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 Die Straßen und Kanäle

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Der Lauf der Welt
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BeitragThema: Re: Die Straßen und Kanäle   Mi Aug 10, 2011 6:35 pm

Plötzlich spürte Madlène eine leichte Bewegung des Wassers zu ihrer Linken. Nur einen Augenblick später berührte sie etwas am Arm. Es war die schuppige, kühle, aber dennoch weiche Berührung von marinaischer Haut.
"Kann ich dir helfen?", bedeutete der Marino ihr mit einer sanften Handbewegung in der Zeichensprache der Marinae. Ein leises Gluckern und Rauschen ging von seinem kräftigen Fischschwanz aus, der sich langsam auf und ab bewegte. Mit großen, saphirfarbenen Augen betrachtete er Madlènes Gesicht, in dem sich noch die Erschöpfung abzeichnete, nachdenklich. Einige Luftbläschen, die sich an seinen wimpernlosen Augenliedern verfangen hatten, lösten sich und stiegen glitzernd zur Wasseroberfläche empor.
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BeitragThema: Re: Die Straßen und Kanäle   Mi Aug 10, 2011 7:21 pm

Eiskalt lief es Madlène den Rücken runter, als sie die Berührung verspürte. Panisch drehte sie sich in die Richtung des Fremden. Es war ein Marino, der ihr mit der Zeichensprache etwas sagen wollte, doch sie passte nicht auf und wich hastig zurück.

Ein Marino, was sollte sie nur tun? Angsterfüllt blickte sie sich um. Da hinten war ein Kanal, doch sie konnte nicht so schnell schwimmen wie er. Bilder fluteten ihren Kopf. Adrenalin wurde freigesetzt. Sie hielt sich mit den Händen die Ohren zu und schrie, dann schwamm sie los.
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BeitragThema: Re: Die Straßen und Kanäle   Mi Aug 10, 2011 7:59 pm

Der Marino zuckte zurück und der Schlag seiner Schwanzflosse wirbelte Staub vom Boden des Kanals auf, als Madlène heftig zusammenzuckte und ihn entsetzt anstarrte. Er sah, wie sie lautlos den Mund öffnete und das Gesicht verzog, so wie er Menschen hatte schreien sehen, dann legte sie die Hände auf die Ohren. Gerade wollte er die Hand zu einer beschwichtigenden Geste heben, da stieß sie sich von der Kanalmauer ab und schwamm mit geübten Schwimmzügen davon - mit menschlichen Schwimmbewegungen. Wie erstarrt blickte der Marino dem Wesen hinterher, was nur eine Marina sein konnte und... und dennoch menschlich geformte Beine besaß. Einen Moment lang traute er seinen Augen nicht.
Hätte seine Haut feine Härchen besessen, hätten sich diese in diesem Moment aufgerichtet. Was hatte man dieser Marina nur angetan? War sie Opfer einer Verzauberung? Verflucht?
Er brauchte einige Sekunden, um sich zu sammeln, dann schwamm er ihr mit kräftigen Schwanzbewegungen nach. Sie tauchte in einen Seitengang ab, doch er wusste, wo der kleine Kanal wieder auf den breiteren treffen würde, und nahm einen Umweg, um sie abzufangen. Die Arme eng an den Körper gelegt glitt er so schnell er konnte durch das Wasser, glitt scharf um zwei Biegungen und hielt dann auf den Ausgang des kleinen Seitenkanals zu, aus dem Madlène gleich erscheinen musste. Er erhob die Hände, um sie zum Halten zu bewegen und gleichzeitig zu signalisieren, dass er ihr nichts tun würde.
'Oh Mond, was muss ihr zugestoßen sein?', dachte er dabei.
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BeitragThema: Re: Die Straßen und Kanäle   Do Aug 11, 2011 2:11 am

Als Madlène über ihre Schulter spähte, sah sie niemanden, anscheinend hatte sie ihn wirklich abgehängt. Erschöpft ging sie in die Knie. Das war knapp. Sie wollte sich nicht ausmalen, was passiert wäre, wenn er sie zu fassen gekriegt hätte.

Die Bilder ihrer Kindheit verliessen wieder ihren Kopf und sie beruhigte sich langsam. Doch sie hörte etwas und schwamm weiter, geradewegs auf ihn zu. Er hatte die Hände erhoben, um ihr zu zeigen, dass er ihr nichts antun würde. Madlène war skeptisch. Hastig wich sie einige Schritte zurück, duckte sich und hob einen Stein auf. Zwar konnte sie ihn unter Wasser nicht werfen, doch er würde beim Zuschlagen Wunden hinterlassen. Ausserem war dies ein Zeichen dafür, dass sie ihm misstraute. Zu schlecht waren die Erfahrungen mit den Marinae.

Madlène überlegte kurz, ob es sich lohnen würde Wassermagie einzusetzen, doch sie war zu sehr eingerostet in dem Gebrauch. Ausserdem waren viele Marinae mächtige Wassermagier und die Chance war gross, dass er sie schnell besiegen würde.
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BeitragThema: Re: Die Straßen und Kanäle   Do Aug 11, 2011 8:42 am

"Nicht", bedeutete er ihr in einer hastigen Geste, als er sah, wie sie den scharfkantigen Stein anhob. Seine von eisblau schimmernden Schuppen bedeckten Kiemen an der Seite seines Halses öffnete und schlossen sich rasch.
"Es geht dir nicht gut...", bedeutete er gefolgt von einer Handbewegung in Richtung ihrer Beine. "Du bist erschöpft... und allein."
'War es ein Magier?', dachte er währenddessen voller Sorge. 'Oder ein anderer Zauberkundiger der Menschen? Denn welcher der Marinae würde einer Marina so etwas antun? Oder ist es ein Fluch, oder eine... Krankheit? Aber ansonsten sieht sie gesund aus... Vielleicht reicht schon ein wenig Mondlicht, damit sie sich selbst heilen kann. Warum ist sie so verängstigt...'
Er betrachtete ihren halb menschlichen, halb marinaischen Körper. Der Anblick ihres langen Haares, das sich sanft in der Wasserströmung bewegte, war ungewohnt, aber auch irgendwie schön anzusehen. Da er als Stadt-Marino schon viele Menschen gesehen hatte, erschreckte ihn ihr Äußeres zwar etwas, aber es stieß ihn nicht ab, sondern faszinierte ihn.
"Ich helfe dir", schlug er mit einer optimistischen Geste vor. "Ich bringe dich in mein Haus - dann bist du nicht mehr allein. Ich gebe dir zu essen und einen Platz zu schlafen - dann bist du nicht mehr erschöpft. Und dann überlege ich, wie ich dir noch helfen kann, dann geht es dir vielleicht bald wieder gut."
Er lächtelte. "Was meinst du? Nur ein kurzes Stück."
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BeitragThema: Re: Die Straßen und Kanäle   Mi Aug 17, 2011 1:44 pm

Die Furcht lähmte noch immer ihre Glieder, zwar verstand Madlène, was er wollte, doch sie vertraute den Marinae nicht. Seit jenen schrecklichen Jahren in ihrem Leben, hatte sie sich geschworen auch keinem je wieder zu vertrauen.

Als sie ihn genau betrachtete, sah sie das selbe Glitzern in seinen Augen, wie bei allen anderen auch. 'Was ist das für ein Wesen' schoss ihm wahrscheinlich gerade durch den Kopf. Fast wäre ihr der Stein aus der Hand gefallen, doch sie konnte ihn geschickt wieder umklammern.

Wieder fasste der Fremde Mut und sprach mit ihr. Anscheinend wollte er sie mit nach Hause nehmen, ihr Essen geben und einen Platz zum schlafen. Madlène glaubte ihm nicht. Die Situation überforderte sie.

Er lächelte sie an. Stimmen, Gelächter und Spott schossen in Madlènes Kopf hoch. Der Stein fiel zu Boden und Madlène in Ohnmacht.
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BeitragThema: Re: Die Straßen und Kanäle   Mi Aug 17, 2011 9:49 pm

Einen Moment starrte er sie verblüfft an. Eben noch hatte die fremde Marina-Frau (er benutzte in Gedanken das Wort für einen weiblichen Angehörigen seines Volkes in Verbindung mit dem für einen weiblichen Menschen) ihn voller Misstrauen und Abweisung angesehen, doch nun schien ihre Hand kurz zu zittern. Der Stein entglitt ihr und sank zum Grund des Kanals herab, während sich ihre Augen kurz nach oben bewegten und dann die Augenlider herabsanken. Die Strömung spielte mit ihren Haaren - ein Anblick, der ihn immer noch gleichmaßen verwirrte und faszinierte - und mit dem Kleid, dass sie trug, doch sie bewegte sich nicht, sank nur ganz langsam herab. Einige Augenblickte starrte er sie an, dann schwamm er schnell zu ihr und hielt sie fest, sein Gesicht nah an ihren Kiemen. Zu seiner Erleichterung spürte er einen leichten Hauch von Wasser, dass durch sie strömte. Sie atmete also, nur hatte sie offenbar das Bewusstsein verloren.
Der Marino blickte sich um. Weit und breit war niemand zu sehen. Sie schien ganz allen hier zu sein, und aus ihrem Verhalten schloss er, dass sie hier niemanden kannte und dass die Kanäle ihr fremd waren. Noch einmal warf der Marino einen Blick über die Schulter, dann sah er in Madlènes Gesicht, dachte einen Moment lang nach und griff dann kurzerhand unter ihren Beinen und ihrem Oberkörper hindurch, um sie wie ein kleines Kind in den Armen zu tragen. Er machte kehrt, und kräftige Schläge seines Lamolida trugen ihn schnell durch das Wasser.

Als Madlène erwachte, war sie allein. Sie befand sich in einer ruhigen Umgebung, die völlig dunkel gewesen wäre, hätten nicht einige Leuchtquallen, die in einem großen, umgestülpten Weidenkorb schwammen, ihr sanftes blaues Licht in dem Raum verbreitet. Schnell stellte sie fest, dass sie in einer Wandnische in natürlichem Fels lag, die mit Ramalo-Blättern gepolstert war.
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BeitragThema: Re: Die Straßen und Kanäle   Do Aug 25, 2011 11:00 pm

Als Madlène ihre Augen öffnete, blickte sie sich schläfrig umher. Wo war sie? Als sie den Weidenkorb mit den Quallen sah, wusste sie, dass sie bei dem fremden war. Was wollte er von ihr?

Hastig erhob sie sich vom Bett und blickte sich um. Es war recht heimelig hier, doch es erinnerte sie zu sehr an ihre Kindheit. Wenn er ihr etwas antun will, hätte er das schon längst getan, oder nicht?

Langsam und pathetisch ging Madlène im Zimmer umher, nahm wahllos Gegenstände in die Hand und legte sie wieder zurück. Sie konnte nicht viel tun ausser warte, bis der Fremde wieder zurückkam.
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BeitragThema: Re: Die Straßen und Kanäle   Fr Aug 26, 2011 8:53 pm

Der Marino schlug die Augen auf, als er im Schlaf spürte, dass das Wasser im Nebenraum in Bewegung war. Langsam erhob er sich, und tatsächlich spürte er leichte Wellen, die darauf hindeuteten, dass sich dort drüben etwas bewegte. War sie wach?
Er erhob sich und überlegte, ob er zu ihr gehen sollte. Würde sie es ihm übelnehmen, dass er sie mitgenommen hatte? Aber sie war offensichtlich in Ohnmacht gefallen. Und er hielt sie ja hier nicht fest. Dennoch schwebte er eine Weile unschlüssig im Wasser über seiner Lagerstatt und wedelte unregelmäßig mit den kleineren Flossen, darüber nachgrübelnd, wie er ihr gegenübertreten sollte.
Schließlich sagte sich der Marino, dass es keinen Zweck habe, weiter zu warten, denn sie kam offenbar nicht heraus. Er schwamm langsam zu dem Vorhang aus extra angepflanztem Tang, der den Raum, in dem sie schlief, von seinem trennte und der an die Korallenstädte der Marinae erinnern sollte. Vorsichtig schob er die Pflanzen ein Stück beiseite und vollführte eine einfache Begrüßungsgeste.
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BeitragThema: Re: Die Straßen und Kanäle   Do Sep 01, 2011 1:53 pm

Madlène sah dem Fremden zu, wie er die Begrüssungsgeste vollführte. Zuerst wusste sie nicht, was sie nun sagen sollte, doch dann versuchte sie sich an die Gestensprache der Marinae zu erinnern.

Sie bedeutete ihm, was er von ihr wolle und wieso er sie hierher gebracht hatte. Madlène schämte sich ein wenig, da sie die Sprache nicht mehr wirklich beherrschte und hoffte inständig, er würde nichts falsches verstehen.

Während sie diese Worte jedoch gestikulierte, blieb sie immer noch auf Abstand, denn sie traute ihm noch nicht. Schon viel zu viele Male war sie von den Lebewesen betrogen worden.
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BeitragThema: Re: Die Straßen und Kanäle   Sa Sep 03, 2011 12:04 pm

Ihre Handbewegungen wirkten unsicher, fast schon ungeschickt wie die eines kleinen Kindes. Tatsächlich glaubte der Marino beinahe, ihre Hände etwas zittern zu sehen, als sie gestikulierte: "Du, Marino, bringst mich hierher - Warum? - Dein Wunsch mit mir - Was? Wozu?"
Einen Moment zögert er. "Das weiß ich nicht", bedeutete er dann mit einem verlegenen Lächeln "Ich dachte, du bist verletzt, du stehst unter einem Fluch, du brauchst Hilfe. Dir helfen, ist was ich will."
Einen Moment zögerte er, unsicher, was er jetzt sagen sollte. Dann fragte er Madlène, ob sie hungrig sei.
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BeitragThema: Re: Die Straßen und Kanäle   So Sep 04, 2011 11:49 pm

"Und wer bist du darüber zu Urteilen, ob ich unter einem Fluch stehe, ob ich Hilfe benötige?", erzürnte Madlène ein wenig. Schon viele Male hatten Marinae sie als Krüppel, Missgeburt oder Verfluchte bezeichnet. Nie war es im guten Sinne gewesen. Zwar spürte sie, dass der Fremde es nicht böse meinte, doch sie wollte einfach in Ruhe gelassen werden. Über ihr Aussehen sprechen fiel ihr schwer, jedoch hatte sie sich akzeptiert, wie sie war: verstossen, anders.

Es war falsch anzunehmen, dass sie keinen Stolz besitzen würde. Und dieser Fremde redete nun, nur aufgrund ihrer Erscheinung, gleich von einem Fluch. Madlène wüsste beziehungsweise vermutete, dass sie einzigartig war und dass ihre Erscheinung merkwürdig war, doch fühlte sie sich jedesmal von neuem verstossen.

Der Wut folgte Trauer und sie schlug ihre Hände vor ihr Gesicht und sackte in sich zusammen. Leise weinend kauerte sie nun vor dem Fremden, hoffte hier endlich weg zu können.
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BeitragThema: Re: Die Straßen und Kanäle   Mo Sep 05, 2011 6:21 pm

Er zuckte zusammen. "Verzeih", gestikulierte er verwirrt. Er wusste, dass er sie verletzt hatte, doch war es nicht seine Absicht gewesen, sie zu beleidigen. Einen Moment lang sah er sie ratlos an, dann krümmte sie sich auf einmal zusammen und legte die Flossen eng an, schlug die Hände vor ihr Gesicht und begann zu schluchzen. Sein erster Impuls war, auf sie zu zu schwimmen und ihr beruhigend eine Hand auf die Schulter zu legen, doch ihre heftigen Reaktionen und ihr abweisendes Verhalten beunruhigten ihn. Er zog sich in den Nebenraum zurück und ließ die Algenvorhänge zurückgleiten.
Wenige Augenblicke später kehrte er mit einem Gefäß zurück, dass an einen großen Krug ohne Henkel erinnerte. Darin befanden sich einige essbare Algen und Muscheln sowie ein paar Blätter von gewöhnlichem Feldsalat. Der Marino mochte diese Pflanze, auch wenn sie eigentlich nicht zu den gewöhnlichen Speisen der Marinae zählte, aber hier in Yôcul konnte man sich an alles gewöhnen.
Vorsichtig stellte er den Behälter mit dem Muschelsalat vor seinem Gast ab und fragte: "Soll ich gehen?"
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BeitragThema: Re: Die Straßen und Kanäle   So Sep 18, 2011 10:22 pm

Als Madlène durch ihre Finger hindurchschielte, war der Marino schon wieder zurückgekehrt mit etwas zu Essen. Sie kannte die Speisen zwar nicht, doch sie sahen verführerisch aus. Er fragte sie, ob er gehen sollte. Kurz überlegte Madlène und entschied dann: "Nein, du kannst hier bleiben, wenn du das möchtest."

Einerseits wollte sie ihn prüfen, ob er wirklich hier blieb, andererseits war sie nun schon so lange alleine gewesen, dass ihr Gesellschaft wohl gut tun würde.

Skeptisch nahm sie die Blätter zwischen zwei Fingerspitzen und schob sie sich langsam in den Mund. Es war lecker. "Woher hast du das?", fragte sie den Marino.
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BeitragThema: Re: Die Straßen und Kanäle   Mi Sep 21, 2011 10:34 pm

Der Marino wartete in der Tür, während Madlène die Speisen zu sich nahm. Er blieb natürlich und betrachtete sie mit einer gewissen Neugier, da sie ihn nicht fort geschickt hatte, allerdings kam er auch nicht näher, um sie nicht zu erschrecken. Sie schien die Landpflanzen im Gegensatz zu dem Muscheln und den Wasserkräutern nicht zu kennen - offenbar war sie noch nie bei Menschen oder Yôcul-Marinae gewesen.
"Woher hast du das?", fragte sein Gast ihn.
"Ich habe es selbst zubereitet", antwortete er, bis ihm aufging, dass sie vielleicht etwas anderes meinte. "Das heißt, die Pflanze - Salat heißt sie - stammt ursprünglich von den Menschen. Sie pflanzen sie in Gärten an und tauschen sie mit uns gegen Dinge, die es nur unter Wasser gibt."
Er beobachtete ihre Reaktion, um zu sehen, ob er sie richtig eingeschätzt hatte und sie wirklich nichts von den elementarsten Grundsätzen des Zusammenlebens von Menschen und Marinae in Yôcul wusste. Wenn dies der Fall war, musste sie aus einer der Marinae-Städte in den Korallenriffen kommen, und in diesem Fall musste sie ihm unbedingt davon erzählen! Er selbst war noch nie sehr weit außerhalb des Hafenbereichs von Yôcul gewesen, hatte aber schon viel davon gehört.
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BeitragThema: Re: Die Straßen und Kanäle   So Okt 23, 2011 11:33 pm

Nach Minuten, die der jungen Diebin wie Ewigkeiten vorkamen, hatte sie sich durch die Menge gekämpft. Bis auf den Vorteil einigen von ihnen die Geldbörsen unbemerkt abgenommen zu haben, war sie froh wieder frei atmen zu können als sie den Eingang zur Hauptstraße erreicht hatte und sich in eine der Gassen schlagen konnte. Dort lehnte sie gegen eine Hauswand und betrachtete die paar Säckchen, die sie hatte stehlen können. Das wenige Geld musste vorerst reichen.

Immer noch tropfend vor Nässe begab sie sich wieder auf die Straße und schlenderte diese hinab. Dabei versuchte sie so unauffällig wie möglich zu wirken, was angesichts ihrer abgerissenen Gestalt schwierig war.
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BeitragThema: Re: Die Straßen und Kanäle   Di Okt 25, 2011 11:44 pm

Naantol trat aus der Herberge. Es war wirklich ein schöner Morgen und die Sonne kletterte Zielstrebig ihrem höchsten Punkt entgegen. Er schaute sich kurz um und ging dann nach rechts. Es machte den Eindruck, als würde es dort tiefer in die Stadt gehen.
Wärend er sich einen Weg durch die Straßen suchte, schaute er sich aufmerksam um. Dabei interessierten ihn nicht nur die ganzen Menschen und anderen Lebewesen, die durch die Stadt trotteten, sondern auch die Häuser und Wände, Mauern und Bäume.
Das alles machte einen sehr guten Eindruck und Naantol war sich sicher, dass man in dieser Stadt schnell von einem Ort zum anderen kommen konnte, ohne groß gesehen zu werden und auf zu fallen. So gut beschaffen war die Architektur und die Verschiedenheit der Leute.
Auf einmal fiel ihm eine Frau ins Auge, die das mit dem unauffällig zwar versuchte, doch der es nicht so wirklich gelang, was nicht zuletzt daran lag, dass sie von Kopf bis Fuß naß war. Bei jedem Schritt schienen die Schuhe zu schmatzen und es tropfte stetig Wasser von Kleidung und Haar auf den Boden. Von hinten sah sie allerdings nicht schlecht aus und Naantol fragte sich schon einen Moment, was wohl mit dieser Frau passiert sein könnte. Langsam ging er hinter ihr her und schaute sie weiter an.
Da entging ihm natürlich auch nicht, dass die Frau den ein oder anderen Geldbeutel in ihren Besitz nahm.
Super, damit hätte ich dann wohl auch schon den Kontakt zur Unterwelt, dachte er bei sich.
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BeitragThema: Re: Die Straßen und Kanäle   Di Okt 25, 2011 11:51 pm

Lenne fluchte leise. Die nasse Kleidung klebte wie eine zweite eklige Haut an ihr und sie begann zu frieren. Es mussten dringend trockene Sachen her ehe sie sich noch den Tod holte. Das alles hatte sie anders geplant! Aber wie immer war alles anders gekommen als man es eigentlich gebrauchen konnte!

Mit einem Blick in alle Richtungen stahl sie sich in eine der vielen Seitengassen und zählte erneut ihre Ausbeute aus. Das Geld reichte nicht einmal im Ansatz für neue Kleider geschweige denn eine wärmende Mahlzeit. Sie seufzte schwer und trat wieder hinaus auf die Straße. Gründlich wrang sie ihre langen schwarzen Haare aus und das Wasser aus ihrem Hemd. Fröstelnd fuhr sie sich mit den Händen über die Oberarme und ging weiter die Straße entlang. Vielleicht ergab es sich an einem Marktstand, dass sie Etwas entwenden konnte.
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BeitragThema: Re: Die Straßen und Kanäle   Mi Okt 26, 2011 12:02 am

Die Frau schien nicht wirklich glücklich mit ihrer Situation zu sein, was Naantol aber auch verstehen konnte. Gerade wollte er seine Aufmerksamkeit schon wieder anderen Dingen zu wenden, als die Frau in eine Seitenstraße abbog. Langsam ging Naantol bis zur Ecke mit der Absicht der Frau zu folgen. Vielleicht konnte sie ihm doch noch zeigen, wie er an lukrative Aufgaben kam. Doch in dem Moment als er um die Ecke gehen wollte kam sie schon wieder herraus und schloss sich wieder dem Strom auf der Straße an. Beinahe wäre er mit ihr zusammen gestossen und es wäre zu einem peinlichen zusammentreffen gekommen. Er konnte jedoch im letzten Moment seinen Ellbogen einziehen und ihr ausweichen. Er ging ein paar Schritte in die Seitengasse hinein, in der Hoffnung, dass die Frau einfach weiter gehen würde.
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BeitragThema: Re: Die Straßen und Kanäle   Mi Okt 26, 2011 12:11 am

Lenne blieb abrupt stehen. Aus den Augenwinkeln hatte sie einen jungen Mann bemerkt, der sich gegen den Strom bewegte und eben in die Gasse eingebogen war aus der sie gekommen war. Sie legte misstrauisch den Kopf schräg und drehte sich um. An die Wand gedrückt schlich sie sich bis zu der Ecke zurück.

Mit einem Satz sprang sie um die Ecke und nahm Anlauf um den Mann von hinten umzustoßen. Dabei bewegte sie sich vollkommen lautlos und war lediglich als Schatten gegen die von der Straße her strahlende Sonne zu erkennen. "Warum folgst du mir?!", zischte sie.
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BeitragThema: Re: Die Straßen und Kanäle   Mi Okt 26, 2011 6:27 pm

Naantol sah einen Schatten um die Ecke auf sich zu rasen. Er vermutete, dass es die Frau war, die bemerkt hatte, dass er ihr gefolgt war, doch erkennen konnte er gegen die Sonne nicht viel. Er versuchte noch ihr auszuweichen, um nicht von ihrem Schwung umgerissen zu werden, doch es gelang ihm nicht mehr. Schon lag er auf dem Rücken und die Frau kniete auf allen vieren auf ihm.
"Warum folgst du mir?!" zischte sie ihn an.
Naantol musste erst einmal tief Luft holen und sich von dem aufprall erholen. Die Frau war zwar nicht schwer, doch hatte sie genügend Schwung gehabt. Nach einem Wimpernschlag Zeit der Erholung schaute er in das Gesicht über ihm und blickte in das zugegeben sehr schöne Gesicht der Frau, der er gefolgt war.
"Ich folge euch nicht, ihr müsst euch irren! Und ich würde es auch sehr gut finden, wenn ihr die Güte hättet von meinem Körper zu gehen, ihr macht noch meine Kleidung dreckig und naß und das will ich euch nicht raten!"
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BeitragThema: Re: Die Straßen und Kanäle   Mi Okt 26, 2011 6:36 pm

Die junge Frau war selbst von dem Aufprall leicht benommen und brauchte einige Sekunden ehe sie begriff was der Mann unter ihr sagte. Wütend knurrte sie ihn an und drückte ihn noch fester zu Boden, nur um ihn zu reizen.

"Passt lieber auf, dass ich dir nicht ein Messer an die Kehle setze um dir ein zweites Grinsen zu verpassen!", erwiderte sie und starrte ihn entschlossen an. Das Wasser tropfte von ihren schwarzen Haarspitzen auf Naantols Gewand hinab.

"Sag mir nun wieso du mir gefolgt bist!" Sie packte ihn am Kragen und schüttelte ihn.
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BeitragThema: Re: Die Straßen und Kanäle   Mi Okt 26, 2011 10:16 pm

Die Frau war wohl selber etwas überrascht, dass sie ihn zu Boden gerissen hatte, doch nach einem Moment der Erholung versuchte sie ihn schnell noch fester an den Boden zu drücken.
Kaum hatte sie ihre Gedanken wieder sortiert, da fing sie auch schon an Drohungen zu formulieren und ihm an den Kopf zu schmeißen. Sie sprach von Dolchen und einem breiten Grinsen.
Unterdessen tropfte weiter Wasser von ihr auf seine Kleider und Naantol war der Situation langsam überdrüssig. Als sie ihn dann auch noch am Kragen nahm und Schüttelte, war sein Geduldsfaden zu Ende. Seine Hand schnellte hoch, grif vorne am Hals in ihre Kleider und schleuderte sie zur Seite. Mit dem selben Schwung beförderte er sich erst auf die Knie und dann auf die Füße und schaute sie grimmig an.
"Die Idee mit dem Grinsen im Gesicht finde ich gar nicht so schlecht, ich sollte sie mir merken. Aber ab jetzt wird sich mein Freund hier um euch kümmern!" Sprach er und deutete währenddessen auf einen Punkt hinter der Frau.
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BeitragThema: Re: Die Straßen und Kanäle   Mi Okt 26, 2011 10:21 pm

Lenne konnte sich gerade noch rechtzeitig abrollen und kam auf allen Vieren kniend einige Meter von dem Mann zum stehen. Angriffslustig funkelte sie ihn von unten heran an und legte den Kopf leicht schräg. Das war einer der ältesten Tricks der Welt und sie würde gewiss nicht darauf reinfallen. Sie grinste siegessicher und erwiderte: "Für wie dumm hältst du mich eigentlich?"

Sie stemmte sich hoch und kam auf Naantol zu. Dabei schwang sie verfürherisch ihre Hüften und zog ihren Dolch als sie auf seiner Höhe war. "Ich zähle bis Drei und dann sagst du mir warum du mir gefolgt bist.", hauchte sie und war sich ihrer Wirkung auf den Fremden durchaus bewusst. Um ihre Worte zu unterstreichen zählte sie beginnend mit drei Fingern nach unten ab.
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Naantol
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BeitragThema: Re: Die Straßen und Kanäle   Mi Okt 26, 2011 10:30 pm

Auf diesen einfachen Trick schien sie nicht rein zu fallen. Nach dem sie sich abgerollt hatte und ein Stück entfernt auf allen vieren gelandet war, fragte sie nur empört, für wie dumm er sie halte.
Naja gut, es war wirklich nicht sehr einfallsreich gewesen, dass war klar, aber es war ein Versuch. Es wäre die einfachste Möglichkeit gewesen, diese unliebsame Frau los zu werden.
Schon zog sie einen Dolch und kam mit überdeutlichem Hüftschwung auf sie zu. Dies hatte natürlich schon eine Wirkung auf Naantol, wie es für Männer nicht ganz unüblich sein dürfte, aber andererseits schaffte er es trotzdem einen klaren Kopf zu bewahren. Dies dürfte wiederum nicht jedem Mann gelingen. Als sie direkt vor ihm Stand stellte sie ihm ein Ulitmatum und zählte von drei runter.
'Mein Gott ist sie lässtig', dachte sich Naantol. 'Es wird Zeit, dass ich sie wieder los werde, oder zumindest mehr Abstand zwischen uns bringe, sonst wird sie mir nicht mehr besonders nützlich sein.'
Und wie durch ein Wunder - oder wohl eher doch die Gesetzmäßigkeiten einer Stadt - bog ein passant um die Ecke und näherte sich ihnen. Er hatte wohl noch nicht ganz den ernst der Lage verstanden. Naantol nutzte den Moment und sagte: "Mensch, woh habt ihr denn so lange gesteckt? Ihr solltet doch nur kurz zum Markt gehen und ein paar Besorgungen machen. Seid ihr vielleicht ein Tölpel. Aber egal, tut mir einen gefallen und kümmert euch um diese Frau hier, dann will ich alles andere vergessen!"
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Die Straßen und Kanäle

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