, was die Braut angeht, und könnt ganz zu Eurem Vergnügen Eure Kräfte mit den anderen messen. Das gilt für Euren Begleiter natürlich ebenso."
Sie wanderten eine Weile weiter, und langsam sank die Sonne tiefer. Rotgoldene Strahlen fielen durch die Blätter der Bäume auf den Waldboden, als Gwendolina und Paliona eine kleine Lichtung unterhalb eines felsigen Abhangs erreichten.
"Lasst uns hier unser Lager aufschlagen", schlug die Ritterin vor.
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BeitragThema: Re: Der Eskenwald   Mo Jun 06, 2011 12:01 am

Paliona sah sich um. Die Lichtung sah nach einem angenehmen Rastplatz aus. Die Söldnerin sah sich zu ihrem stummen Begleiter um und meinte nur lächelnd: "Könntet ihr wohl nach Feuerholz Ausschau halten, ich sehe nach, ob ich Wasser finde." Dann ging sie wieder zu Gwen hinüber und hielt ihr die Hand hin. "Lasst mich Euch helfen Gwen, nehmt meine Hand und stützt Euch auf meine Schulter."
Sie stützte die verletzte Ritterin, so gut es ging und setzte sie auf den Boden. "Ich bin gleich wieder da." Paliona nahm die Zügel und führte den Hengst neben sich her, schon kurze Zeit später hörte sie ein leises Plätschern und sie spürte, wie der Hengst sofort in die Richtung zog. Der Bach befand sich nur ein kleines Stück in den Wald hinein. Paliona ließ zuerst das Pferd trinken und füllte danach die Wasserschläuche auf. Als sie zum Lager zurückkam, tauchte auch der Zwerg gerade wieder auf, den Arm voller Holz und schon bald darauf knisterte ein Feuer und Feringur war mit dem Essen beschäftigt. Er schnitt einiges an Gemüse klein und warf alles nach und nach in den kleinen Kessel, der über der Feuerstelle hing.
Paliona ergriff ihr Schwert und stand auf. "Bis das Essen fertig ist, können wir ja ein wenig üben, oder was meint ihr?" Ohne die Scheide zu lösen hielt sie das Schwert bereit und wartete erst einmal ab, wie Gwen sie attackieren würde.
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BeitragThema: Re: Der Eskenwald   Di Jun 07, 2011 1:48 pm

"Danke", sagte Gwendolina, während sie sich von Paliona vom Pferd helfen ließ. Diese Frau schien wirklich sehr freundlich und hilfsbereit zu sein, Gwen war froh, sie getroffen zu haben.
Die Ritterin ließ sich auf dem Boden nieder, während Paliona ihr Pferd zu einer Quelle führte. Der Zwerg machte sich währenddessen auf die Suche nach Feuerholz. Gwendolina wollte trotz ihres verstauchten Knöchels nicht untätig sein und kramte in ihrem Gepäck, bis sie einen großen Laib Brot und etwas Schinken gefunden hatte.
Der Zwerg entzündete ein Feuer, und gemeinsam stellten sie ein kleines Gestell aus Zweigen auf, an dem sie den Topf aufhängten. Nachdem der Zwerg das Gemüse klein geschnitten und hinein geworfen hatte, fügte Gwendolina auch kleine Stücken des Schinkens hinzu.
Dann kam Paliona zurück, und Gwen erhob sich, noch etwas wackelig auf den Beinen, als sie sie aufforderte, jetzt ein wenig zu üben. Die Ritterin zog ihr Schwert, eine lange, prächtig silbrig schillernde Klinge, aus der mit Lederstickereien verzierten Scheide und richtete es auf Paliona. "Versuchen wir es", meinte sie mit einem schwachen Lächeln und begann mit einer recht verbreiteten Attacke, um Palionas Fähigkeiten auszutesten. Dabei versuchte sie, nur das unverletzte Bein zu belasten.
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BeitragThema: Re: Der Eskenwald   Do Jun 09, 2011 10:39 pm

Als sie erkannte, wie unsicher Gwendolina noch auf den Füßen stand, überkam Paliona ein ungutes Gefühl. Zwar konnte sie die Ritterin nicht wirklich verletzen, aber sie hatte doch etwas Sorge, dass das Training der Genesung ihres Fußes vielleicht doch schaden mochte. Noch während des Angriffs der Ritterin bewunderte sie deren elegant gearbeitete Klinge. So ein schönes Stück würde sie auch gern ihr eigen nennen, doch vielleicht war es ja bald soweit, immerhin hatte Feringur ihr ein schönes Schwert versprochen. Sie parierte den Angriff ihrer Gegnerin, es war ein üblicher Angriff, um den Gegner langsam zu taxieren. Danach schlug die Söldnerin einige leichte Attacken, die aber allesamt gekonnt pariert wurden. Eine unbändige Freude flammte in Paliona auf, sie hatte schon lange nicht mehr einfach nur zum Spaß gekämpft. Und sie spürte, wie sie warm wurde, ihre Bewegungen wurden geschmeidiger und die Waffe, trotz des zusätzlichen Gewichts der Scheide, lag gut in ihrer Hand. Um etwas besser einschätzen zu können, wie gut das Training von Gwendolina war schlug sie nun eine tiefe Attacke, die aber als Finte gedacht war. Diesem Scheinangriff sollte ein schneller Stoß folgen, der, so sie mit ihrer Taktik Erfolg hätte, Gwens Schwert nach rechts oben schleudern würde, um so ihre Deckung zu öffnen. Aber auch diese Attacke gehörte noch zum Standartrepertoire der etwas geübteren Schwertkämpfer und so rechnete die Söldnerin nicht wirklich damit Erfolg zu haben.
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BeitragThema: Re: Der Eskenwald   Sa Jun 11, 2011 11:46 am

Gwendolina wurde ebenfalls langsam etwas warm, wenngleich sie selbst mit leichtem Ärger feststellen musste, dass ihre Attacken nicht so flink und geschmeidig wie sonst waren. Sie bemerkte, dass ihre Gegnerin durchaus talentiert und gut ausgebildet war, und der recht ausgeglichene Kampf begann auch ihr Spaß zu machen. Dann setzte Paliona eine tiefe Attacke, die Gwendolina mühelos parierten konnte, doch in genau dem gleichen Moment erkannte sie, dass dies eine Finte war, deren Abwehr sie eigentlich während ihrer Ausbildung erlernt hatte. Gerade noch rechtzeitig riss sie das Schwert herum, und heftig krachten die Waffen aufeinander, als sie Palionas Schwert, dass diese in einem schnellen, geraden Stoß führte, gerade noch stoppen konnte. Der Schlag brachte Gwendolina aus dem Gleichgewicht, und ihr verstauchter Knöchel gab plötzlich unter ihr nach, sodass sie auf ein Knie sank.
"Verdammt", fluchte sie und ließ das Schwert fallen. "Tut mir Leid."
Mit verärgert gerunzelter Stirn stand sie wieder auf. "So wird das nichts. Ich brauche dann wohl doch einen Heiler, sobald wir auf der Burg sind."
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BeitragThema: Re: Der Eskenwald   Mi Jun 15, 2011 9:14 pm

Paliona ließ ihr Schwert fallen und kniete neben Gwendolina auf dem Boden. "Nein es tut mir leid, ich hätte euch nicht so belasten dürfen. Geht es, könnt ihr aufstehen?" Sie bot ihr ihren Arm an und half ihr zum Feuer. "Wir werden einen Heiler finden, wir können ja nicht zulassen, das die falsche Frau das Turnier gewinnt. Es wäre doch schade, wenn Euer Zukünftiger Mann eine andere Frau heiraten müsste, noch dazu eine, die allein hinter seinem Titel her wäre." Paliona grinste freundlich und reichte der Ritterin eine Schale mit der Suppe, die der Zwerg aufgesetzt hatte. Danach nahm sie sich selbst auch eine Schüssel und setzte sich ans Feuer. Die Suppe war zwar einfach, schmeckte ihr aber gut und wärmte sie von innen auf. Mit einem Mal spürte sie ihre Müdigkeit, sie hatte gestern schon nicht viel geschlafen und heute eine ziemliche Strecke zurückgelegt. Sie gähnte und rieb sich die Augen. Sie blickte wieder ins Feuer und beobachtete die Flammen. Zwar hatte sie den ganzen Tag nicht an Berucas gedacht, aber nun kehrte die Erinnerung an ihn mit aller Macht zurück. Sie seufzte und hielt nur mit Mühe ihre Tränen zurück, vielleicht hätte sie lieber in Tarcon bleiben sollen, doch andererseits hätte der Magier sie auch einfach begleiten können, anstatt sofort einer anderen Frau anzubieten, sie, wohin auch immer, zu bringen. Aber nun hatte sie wenigstens etwas, um das sie sich kümmern konnte, es gefiel ihr, das Gwendolina von ihrer Hilfe eventuell profitieren konnte. Die Söldnerin lebte quasi dafür, anderen zu helfen, wenn sie anderen half, fühlte sie sich selbst lebendiger.
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BeitragThema: Re: Der Eskenwald   Sa Jun 18, 2011 11:36 am

Gwendolina ließ sich von Paliona aufhelfen, und sie setzten sich ans Feuer.
"Ja, es wäre wohl besser, wenn sich ein Magier darum kümmert", stimmte sie ihr zu. Sie war froh, dass Paliona sie so aufmunterte und unterstützte, dadurch verlor sie immerhin nicht den Mut.
Gemeinsam verspeißten sie die Suppe, und Gwendolina ging es nicht anders als Paliona, denn sie wurde langsam müde. Als sie das einfache Mahl beendet hatte, stellte sie die Schüssel beiseite, und eine Weile lang saßen sie schweigend dort und blickten ins Feuer. Als Gwendolina einen Blick auf Paliona warf, hatte diese gerade die Augen geschlossen, doch es schien nicht nur die Müdigkeit zu sein. Gwendolina glaubte auch, einen Anflug von Schmerz in den Zügen Palionas zu erkennen.
"Ist alles in Ordnung?", fragte sie behutsam.
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BeitragThema: Re: Der Eskenwald   So Jun 26, 2011 11:42 pm

Paliona sah auf und lächelte die Ritterin freundlich an.
"Ja, mit mir ist alles in Ordnung, macht Euch keine Gedanken. Vielleicht sollten wir schlafen gehen. Immerhin wollen wir morgen früh schnell aufbrechen, nicht wahr? Wenn ihr wollt übernehme ich die letzte Wache. Ihr könnt gerne die erste Wacht übernehmen, wenn ihr müde werdet, weckt einfach Feringur." Sie wünschte der jungen Frau noch eine gute Nacht und holte ihre Decke hervor. Sie breitete sie aus, legte sich hin und schloss sofort die Augen. Sie verdrängte die Gedanken, die sie beschäftigten und war kurze Zeit später eingeschlafen. Sie hatte in den letzten Tagen nicht viel Schlaf bekommen und daher vollkommen übermüdet. Zwar ging sie nicht davon aus, dass es hier gefährlich war, aber sicher sein konnte man da nie. Es war durchaus möglich, das Diebe den Reisenden auflauerten. Besonders nun wo das Turnier und die Festivitäten anstanden. Wenigstens war das Wetter anhaltend gut, Regen wäre aus zu dieser Jahreszeit nicht unbedingt das, was man sich in der Nachtruhe wünschte.
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BeitragThema: Re: Der Eskenwald   Mo Jun 27, 2011 7:19 am

Während Paliona sich hinlegte und die Augen schloss, wickelte Gwendolina sich in ihre Decke ein und machte es sich am Lagerfeuer bequem. Sie blickte hinaus in den dunklen Wald, in dem sich nichts regte, und hinüber zu ihren Gefährten. Paliona und der Zwerg Feringur waren bereits eingeschlafen. Der Hengst stand in einer Entfernung und zupfte etwas Gras, während im Wald ab und zu ein Käuzchen rief. Währenddessen stieg der Mond über dem Wald langsam höher. Irgendwann, es musste bereits einige Zeit vergangen sein, ertappte Gwendolina sich dabei, wie sie in die Glut starrte, die von dem heruntergebrannten Feuer übrig war und immer noch einen rötlichen Schein verbreitete. Sie rieb sich die Augen und sah helle Flecken vor ihnen herumtanzen. So würde sie keine gute Wache abgeben. Da es sowieso schon Zeit war, weckte sie also Feringur und legte sich erschöpft schlafen, bis Paliona sie weckte.
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BeitragThema: Re: Der Eskenwald   Do Jul 21, 2011 9:33 pm

Paliona schlief ruhig und ohne sich zu bewegen. Sie vertraute darauf, das Gwendolina und Feringur ihre Wache hinter sich brachten, ohne das es Probleme geben würde. Als der Zwerg sie in den frühen Morgenstunden weckte, gähnte sie leise und ging ein paar Schritte, um ihre Muskeln zu lockern. Dann hockte sie sich neben das Feuer und starrte etwas in die Flammen. Doch sie wandte sich nach kurzer Zeit ab. es war nicht gut für einen Wachposten so konnte sie gleich nichts mehr sehen. Also wandte sie sich ab und ging zum Rand des Lagers. Dort bekam sie zwar noch etwas vom Licht ab, konnte aber dadurch noch besser in die Dunkelheit außerhalb spähen. Außerdem verließ sie sich eher auf ihr Gehör, als auf die Augen.
Doch wie schon erwartet verlief die Nacht ruhig. Sie wanderte ab und an ein wenig herum, um nicht schläfrig zu werden. Als der Morgen dämmerte weckte sie die Anderen, da die Ritterin ja möglichst früh aufbrechen wollte. Pali packte rasch ihre Sachen zusammen und war aufbruchsbereit. Sie sollten im Laufe des Morgens die Burg erreichen und dort hoffentlich schnell einen Heiler für die Ritterin zu finden.
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BeitragThema: Re: Der Eskenwald   Sa Jul 23, 2011 5:29 pm

Auch Gwendolina verlor nicht viel Zeit beim Packen der Sachen. Bald schon machten sie sich auf den Weg. Aufgrund der frühen Stunde blieb die Ritterin recht wortkarg und starrte nur durch den Wald nach vorne, den Pfad entlang, den sich ihr Hengst zwischen den Bäumen suchte. Sie ritt im Schritttempo durch den Eskenwald, während Sonnenstrahlen schräg durch die Kronen der Bäume herabfielen und sich in dem Tau fingen, der sich während der Nacht auf den Gräsern angesammelt hatte. Einmal raschelte es ein Stück entfernt im Gebüsch, als einige Rehe oder Wildschweine die Flucht vor den Reisenden ergriffen, doch sonst geschah nichts weiter, was von Bedeutung gewesen wäre. Während die Sonne langsam höher stieg, wurde Gwen langsam wach und spürte ihre Verletzung wieder etwas stärker, auch wenn sie sich bemühte, sich nichts anmerken zu lassen. Dennoch war sie sehr erleichtert, als sie gegen Mittag auf einen offenen, grasbewachsenen Hang hinaustraten, von dem aus hinüber zum nächsten Berghang blicken konnte. Eine trutzige Burg mit quadratischen, dich aneinandergedrängten Türmen erhob sich dort zwischen den Baumwipfeln.
"Dort drüben ist es", sagte Gwendolina lächelnd. "Ich bin sicher, in einer Stunde sind wir dort."
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BeitragThema: Re: Der Eskenwald   Do Jul 28, 2011 9:13 pm

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