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 Gasthaus 'Zur Rebe'

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Tika Erkan
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BeitragThema: Gasthaus 'Zur Rebe'   Do Sep 23, 2010 1:22 pm

Gasthaus 'Zur Rebe'

Das Gasthaus 'Zur Rebe' ist ein altes, großes Haus aus weißem Marmor, der jedoch fast völlig unter Efeu und Weinreben verschwindet, die sich an den Säulen und Mauern hinaufwinden. Draußen vor dem Eingang befindet sich ein rechteckiger, von einer niedrigen Mauer umgebener Platz, der im Vergleich zu der Straße etwas erhöht ist und auf dem zahlreiche Tische und Stühle stehen. In regelmäßigen Abständen stehen dort schlanke Säulen, die ebenfalls mit Pflanzen bewachsen sind und die ein gitterartiges Dach tragen. Durch den grünen Bewuchs entsteht unter dem Dach der Eindruck, sich mitten in einer Laube oder einer Höhle aus Pflanzen zu befinden. Im Sommer ist es hier angenehm schattig, und die zwischen den Blättern nistenden Vögel tragen zur Atmosphäre des Ortes bei.
Nur bei wirklich ungemütlichen Wetter oder im Winter speisen viele Gäste im Inneren des Gasthauses, dass zwar schlicht, aber ordentlich eingerichtet ist. Egal ob in der Weinlaube oder im Haus, die Gäste erhalten hier von der jungen Wirtin Alacia Sarin und ihren Helfern stets wohlschmeckendes, sättigendes Essen. Besonders spezialisiert ist das Gasthaus natürlich auf Wein, von dem man hier fast jede Sorte Tiranmars erhalten kann.

_________________
Wer für Tiranmar voten möchte, kann das hier und hier tun. =)


Viel zu lang ließ ich mich von euch verbiegen
Schon so lang tobt der Wunsch in meinem Blut
Nur einmal lass ich los, denn ich will fliegen
Supernova - wie der Phönix aus der Glut
Komm mir nicht zu nahe
Sonst kann's geschehen
Dass wir beide lichterloh in Flammen stehen
Ich will brennen!

(ASP - Ich will brennen)
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Kairgain
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BeitragThema: Re: Gasthaus 'Zur Rebe'   Do Apr 14, 2011 9:50 pm

---> Von den Straßen


Auf der Suche nach einem Gasthaus ließ Kairgain rasch die Straßen hinter sich. Gestrn war ihm ein Gasthaus aufgefallen, das er da aber noch nicht weiter beachtet hatte. Der weiße Marmor war ihm ins Auge gestochen, obwohl man unter dem ganzen Bewuchs nicht mehr soviel davon sehen konnte. Da er nicht wirklich Lust hatte, sich nach einem noch einer anderen Taverne umzusehen, trat er kurzerhand ein und bestellte zwei Einzelzimmer für die Nacht. Er erfragte bei dem Wirt noch eine Wegbeschreibung zu den öffentlichen Bädern und brachte danach sein Gepäck auf das Zimmer. Er ging hinüber zu Lucielles Zimmer und klopfte an die Tür. Als sie antwortete trat er ein. “So hier wären wir, ich will noch ins Badehaus, bevor wir Essen, ich hoffe das ist für dich in Ordnung. Willst du auch mitkommen?” Er nickte ihr zu und nahm dann Dhalin auf den Arm. “Du kommst auch mit, Kleiner. Wir gehen baden, das tut dir auch mal gut. Und danach gibt’s soviel zu Essen, wie du magst.” Der kleine Mraunim zog Lucielle am Hosenbein, es schien als wolle er unbedingt mit, es war nur fraglich, ob wegen dem Bad oder doch eher dem Essen. Kurzerhand nahm der Magier den Kleinen auf den Arm und ging voran. Geschickt bewegte er sich durch die Massen, um nicht angerempelt zu werden. Zum Glück war das Badehaus nicht weit entfernt. Er bezahlte für sich und seine Begleitung und trat dann mit dem kleinen Dhalin in die Männerumkleide. Als sie fertig waren, brachte er den staunenden Jungen in den Badebereich, es schien als habe er so etwas noch nicht gesehen. Wie es sich für eine Hauütstadt gehörte war das Badehaus mit mehreren Becken ausgestattet, es gab sogar ein Dampfbad. Kairgain nahm sich zuerst etwas Zeit, um mit dem kleinen Jungen herumzualbern und mit Wasser zu spritzen, die mürrischen Blicke der anderen Besucher ignorierte er geflissentlich und beschäftigte sich nur umso mehr mit dem Mraunim. Erst als er selbst sich entspannen wollte gab er den Jungen an eine der Angestellten weiter, mit dem Auftrag ihn hinüber zu Lucielle zu bringen. Dann bestellte er sich noch ein glas gekühlten Wein und ging zur Entspannung ins Dampfbad. Nach einiger Zeit verließ er das Bad, ließ sich noch von einer der Damen den Rücken verbinden und zog sich wieder an. Draußen wartete er, bis Lucielle ebenfalls fertig war und kehrte dann mit ihr zum Gasthof zurück. “Am besten Essen wir nun erstmal etwas und gehen danach früh ins Bett, morgen können wir uns ja weiter umsehen.” Ihn selbst interessierte die Stadt nicht weiter, aber er war sicher, dass seine Begleitung sich gern noch weiter umsehen würde. Es hatte für ihn so geklungen, als wäre sie vorher noch nicht hier gewesen. Vor dem Essen zog er sich noch einmal um, zum ersten Mal hatte er nun seine elegantere Kleidung an. Er klopfte an ihre Tür und bot ihr seinen Arm an, bevor er sie nach unten führte.
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Lucielle Andorhal
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BeitragThema: Re: Gasthaus 'Zur Rebe'   Fr Apr 15, 2011 9:31 pm

Die gepflasterten Strassen der Stadt waren von ansehlichen Fachwerkhäsuern gesäumt und gut belebt. Während sie Kairgain folgte beobachtete sie Frauen die mit gut befüllten Einkaufskörbe in ihren Händen vom Marktplatz Nachhause schlenderten oder mitten auf der Strasse kichernd den neusten Klatsch und Tratsch austauschten. Sie hielten kurz inne beschauten sich flüsternd Kairgain und kicherten dannach wieder. Lucielle verdrehte die Augen. Das waren wahrscheinlich verheiratete Frauen, deren Männer zu dieser Tageszeit ihrer Arbeit nachgingen um deren Familie zu versorgen und diese Weiber hatten nichts besseres zu tun als da zu stehen und Kairgain anzugaffen. Selbst für Frauen mittleren Alters war er mehr als attraktiv und eindrucksvoll. Er hatte nunmal das gewisse Etwas. Nachdem sie die Strassen verlassen hatten und ihre Zimmer bezogen, schlug Kairgain ihr vor, ein Badehaus zu besuchen und dies empfand sie als eine wunderbare Idee. Ein Badehaus hatte vielmehr Vorzüge als ein Bad im Waschzimmer eines Gasthauses - soviel stand fest. Sie kicherte vergnügt als Dhalin sich anscheinend über Kairgains Angebot freute. "Nun ich denke, der Kleine hat schon entschieden."

Es dauerte nur einige Minuten bis sie das prachtvolle Gebäude des Badehauses erreichten. Die Innenausstattung des Badehauses war stilvoll und beeindruckend. So gibt es neben den Saunaräumen, einem großen Badebecken innen und außen sowie Einzelwannen zur Entspannung. Kaum hatten sie das Badehaus betreten eilten ihnen schon eine freundlich lächelnde und dazu noch außerordentlich hübsche, junge Frau entgegen und führte die Beiden in natürlich geschlechtlich getrennten Badehallen. Das Kairgain sich eine gewisse Zeit um Dhalin kümmerte, kam Lucielle entgegen. Sie hatte endlich mal die Gelegenheit richtig zu entspannen und das wohltuende Dampfbad zu genießen. Irgendwie war der Gedanke schön, dass Dhalin sich gut mit Kairgain verstand und vorallem das Kairgain auch ihn väterlich behandelte. Schmunzelnd über diesen lächerlichen Gedanken der wiederrum zu noch mehr lächerlichen Gedanken führte schloss sie die Augen und träumte vor sich hin. Dhalin wurde irgendwann von einer Bediensteten zu ihr gebracht und sie vermutete bereits, dass Kairgain entweder überfordert oder entnervt war. Sie spielte etwas mit ihm und er gluckste laut vergnügt und das war Entlohung genug für die Störung während ihres entspannenden Bades. Nachdem sie sich wieder angekleidet hatte nahm Kairgain sie draußen bereits im Empfang und sie kehrten gut gelaunt wieder zum Gasthaus zurück. "Ja gerne, nach dem Bad bin ich noch hungriger als zuvor." Sie schaute auf Dhalin hinab. "Du doch auch, Schätzchen?" Er nickte einfach, da er eine anhand ihrer Stimme entnahm, dass es sich um eine Frage handelte und er ohnehin schon bemerkt hatte, dass eine Frage meistens etwas gutes bedeutete und er dannach etwas bekam. Kairgain wollte nocheinmal auf sein Zimmer und sie nutzte die Zeit um eben ihr Haar nochmals herzurichten. Wenn sie frisch gewaschen waren, waren sie immer schlecht zu frisieren. Sie kämmte es nocheinmal und band es sorgfältig zusammen. Sie hatte sich allerdings nicht umgezogen und umso überraschter war sie als der Magier in seiner eleganten Abendkleidung vor ihrem Zimmer wartete und ihr charmant den Arm anbot, welchen sie schließlich auch annahm. Sie lächelte verlegen. "Oh wei, hätte ich gewusst, dass du dich so schick anziehst, hätte ich mich sicherlich anders hergerichtet. Ich hoffe es ist dir nicht zu unpassend." Sie errötete etwas als sie mit ihm die Treppe hinunter stieg und den Speisesaal betrat. Einige der speisenden Besucher schauten kurz zu ihnen und sie wurde etwas verlegen. In Begleitung eines schönen und vorallem dermaßen eindrucksvollen Mannes fühlte man sich irgendwie total geschmeichelt, wenn andere einen neugierig musterten. Dhalin stolperte Treppe für Treppe ihnen hinterher. "Hallu! Warten!!!" Lucielle musste laut auflachen und schaute über ihre Schulter zu ihm nach hinten, dannach zu ihrem Begleiter. "Hast du das gehört? Er hat ein anderes Wort als "Hallu" gesagt." meinte sie stolz. "Unglaublich, eine Stunde mit dir alleine im Badehaus und sein Wortschatz erweitert sich prompt." Sie lachte.
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BeitragThema: Re: Gasthaus 'Zur Rebe'   Sa Apr 16, 2011 9:03 pm

Er lächelte sie kurz an und meinte dann: „Ihr seht doch immer bezaubernd aus, meine Liebe.“ Da sie sich immer solche Sorgen um ihr Aussehen machte, hielt er so ein Kompliment für angemessen. Er führte sie zu einem etwas abgelegenerem Tisch, an dem sie sich in Ruhe würden unterhalten können. Er ließ die Karte kommen und wartete dann ruhig ab, bis Lucielle sich und Dhalin etwas ausgesucht hatte, bevor er sich Lammbraten und eine gute Flasche Wein bestellte. Sie Zeit, bis das Essen kam vertrieb er mit kleineren Geschichten aus seiner jüngeren Vergangenheit. Er holte sogar eine der silbernen Figuren hervor, die er in den Ruinen gefunden hatte und beschrieb, wie er sie erlangt hatte. Als das Essen endlich kam wurde er ruhiger und widmete sich ausgiebig dem Mahl, so häufig aß er momentan nicht in Gasthäusern, so dass er es genoss einmal wirklich gutes Essen zu geniessen. „Was habt ihr denn in Kalmünde so gemacht, den lieben langen Tag?“ Er grinste Lucielle an und nahm einen tiefen Schluck von dem Wein, den er hatte kommen lassen. Es mochte interessant sein, zu erfahren, womit die Töchter reicher Familien sich die Zeit vertrieben, wenn sie nicht gezwungen waren früh zu heiraten. „Ich hoffe ihr findet meine Frage nicht impertinent, aber wie alt seid ihr eigentlich, meine Liebe?“ Soweit er sich mit der Etikette Damen gegenüber auskannte, war das eine Frage, die man nur sehr jungen Frauen stellen durfte, aber darüber machte er sich hier keine Gedanken. Lucielle war auf jeden Fall jung genug, das sie die Frage nicht stören sollte.
Erst nachdem der Tisch wieder abgeräumt war und die zweite Flasche Wein auf dem Tisch stand, ging er auf ihre Frage vom Vormittag ein. Er überlegte, wie viel er ihr wohl erzählen musste, dass er etwas zu erklären hatte, stand nach seinem Ausbruch am Morgen außer Frage. Doch noch immer ging ihm die Geschichte sehr nahe und daher konnte er nicht wirklich ins Detail gehen.
„Nun ich hatte vor einiger Zeit einen Lehrling, erwurde gefangen genommen, weil man meinen Aufenthaltsort erfahren wollte. Leider versuchte er ihnen diese Detail vorzuenthalten, obwohl es vollkommen unnötig war. Und ich kam leider zu spät, um ihn vor seinen Peinigern zu schützen. Wenn er nicht bei mir gelernt hätte, wäre ihm nichts passiert. Es war alles meine Schuld.“ Er spürte, wie seine Augen feucht wurden und nahm noch einen tiefen Schluck aus dem Weinglas. Der Verlust schmerzte ihn immer noch sehr, wie viel Potential, wie viel Freundlichkeit einfach so vergangen war. Und immer die bohrende Frage, ob Kamiya noch leben würde, wenn er ihm nicht soviel über seine unfertige Thesis erzählt hätte. Was wenn er den Angreifern einfach gesagt hätte, was diese wissen wollten. Und was wäre, wenn der junge Mann heute noch leben würde.
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Lucielle Andorhal
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BeitragThema: Re: Gasthaus 'Zur Rebe'   So Apr 17, 2011 7:18 pm

Sein Kompliment brachte sie erneut zum kichern, auch wenn sie nicht wusste ob er es ernst meinte und das nicht, weil sie an ihrer Ansehlichkeit zweifelte. Ein Mann seines Alters empfand doch bestimmt etwas anderes als hübsch. Sicherlich sollte eine Frau seiner Vorstellung natürlich seinem Alter entsprechen, elegante Kleider tragen und halt Beschäftigungen nachgehen die normalerweise auch Frauen nachgehen sollten. Oder dachte er da anders? Er kam selber anscheinend aus gutem Hause und von daher konnte sie sich vorstellen, dass er so dachte. Eine Bedienstete des Gasthauses brachte eine Speisekarte, deren Auswahl etwas überwältigend war. Zur Auswahl stand nicht nur Ochsenschwanzsuppe, gebundene Zwiebelsuppe, scharfe Fischsuppe mit hausgebackenem Weißbrot, Linseneintopf süß/sauer mit Fleischeinlage, Sauerkrauteintopf mit Schweinefleisch, Pellkartoffeln mit einer Schüssel Leinöl- und Kräuterquark, hausgebackenes Brot mit Griebenschmalz, Schweinefilet in Pilz-Rahmsoße mit Blumenkohlgemüse, Pökelrippchen, Schweinshaxe geschmort mit Sauerkohl, Kalbshaxe ausgelöst, in Tannenhonig geschmort, mit Schwarzwurzelgemüse, Rinderrückensteak mit frischen Kräutersaitlingen, sondern auch gekochtes Rindfleisch in Meerrettichsoße mit Buttermöhren, geschmorter Lammbraten aus der Keule in Rosmarinsoße mit Speckbohnen, gefülltes Huhn, Entenkeule auf Orangen-Honig-Soße mit Apfelrotkohl, Forelle gebacken mit Schwarzwurzeln, pochiertes Lachsfilet in Weißwein-Kräutersoße auf Blattspinat, gespickte Hasenkeule in Sauerrahmsoße mit Rosenkohlgemüse, Hirschbraten in Rotweinsoße mit Preiselbeeren und Apfelrotkohl, Hirsebrei mit Rosinen, Zucker und Zimt sowie Hefeklöße mit Heidelbeeren. Das Letztere erinnerte sie ein bisschen an Zuhause, da ihre Mutter diese stets als ihre Lieblingsspeise zubereitete. Sie bestellte diese letztendlich auch für Dhalin und sich selbst. Während sie auf die Bestellung warteten, lauschte Lucielle gespannt Kairgains Geschichten. Die silberne Figur, welche er ihr dabei zeigte, beeindruckte sie sehr. "Darf ich sie anfassen?" Ohne überhaupt die Antwort abzuwarten strich sie mit ihren Finger darüber. "Sie ist wunderschön. Ein richtiges Schmuckstück, findest du nicht auch?" Die Speisen wurden schließlich serviert und sie begannen recht schweigsam zu essen. Dhalin schlang einen Kloß nach den anderen beinahe ohne zu Kauen hinunter und Lucielle musste ihn mehrmals flüsternd ermahnen sich zu benehmen. Dann griff er auch noch anstandslos auf Kairgains Teller und wollte sich an dem schmackhaft aussehenden Fleisch bedienen, doch dies verhinderte sie indem sie etwas derber seine Hand zurückzog und ihn diesmal eindringlicher ermahnte. "Tut mir leid. Ich weiß auch nicht, was heute mit ihm los ist." Seine Frage ließ sie die Stirn runzeln. "In Kalmünde war mein Leben langweilig, sag ich dir. Mein Tagesablauf bestand immer aus langweiligen Unterrichtsstunden und irgendwelchen Aufgaben die man mir auflegte nur um mich zu beschäftigen. In meiner Freizeit habe ich mich meistens mit Handarbeiten und bildende Künste beschäftigt, aber auch zahlreiche Literaturen gelesen und ich habe natürlich auch viel Zeit mit meinen Schwertkampfunterricht verbracht. Ansonsten bin ich meistens mit meiner Mutter auf solchen schicken Treffen irgendwelcher Bekannten gegangen. Ich habe es gehasst diese dummen, schickgekleideten und arroganten Mädchen treffen zu müssen. Sie waren so...einfach dumm, verstehst du?" Sie zog ihre Augenbraue in die Höhe. "Nein wahrscheinlich verstehst du das nicht. Du hättest sie erleben müssen. Sie machten stets das was ihre Eltern sagten. Sie hatten nie ihre eigene Meinung sondern redeten immer nur nach deren Mund und vorallem waren sie oberflächlich." Sie hielt inne, da sie erkannte, dass sie schon wieder zuviel redete wie so üblich. Die darauffolgende Frage bezüglich ihres Alters brachte sie zum Schmunzeln. "Wahrscheinlich älter als du glaubst. Ich bin einundzwanzig Jahre alt, aber viele schätzen mich jünger. Wie alt hattest du mich denn geschätzt?" Mit neugierigen Blicken musterte sie nochmal genauer sein Gesicht und fragte sich welches Alter er bereits zählte. Sie vermutete etwas über dreißig Jahre alt aber genau konnte sie es kaum einschätzen. Doch diese Frage wurde im nächsten Moment auch schon wieder unwichtig als Kairgain begann seine Geschichte zu erzählen und sie schluckte als sie sah, wie er bereits versuchte seine Tränen, seinen inneren Schmerz zu unterdrücken. Um ihr Beileid auszudrücken und ihn einfach zu zeigen, dass er nicht alleine war legte sie ihre Hand auf seine, welche auf der von einer hübsches Deckchen verzierte Tischplatte lag und streichelte diese behutsam. Sie fühlte mit ihm und wünschte sich nichts mehr, als ihm wenigstens etwas seinen Schmerz lindern zu können. Natürlich hatte sie weitere Fragen bezüglich des Lehrlings. Doch sie wollte ihn nicht mit weiteren Fragen quälen. "Kairgain, es ist keineswegs deine Schuld. Du hättest ja nicht ahnen können, dass ausgerechnet soetwas passiert, hmm?" Sie suchte seinen Blick. "Ich bin mir sicher, dass er das selbe zu dir sagen würde, wenn er mit dir sprechen könnte."
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BeitragThema: Re: Gasthaus 'Zur Rebe'   Di Apr 19, 2011 10:50 pm


Kairgain schüttelte den Kopf und versuchte die trüben Gedanken zu vertreiben. Er hätte gar nicht davon anfangen sollen. Aber sie schien weiter bei ihm bleiben zu wollen, also sollte sie besser wissen worauf sie sich einließ. Immerhin war er ein Mörder. Doch er sollte nicht zurück blicken, der Teil seines Lebens war vorbei, soweit er wusste war er mittlerweile in Sicherheit, da die Familie seines Schwagers nun auch um ihre Stellung kämpfen musste. Jedenfalls hatte der letzte Brief Amirs das angedeutet.
“Weißt du, du erinnerst mich irgendwie an meine Schwester. Obwohl sie nicht viel Ähnlichkeit mit dir hat, außer vielleicht der Haarfarbe. Sie war zu sanft und zu angepasst, um ein glückliches Leben zu führen. Sie war lange krank, als ich noch sehr jung war und das hat sie ziemlich verändert. Sie hat niemals ihre alte Kraft zurückbekommen, sonst wäre vielleicht alles anders verlaufen. Aber es nutzt nichts, der Vergangenheit zu sehr hinterher zutrauern, man kann sie nicht ändern und so etwas hindert einen nur daran nach vorne zu sehen.” Er beobachtete Dhalin und wie gierig er sein Essen verschlang, den Griff an seinen Teller ignorierte er gekonnt. Der Mraunim war nicht viel mehr, als ein Baby, er durfte sich mehr Freiheiten erlauben, als andere. Der Kellner trat mit einem kleinen Tablett an den Tisch heran und hielt Kairgain einen Briefumschlag unter die Nase. “Für Euch, Herr. Es wurde erst vor wenigen Minuten hier abgegeben.” Der Magier nickte dem Mann zu und nahm das Kuvert in die Hände. Er erkannte die Schrift sofort und öffnete ihn hastig. Ohne weiter auf seine Begleitung zu achten las er die Zeilen. Ein wirklich erstaunlicher Inhalt.
“Nun meine Liebe, ich werde nicht lange in der Gegend bleiben können. Ich habe gerade eine Nachricht von einer alten Freundin erhalten. Die kleine Statuette, die ich Euch gezeigt habe, ich habe davon bereits eine identische und nun einen weiteren Hinweis darauf bekommen, das ich einer größeren Sache auf der Spur bin. Anscheinend gehören beide zu einer Art Set. Nun hat Jilana herausgefunden, wo noch ein Teil der Sammlung gefunden wurde. Ich werde sofort morgen abreisen müssen. Es tut mir leid, das wir uns wohl schon so schnell wieder trennen müssen. Ich wette es hat etwas mit den Echsen zutun, sonst hätte sie nicht so schnell Bescheid gewusst. Mein alter Meister beschäftigt sich nämlich mit dem Thema müsst ihr wissen.” Er bestellte noch eine Flasche Wein, der Tag wurde endlich gut, nun bekäme er endlich wieder etwas zu tun.
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Lucielle Andorhal
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BeitragThema: Re: Gasthaus 'Zur Rebe'   Mi Apr 20, 2011 9:03 am

Sie wurde neugieriger als er erwähnte, dass sie ihm an seine Schwester erinnerte. Andernseits war sie auch etwas enttäuscht darüber, dass er ihre Gesellschaft aufgrund der angeblichen Ähnlichkeit suchte und nicht etwa, weil er sie attraktiv fand, wie sie zuerst annahm und erschrak sich aber im gleichne Moment bei diesen Gedanken über sich selbst. Glaubte sie wirklich, dass ein Mann seines Alters sie als attraktiv empfinden könnte? Schon alleine für diesen dummen Gedanken hätte sie sich schämem müssen und das tat sie auch etwas. Ohne sich etwas von ihrem Zweifel und Ärger anmerken zu lassen hörte sie ihn aufmerksam zu, wie er über seine Schwester sprach. Sie vermutete bereits, da er in einer Vergangenheitsform sprach, dass sie ebenfalls verstorben war und sie empfand größeres Mitleid mit ihm als zuvor schon durch seinen getöteten Lehrling. Dieser Mann hatte anscheinend schon viele Schicksalsschläge erleben müssen. Während sie seine Hand immernoch mit ihrer hielt, hielt sie auch stets seinen Blick stand. Als allerdings der Kellner an den Tisch herantrat um Kairgain den Briefumschlag zu überreichen, ließ sie ihn los und beobachtete den Magier, wie er den Brief las. Nach seiner Erklärung zum Inhalt des Briefes und der voreiligen Feststellung, dass sie sich bereits am darauffolgenden Tag voneinander verabschieden müssten, grinste sie leicht. "Ich habe dir vorhin dazu eine Frage gestellt und immernoch keine Antwort erhalten. Du erinnerst dich?" Er würde sicherlich ablehnen, mit ihr weiterzureisen, weil sie nicht wikrlich nützlich war- soviel wusste sie selbst auch. Allerdings könnte sie ihn - entfalls er es tatasächlich ablehnen sollte - bitten gegen Bezahlung ihre Kampfkunst etwas zu verbessern, da er sich anscheinend damit auskannte. Aus irgendeinem Grund, den sie selbst nicht wirklich erkannte, wollte sie unbedingt bei ihm bleiben. Er erwähnte schon wieder die Echsen. Meinte er etwa die Shassiruq? Wenn das wirklich so wäre und er sie mitnehmen würde, wäre ihr Vater verdammt stolz auf sie. Wenn sie etwas herausfinden würden, was er selbst mit seinen Forschungen noch nicht erfahren hatte, wäre er sicherlich beeindruckt. "Sag mal, die Echsen von denen du sprichst. Meinst du damit die Shassiruq?"
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BeitragThema: Re: Gasthaus 'Zur Rebe'   Do Apr 21, 2011 10:18 pm


„Frage? Oh ihr meint nach Eurem Alter? Solche Fragen beantworte ich Frauen nie. Denn jede Antwort, egal wie sie ausfällt ist falsch. Wenigstens das habe ich im Umgang mit Damen gelernt.“ Er grinste freundlich und nippte am Wein. „Nehmt bitte einfach an, ich hätte genau das getippt, was euch am angenehmsten ist, seid so gut meine Liebe. Ich würde nur ungern eine Dame durch meine Unhöflichkeit verärgern. So etwas tut man doch nicht.“ Er lachte leise und warf noch einen kurzen Blick auf den Brief. „Genau die meine ich, oder vielleicht eine der früheren Kulturen, so genau weiß ich es noch nicht. Kennst du dich damit aus?“ Er sah sie neugierig an. „Ich selbst habe mich recht wenig damit beschäftigt, aber wie ich sagte mein alter Lehrmeister ist schon fast eine Legende auf dem Gebiet. In den ganzen Südlanden gibt es keinen, der soviel darüber weiß, wie er. Hm hier im Norden soll es jemanden geben, der auch sehr viel über die Shassiruq weiß, Amir sprach immer mal davon, das er diesen Mann gerne mal treffen würde, um sich auszutauschen. Aber bisher hatte er wohl noch keinen Kontakt zu ihm, jedenfalls soweit ich weiß. Wenn du auch Interesse daran hast, kannst du mich ja auch begleiten. Aber ich kann leider nicht versprechen, dass es nicht gefährlich wird. Ich muss morgen sehen, ob ich ein Schiff finde, das nach Arimanatu fährt. Dort will mich Jilana treffen. Sie war mit mir zusammen Schülerin bei Amir.“ Er lächelte sie an und prostete ihr zu. Es wäre sicher angenehm eine Reisebegleitung zu haben. Doch dann sah er auf den kleinen Mraunim, ihn würden sie nicht überall hin mitnehmen können, das wäre einfach zu gefährlich für ihn. Er kramte kurz in seiner Gürteltasche und zog dann das kleine Buch hervor, das er erst gestern hier gekauft hatte. „Werft mal einen Blick hierauf. Das habe ich gestern in einem winzigen Antiquariat gekauft, jemand hatte sich die Mühe gemacht, es in einen falschen Umschlag zu stecken. Ich habe es nur durch Zufall entdeckt.“ Er hielt ihr das Buch hin, das nur echsische Schriftzeichen enthielt und musterte sie. „Ein paar Seiten habe ich schon ein wenig entziffert, aber richtig gut bin ich darin nicht.“
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Lucielle Andorhal
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BeitragThema: Re: Gasthaus 'Zur Rebe'   Do Apr 21, 2011 11:40 pm

Sie musste laut auflachen nach seiner Antwort. "Ich meinte eher meine Frage, ob es dir etwas ausmachen würde, wenn ich dich weiterhin begleite." Trotzdem war seine Antwort durchaus charmant gewesen. Seine Frage bezüglich ihres Wissens über die Shassiruq beantwortete sie mit einem knappen Nicken, nachdem sie etwas an dem köstlichen Wein genippt hatte. Sie lauschte seine Worte über seinen Lehrmeister und konnte sich ein Grinsen kaum verkneifen. Spätestens nun konnte sie dem Magier beeindrucken. "Und dieser jemand, den dein Lehrmeister unbedingt treffen wollte heißt nicht zufällig Cadras Andorhal? Mein Vater ist einer der führenden Forscher des Kaiserreiches in diesem Fachgebiet. Er hat auch einige Bücher darüber geschrieben." Sie lächelte ihn stolz über diese Tatsache an. "Wenn sich einmal die Gelegenheit ergibt werde ich mich gerne dafür einsetzen, dass dein Lehrmeister meinen Vater kennenlernen kann. Sicherlich wird sich auch mein Vater über seine Bekanntschaft sehr freuen." Natürlich freute sie sich über dessen Vorschlag, sie weiterhin zu begleiten. Sie konnte viel von ihm lernen, vorallem aber seine Gesellschaft genießen, ihn näher kennenlernen und sie wäre dann immerhin die Begleitung eines gutaussehenden Magiers - genauso wie in den Büchern, die sie damals stets voller Begeisterung gelesen hatte. Sie musterte ihn genauer. Vielleicht ergab sich bei der Gelegenheit eine romantische Situation? Sie konnte in ihren Gedanken kaum etwas verwerfliches erkennen, da er verdammt nochmal so attraktiv war...einfach der perfekte Mann. Wer konnte da schon widerstehen oder vielmehr sich solchen Gedanken verwehren? Doch die Hoffnungen, die sie sich hingab zerplatze bald schon wieder wie eine Seifenblase als sie den Namen "Jilana" vernahm und räusperte sich um ihre Enttäuschung zu verbergen. Es wäre ein Wunder gewesen, wenn dieser Mann nicht schon vergeben wäre. Aber er erwähnte sie ja nur als damalige Mitschülerin und nicht als Partnerin, Lebensgefährtin, Frau oder Sonstiges. Daher entschied sie im Stillen einfach abzuwarten und zuerst zu beobachten in welcher Beziehung die Beiden zueinander standen. Das Buch, welches Kairgain aus seiner Tasche hervorholte, nahm sie entgegen und blätterte stirnrunzelnd darin rum, überflog die Seiten nach einem ihr bekannten Zeichen. Doch sie scheiterte. "Ich habe meinen Vater zwar bereits mehrfach auf seine Expeditionen in den tiranmarischen Südosten begleitet, muss allerdings gestehen, dass mein Kenntnisse trotzallem bei weitem nicht ausreichen, um dies zu entziffern." Während sie sprach, überflog sie weiterhin Seite für Seite, schaute dann aber zu ihm auf. "Ich habe das mehr als kleines Abenteuer gesehen, mich aber nie wirklich dafür interessiert oder bessergesagt nicht ausreichend interessiert." Sie reichte ihm das Buch wieder hinüber. "Ich muss dir eines Tages mal wirklich meinen Vater vorstellen. Du scheinst ja auch schon einiges über die Shassiruq zu wissen und ich denke, ihr würdet euch bestens verstehen. Ihr könntet eure Kenntnisse austauschen, weißt du wie ich meine?"
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BeitragThema: Re: Gasthaus 'Zur Rebe'   Sa Apr 23, 2011 9:50 pm

Kairgain zog überrascht die Augenbrauen nach oben. “Natürlich sagt mir der Name etwas, was für ein unglaublicher Zufall, denkt ihr nicht? Ich treffe die Tochter des Mannes, den mein alter Freund schon seit Jahren treffen möchte. Die Welt ist manchmal verdammt klein.” Er trank noch einen Schluck und wartete ruhig ab, bis sie sich das Buch genauer angesehen hatte. Als sie erwähnte, dass ihr keines der Zeichen sonderlich bekannt vorkäme, zuckte er nur die Schultern. Er hatte nicht wirklich erwartet, dass sie ihm eine Übersetzung bieten konnte, aber es hätte einiges vereinfacht. “Mach dir nichts draus, ich kann auch nur Bruchstücke entziffern. Aber dichte mir nicht zuviel Wissen an, ich selbst habe mich mit den Echsenkulturen bisher eigentlich kaum beschäftigt, nur wenn der eigene Meister so vernarrt in ein Thema ist schnappt man das eine oder andere auf. Ich selbst habe ja nicht einmal in dieser Richtung geforscht, bis ich auf diese Statuetten gestoßen bin.” Er überlegte schon, wo er sich am Besten nach einer guten Schiffspassage erkundigte und war ein wenig abgelenkt. “Ich bin gespannt, wie du mit Jilana auskommst, sie hat häufiger mal Probleme mit anderen Frauen. Keine Ahnung warum, vielleicht weil sie keine von den Damen ist.” Er lachte kurz, als er an seine alte Freundin denken musste. “Ich glaube ich habe sie nur ein einziges Mal in einem Kleid gesehen, unser Meister hat einen Empfang gegeben und sie musste da sein. Sie hatte noch tagelang schlechte Laune deswegen, ich weiß gar nicht, wie er das ausgehalten hat. Danach war sie immer auf irgendwelchen Besorgungen, wenn wieder so etwas anstand. Aber sie ist ansonsten recht freundlich und meist sogar fast umgänglich. Solang du ihr nichts von Kleidern oder Mode oder so erzählst wird sie sich schon nicht fressen. Ich fand es immer lustig ihr von ihrer möglichen Hochzeit zu erzählen, sie hat es gehasst und hat sich auch immer geweigert zu heiraten. Schade eigentlich, ich bin sicher, ich hätte die Rolle des Brautführers gut hinbekommen. Aber ein Leben in ‘Sünde’ passt viel besser zu ihr, als die einer Ehefrau.” Er versuchte noch einmal sich seine Freundin in einem weißen Kleid vorzustellen, aber wie immer kam er zu dem Schluß, das spätestens zur Hälfte des Abends das Kleid zerfetzt in einer Ecke liegen würde und alle Gäste, die sich darüber beschwerten schmerzverkrümmt daneben lägen. Er lachte leise vor sich hin und schenkte noch einmal nach. Dafür, dass er vorher behauptet hatte, nur wenig Alkohol zu trinken, schenkte er beständig nach. Aber immerhin hatte er mit seinem Benehmen nicht gelogen, zwar lächelte er etwas mehr als sonst, benahm sich aber noch immer tadellos.
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BeitragThema: Re: Gasthaus 'Zur Rebe'   Di Apr 26, 2011 12:46 pm

Sie lächelte erfreut über das was sie mit der Bekanntschaft mit dieser Jilana erwartete. "Solange sie keine Frau ist, welche sich wie ein Mann gibt, denke ich, werde ich mit ihr Bestens auskommen. Weißt du, ich ertrage nur ungern die Gesellschaft arroganter und lästernden Frauen, welche noch nichtmal eine eigene Meinung haben." Sie lauschte interessiert seine Geschichte über Jilana und den ihr verhassten Kleidern. "Hmm...kann ich verstehen. Kleider sind teilweise wirklich lästig und einengend. Ich mag sie auch nicht sonderlich." Sie kicherte. "Aber für einen Abend ist es doch eträglich." Entfalls Jilana ihr trotzdem mit Missgunst entgegen treten sollte, würde sie sich schon zu wehren wissen. Kleine Spitzen und vorallem auch richtig angebracht und formuliert würden sie dann schon zum Schweigen bringen. Daher machte sie sich weniger Sorgen. "Sie möchte nie heiraten?" fragte sie eher ungläubig und lächelte wissend ihn an. "Auch dich nicht?" Sie beobachtete ihn wie er sich immer wieder Wein nachfüllte. Wahrscheinlich um seinen vorhin ausgeprochenen Schmerz durch die Erinnerung seines verstorbenen Lehrlings und seiner Schwester, was auch immer mit dieser passiert war, zu lindern und wegzuspülen. Das er der Brautführer ihrer wahrscheinlich nie stattfindenden Hochzeit sein wollte, registrierte sie sofort und bewies ihr, dass er wahrscheinlich noch nicht einmal daran dachte, dass er der eventuelle Gatte sein könnte. Das war gut, denn so schließ sie ein Interesse seinerseits an dieser Jiliana aus, zumindest glaubte sie es, dies tun zu können. Er lachte oft und erzählte mehr als sie erwartete, anscheinend wirkte also der Alkohol. Dies war eine Gelegenheit, die sie nutzen wollte, um von seinen Vorlieben zu erfahren. "Sag mal Kairgain,...." Mit einen verführerischen Augenaufschlag forderte sie seine Aufmerksamkeit, beugte sie etwas über den Tisch um ihr weiblichen Vorzüge etwas zu verdeutlichen. "Was muss eine Frau für dich haben? Also ab wann findest du sie interessant?" Sie war gespannt auf seine Antwort und erhoffte sich, dass er wenigstens nun etwas antworten würde, welches ihren Aussehen oder Charakter entsprach. Sie wusste, dass sie hübsch war und sie wusste, dass Männer leicht zu bekommen waren, wenn man sich nur etwas dafür anstrengte. Dhalin hingegen war beschäftigt damit Lärm zu verursachen, indem er ständig mit dem Messer auf dem Teller schlug und sich anschließend lachend daran erfreute. Einer der benachbarten von trinkenden Männern besetzten Tisch war anscheinend weniger über dessen Tun erfreut und einer der bereits angetrunkenen Männer hob verärgert die Stimme. "Sagt mal, könnt ihr dieses Vieh nicht einfach rausbringen? Ich weiß sowieso nicht, was so ein stinkendes Ding in einen Gasthaus zu suchen hat! Also schaff es raus oder ich sorg dafür, dass es raus kriecht." Die anderen Männer lachten amüsiert auf über dessen Aufforderung, die seltsamerweise mehr an Kairgain gerichtet war, als an Lucielle. Auch die anderen Besucher des Gasthauses beobachteten skeptisch das Geschehen, manche zustimmend, da ihres Erachtens ein Mmraunim in die Wildnis gehörte und nicht an einen Essenstisch, andere wiederrum kopfschüttelnd über diese anmaßenede Bemerkung. Anscheinend hatte der muskelöse Mann sich durch Kairgains zunächst harmlos wirkendes Aussehen täuschen lassen. Offenkundig war er auf Streit aus, wollte vor seinen Männern den Großen markieren und scheinbar war er sich sicher, dass er aus dieser Sache als Gewinner rausging, da er mit seinen Kumpanen schließlich in der Mehrzahl war, entfalls sich der Angesprochene unklugerweise auf mehr einließ. Lucielle seufzte und schüttelte den Kopf. "Wollen wir lieber gehen?", fragte sie Kairgain etwas unsicher und leise , da sie keineswegs wollte, dass er sich mit diesen Leuten anlegte.
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BeitragThema: Re: Gasthaus 'Zur Rebe'   Mo Mai 02, 2011 11:26 pm

Kairgain sah Lucielle erstaunt an, wie kam sie nur auf die Idee, Jilana könnte an ihm ein derartiges Interesse haben, andererseits kannte sie seine Freundin ja nicht und er war auf deren Situation ja nicht weiter eingegangen. Er grinste und meinte dann nur kurz: “Naja wenn Jilana jemals heiraten würde, dann doch eher Amir. Immerhin sind sie ja schon eine Weile lang ein Paar. Das war ja der Grund, aus dem er sie zuerst in die Gesellschaft einführen wollte, aber da sie so sehr dagegen war, hat er es dabei belassen.” Er grinste noch ein wenig weiter vor sich hin, als er an die Vergangenheit dachte. Die Beiden zusammen und als Paar zu sehen, war immer noch ungewöhnlich. Er hatte mit ihnen zusammen ein Drittel seines Lebens verbracht und sie waren wie eine Familie für ihn, trotzdem hatte ihn die Liebe der Zwei überrascht, hatte er doch vorher nichts davon bemerkt. Andererseits kannte er selbst sich nicht wirklich gut mit derlei Dingen aus. Er hatte viel gelernt, aber nur wenig Freizeit und Freiheit gehabt. Daher berührte ihn die Frage der jungen Frau ein wenig unangenehm, er wusste einfach nicht, was er ihr antworten sollte. Er hatte bisher keiner Frau gegenüber besondere Gefühle gehegt und war sich nicht sicher, was bei ihm Interesse wecken würde, oder ob überhaupt irgendwas sein Interesse wecken konnte. “Nun…”, meinte er ausweichend. “Darüber habe ich mir bisher keine Gedanken gemacht, ich bin nicht oft in Gesellschaft müsst ihr wissen, aber ich bin sicher, das ich niemals Interesse an einer dummen Frau haben könnte, allerdings gilt das für fast alle Menschen. Ich kann mit Dummheit einfach nichts anfangen, worüber sollte ich mich unterhalten, und worüber lachen.” Fast war er erfreut über die Ablenkung, die die ungehobelten Kerle boten. Waren sie doch ein gutes Bespiel dafür, wie wenig er mit Dummheit anfangen konnte. Er sah den Mann nur kühl an und meinte dann mit kalter Stimme: “Nun wenn der Geruch eine Rolle spielte, um sich hier aufhalten zu dürfen, wäret ihr bereits entfernt worden. Und nun muss ich Euch bitten, Euch nicht weiter in die Angelegenheiten anderer zu mischen. Ihr würdet es sowieso bereuen, euch mit einem Magier angelegt zu haben. Der Kleine ist nun einmal ein Kind und ich erwarte, dass Rücksicht darauf genommen wird.” Er musterte den Mann eher belustigt, als interessiert. “Wir brauchen nicht zu gehen, meine Liebe, der Herr hat sicher besseres zutun, als sich hier zum Narren zu machen. Und falls nicht, wird das Ganze schneller erledigt sein, als ihm bewusst ist. Macht Euch daher keine Sorgen.” Er lächelte Lucielle zu und bereitete zur Sicherheit einen Finsterschlag vor, der den Mann auf die Bretter schicken würde, sollte er es wagen, sich in eine andere Richtung, als nach hinten zu bewegen. Ohne den Anführer großartig zu beachten wandte er sich an einen der Gefolgsleute. “Wenn ihr euren Freund nicht sofort mit zu eurem Tisch nehmt, könnt ihr ihn nach Hause tragen und ich übernehme keine Verantwortung, für eventuelle Schäden.” Er grinste dem Pack noch einmal so freundlich zu, wie er konnte, trotzdem kam bestenfalls ein eher spöttisches Grinsen dabei heraus.
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BeitragThema: Re: Gasthaus 'Zur Rebe'   Mi Mai 04, 2011 11:53 am

"Ah verstehe." Antwortete sie auf dessen Erklärung bezüglich Jilana und Amirs Beziehung obwohl sie es nicht wirklich verstand. Seine Antwort bezüglich ihrer Frage verstand sie ebenso wenig. Es war schwer zu glauben, dass dieser Mann nicht schon viele Frauen für sich besessen hatte. Auch sonst hörte sie bereits heraus, dass er nicht ganz auf ihrer Frage eingehen wollte, weil es ihm scheinbar unangenehm war, aus welchen Gründen auch immer. Das er keineswegs sich mit einer unterbemittelten Frau abgeben würde, war verständlich. Er würde sich wirklich nur an ihr langweilen. Die Männer lachten belustigt über Kairgains Bemerkung und der Mann, der diesen Streit anführte errötete vor Ärger umso mehr und als der Mann dann auch noch hörte, dass Kairgain Magier war, schluckte er schwer. Lucielle beobachtete das Streitgespräch mit skeptischen Blick, da sie nicht wusste, wie nun der Mann desweiteren handeln würde. Kairgain hatte genügend mit seiner Verletzung an der Schulter zu tun und konnte definitv keine weitere gebrauchen. Die Männer stellten aber schnell fest, dass es wenig Sinn hatte, sich mit einem Magier anzulegen und so zogen sie diesen wieder wie empfohlen an den Tisch zurück und beruhigten ihn. Der Mann machte zwar noch ein paar Anstalten um seine Feigheit nicht auch noch zu bestätigen und ließ sich etwas drängen, den Magier inruhe zu lassen und schließlich beschäftigte er sich auch wieder mit seinen Kumpanen. Zwischendurch folgte ein flüchtiger Blick zum Magier, aber dabei beließ er es auch. "So ein Idiot." flüsterte Lucielle leise.


Zuletzt von Lucielle Andorhal am Mo Mai 09, 2011 1:08 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Gasthaus 'Zur Rebe'   Do Mai 05, 2011 9:46 pm




Kairgain blickte kaum auf, als die Männer sich wieder zurückzogen. “Hm mit einer Sache haben sie vielleicht recht. Du solltest Dhalin ins Bett bringen. Es ist zu spät für ein Kind, um noch auf zu sein. Er braucht seinen Schlaf. Bring ihn ins Bett, ich werde nur kurz bezahlen und dann gehe ich auch schlafen. Wir müssen morgen früh los zum Hafen.” Er blickte der jungen Frau hinterher, als sie den Mraunim nach oben brachte und leerte sein letztes Glas Wein. Er winkte den Kellner heran und bezahlte das Essen. Er ließ sich noch eine Flasche auf sein Zimmer bringen und ging nach oben, um noch etwas zu arbeiten. Er setzte sich an den Schreibtisch und holte seine Notizen hervor. Das Buch über die Echsen ließ er erst einmal liegen, das würden ihm Jilana oder Amir selbst besser übersetzen können, als er es jemals konnte. Daher arbeitete er lieber weiter an seinem Zauber. Mit der Theorie kam er gut voran, er überlegte ob er langsam mal einen praktischen Versuch wagen sollte. Er konzentrierte sich und verschwand nur Augenblicke später im Schatten. Er schickte aus reiner Gewohnheit seinen Geist den Schatten entlang, um die Umgebung zu untersuchen. Doch es gab nichts interessantes zu sehen. Nun kam es darauf an, er rief sich seine Matrix vor Augen und konzentrierte sich, dann ließ er seinen Geist hinüber zur anderen Wand hinüber wandern. Er spürte ein leichtes ziehen, doch als er aus der Wand heraus treten wollte hielt ihn etwas auf. Es funktionierte noch nicht so, wie er sich das gedacht hatte. Er strengte sich mehr an und versuchte sich noch mehr zu konzentrieren. Doch dabei bemerkte er nun doch die Wirkung des Weines, er konnte seine Gedanken einfach nicht genug konzentrieren, um sich fortzubewegen. Zu ärgerlich so war es ihm nicht einmal möglich die Thesis genug zu testen. Er hätte sich etwas mehr zurückhalten können. Aber das war nicht zu ändern, er kehrte aus dem Schatten zurück und beschloss ins Bett zu gehen. Sich noch weiter zu bemühen hatte wenig Sinn, da konnte er ebenso ins Bett gehen und schlafen. Er zog sich aus und ließ sich auf sein Lager nieder. Kurze Zeit später war er in einen tiefen Schlaf gefallen.
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BeitragThema: Re: Gasthaus 'Zur Rebe'   Mo Mai 09, 2011 1:35 pm

Als Dhalin seinen Namen hörte schaute er zu Kairgain auf und streckte die Arme nach ihm aus. "Hallu! Hallu!" Lucielle tupfte ihre Lippen an eine Serviette ab und nickte. "Ja, du hast Recht." Sie erhob sich von ihrem Stuhl, nahm Dhalin, welcher scheinbar unbedingt heute nacht bei Kairgain übernachten wollte, auf den Arm und ging zu Kairgain rüber, beugte sich zu ihm und hauchte ihn ein Kuss auf die Wange. "Danke für den schönen Tag heute." Sie lächelte ihn nochmals zu und verschwand dann mit einen bewusst eleganten Gang in ihr Gästezimmer. Mindestens eine halbe Stunde lang saß sie auf ihren Bett, wog den vor sich hintösenden Dhalin in ihren Armen, summte ein wohlklingendes Schlaflied, welches sie in ihrer Kindheit so oft zum Einschlafen von ihrer Mutter hörte. Nachdem der Kleine eingeschlafen war, legte sie ihn achtsam in das Bett und deckte ihn zu. Sie musterte ihn eine Weile mit einem Lächeln, entzückt darüber wie friedlich er schlief, aber auch staunend wie schnell er wuchs und sich weiterentwickelte. Obwohl dieser Gedanke dermaßen absurd war, empfand sie wie eine Mutter zu ihrem Sohn. Kein Mensch der Welt könnte ihr nun noch wichtiger werden als Dhalin. Soviel stand fest und es war völlig egal, was andere dachten, sie würde ihn bei sich behalten, solange er selbst dazu das Bedürfnis hatte. Sie musste soeben an die Situation von vorhin denken, als Kairgain ihn vor den anderen Gästen verteidigt hatte und sich wahrscheinlich auch notfalls auf einen handfesten Streit eingelassen hätte um dies zu verdeutlichen. Sie kannte keinen anderen Mann der dieses seltsame Verhältnis zwischen ihr und Dhalin verstand und sie kannte auch keinen anderen Mann, der ihre Ansichten was dies betraf verteidigte. Als Magier war er angesehen und setzte sich trotzdem der Gefahr aus, Gespött der Menschen zu werden, weil er einen Mraunimjungen als Kind bezeichnete und für dessen Recht am Tisch zu sitzen streitete. Sie bewunderte ihn dafür. Wenn es einen Mann in Tiranmar gäbe, der bereit wäre, die Bürde auf sich zu nehmen und Dhalin gemeinsam mit ihr großzuziehen dann nur er. Er hatte das nötige Selbstwergefühl und eine gesunde Weltansicht. Doch immer wenn sie glaubte er interessierte sich für sie nur ein bisschen, wie zum Beispiel vorhin, als er ihr vor dem Abendessen das Kompliment machte, kommt er mit einer gewissen Art oder gesagten Worten entgegen, die ihr bereits verdeutlichen, dass er an andere Frauen interessiert ist. Zumindest glaubte sie das. In seinen Augen war sie bestimmt noch ein Kind, nichts weiter. Sie entkleidetete sich, zog ihr Nachthemd über und legte sich immernoch grübelnd zu Dhalin schlafen. Eine Weile dachte sie noch mit offenen Augen über ihre und seine Situation und ihre mögliche Zukunft mit ihm nach. Irgendwann übermannte sie schließlich dann auch der Schlaf und bescherte ihr eigenartige Träume. Träume, wie sie hoffe, irgendwann einmal Wirklichkeit werden würden. Ein Traum von einer Familie. Ein Mann der sie in jeder Situation des Lebens beistand, sie liebte und Dhalin ebenfalls respektierte wie er es verdient hatte.

Einige Sonnenstrahlen schienen durch das Fenster, erhellten das großzügige und wohnlich eingerichtete Zimmer. Sie war schon lange auf und richtete sich her. Die Haare lagen heute perfekt und sie legte etwas mehr von dem wohlriechenden Parfum auf. Er würde sicherlich ihre Anstrengungen diesbezüglich bemerken, zwar sich selbst nichts anmerken lassen, aber definitiv bemerken. Sie packte ihre Sachen zusammen, richtete das Bett nochmals her und warf ihr Gepäck über ihre Schulter. Mit Dhalin auf den Arm verließ sie das Zimmer und klopfte nebenan vorsichtig an Kairgains Tür. Strich sich nochmals einige Strähnen aus dem Gesicht und hoffte, dass ihr Haar zumindest bis er die Tür öffnete perfekt liegen würde. Sie machte sich bereit das bezaubernste Lädcheln, welches sie jemals zustande gebracht hatte, einzusetzen und war zuversichtlich, dass sie dies auch hinbekommen würde.
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BeitragThema: Re: Gasthaus 'Zur Rebe'   Di Mai 10, 2011 9:46 pm

Kairgain erwachte von den ersten Sonnenstrahlen und erhob sich. Zuerst überlegte er, ob er Lucielle wecken sollte, doch er fand, dass sie sich ruhig ausschlafen sollte. Er zog sich schnell an und machte sich allein auf den Weg zum Hafen. Er wandte sich an den Hafenmeister, um sich über die Schiffe zu informieren, die für ihre gemeinsame Reise in Frage kamen. Insgesamt gab es drei verschiedene Passagen, die in Frage kamen. Zwei der Kapitäne traf er sofort an und erkundigte sich über die Bedingungen der Reise. Eine endgültige Entscheidung wollte er noch nicht treffen, immerhin musste seine Begleitung auch mit der Fahrt einverstanden sein.
Nach etwa einer Stunde kam er wieder zurück zum Gasthof und traf oben, vor seiner Tür auf Lucielle, die wohl bereits auf ihn gewartet hatte.
„Guten Morgen, meine Liebe.“ Begrüßte er sie freundlich und deutete eine kleine Verbeugung an. „Ich hoffe ich habe Euch nicht warten lassen, ich habe bereits erste Erkundigungen angestellt bezüglich unserer Reise. Wollt ihr kurz mit reinkommen, oder sollen wir uns beim Frühstück darüber unterhalten?“ Er bot ihr seinen Arm an, für welche Richtung sie sich auch entscheiden mochte. Er lächelte fröhlich und musterte sie kurz, wenn er sich nicht irrte sah sie heute ein wenig verändert aus. Er vermochte nicht zu sagen, woran das liegen mochte, aber irgendetwas war anders. „Ihr seht heute morgen wieder reizend aus, ich hoffe ihr habt gut geschlafen?“ Mit dem Parfum hatte sie es allerdings ein wenig übertrieben, Kairgain nieste kurz. „Und wie hast du geschlafen, Kleiner?“ Er kraulte Dhalin hinter den Ohren und zwinkerte ihm freindlich zu.
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BeitragThema: Re: Gasthaus 'Zur Rebe'   Mi Mai 11, 2011 10:08 pm

Immernoch wartend, dass Kairgain endlich die Tür öffnete, zuckte sie plötzlich zusammen als sie seine Stimme unerwartet hinter sich hörte. Verdammt nochmal. Ihr perfektes Lächeln war durch die Überraschung natürlich nicht so zustande gebracht, wie sie es sich vorgenommen hatte. Dennoch lächelte sie. Nicht nur, weil sie lächeln wollte um ihn zu gefallen, sondern auch weil er sich so charamant verbeugte und sie es irgendwie amüsierte. "Kairgain, hast du mich erschrocken." beteuerte sie und legte eine Hand auf ihre Brust. "Ich wünsche dir ebenfalls einen schönen Guten Morgen. Mach dir keine Sorgen. Ich habe gerade erst an deine Tür geklopft. Ich musste garnicht warten." Als er ihr von seinen Bemühungen bezüglich der Reise erzählte, wurde sie neugierig. Bereits durch die früheren Reisen mit ihren Vater hatte sie einige Schiffsfahrten erlebt. Einige durchaus angenehm, andere wiederrum beschwerlich. Das kam immer auf die Auswahl des Schiffes und der Gesellschaft darauf an. Man konnte wirklich behaupten, dass die teuersten Schiffsfahrten auf einen Passagierschiff tatsächlich auch die Besten waren. Aber sie vertraute Kairgains Auswahl. Immerhin war er auch einen gewissen Luxus gewöhnt und er würde sicherlich auch nicht zurückschrecken eine etwas höhere Bezahlung für eine angenehme Schiffsfahrt und eine doch wohnliche Kabine zu leisten. "Wenn du Hunger hast, werde ich dir natürlich beim Frühstück Gesellschaft leisten. Ich persönlich werde heute allerdings darauf verzichten." Sie lächelte etwas verlegen. "Ich werde erstmal schauen, wie mir die Fahrt diesmal bekommt." Nach kurzem Zögern hakte sie sich bei ihm ein. Das Kompliment seinerseits zauberte ihr ein breites Lächeln auf ihren Lippen und sie musste kurz zu Boden schauen, um sich zusammenzureißen nicht ihre Freude rauszujubeln, dass er ihre Bemühungen bemerkt hatte. "Vielen Dank. Das selbe kann ich nur zurückgeben." Nachdem sie ihren Gesichtszügen wieder trauen konnte, schaute sie zu ihm auf. "Ich habe viel geträumt, deswegen bin ich etwas müde. Aber es geht. Und du?" Sie kicherte als er niesen musste, weil das recht neidlich aussah, hatte allerdings keineswegs die Befürchtung, dass dies durch ihr Parfum verursacht wurde. Sie legte es zu oft auf um es selbst wirklich wahrzunehmen. "Gesunndheit." Dhalin zuckte kurz zusammen als Kairgain nieste und lachte plötzlich laut auf. Einen Moment schaute er ihn an, als ob er erwartete, dass dieser das nochmals wiederholte. Aber das tat er nicht. Die darauffolgende Streicheleinheiten stellen ihn aber auch in gewisserweise zufrieden und er schloss während Kairgain ihn kraulte geniesend die Augen. Lucielle beobachtete dies lächelnd. "Er ist so süß, nicht wahr?"
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BeitragThema: Re: Gasthaus 'Zur Rebe'   So Mai 15, 2011 9:05 pm

Erstaunt registrierte Kairgain, das die junge Frau ihn plötzlich mit einer sehr vertrauten Anrede ansprach. Er überlegte und stellte fest, dass es irgendwann am gestrigen Abend wohl so gekommen war. Es war ihm ein wenig unangenehm, das er sich nicht daran erinnerte, aber scheinbar schien es die junge Frau nicht zu stören. “Nun die Schiffe fahren frühestens heute Abend los, daher solltest du gerade noch frühstücken, wenn du Seereisen nicht gut verträgst. Dann sollten wir aber vielleicht auch die Passage heute Abend gleich nehmen, denn das ist die mit den häufigsten Zwischenhalten. Ich will ja nicht, dass du unterwegs verhungern musst. Ich kann aber nicht versprachen, das es Einzelkabinen gibt. Du wirst den Raum also wahrscheinlich mit einer anderen Frau teilen müssen.” Er lächelte freundlich und bot ihr seinen Arm an. “Lass uns also frühstücken gehen. Ich wette Dhalin ist auch hungrig, nicht wahr Kleiner?” Er nahm den Mraunim auf den Arm und trug ihn hinunter um zu frühstücken. “Wir sollten dann auch noch einkaufen, was wir für eine längere Seereise benötigen. Vielleicht sollten wir auch noch etwas zu essen mitnehmen, vielleicht ist es ja nicht die Fahrt, die dir nicht bekommt, sondern das Essen an Bord? Außerdem brauche ich noch ein paar Bücher zur Unterhaltung und neues Pergament. Wie sieht es mit dir aus?” Unten angekommen, bestellte Kairgain ein großes Frühstück und begann sofort zu Essen, der letzte Abend hatte einige Energien gekostet. Immer wenn er an seinem Zauber gearbeitet hatte, fühlte er sich besonders hungrig. Dabei überlegte er bereits, was sie noch alles für die Reise besorgen sollten. “Du kannst mir ja vielleicht auch noch helfen, ich sollte noch ein paar Geschenke besorgen, ich habe meine Freunde lange nicht gesehen und möchte ihnen gern etwas mitbringen. Wenn ich nur wüsste, was ich holen soll, aber irgendetwas wird sich schon finden. Für Jilana und Amir kann es zur Not immer ein Buch sein und der Junge … hmm das ist schwieriger. Was schenkt man einem angehenden Krieger? Ein Schwert wird er ja schon haben…”
Kairgain überlegte, aber es viel ihm einfach nichts für seinen Neffen ein, zwar bekam er regelmäßig Briefe von dem Jungen, aber getroffen hatte er ihn seit wenigstens 10 Jahren nicht mehr. Trotzdem versuchte er immer wieder, auch an ihn zu denken und ihm etwas zu besorgen, das ihm gefallen mochte. Nur fiel es ihm nicht wirklich leicht, für einen Magier wäre es einfacher gewesen.
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BeitragThema: Re: Gasthaus 'Zur Rebe'   Mi Mai 18, 2011 12:14 am

Anscheinend hatte Kairgain nach seiner Aussage doch beschlossen, dass sie etwas zum Frühstück einnehmen sollte. Zwar hatte sie sich wirklich vorgenommen diesmal darauf zu verzichten, damit sie nicht während der Schiffsfahrt der ständiger Übelkeit ausgesetzt sein würde, aber sie wollte ihn auch nicht widersprechen. Wahrscheinlich hatte er auch recht. Ihr könnte es mit leeren Magen vielleicht auch schlechter ergehen. Ein kurzes Nicken bestätigte ihr Einverständnis und genau das verwunderte sie selbst in dem Moment. Normalerweise hätte sie jeden Anderen wie üblich angeblafft und nochmals vedeutlicht, dass sie bereits den Entschluss gefasst hatte nichts zu frühstücken. Seltsamerweise war es bei Kairgain anders. War sie denn schon so in ihn vernarrt, dass sie sogar vergessen hatte, ihren Kopf durchzusetzen? Es war nur eine Kleinigkeit, aber genau diese hätte für gewöhnlich ein Streitgrund sein können. Sie schaute zu ihm auf als er weitersprach. Sein Lächeln entlockte ihr ebenfalls eines. Sie hatte sich doch schon angenommen eine Einzelkabine zu bekommen, wollte aber nicht anmaßend oder verwöhnt wirken und tat so als ob sie sich nicht daran stören würde. "Kein Problem. Eine Einzelkabine ist ja auch etwas langweilig. Vielleicht lerne ich da jemand nettes kennen." Lucielle spielte ihr positive Einstellung recht gut vor, wenn man bedachte, dass sie im Grunde ziemlich entnervt war über die Tatsache gegebenfalls eine Kabine teilen zu müssen. Aber es ließ sich auch nicht ändern- soviel stand fest. Das vergnügte Lachen des kleinen Mraunims, als der Magier diesen in seine Arme nahm, dämpfte etwas ihre überspielte schlechte Laune. Während sie langsam die Treppen hinabstiegen äußerte Kairgain die Befürchtung, dass ihre Übelkeit auf Schiffsfahrten gegebenfalls auch durch die da servierte Mahlzeiten verursacht werden könnte. Auch wenn er es nicht wissen konnte, hatte er mit dieser Vermutung falsch gelegen. Sie hatte zwar schonmal an deren Mahlzeiten teilgenommen, aber auch schon verzichtet und hatte beidemale Übelkeit empfunden und sich teilweise sogar übergeben müssen. Das er sich Gedanken um ihr Wohlbefinden machte, empfand sie als sehr charmant. "Als wir gestern über die Strasse in Richtung Badehaus gegangen sind, habe ich ein Buchhandelsgeschäft gesehen. Da wirst du sicherlich einiges an Unterhaltung finden." Sie lächelte ihn auf seine Frage an. "Ich habe alles was ich brauche bei mir. Ich werde die Stunden nutzen um endlich einen Brief an meine Eltern und meinen Bruder zu schreiben. Sie machen sich sicherlich schon Sorgen, weil ich mich schon lange nicht mehr gemeldet habe." Sie nahm an den von Kairgain ausgesuchten Tisch Platz und beschmierte Dhalin einen Brotscheibe mit Butter. Dann begann sie selbst zu essen, wenn auch nur wenig, da sie es vorsichtshalber nicht übertreiben wollte. Es war sicherlich genauso riskioreich mit überfüllten Magen eine Schiffsfahrt anzutreten als mit leeren Magen. "Ich darf doch meinen Eltern von dir schreiben, oder?" Sie schaute ihn eine Antwort abwartend an und bemerkte erst zu diesem Zeitpunkt, dass er unglaublich erschöpft und müde aussah, ging aber vorerst nicht darauf ein. Das er seine Freunden Geschenke kaufen wollte war verständlich und kam ihr entgegen. Sie hatte unglaublich viel Spass daran einkaufen zu gehen und in einer ihr fremden Stadt war dies noch viel aufregender. "Ich helfe dir gerne. Meinst du bei Jilana wird es wirklich leicht? Ich meine, so wie du sie mir beschrieben hast, klingt das alles andere als leicht. Alle Dinge mit welchen man normalerweise Frauen eine Freude macht sind für sie ja nichts. Kleider, Parfüm und sicherlich mag sie dann auch keinen Schmuck." Sie zuckte mit den Schultern. "Da finden wir für diesen Amir sicherlich schneller ein passendes Geschenk. Ähm... welchen Jungen meinst du eigentlich?" Einen Jungen außer der verstorbene Lehrling hatte er bisher nicht erwähnt und den konnte er kaum meinen.
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BeitragThema: Re: Gasthaus 'Zur Rebe'   Do Mai 19, 2011 9:17 pm

Kairgan sah sie erstaunt an. “Warum solltest du deinen Eltern nicht von mir erzählen dürfen, immerhin hoffe ich ja darauf deinen Vater mal kennenzulernen. Außerdem ist es doch nichts schlimmes, wenn man mit einem Magier reist, oder?” Kairgain nahm sich etwas Brot und Käse und schüttete sich einen Kaffee ein. “Mir fällt es immer leicht ein Geschenk für Jila zu besorgen und ehrlich gesagt, wenn sie lieber Kleider oder Schmuck oder so etwas als Geschenk hätte, hätte ich sicher viel mehr Probleme, ein passendes Geschenk zu finden. Aber sie hat zum Glück einen kleinen Sammeltick, sie sammelt Tierfiguren, aus Stein, Marmor oder auch Bronze, dass macht es einfach ihr ein Geschenk zu machen. Naja der Junge wird das größte Problem, er ist mein Neffe und ehrlich gesagt kenne ich ihn eigentlich nicht besonders gut. Ich habe ihn nicht mehr gesehen, seit er zwei Jahre alt war, es wäre zu gefährlich gewesen, ihn zu besuchen. Aber er ist mittlerweile mit seiner Ausbildung zum Krieger fast fertig, außerdem lasse ich ihm immer mal wieder eine Kleinigkeit zukommen. Dadurch soll er wissen, dass ich an ihn denke, obwohl ich ihn leider nicht besuchen kann, dafür schreibt er mir Briefe.” Kairgain schwieg und aß weiter. Was er Lucielle erzählt hatte, war nicht ganz richtig, zuerst hatte er sich wirklich aus Sorge um den Jungen, von diesem ferngehalten, aber mittlerweile hätte sich sicher einmal die Gelegenheit geboten, den Jungen zu treffen, wenn er es darauf angelegt hätte. Aber Kairgain war sich nicht sicher, ob er das wollte und ob es dem Jungen recht war. Zwar waren seine Briefe immer freundlich, aber wer wusste schon, ob er ihm nicht doch Vorwürfe machte, dass er fern seiner Familie aufwachsen musste, ohne Eltern. Dazu kam, das der Magier Angst hatte, das der Junge wie sein Vater aussah, es war Kai schwer genug gefallen dem Kind überhaupt positive Gefühle entgegenzubringen, zu sehr war er mit dem Leid seiner Schwester verknüpft gewesen. Doch jetzt freute er sich auf jeden Brief des Jungen und er hatte einfach Angst davor, dass sich das ändern würde, wenn er den jungen Mann traf. Er war alles, was er an Familie noch hatte, wofür sollte es sich sonst lohnen, dass er sich immer weiter anstrengte. Er gab es ungern zu, aber die Pflicht für seinen Neffen zu sorgen, war an einigen Tagen das Einzige, das ihn weitermachen ließ. Er schüttelte die trüben Gedanken ab und beendete sein Frühstück, mit einem kurzen Blick vergewisserte er sich, das auch seine Begleitung ihr Mahl beendet hatte.
“Dann lass uns gehen, ich muss gestehen, ich kaufe nicht wirklich gern ein, daher würde ich das ganze am Liebsten schnell hinter mich bringen. Ich bin wirklich froh, das du mir hilfst.” Er lächelte Lucielle sanft an und erhob sich vom Tisch. Er bot ihr seinen Arm an und führte sie hinaus auf die Straßen.

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BeitragThema: Re: Gasthaus 'Zur Rebe'   Mo Mai 23, 2011 9:55 pm

Ob sie ihn in ihren Briefen erwähnen durfte, war durchaus eine törichte Frage gewesen. Zumindest wirkte sie so dumm als Kairgain diese beantwortete. Am liebste würde sie andauernd die Zeit etwa zurückdrehen um genau solche dummen Fragen und Anmerkungen zu korrigieren. Dann würde sie etwas klüger und weniger zerstreut wirken und das wiederrum würde den Magier wahrscheinlich doch mehr ansprechen, zumal er bereits vorhin schon erwähnte, dass er mit dummen Frauen nichts anfangen konnte. War das vielleicht bereits eine Andeutung darauf, dass er sie garnicht interessant fand? Nein, bestimmt nicht. Denn so dreist wäre Kairgain nicht. Aufmerksam folgte sie seinen Erzählungen. Einiges verstand sie nicht richtig, wollte aber nicht unterbrechen. Vorallem seine Anmerkung, dass es zu gefährlich gewesen wäre, seinen Neffen zu besuchen, war etwas verwirrend. Er wirkte nachdenklich und schwieg eine Weile. Manchmal war er komisch. In einem Moment redete er und im anderen schwieg er wieder bedrückt. Anscheinend belasteten ihn viele verschiedene Dinge. Sie beendete ihre Mahlzeit. Viel hatte sie bewusst nicht gegessen. Er schien auch fertig gewesen zu sein und Dhalin spielte wieder einmal nur mit seinem übrig gebliebenen Frühstück. Sie beschlossen das Gasthaus zu verlassen und er führte sie charmant wie er nunmal war auf die Strasse hinaus.

Auf den Strassen....
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BeitragThema: Re: Gasthaus 'Zur Rebe'   Mo Mai 30, 2011 10:36 pm

Marja stand vor dem Gasthaus und trat ein, es war ihr ein wenig unangenehm, als alle sie anstarrten und sie senkte den Blick, trotzdem erhaschte sie sofort einen Blick auf einen Freien Tisch, in einer Ecke und trat mit schnellen Schritten darauf zu.
Sie wusste, dass sie nicht zu hören war, allerdings war das bei der Lautstärke in dem Gasthaus nicht verwunderlich.
Sie legte ihre Jacke ab und winkte dem Wirt.
"Herr, ich würde gerne ein Zimmer für die Nacht nehmen, wäre da etwas zu machen?"
Der wirt lächelte die an.
"Natürlich wir haben noch zwei zimmer frei, sofern ihr bezahlen könnt."
Marja nickte und bestellte sich ein wenig Salat und Met.
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Vento
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BeitragThema: Re: Gasthaus 'Zur Rebe'   Mo Mai 30, 2011 10:46 pm

Vento betrachtete das Gasthaus von außen.
Fast die ganze Wand ist mit Efeu bewachsen. Es sah sehr alt aus und Vento hoffte, das es von innen ein bisschen besser aussieht.
Er legte die Kapuze ab, gab ein Zeichen ín die Luft und kurz darauf landete Xava auf dem Boden. Dannach stieg er von seinem Pferd ab und Xeno sprang von seiner Schulter auf den Rücken des Pferdes.
Er streichte seinem Pferd über die Mähne, holte einen kleinen Beutel aus seiner Tasche, welcher mit Futter für seine Vögel gefüllt war, und legte ihn auf einen Tisch neben dem Pferd. Dort, wo es steht, sollte es niemanden stören, und da Jayla eh ein ruhiges Pferd war, brauchte er sich keine Sorgen zu machen, das es abhauen könnte.
Dann versicherte sich Vento, das sein Stab sicher an seinem Rücken festgebunden war, und betrat das Gasthaus.
Er schaute in die Runde, jedoch sah er niemanden, der besonders nett aussah.
Jedoch fiel ihm ein Mädchen auf, das ein bisschen ungewöhnlich wirkte.
Scheinbar war sie eine Elfe oder Ähnliches. Er erkannte einige Merkmale, schließlich lebte er zuhause sehr nahe bei den Wüstenelfen. Er fand sie auf jeden Fall sehr interessant, sodass er sich an den nächsten Tisch setzte, um sie beobachten zu können.
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BeitragThema: Re: Gasthaus 'Zur Rebe'   Mo Mai 30, 2011 10:50 pm

Marja bemerkte, dass jemand in das Gasthaus kam und sie bemerkte den Blick in ihrem Rücken.
Es war unangenehm und dann setzte sich der Fremde an den Tisch neben ihr. Sie schob die Haare mehr vor ihr Gesicht und aas schweigend. sie konnte ja freundlich sein und aufgeschlossen, aber doch nicht wenn sie jemand ständig beobachtete.
Sie schloss die Augen und fegte einen leichten Windstoß durch seinen Geist, vielleicht würde es wirken.
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Vento
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BeitragThema: Re: Gasthaus 'Zur Rebe'   Mo Mai 30, 2011 10:59 pm

Scheinbar wurde sie nicht gerne angesehen, wobei Vento sie doch ziemlich hübsch fand. Stattdessen ignorierte sie ihn und aß weiter.
Als ihm dann plötzlich ein Windstoß ins Gesicht kam, spürte er, das eine magische Energie von der Unbekannten ausging. Scheinbar beherrscht sie auch die Magie des Windes. Er lächelte und empfand es als niedlich, das sie versuchte, ihn so loszuwerden. Er nutzte die Gelegenheit und antwortete auf ihre Magie.
Er machte eine elegante Handbewegung und im nächsten Moment kam ein Windstoß von der Seite, welcher ihre Haare komplett durcheinander wirbelte. Es fiel ihm schwer, sich das Lachen zu verkneifen.
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Gasthaus 'Zur Rebe'

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