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 Die Inseln

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Tika Erkan
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BeitragThema: Die Inseln   Di Sep 28, 2010 10:14 pm

Die Inseln

Mitten im Golf von Yôcul, etwa auf halbem Weg zwischen den Hafenstädten Arimanatu im Süden und Kalmünde im Norden, liegt eine größere Insel, das namensgebende Yôcul, inmitten einiger kleinerer Eilande. Rund um die Inseln befinden sich im Wasser große Korallenriffe, die von zahlreichen Fischen, anderern Meerestieren und Wasserpflanzen bewohnt werden. Außerdem liegen hier unter der Wasseroberfläche die Behausungen der Marinae, der Wassermenschen, die in den Korallenriffen leben. Yôcul selbst ist jedoch keine Koralleninsel, sondern besteht aus festem Gestein. Von der südlichen zur nördlichen Spitze misst sie etwa sieben Meilen, von West nach Ost sind es nur ungefähr fünf. Die Insel ist nicht sehr steil, aber recht felsig und von Hügeln und Tälern durchzogen. Gras und Sträucher suchen vor allem auf dem Gestein Halt, in der Inselmitte findet man auch kleinere Bäume und eine große Vielfalt von farbenprächtigen Blütenpflanzen. Ähnliches gilt auch für die kleineren Inseln rund um Yôcul. Bewohnt werden sie von Schildkröten, verschiedenen kleinen Vogelarten und Eidechsen, während Säugetiere sehr selten sind und man Schlangen gar nicht findet. Auf Yôcul entspringen einige kleinere Bäche, die nur wenige Meilen weiter ins Meer münden, während die anderen Inseln kein Süßwasser besitzen. Die Strände der Inseln stellen eine Mischung aus Kies- und Sandstränden dar, je nach ihrer geographischen Lage. Die Stadt Yôcul liegt im Südwesten der gleichnamigen Insel in einer geschützten Bucht und gilt als eine der wichtigsten Handelsstädte.

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Viel zu lang ließ ich mich von euch verbiegen
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Dass wir beide lichterloh in Flammen stehen
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BeitragThema: Re: Die Inseln   Do Feb 03, 2011 8:34 pm

Wochenlang war Madlène in den trüben Wassern herumgeirrt. Jeden neuen Tag versuchte sie ein wenig mehr von ihr zu vergesse, doch es gelang ihr nicht, nicht immer. Sie unterhielt sich mit Fischen, welche weisere oder dümmere Ratschläge beisteuerten.

Halb hasste sich Madlène für das, was sie Tjalda angetan hatte, halb wusste sie, dass es in diesem Moment keinen anderen Weg gegeben hätte. Oft liess sie sich auf der Wasseroberfläche treiben, den Rücken zum Meeresgrund und das Gesicht zum Himmel gerichtet. Dabei sang sie immer wieder in rhythmischer Abfolge den Namen Tjalda, bis sie die Tränen nicht mehr ertrug.

Nun war sie auf eine Insel ausserhalb von Yôcul gelangt. So nahe an ihrem Zuhause hatte sie sich schon lange nicht mehr befunden. Langsam schwamm sie auf den Strand, setzte sich hin und schaute aufs Meer hinaus. Als sie ein knacken hinter sich hörte, wandte sie sich in der Erwartung Tjaldas freudig um, doch dort war nur ein Vogel gelandet. Wieder betrübt setzte sie sich abermals hin und begann über ihr bisheriges Leben, über ihre Mutter und ihren Vater nachzudenken.
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BeitragThema: Re: Die Inseln   Fr Feb 04, 2011 2:25 pm

[Abenteuer: Das Juwel von Yôcul]

Monoton plätschern leckten die salzigen Wellen am Strand, trugen Steinchen und Muscheln mit sich und schwemmten sie wieder zurück ins Meer. Keine Menschenseele ließ sich blicken, denn nur selten einmal kam jemand die einsamen Strände nördlich der Stadt entlanggewandert. Als der Tag sich langsam dem Ende zu neigte und die Sonne über dem Meer zu sinken begann, zogen am südlichen Horizont Wolken auf. Der Wind frischte auf, kleine Schaumkronen bildeten sich auf den Wellen, und das trockene Gras hinter dem schmalen Sandstreifen raschelte. Einige Möwen, die noch am Strand nach Muscheln gepickt hatten, flogen auf und ließen sich auf der steifer werdenden Brise ins Inselinnere tragen.
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BeitragThema: Re: Die Inseln   Sa Feb 05, 2011 11:41 pm

Als die Sonne am untergehen war, änderte sich die Witterung. Der Wind frischte auf und Madlène konnte dunkle Wolken am südlichen Horizont entdecken.

Ein Sturm zog auf. Doch wohin sollte sie fliehen? Weiter auf die Insel, wohin die Möwen flohen, oder ins Meer zurück, das ihr mehr Sicherheit bot? Schlussendlich beschloss Madlène sich ins tiefe Nass zurück zu ziehen und liess sich ins Wasser gleiten.

Noch immer war ihr Tjalda nicht aus dem Kopf gegangen, jedoch hatte der Schmerz nachgelassen. Im Wasser schaute sie sich nach einer geeigneten Stelle um, um sich ein wenig hinzulegen. Heute würde der Mond nicht erscheinen und selbst wenn, wäre es viel zu gefährlich bei dem Gewitter einen Blick zu riskieren.

Müde legte sie sich hin und wickelte um sich ein Büschel Seegras. Besser als nichts. Bald schlief sie ein.
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BeitragThema: Re: Die Inseln   So Feb 06, 2011 12:10 am

Wenngleich Madlène es unter Wasser nicht bemerkte, schlossen sich die Wolkenmassen aus dem Süden bald mit den heranziehenden Stürmen aus dem Osten zusammen. Bald schon verdunkelten dichte Wolken den Himmel über der Insel Yôcul.
Der stärker werdenden Wind wirbelte das Wasser auf, und Wellen begannen sich hoch aufzutürmen. Nach und nach gerieten auch die tieferen Wasserschichten in Unruhe. Einige junge yôcullische Rochen, deren Haut vor Aufregung ständig die Farbe wechselte, glitten mit schnellen Schlägen ihrer flügelähnlichen Flossen an der Halbmarina vorbei und verschwanden in der dunklen Tiefe. Das Wasser begann sich zu trüben, als die Wellen hart gegen Klippen und Strand brandeten und Sedimente aufwirbelten, und bald schon zerrten die Strömungen auch heftig an den Wasserpflanzen und drohten sie auszureißen.
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BeitragThema: Re: Die Inseln   So Feb 06, 2011 5:35 pm

Schläfrig öffnete Madlène ihre Augen. Was hatte sie geweckt? Als sie sich umsah, erblickte sie die stürmische Unterwasserlandschaft. Die Strömung hatte sich verstärkt. Oberhalb der Wasseroberfläche tobte ein Sturm, das konnte Madlène spüren.

Vorsichtshalber beschloss sie noch ein wenig weiter in die Tiefe zu schwimmen, um nicht von umhertreibenden Steinen getroffen zu werden. Auch ein paar Rochen konnte sie ausmachen, welche tiefer ins Meer schwammen. Tiere spürten Katastrophen meist voraus darum folgte sie den Rochen, was ziemlich schwer war, da diese ihre Farbe ständig änderten.

Tiefer im Meer setzte Madlène sich auf einen Stein und schaute gegen oben. Sie konnte sehen, wie sich die Oberfläche wölbte, hob und senkte. Arme Oberflächenbewohner. Denen schadet ein Sturm wohl einiges mehr. Und erst den Schiffen! dachte Madlène.
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BeitragThema: Re: Die Inseln   So Feb 06, 2011 5:48 pm

Das Wasser wurde aufgewühlt, und da gerade Ebbe herrschte, wurden auch die Korallenriffe rings um die Insel in Mitleidenschaft gezogen. Bald schon trieben Tangfetzen, Muschel- und Korallenbruchstücke im Wasser, hin- und hergewirbelt von den Mächten von Sturm und Wellen. Der Himmel verdunkelte sich immer mehr, bis nahezu kein Licht mehr nach unten drang, als sich die finsteren Wolken weiterschoben. Wenngleich das Fauchen des Sturms und das Rollen des Donners nicht tief unter die Wasseroberfläche drangen, spürte man doch ein allgegenwärtiges dumpfes Brausen, das von den mächtigen Wellen herrührte, die sich am Strand brachen. Etwas weiter nördlich von der Stelle, an der Madlène sich vor dem Sturm verkrochen hatte, ragten wegen der Ebbe die obersten Spitzen eines von Marinae bewohnten Korallenriffs in einer Bucht über die Wasseroberfläche hinaus, und an ihnen zerrte der Sturm und brachen sich die Wellen besonders heftig, bis schließlich die Marinae die nähere Umgebung verlassen mussten und gemeinsam in größere Tiefen hinabtauchen mussten, wobei sie in einiger Entfernung an der Halbmarina vorbeikamen. Kaum waren sie verschwunden, ertönte ein dumpfes Grollen, als sich ein Teil des Korallenriffs löste und abbrach. Auch wenn dies in deutlicher Entfernung geschah, war es doch unter Wasser weit zu hören, teilweise überlagert von den Geräuschen des Sturms. Von Wellen, Brandung und Felsen wurde das Stück bald in kleine Korallensplitter, Muscheln und Pflanzenfetzen zerteilt, in den Wellen umherwirbelten und an den Strand getragen wurden. Noch stundenlang fauchte der Sturm über das Meer hinweg und zwang alle Meerestiere, sich tief unten zu verstecken, bis er in den Abendstunden allmählich abklang.
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BeitragThema: Re: Die Inseln   Di Feb 08, 2011 1:42 am

Die Strömung wurde immer stärker. Regen prasselte gegen die Oberfläche. Madlène fühlte sich aber sicher tief unten in ihrem Versteck. Von hier aus konnte sie einige Korallenriffe sehen, die von Marinae bewohnt waren. Der Sturm brachte das Meer so in Wallung, dass sogar diese teilweise freigelegt wurden. Einige Marinae flohen in Madlènes Richtung.

Hastig versuchte sie sich zu verstecken und es gelang ihr auch. Die Vorbeiziehenden hatten sie nicht bemerkt. Doch plötzlich hörte Madlène dumpfes Grollen. Eine der Marinae Behausungen hatte dem Sturm nachgegeben und war nun daran, in die Tiefe zu sinken. Ein gewaltiges Spektakel, welches in Madlène Angst hervorrief.

So schnell sie konnte, schwamm sie von den Felsen weg, auf eine etwas offenere Stelle, um nicht von einem herunterfallenden Trümmerstück getroffen zu werden. Bald fand sie eine Einbuchtung am Meeresgrund, in welchem sie sich nun zu verstecken versuchte.

Noch stundenlang toste es um sie herum weiter, bis der Sturm endlich aufhörte, doch das bekam sie nicht mehr mit, denn sie war eingenickt, erschöpft durch die Flucht vor dem Sturm.
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BeitragThema: Re: Die Inseln   Mi Feb 09, 2011 7:42 pm

Schließlich zogen die Wolken, getrieben von stürmischen Böen, weiter nach Westen und ließen die Insel Yôcul ziemlich zerzaust zurück. Die tiefen Gewässer rund um die Insel und die Riffe beruhigten sich, und kleine Korallenstückchen, Muschelschalen, Steinchen und Seetangfetzen sanken auf den Grund. Fische wagten sich aus ihren Verstecken hervor.
Inzwischen wurde es abend, und die Sonne ging im Weten unterhalb der tief hängenden Wolkendecke unter. Dramatisch beleuchteten die letzten, roten Strahlen das Meer und die Unterseite der Sturmwolken. Im letzten Licht begannen ein paar Möwen, am Strand im Treibgut nach Beute zu suchen.
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BeitragThema: Re: Die Inseln   Mo Feb 21, 2011 9:39 am

Am Morgen nach dem Sturm wanderte ein älterer Seemann durch die Straßen von Yôcul. Farun Fischmann überquerte eine klein Brücke, ging dann einen schmalen Weg direkt am Rand eines Kanals entlang und kletterte dann eine Böschung am Rand der Stadt hinauf. Er wandte sich nicht um, um auf die Inselstadt herab zu blicken. Er wusste ja, wie sie aussah, schließlich lebte er seit über einem halben Jahrhundert hier.
Farun überquerte eine kleine, von trockenem Gras bewachsene Hügelkette und ging dann hinab zum Ufer. Er betrachtete die Schäden, die der Sturm hinterlassen hatte. Hier in dieser Bucht war es wohl recht windgeschützt gewesen, nur einige Bäume waren umgeknickt, und am steinigen Strand waren zahlreiche Korallenbruchstücke, Äste und Seetangfetzen angespült worden. Er stieg über einen abgebrochenen Baumstamm hinweg und ging weiter, während über ihm eine Möwe kreischte, wohl die erste, die nach dem Sturm aus ihrem Versteck gekommen war.
Nachdem er eine halbe Stunde am Strand entlang spaziert war, wollte Farun sich umwenden, um zurück zur Stadt zu gehen. In diesem Moment sah er etwas am Wasser, dass seine Aufmerksamkeit weckte.
"Was bei allen Göttern...!", rief er aus und lief zu dem Gegenstand, der dort angespült worden war. Er beugte sich über das Gewirr aus Ästen, Muscheln und Tang, aus dessen Mitte ein seltsames blaues Glitzern hervordrang.
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BeitragThema: Re: Die Inseln   Fr Feb 25, 2011 7:11 pm

Nach langem und erholsamem Schlaf wachte Madlène auf. Der Sturm war vorbei. Erleichtert räkelte sich Madlène unter dem Wasser und machte sich dann auf die Suche nach etwas Essbarem. Vielleicht hatte der Sturm etwas herangeweht.

Ein paar Algenbüschel fand sie ziemlich schnell und schlang diese hinunter. Danach wollte sie sich ein wenig umsehen. Was hatte der Sturm noch alles angerichtet? Jedoch achtete sie darauf, nicht zu nahe an das Riff der Marinae heranzukommen. Sie wollte unentdeckt bleiben. Als Madlène aber nichts Interessantes fand, beschloss sie das Laufen noch ein wenig zu üben und schwamm zum Strand.

Gerade als sie aus dem Wasser steigen wollte, erkannte sie eine Gestalt, die langsam am Strand herumschlenderte und das Treibgut inspizierte. Es schien als würde diese den Strand absuchen. Hastig versteckte sich Madlène hinter einem Felsbrocken, der ein Stückchen entfernt aus dem Wasser ragte und beobachtete den älteren Mann.

Plötzlich rief der Mann etwas und als Madlène seinem Blick folgte, erkannte sie ein Glitzern zwischen Ästen, Muscheln und Tang. Gespannt verfolgte sie, was sich abspielte.
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BeitragThema: Re: Die Inseln   Sa Feb 26, 2011 12:16 am

Mit gerunzelter Stirn beugte sich Farun Fischmann über das Bündel aus Treibgut. Er hob einen Stock auf und schob es vorsichtig auseinander.
Ein blaues Leuchten fiel auf sein verblüfftes Gesicht. Er hockte sich neben das Gewirr der Äste und schleuderte hastig Seetang und alles Störende beiseite, um schließlich vorsichtig eine melonengroße Kugel aufzuheben. Sie illuminierte seine Hände und sein Gesicht mit einem fremdartigen, tiefblauen Glanz, der ihn unwillkürlich an die Weite der nachtblaue Tiefen denken ließ. Er drehte das Objekt in den Händen. Es schien nicht beschädigt zu sein, denn die Oberfläche der Kugel wies keinen Kratzer auf. Blasse Schlieren von Perlmutt zogen sich über die Oberfläche, während im Inneren eine Art halbtransparenter, tiefblauer Kristall leuchtete.
Fassungslos betrachtete Farun das Objekt noch einen Moment, dann sah er sich auf einmal um und wickelte es in seinen Mantel. Raschen Schrittes machte er sich auf zurück nach Yôcul.
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BeitragThema: Re: Die Inseln   Mo Feb 28, 2011 11:21 pm

Der alte Mann beugte sich hinunter, stocherte ein wenig im Treibgut herum und fand das, was glitzerte. Vorsichtig nahm er es in seine Hände und beäugte es wie einen Schatz. Dann wickelte er es abrupt in seinen Mantel un zog von dannen.

Madlène hatte das alles gespannt mitangesehen. Der glitzernde Gegenstand hatte auch sie ein wenig fasziniert. Er hatte sie an das Meer erinnert. Mit einem Kopfschütteln riss sie sich aus den Gedanken und beschloss nun ein bisschen abseits an den Strand zu gehen, um dort das Gehen zu üben.

Immer noch stellte sie sich sehr schusselig an, doch langsam aber sicher konnte sie es. Stolz auf sich selbst, liess sie sich am Strand erschöpft auf dem Boden nieder. Die Füsse streckte sie ins Wasser und um nicht zu sehr von der Sonne gebrannt zu werden strich sie sich mit dem kalten Nass ein.

Der Mann, wie auch Tjalda gingen ihr nicht mehr aus dem Kopf. Sie hatte das dumpfe Gefühl mindestens einen der beiden bald wiederzusehen.
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BeitragThema: Re: Die Inseln   Fr Jun 03, 2011 3:31 pm

Der Strand blieb die nächste Zeit über menschenleer, denn inzwischen war der einsame Spaziergänger zurück nach Yôcul gegangen, um sich mit seinem Fund an einen 'Spezialisten' zu wenden. Und so konnte Madlène ungestört das Gehen üben, während die Sonne langsam höher stieg und es etwas wärmer wurde.
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BeitragThema: Re: Die Inseln   Mi Jun 08, 2011 4:01 pm

Eine weitere Zeit lang beobachtete Madlène den Strand und als keine Menschenseele auftauchte, beschloss sie noch ein wenig das Gehen zu üben. Zwar war ein gewisser Fortschritt vorhanden, doch es sah immer noch nicht so aus, wie sie es gerne hätte.

Langsam erhöhte sich auch die Temperatur, weil die Sonne höher am Himmel stand. Da Madlène diese Wärme nicht gut vertrug, benetzte sie sich immer wieder mit Wasser, um nicht auszutrocknen. Doch irgendwann war sie so erschöpft, dass sie sich am Strand ins Wasser plumpsen liess. Nun strichen die Wellen in ungleichmässigen Abständen über ihren ganzen Körper.

Wieder tauchten in ihren Gedanken der Alte Mann, Tjalda und das glitzernde Etwas auf. Sie schloss die Augen.
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BeitragThema: Re: Die Inseln   Sa Jun 11, 2011 11:56 am

[Ich hoffe mal, ich habe deine Hintergrundgeschichte deinen Vorstellungen entsprechend eingebracht... =) ]

Während Madlène über das Juwel nachdachte, kam ihr plötzlich eine lange vergessene Erinnerung aus ihrer Kindheit in den Sinn. Sie erinnerte sich dunkel, schon einmal eine solche Kugel gesehen zu haben, als sie noch als Mädchen bei den Wassermenschen lebte - gerade, als ihre Mutter sie in einem Algenwald nur mit einem kurzen Brief zurückgelassen hatte, der ihr erklärte, dass sie verstoßen worden war. In diesem Moment hatte sie völlig verzweifelt ihre Reise begonnen, die sie unwiderbringlich immer weiter von ihrer Heimat entfernte. Doch vorher hatte sie noch einen kurzen Blick zurück auf die Stadt der Marinae, auf das große Korallenriff geworfen, dessen oberste Spitze nur bei Ebbe aus dem Wasser ragte. Und dort sah sie ein schwaches blaues Leuchten, dass von einer in der Entfernung winzig wirkenden Kugel auszugehen schien. Madlène hatte, da sie sich nie im Zentrum der Marinaestadt aufgehalten hatte, dieses Ding nie zuvor gesehen, und später auch nicht weiter darüber nachgedacht. Doch jetzt, wo sie diese Kugel sah, schien sie derjenigen auf der Spitze des Korallenriffs sehr ähnlich zu sein...
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BeitragThema: Re: Die Inseln   Do Jul 07, 2011 12:46 pm

Die glitzernde Kugel liess ihre Gedanken nicht mehr los. Die Erinnerung, die sie mit sich brachte bohrten sich förmlich in ihren Kopf. Eins war klar: Sie musste herausfinden, was es mit der Kugel auf sich hatte.

Hastig überlegte sie, wie sie dem Mann nun am besten folgen würde, ohne entdeckt zu werden. Plötzlich kam ihr die Idee, dass sie in den Kanälen von Yôcul gut schwimmen könnte. Folglich sprang sie ins Wasser und hoffte inständig, dass ihr kein Marinae begegnete.

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