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 Straßen der Stadt

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Jilai
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BeitragThema: Re: Straßen der Stadt   Mi Jul 13, 2011 10:50 pm

Jilai musterte den JUngen neugierig. "Es tut mir leid, dich enttäuschen zu müssen. Aber ich kenne kaum jemanden in der Stadt, also werde ich wohl niemandem eine geheime Nachricht zukommen lassen müssen. Vielleicht kannst du mir die Tage mal zeigen, wo so richtig was los ist. Ich will etwas erleben, das Leben kann so schnell vorbei sein." Sie wühlte ein wenig am Grund des Wasserlaufs und holte eine Dunkelgrüne Wurzel hervor, diese hielt sie dem Jungen hin. "Hier die ist sicher nützlich für dich, man kann sie nämlich essen. Aber sie schmeckt leider schrecklich, ist aber wohl sehr nahrhaft. Obwohl vielleicht mag ja auch nur ich sie nicht."
Sie lachte leise. "Ansonsten weiß ich nicht, was für Pflanzen für sich nützlich sein könnten." Was konnten Kinder wohl für Pflanzen benötigen, das war eine Frage, über die sich Jilai bisher niemals den Kopf zerbrochen hatte, aber sie hatte auch nicht vor, dass jetzt zu ändern. Entweder musste der Junge mit einem genaueren Beispiel kommen, oder er würde nur Pflanzen zu Gesicht bekommen, mit der die junge Frau etwas anfangen konnte.
Sie pflückte eine kleine Pflanze am Ufer, mit kleinen hellgrünen Blättern und einer winzigen weißen Blüte. "Meinst du du kannst von denen einige sammeln? Eigentlich benötige ich nur die Blüten. Daraus kann man einen Tee machen, der gegen Schmerzen hilft. Den kannst du nachher trinken, dann ist das Stechen nicht so schlimm. Keine Ahnung wie das bei Kindern ist, aber Männer sind da ziemlich wehleidig, meist schlimmer als die Frauen. Besonders die, die sonst so tun, als wären sie richtig hart, ich habe sogar mal einen gesehen, der hat angefangen zu weinen und ist abgehauen, bevor sein Bild fertig war." Sie lachte amüsiert und sammelte dann noch ein paar Blätter ein.
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Mikal das Wiesel
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BeitragThema: Re: Straßen der Stadt   Mi Jul 13, 2011 11:43 pm

Wiesel zuckte kurz mit den Schultern als Jilai meinte das sie seine Botendienst wohl nicht brauchte. Das war zu erwarten gewesen nachdem sie sich offensichtlich nicht sehr in der Stadt auskannte. "Vielleicht ergibt sich ja noch was. Natürlich kann ich dir zeigen wo nachts meist was los ist." meinte der Junge dann mit einem Lächeln. Das könnte interessant werden überlegte er sich denn Jilai hatte ja gesagt das sie ihn in ihrer Nähe haben wollte. Vielleicht bekam er ja die Chance einige der Tavernen von innen zu sehen in denen er sonst normalerweise nicht erwünscht war. Wenn er dem Wirt Kundschaft brachte mochte das anders aussehen.
Neugierig sah er dann zu wie Jilai am Grund des Gewässers herum tastete und dann eine wurzel heraus zog. Trotz ihrer Warnung bedankte sich Wiesel und biss in die angebotene Wurzel hinein. Sein verzogenes Gesicht ließ wohl wenig Zweifel daran das er ihre Einschätzung über den Geschmack teilte. Dennoch verdrückte er tapfer die ganze Wurzel. "Du hast Recht. Die ist wirklich widerlich. Aber manches was ich aus dem Unrat ziehe oder eine Ratte sind auch nicht wirklich besser. Woran kann ich denn erkennen wo diese Wurzeln wachsen?"

Wiesel blickte sich dann aufmerksam nach den Pflanzen mit den kleinen Blüten um. Ein Stück weiter sah er einige und möglicherweise waren dort noch mehr. Abgesehen davon mochten die nützlich sein. Allerdings hatte er nur sehr selten eine Gelegenheit ein Feuer zu machen oder gar neinen Behälter um Tee zu kochen. "Klar helfe ich dir. Hast du vielleicht etwas wo ich die Blüten rein tun kann? Gibt es Stellen an denen diese Pflanzen besonders oft wachsen?"
Nachdenklich blickte er Jilai an. "Ich könnte Pflanzen gebrauchen die man essen kann oder die bei Verletzungen und Krankheiten helfen. Allerdings habe ich meist keine Gelegenheit etwas zu kochen. Andererseits könnte ich Pflanzen auch bei einem Kräuterhändler gegen was zu essen tauschen wenn sie selten genug sind."

Auf ihre Worte über wehleidige Männer deutete Wiesel auf die noch recht frischen Striemen auf seinem Körper. "Ich bin wirklich nicht scharf auf Schmerzen aber ich bin da einiges gewohnt, weiß du!" war sein einziger kurzer Kommentar dazu. Dann drehte er sich um damit er ihr die Pflanzen suchen konnte.
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BeitragThema: Re: Straßen der Stadt   Fr Jul 15, 2011 10:57 pm

Jilai lauschte den Worten des Jungen und reichte ihm still eine Schüssel, in die er die Blüten legen konnte.
"Die Blüten wachsen immer in Ufernähe und nur selten im Sonnenlicht. In meiner Heimat könnte ich dir mehr Kräuter zeigen, aber hier kenne ich nur die gängigsten und die, die ich selbst benötige. Und seltene Pflanzen findet man generell nicht in der Nähe von Städten. Sonst würden die Händler sie sich immer von kleinen Jungen, wie dir besorgen lassen."
Sie kicherte leise und dachte kurz darüber nach, wie angenehm das Leben sein konnte, wenn man wirklich so leicht gutes Geld verdienen konnte. Doch dann deutete sie auf ein bläuliches Moos, das an einem Stein wucherte.
"Wenn du davon etwas findest, kannst du es immer einsammeln und einem Kräuterhändler anbieten. Es bringt nicht viel Geld, da es sehr häufig ist, wird aber immer benötigt. Es macht generell Tränke wirksamer. Es heißt Blaumoos und man nennt es einen Katalysator. Es sollte genug Geld bringen, um etwas einfaches zu Essen zu kaufen. Davon brauche ich aber auch etwas, es verstärkt auch Farbwirkungen. Wenn du noch welches findest, darfst du es behalten." Sie kramte in ihrer Tasche und holte einen kleinen Stoffbeutel hervor und reichte ihn dem Jungen.
"Hier, den kannst du behalten, ich brauche ihn nicht mehr."
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Mikal das Wiesel
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BeitragThema: Re: Straßen der Stadt   Sa Jul 16, 2011 3:05 pm

Mit einem Nicken nahm Wiesel die Schüssel entgegen und lauschte den Worten seiner Begleiterin. Auch er grinste bei ihrer letzten Bemerkung auch wenn man ihm ansah das er es bedauerte nicht so einfach an Kräuter zu kommen die er gegen was zu Essen tauschen konnte. Glücklicherweise konnte sie ihm mit dem Blaumoos doch noch etwas zeigen das ihm helfen mochte seinen eigentlich immer leeren Bauch zu füllen.
Mit Jilais Erklärungen zum Blaumoos konnte der Junge nicht viel anfangen denn er hatte nie eine Schule besucht. Er sah sich aber genau die Stelle an wo sie das Moos gefunden hatte denn er vermutete das es an entsprechenden Stellen wuchs. Dabei kratzte er sich unbewusst im Schritt da es ihn dort juckte. Ihm käme dabei nie in den Sinn das dies Jilai vielleicht stören konnte denn als Straßenjunge hatte er auch nie gelernt das man so etwas eigentlich nicht tun sollte.

"Danke Jilai." antwortete Wiesel dann artig als sie ihm den kleinen Stoffbeutel reichte. Für die Frau mochte das nichts besonderes sein aber Wiesel würde der Beutel doch sehr helfen. Allerdings war er noch nicht sicher wo er diesen lassen sollte. Taschen gab es an seiner doch sehr dürftigen Bekleidung natürlich nicht. Erst einmal ging er aber mit Schüssel und Beutel in den Händen zu der Stelle mit den Pflanzen hinüber. Er watete dabei einfach durchs Wasser da ihm dies als der einfachste Weg erschien. Blaumoos entdeckte er dabei nicht also machte er sich daran die Blüten von den Pflanzen zu entfernen und diese in die Schüssel zu tun.
Während er die letzten Blüten entfernte kam auch das Wiesel das Jungen zurück und jagte nach den Insekten die der Junge bei seiner Arbeit aufscheuchte. Wiesel sah sich aufmerksam um als er dort fertig war. Er sah keine weitere der Pflanzen und beschloss es auf der anderen Seite noch einmal zu versuchen. Die Schüssel war gut zur Hälfte gefüllt als er bei Jilai vorbei kam. "Denkst du das wird reichen?"
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BeitragThema: Re: Straßen der Stadt   Sa Jul 16, 2011 11:56 pm

Jilai suchte weiter, eine wirklich langweilige Arbeit. Sie seufzte leise und trennte noch einen Stengel mit ihrem kleinen Kräutermesser ab. Wenigstens konnte sie neue Farben herstellen und auch für ein wenig neues Gift sollten die Kräuter reichen. Beiläufig sah sie auf die Schüssel und nickte dann leicht mit dem Kopf.
"Das sollte erstmal genügen, wir wollen es ja auch nicht übertreiben und so lang sind Kräuter ja nun mal nicht haltbar. Wenn man sie trocknet, verlieren sie häufig an Wirkungskraft. Also wenn du Kräuter verkaufen willst, solltest du niemals trödeln."
Sie richtete sich auf und strich einige Erdbrocken von ihrer Kleidung. "Lass uns zurückgehen, ich habe keine Lust mehr. Ich will noch ein Bad nehmen bevor wir essen gehen. Wenn du noch weitersuchen willst, kann ich auch allein vorgehen und wir treffen uns später wieder an der Taverne, wo wir uns heute getroffen haben." Jilai wartete nur einige Augenblicke, bevor sie sich langsam wieder in Richtung Stadt aufmachte. Dabei kümmerte es sie nicht sonderlich, ob Mikal ihr folgte. Sie war sich sicher, dass sie ihn spätestens am Abend wiedersehen würde.
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Mikal das Wiesel
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BeitragThema: Re: Straßen der Stadt   So Jul 17, 2011 8:38 pm

Wiesel nickte auch wenn ihm bis dahin nicht klar gewesen war das Kräuter auch verderben konnten. Von einigen Ständen auf dem Markt kannte er schließlich die Bündel mit getrockneten Kräutern. Offenbar ließen sich nicht alle dieser Kräuter trocknen. "Gut das zu wissen." erklärte der Junge dann auch.
Der Junge lächelte ein wenig spöttisch als Jilai versuchte ihre Kleidung zu reinigen. Das war einer der Vorteile um die er sich mit seiner sehr spärlichen Kleidung nicht kümmern musste. Auch genoss er den Wind der über seine Haut strich und Kühlung brachte. Ein wenig verschwitzt und auch etwas schmutzig war auch Wiesel inzwischen. Für ihn war das aber völlig normal. Immerhin machte er sich mitunter absichtlich richtig schmutzig wenn er versuchte zu betteln und Mitleid erregen wollte.
"Ich denke ich komme lieber gleich mit." erklärte Wiesel dann auf Jilais Angebot weiter zu suchen und sie später zu treffen. Für den neugierigen Jungen war die Suche nach Kräutern doch ein wenig langweilig. Hinzu kam das er im Moment durchaus über die Mittel verfügte die nächsten zwei oder drei Wochen zu überleben.

Als sie sich dem Stadttor näherten hielt sich Wiesel mit Diego auf seiner Schulter dann sehr nah an Jilais Seite. Es wäre nicht das erste Mal das man ihn nicht in die Stadt lassen wollte. Er war zwar ein guter Schwimmer aber er verspürte wenig Lust den doch recht anstrengenden und nicht ganz ungefährlichen Weg durchs Meer zum Hafen zu wählen. Er hoffte das man ihn in Jilais Begleitung anstandslos durchlassen würde. Eine der Wachen am Tor beäugte ihn allerdings recht finster. Wiesel spürte das sofort denn so etwas war für einen Straßenjungen wie ihn eine wichtige Fähigkeit um zu überleben. In gewisser Weise waren er und Seinesgleichen Freiwild denn niemand würde viel Aufheben darum machen wenn er eines Morgens tot im Unrat einer der Gassen liegen würde. Hin und wieder verschwand auch der eine oder andere Straßenjunge und zwischen den Straßenkindern galt es als offenes Geheimnis das diese nicht selten als Sklaven verschleppt wurden.
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BeitragThema: Re: Straßen der Stadt   So Jul 17, 2011 9:21 pm

Jilai bemerkte den merkwürdigen Blick der Wache, es beunruhigte sie, was diese Wache wohl vorhatte. Das sich der Blick auf ihre Begleitung beziehen könnte, kam ihr nicht in den Sinn. Sie fasste den Jungen an der Schulter und drängte sich etwas näher an ihn. Als sie das Stadttor passiert hatten wandte sie sich an Mikal und meinte, noch immer etwas leiser sprechend: "Nun wo ist das Badehaus? Ich möchte gerne ein Bad nehmen und solange du in meiner Gesellschaft bist, solltest auch du etwas ansprechender aussehen. Ich will nicht merkwürdig angesehen werden, nur weil du bei mir bist. ."
Sie würde dem Kind wohl auch noch etwas zum Anziehen kaufen müssen, es ging ja nicht an, dass er so schäbig bei ihr blieb. Außerdem machte ihr einkaufen Spaß und ob es nun für sie, oder ihren Begleiter war, kümmerte sie nicht weiter.
"Du brauchst auch ein Hemd und eine Hose. Wenn du alleine unterwegs bist, brauchst du die Sachen nicht anziehen, aber wenn du bei mir bist, hätte ich das gerne. Sonst denken die Leute nachher noch du wärst mein Sklave oder ich würde dich sonstwie schlecht behandeln."
Ihr Tonfall machte sehr deuntlich klar, dass sie in dieser Sache keinen Widerspruch duldete.
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Mikal das Wiesel
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BeitragThema: Re: Straßen der Stadt   Mo Jul 18, 2011 9:14 pm

Wiesel war durchaus erleichtert das Jilai ihn an der Schulter fasste und zu sich heran zog. Offenbar deutete die Wache diese Geste in Wiesels Sinn denn sie unternahm nichts um ihn aufzuhalten. Erleichtert atmete er auf als sie durch das Tor waren. Leider sollte seine Erleichterung nicht lange anhalten. Als sich Jilai nach dem Badehaus erkundigte und dabei meinte er sollte auch etwas ansprechender aussehen dachte er an ein Bad oder so. Etwas das ihn nicht weiter stören würde denn er war noch nie im Inneren eines Badehauses und neugierig. Er lächelte sogar ein wenig und bedeutete ihr die Richtung.

Bevor Wiesel aber etwas sagen konnte deutete Jilai an das sie ihn in ein Hemd und eine Hose stecken wollte. Wiesel zuckte darauf sichtlich zusammen und starrte sie dabei mit einem Gesichtsausdruck an der deutlich zeigte wie wenig er von dieser Idee hielt. Seit rund drei Sommern lief der Junge nun schon in nicht mehr als so einem Schurz herum. Er hatte sich inzwischen daran gewöhnt zumal er nicht wirklich Schamgefühl empfand. Das Leben als Straßenjunge war hart und nicht ungefährlich aber er er genoss die Freiheit und den Nervenkitzel den fast jeder Tag mit sich brachte. Wiesel verstand sich gut darauf sich unbemerkt durch eine Menschenmenge aus Erwachsenen zu bewegen aber er war sich bewusst das er mit den blauen Haaren eines Volkes und der ungewöhnlich stark gebräunten Haut in anderen Situationen wie beim Betteln durchaus auch auffiel. Wenn sich die Leute daran erinnerten ihn in ordentlicher Kleidung zu sehen würde das schlecht für seine Chancen beim Betteln sein und es ihm so schwerer machen zu überleben. Wiesel schoss die Frage durch den Kopf ob es wirklich eine so gute Idee war bei Jilai zu bleiben.

"Wenn es wegen der Wache war so musst du dir wirklich keine Gedanken machen. Straßenkinder wie ich sind in der Stadt nicht gerade erwünscht. Immerhin gibt es etliches von uns in der Stadt. Ich glaube die Wachen sind angehalten Kinder wie mich nicht in die Stadt zu lassen. Es wäre nicht das erste Mal das man mich nicht durch das Tor lässt. Sklaven tragen üblicherweise ein Eisen um den Hals oder Brandzeichen. Ich bin vor allem ein Straßenkind. Abschaum den man nicht beachtet und bestenfalls mal ein Almosen zuwirft. Allerdings ist es bei mir etwas anders. Ich sehe anders aus als andere Siri. Man wird sich erinnern und wenn du wieder fort bist werde ich hungern müssen wenn man mir nichts mehr gibt wenn ich betteln gehe. Bitte zwing mich nicht überall in solchen beengenden Klamotten herum zu laufen.
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Jilai
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BeitragThema: Re: Straßen der Stadt   Mo Jul 18, 2011 9:34 pm

Jilai sah den Jungen entsetzt an, wie konnte man nur freiwillig in solchen Lumpen herumlaufen. So konnte sie sich mit dem Kind nirgendwo sehen lassen, war ihm denn nicht klar, wie jämmerlich er aussah. Sie schüttelte sich angewidert und fragte sich, wie man so sehr sinken konnte, so wie er herumlief, selbst die meisten Tiere waren durch ihr Fell mehr bedeckt als er. Sie sah ihn streng an und meinte dann zu ihm.
"Du wirst Kleidung tragen, du läufst praktisch nackt herum, das mag man bei kleinen Kindern noch dulden, aber du bist sicher bald zu alt dafür. Aber ich verstehe deine Situation, wir kaufen dir nichts neues. Einfache, vielleicht auch alte Kleidung, aber Kleidung. Was sollen die Leute denken, wenn ich mit einem fast nackten kleinen Jungen durch die Gegend laufe. Ich bin sicher, wir finden etwas, das du nacher so zerreissen kannst, das es auch Mitleid erweckt." Sie seufzte, wie nervig es war, mit jemandem zusammen zu reisen, aber andererseits sparte sie nun etwas Geld. Die Kleidung für das Kind würde sicher nicht teuer werden.
"Du darfst mit aussuchen, nimm ruhig was altes, aber nichts schmutziges. Bring mich also zuerst zum Markt oder zu irgendeinem Händler, der Kleidung nach deinem traurigen Geschmack verkauft. Danach gehen wird Baden und dann essen."
Die junge Frau hoffte, das ihre Stimme bestimmt genug klang. Sie wollte nicht weiter darüber diskutieren, ihrer Meinung nach war sie dem kleinen Jungen genug entgegen gekommen.
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Fedemil Tisenrin
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BeitragThema: Re: Straßen der Stadt   Mo Jul 18, 2011 11:11 pm

Die Elfe und der junge Mann verließen die Gasse und ließen Fedemil mit den beiden Betrunkenen alleine. Sie waren beide ohnmächtig und schließlich ging er auch weg.
Solche Männer haben nichts besseres verdient, als ohne Bewusstsein in einer dunklen Gasse zu liegen.
Da die beiden Anderen scheinbar eine Verabredung hatten, konnte er sich noch ein wenig Zeit lassen, bis die Elfe vielleicht sein Angebot annimmt.
Er strich sich ein wenig Dreck von seiner Jacke, dann ging er zusammen mit seinem Hund zurück auf die Straßen.
Das Ereignis vorhin hatte ihn ein wenig verwirrt, und mittlerweile hatte er keine Lust mehr, seine Mutter oder seinen Bruder zu besuchen.
Er hatte auch keine Idee, was er stattdessen machen sollte, auf den Markt gehen und seine neue Kleidung verkaufen wollte er auch nicht.
Er kam auf seinem Weg an einer Frau und einem Kind vorbei, er hielt kurz an und grüßte die beiden.
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Mikal das Wiesel
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BeitragThema: Re: Straßen der Stadt   Mo Jul 18, 2011 11:54 pm

Wiesel konnte nicht wissen was Jilai genau dachte aber ihr entsetzter Blick ließ ihn einiges vermuten. Der Junge hatte es sich nicht ausgesucht das er so mager und zierlich war das er halbverhungert wirkte aber gerade das seine kleinen Fetzen Sackleinen gerade so das nötigste bedeckten und seinen Zustand offen zur Schau stellten waren für ihn die größte Chance zu überleben. Schamgefühl oder ähnliches hatte Wiesel eh nie gelernt so das er sich darüber keine Gedanken machte.

Wiesel seufzte deutlich hörbar als Jilai klar machte das sie auf mehr Kleidung bestand solange er mit ihr zusammen und unter Leuten war. Zumindest war sie bereit ihm alte Kleidung zu kaufen und gewährte ihm ein Mitspracherecht beim Aussuchen. Die erwähnte Aussicht auf etwas zu Essen am Ende dieser wenig erfreulichen Geschichte besserte Wiesels Miene aber schon wieder ein wenig. "Dann komm, ich denke ich kenne den richtigen Laden in einer Gasse beim Markt. Pass aber besser auf deine Börse auf." scherzte Wiesel dann auch schon wieder denn er konnte einfach nicht lange Trübsal blasen.

Bevor er Jilai aber dorthin bringen konnte kam ihnen ein Mann mit einem Hund entgegen. Der Mann wirkte auf Wiesel recht wohlhabend und er lächelte breit als er den Hund erblickte. Langsam trat der kaum bedeckte Junge mit dem Wiesel auf der Schulter auf den Mann zu und hielt diesem die offene linke Hand entgegen während er dem Hund die rechte Hand hin hielt damit dieser daran schnüffeln konnte. "Bitte eine milde Gabe für einen hungrigen Waisen, hoher Herr. Einen prächtigen Begleiter hast du da!" flehte Wiesel den Mann an und bewunderte zugleich seinen Hund. Der kleine Siri liebte Tiere und die meisten Tiere mochten auch ihn. So zeigte er auch keinerlei Furcht vor dem Hund. Er behielt diesen aber im Auge um rechtzeitig reagieren zu können wenn der Hund ihn erkennen ließ das er ihm nicht zu nahe kommen sollte.
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Jilai
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BeitragThema: Re: Straßen der Stadt   Di Jul 19, 2011 12:09 am

Die eher zurückhaltende Reaktion des Jungen bemerkte Jilai überhaupt nicht. Sobald er ihr zugestimmt hatte, war sie zufrieden gewesen. Erst als er meinte, dass sie auf ihre Börse aufpassen sollte fuhr sie erschrocken zusammen. Sie hatte nie darüber nachgedacht, aber es konnte sicherlich auch in einer Stadt wie dieser gefährlich sein.
Sie überlegte noch, als ein eigentlich freundlicher Gruß sie aus ihren Gedanken riss, das erste was sie danach erblickte war ein großer Kriegshund, der fast direkt neben ihr stand. Jilai stieß einen kurzen spietzen Schrei aus, bevor ihr klar wurde, das der Besitzer seinen Hund sicherlich nicht hier mitten durch die Stadt führen würde, wenn er eine Gefahr darstellte.
Noch immer ein wenig zitternd atmete sie langsam aus. Als sie sicher war, das ihr ihre Stimme wieder gehorchte, wandte sie sich an den Fremden und grüßte ihn freundlich. Im ersten Augenblick war sie einfach nur erleichtert, das er den Hund kontrollierte. Erst bei genauerem Hinsehen fiel ihr auf, das er besser gekleidet war, als die meisten anderen Bewohner der Stadt. Ihr Vater hatte sich imemr ähnlich gekleidet. Sie lächelte und war sich ein wenig unsicher, wie sie auf den Mann reagieren sollte. Aus welchem Grund mochte er sie angesprochen haben? Das der Junge sofort anfing zu betteln, war verständlich und trotzdem schämte sie sich ein wenig, weil er immerhin in ihrer Begleitung unterwegs war. Ihre Wangen fühlten sich an, als ob sie brannten, doch sie hoffte das es dem Fremden nicht auffiele.
"Seid gegrüßt der Herr." Sie hätte am liebsten sofort nach dem Grund gefragt, aus dem er sie gegrüßt hatte, aber das traute sie sich dann doch nicht.
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Fedemil Tisenrin
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BeitragThema: Re: Straßen der Stadt   Di Jul 19, 2011 12:26 am

Nachdem Fedemil die beiden begrüßt hatte, drehte sich die junge Frau um und erschrak scheinbar beim Anblick seines Hundes. Der kleine Junge streichelte ihn jedoch und zeigte keinerlei Angst. Fedemil betrachtete die beiden genauer und stellte fest, das sie doch nicht zusammengehörten, zum einen sah die Frau viel zu jung aus, außerdem war der Junge ein Siri.
Als sich die junge Frau beruhigte, musste er lachen.
"Ach, hab keine Angst. Mein Kleiner ist ganz lieb."
Dann wandte er sich an den Jungen.
"Da hast du Recht, Kleiner. Myrico ist schon ein schöner Hund."
Er sah, das der Junge ein wenig ärmer war, und als er ihn nach etwas Geld fragte,
holte er seinen gut gefüllten Geldbeutel aus seiner Manteltasche und gab dem Jungen zehn Gulden. "Das sollte fürs erste genug sein, oder?"
Er schaute zur Frau hinüber, welche sich scheinbar ein wenig für das Verhalten des Kleinen schämte. Er hatte den Rest ihres Gesprächs mitgehört, scheinbar wollten sie auf den Markt. "Wenn ihr etwas wie Kleidung, oder so, sucht, kommt doch mit zu meinem Haus. Ich bin selber Händler und habe einen ganzen Raum voller Waren."
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Mikal das Wiesel
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BeitragThema: Re: Straßen der Stadt   Di Jul 19, 2011 5:54 pm

Für Wiesel gehörte es zu seiner Art zu leben das er immer ein Auge auf seine Umgebung hatte. So entging ihm auch nicht das Jilai vor dem Hund erschrak. Den kleinen schmächtigen Siri amüsierte das sehr aber daran gewöhnt seine wahren Gefühle und Empfindungen zu verbergen gelang es ihm gut das nicht zu zeigen. Er wollte Jilai im Moment wirklich nicht verärgern.
Das sich der Hund streicheln ließ war für Wiesel natürlich toll aber Diego sein Wiesel zwickte ihn ein wenig eifersüchtig ins Ohr um auf sich aufmerksam zu machen. Wiesel störte das aber nicht wirklich denn er zog es vor Myrico hinter den Ohren zu kraulen. Sofern der Hund sich das gefallen lies würde er dann auch versuchen ihn unterm Kinn und am Hals zu streicheln. Manche Hunde mochten das sehr gerne aber andere nicht so sehr. Wiesel wusste das aber und würde dort aufhören sobald der Hund erkennen ließ das ihm das missfiel.

Dann geschah etwas das den Jungen zutiefst erschütterte. Der reiche Mann nahm seinen prallen Geldbeutel aus dem Mantel und drückte ihm einfach mal so viele Gulden in die Hand wie er Finger an den Händen hatte. Wiesel war sonst schon sehr froh wenn er mal am Tag vier oder fünf Myrima zusammen bekam. Diese zehn Gulden waren für ihn in ungeheures Vermögen und weit mehr Geld als er bisher an einem Platz gesehen hatte. Zuviel als er jetzt wirklich erfassen konnte denn zu viel mehr als mit Hilfe seiner Finger und Zehen zu zählen reichte es für den Jungen der nie eine Schule besucht hatte nicht.
Ganz instinktiv wollte Wiesel widersprechen. Er würde so eine Münze nie im Leben ausgeben können denn niemand würde ihm glauben das er den Gulden nicht gestohlen hatte. Auch konnte es ihn das Leben kosten wenn jemand aus seinem ärmlichen Umfeld erfuhr welches Vermögen er nn besaß. Gerade noch rechtzeitig fiel Wiesel ein das ihm Jilai ja vielleicht die Gulden wechseln konnte. So sah sich Wiesel schnell um das ihn auch keiner beobachtet hatte und ließ die Münzen dann blitzschnell in dem Beutel verschwinden den Jilai ihm geschenkt hatte.
"D....da.. das ist sehr großzügig hoher Herr. Was kann ich für dich tun um mich erkenntlich zu zeigen?" erkundigte er sich immer noh sichtlich verstört. Dann fügte er aber schon wieder mit einem leicht verschmitzten Lächeln hinzu. "Ich habe aber vorher noch eine Abmachung mit Jilai."
Wiesel mochte ein Straßenkind sein aber bevor man seine Eltern verschleppte hatte er gelernt sich an seine Abmachungen zu halten. Zumindest soweit das für einen Siri möglich war.
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BeitragThema: Re: Straßen der Stadt   Di Jul 19, 2011 7:09 pm

Erstaunt sah Jilai zu, wie der fremde Mann dem kleinen Jungen so viel Geld in die Hand drückte, wie dieser sicher insgesamt in seinem ganzen Leben nicht besessen hatte. Eine nette Geste, doch wie sollte der arme davon auch nur einen Gulden ausgeben, ohne des Diebstahls bezichtigt zu werden. Ganz zu schweigen von dem, was ihm die anderen Bettler antun mochten. Sie nahm sich vor ihm nachher anzubieten einen Teil des Geldes zu tauschen, alles zu wechseln war auch ihr im Moment nicht möglich.
Noch bevor ihr bewusst war, was sie tat wuschelte sie dem Jungen durch die Haare, ihre Mutter hatte das bei ihr früher immer gemacht und es hatte ihr ganz gut gefallen. Dann wandte sie sich an den Händler:
"Das ist ein wunderbarer Zufall, wir würden uns die Sachen gerne ansehen. Aber ich fürchte sie sind sicherlich zu elegant für den Jungen. Er besteht darauf möglichst alte Kleidung zu bekommen. Aber vielleicht könnt Ihr ihn ja umstimmen."
Sie lächelte den Mann freundlich an, es schadete ja sicherlich nicht, sich die Kleidung mal anzusehen. Sie war sich sicher, das Mikal etwas anderes vorschwebte, doch vielleicht fand sie etwas nettes für sich selbst. Nur wünschte sie sich, dass der Mann sie nach dem Bad angesprochen hätte. Immerhin waren noch immer Erdreste an ihrer Kleidung zu finden. Und sie sah sicherlich nicht besonders gut aus.
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BeitragThema: Re: Straßen der Stadt   Di Jul 19, 2011 8:02 pm

"Ach, das ist kein Problem. Wir finden bestimmt etwas, das seinem Geschmack entspricht." Er schaute zu dem Jungen, welcher sich mit Myrico beschäftigte.
Dieser bellte glücklich. "Er scheint dich zu mögen, Kleiner."
Dann wandte er sich wieder an die Frau. "Für euch finden wir bestimmt auch etwas."
Er betrachtete sie eine Zeit lang genauer, und aus einem ihm unbekannten Grund fand er sie hübsch und anziehend. Er wusste nicht genau, was mit ihm los war, bis jetzt hatte es ihn noch nie interessiert, wie eine Frau aussah,
aber jetzt war es irgendwie anders.
Nun musste er sich erstmal wieder sammeln, er war ein wenig verwirrt und wusste nicht, was er sagen sollte.
Erst nach kurzer Zeit traute er sich, weiter zu sprechen.
"Ihr könnt mich ja nach Hause begleiten, etwas Essen und so..."
Dann überlegte er noch eine Zeit. "Ach, mein Name ist übrigens Fedemil.
Fedemil Tisenrin."
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Mikal das Wiesel
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BeitragThema: Re: Straßen der Stadt   Di Jul 19, 2011 9:53 pm

Wiesel zuckte nur ein wenig unsicher mit dem Schultern als Jilai dem offenbar unglaublich reichen Mann wegen der Kleidung gleich zustimmte. Der Junge kannte sonst jedenfalls niemanden der ihm auch nur einen Gulden oder Granden gegeben hätte. Daraus schloss er das der Mann wirklich sehr reich sein musste. Das er ihm Münzen aus dem Kaiserreich gegeben hatte überraschte Wiesel dagegen nicht so sehr. In einer Stadt wie Arimamatu traf selbst er gelegentlich auf fremde Währungen. Auf jeden Fall war Wiesel schon sehr gespannt auf das Haus des Mannes. Jemand der so reich war musste nach seiner Vorstellung auch in einer Art Palast leben. Wiesel wunderte sich allerdings das der Mann so bereitwillig war ihn in sein Haus zu lassen. Normalerweise begegnete man Straßenkindern wie ihm eher skeptisch denn es war nicht ungewöhnlich das diese auch mal stehlen mussten um zu überleben. Das beweisen schon die gerade erst drei Tage alten und gut sichtbaren Striemen auf seinem Körper.

Der Junge lächelte Fedemil freundlich an als dieser meinte das Myrico ihn mochte. "Klar, ich mag ihn ja auch!" antwortete Wiesel darauf selbstsicher. Hier sprach die natürliche Verbundenheit seines Volkes mit Tieren denn für den Jungen gab es einfach keinen Grund warum der Hund ihn nicht mögen sollte. Ihm fiel aber auf das der reiche Mann sein Angebot etwas für ihn zu tun schlicht ignoriert hatte. Das verletzte ihn ein wenig aber er war es ja gewohnt so behandelt zu werden und dachte sich dabei nicht sehr viel.
"Mich nennt man Wiesel wegen meines Freundes Diego hier auf meiner Schulter." stellte sich nun auch Wiesel von und wartete ab wie Jilai entscheiden würde. Inzwischen vertrieb er sich die Zeit damit den Hund zu streicheln und zu verwöhnen so gut er konnte.
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Jilai
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BeitragThema: Re: Straßen der Stadt   Di Jul 19, 2011 10:06 pm

Jilai setzte ein strahlendes Lächeln auf, als der Mann sie in sein Haus einlud. Aber wie so häufig mischte sich auch eine kleine Unruhe in ihre Gedanken, welchen Grund mochte er für seine Einladung haben. Das sie wohlhabende Kundschaft waren, davon konnte er nach der Bettelei des Jungen sicherlich nicht ausgehen. Da die junge Frau selbst nur sehr wenig aus Menschenliebe tat, vermutete sie eine andere Absicht als reine Freundlichkeit hinter der Einladung. Niemand hatte jemals etwas aus reiner Freundschaft für sie getan, außer ihrer Mutter, aber bei der Familie war so etwas immer anders. Da sie noch nie Freunde gehabt hatte, selbst als junges Mädchen nicht, war so ein Verhalten für sie eher ungewöhnlich und mochte noch Folgen nach sich ziehen. Trotzdem wäre sie sich dumm vorgekommen diese Einladung abzulehnen, nur weil sie sich über die Motive ihres Gastgebers nicht im Klaren war. Wer konnte schon sagen was für Köstlichkeiten die wirklich reichen Leute so nebenbei in ihrem Hause auftischten. Und wer mochte schon voraussagen, welche Vergnügungen der Abend noch bereithielt.
Sie drückte Mikal leicht an der Schulter, irgendwie hatte sie das Gefühl, das der kleine Siri ihr Glück brachte, vielleicht solltesie ihn einfach behalten.
"Ich danke Euch vielmals für die freundliche Einladung mein Herr, ... oh ich meinte natürlich Fedemil. Ich heiße Jilai und bin wirklich sehr erfreut ihre Bekanntschaft zu machen." Sie knickste leicht und schenkte dem Mann ein, wie sie hoffte gewinnendes Lächeln. Komischerweise kam ihr da Bild einer Piratin, die sie unterwegs kennengelernt hatte in den Kopf, diese hatte ihr eingetrichtert, dass man jede Gelegenheit, die sich einem Bot ausnutzen musste. Wer konnte schon sagen, wann einem das Schicksal wieder so gut zuspielen würde.
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Fedemil Tisenrin
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BeitragThema: Re: Straßen der Stadt   Di Jul 19, 2011 10:26 pm

Er freute sich, das die beiden die Einladung angenommen hatten.
Ansonsten hätte er sich wahrscheinlich den ganzen Tag gelangweilt.
Natürlich wusste er, das er damit ein gewisses Risiko eingeht,
schließlich sind Siri als Diebe bekannt, jedoch vertraute er dem Jungen.
Immerhin hatte er keinen Grund, ihn zu bestehlen, wo er ihm doch bereits zehn Gulden gegeben hatte und ihm nun Kleidung anbot.
Jilai schien nett zu sein, und irgendwie mochte er sie.
"Nett, euch beide kennen zu lernen, Jilai und... Wiesel."
Er fand es lustig, das der Junge diesen Spitznamen trug.
"Komm Myrico..", rief er seinem Hund zu.
"Nun, dann kommt mit." Dann lief er, mit Myrico an seiner Seite, in Richtung seines Hauses und schaute, ob die beiden ihm folgen.
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Mikal das Wiesel
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BeitragThema: Re: Straßen der Stadt   Di Jul 19, 2011 11:40 pm

Wiesel spürte den leichten Druck an seiner Schulter und blickte zu Jilai. Er hatte den Eindruck als wäre das freundlich gemeint und so lächelte er ihr zu. Er konnte ja nicht wissen was dabei gerade durch ihren Kopf ging aber wenn hätte ihm das sicher einige zum Nachdenken gegeben.
Der Junge versuchte zu verstehen was da zwischen den beiden Erwachsenen vor sich ging. Er war durchaus nicht naiv wenn es um Beziehungen zwischen zwei Wesen ging aber bisher wurde er noch nicht so richtig schlau aus den Beiden.
"Ich freue mich auch!" erklärte Wiesel mit einem breiten Lächeln auf die Worte des Mannes und er meinte das durchaus ernst.

Ein wenig enttäuscht blickte er dem Hund hinterher als dieser auf Fedemils Befehl diesem folgte. Allerdings schalt er sich schnell einen Narren denn natürlich war dessen Bindung an seinen Freund weit größer als an einen fremden Jungen den er gerade getroffen hatte. Wie bei Diego sah der Junge den Hund nicht als Fedemils Besitz sondern eher als so etwas wie Freundschaft.
Der Mann schien es nun recht eilig zu haben. Wiesel wäre gerne an die Seite des Hundes gerannt aber er blieb an Jilais Seite als sie sich auf den Weg machten.
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Jilai
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BeitragThema: Re: Straßen der Stadt   Mi Jul 20, 2011 6:58 am

Neugierig folgte Jilai dem Mann, das der Junge bei ihr blieb und nicht an der Seite des HUndes lief verwunderte die junge Frau ein wenig. Sie lächelte dem kleinen Jungen kurz zu. Es würde ihm sicherlich gut bekommen, mal etwas gutes zu essen, er sah wirklich sehr dünn aus. Dabei überlegte sie, wie sie es anstellen konnte, das der kleine Kerl weiter bei ihr blieb. Ob er sich einfach bezahlen ließ? Sie würde es wenigstens versuchen, naja eine Weile lang würde er ja sowieso noch bei ihr bleiben. Danach konnte sie weitersehen. Aber es wäre sicherlich praktisch einen kleinen Diener zu haben, er könnte ihr bei verschiedenen Kleinigkeiten helfen.
So folgten sie dem Händler bis zu seinem Haus. Langsam beruhigte sich die ängstliche Frau auch wegen dem HUnd. Er hatte dem kleinen Jungen nichts getan und schien wirklich auf jeden Befehl seines Meisters zu hören.
"Ihr lebt also hier in der Stadt, Fedemil?" Welch dämliche Frage, immerhin hatte er sie nach Hause eingeladen. Ihre Wangen verfärbten sich mal wieder. Sie stellte sich dumm an, wie ein kleines Mädchen. Vielleicht sollte sie lieber den Mund halten, andererseits wollte sie doch gerne mehr über ihren Gastgeber erfahren.
"Was treibt ihr denn so, wenn ihr nicht gerade wildfremde Leute zum Essen einladet?" Sie lächelte und ging ein wenig schneller, um zu dem Mann aufzuholen. Als sie seine Seite erreicht hatte, passte sie sich seinem Schritt an, so konnte sie sich besser unterhalten und Mikal könnte, wenn er weiter auf ihrer Höhe blieb, weiter in der Nähe des HUndes bleiben.
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Fedemil Tisenrin
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BeitragThema: Re: Straßen der Stadt   Mi Jul 20, 2011 2:03 pm

Fedemil führte die beiden zu seinem Haus, welches ein wenig abseits von den anderen Wohnhäusern stand. Auf dem Weg dorthin unterhielt er sich ein wenig mit Jilai.
Das ihre erste Frage jedoch mehr oder weniger sinnlos war, merkte sie auch selbst und scheinbar war es ihr unangenehm, deshalb tat er, als ob er sie überhört hätte.
Schließlich holte sie ihn ein und lief nun neben ihm.
"Was mache ich schon besonderes.. Ich bin halt ein einfacher Händler.
Außerdem lade ich euch ja nicht grundlos ein.
Ich wollte euch eigentlich nur ein paar meiner Waren zeigen."
Er schaute zu Jilai hinüber und lächelte ihr zu.
"Dann wäre es ja unhöflich, euch nicht zum Essen einzuladen."
Fedemil wurde ein wenig schneller, und schließlich kamen sie vor dem großen Haus an. Er ging zur Tür und hielt diese auf, damit die beiden eintreten konnten.

Fedemils Wohnung


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Mikal das Wiesel
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BeitragThema: Re: Straßen der Stadt   Mi Jul 20, 2011 5:59 pm

Wiesel dachte sich nicht viel als Jilai ihre erste nicht so intelligente Frage stellte. Vielleicht lag das ja auch daran das er in seinem Alter auch schon mal fragte ohne darüber nachzudenken. Ihre weiteren Fragen interessierten ihn allerdings auch.
Und natürlich nahm Wiesel die Gelegenheit neben Myrico zu laufen gerne wahr. Soweit er das schaffte streichelte er den Hund immer mal wieder.

Fedemils Antworten verwunderten den Jungen aber schon. Nach seinem Verständnis hatte ein 'einfacher' Händler ganz sicher nicht soviel Geld zu verschenken. Er war sich nicht ganz sicher was er davon halten sollte aber der Junge ging davon aus das ein schlechter Mensch nicht so einen loyalen und lieben Hund haben konnte.
Der Anblick des Hauses verschlug Wiesel durchaus die Sprache. Zwar hatte er ja schon vermutet das ein Mann mit soviel Geld in einer Art Palast leben musste aber der Anblick war dann doch etwas anderes. Wiesel blieb erst einmal stehen und starrte das Haus mit großen Augen an. Sein Verstand registrierte dabei aber gleich auch mögliche Weg ins Innere und aufs Dach wobei er sicher nicht an die Tür dachte.
Wiesel war lange genug in der Stadt um schon einmal hier vorbei gekommen zu sein aber bisher hatte er solch prachtvolle Häuser nicht näher beachtet. Dort zu stehlen war viel zu gefährlich und nie hätte er sich träumen lassen eines dieser Häuser mal als Gast durch die Tür zu betreten.

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Viënecyl
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BeitragThema: Re: Straßen der Stadt   Mo Aug 01, 2011 9:21 pm

Die Elfe trat mit Lir aus der Tür der Schule und sie gingen über den Platz wo sie noch die Wachen grüßte. Dann tauchten sie wieder in die Gassen der Stadt ein. Viënecyl schüttelte den Kopf: "Nein, mehr habe ich noch nicht mitbekommen. - Ich bin übigens vorhin der Frage ausgewichen, warum ich mit euch unterwegs bin. Alyane hätte das zu gerne gewusst, aber ich konnte ihr ja schlecht von der Sache mit dem Wasser erzählen."
Sie steuerte eine wenig belebte Gasse an. "Was ist nun genau passiert?"
Fragend sah sie den jungen Mann an. Kaum hatte er sein Heimatdorf verlassen geriet er schon in solche merkwürdigen Geschichten. Da war es ihr ja noch besser ergangen. Und sie hatte doch so viel weniger über Menschen gewusst...
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Alfa
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BeitragThema: Re: Straßen der Stadt   Mo Aug 01, 2011 9:59 pm

Lir überlegte wo er anfangen sollte, schließlich befand er dass es das beste wäre einfach ganz von vorne anzufangen: "Ich habe euch ja erzählt, dass ich vor einigen Wochen, auch wenn es mir nach all den Geschehnissen wie Jahre vorkommt, mein Heimatdorf verließ um etwas über.. ihr wisst schon.. das Wasser zu erfahren. Zu diesem Zweck wollte ich eigentlich nach Arimanatu. Unterwegs traf ich dann auf Andra und da sie ebenfalls auf der Suche nach einem Magier war schloss sie sich mir an. Als wir schließlich eine Rast in Aymes, am Nadanisee, machen wollten, wurden wir bereits recht unfreundlich von den Dorfbewohnern empfangen. Yano allerdings, der Botschafter dieses Bezirks tauchte auf und verschafte uns zutritt zum Dorf und ein Zimmer in der Herberge dort..." er überlegte wie er mit wenigen Worten den folgenden Geschehnissen gerecht werden sollte. Und wie er so nachdachte blieb er kurz stehen.

Dann fuhr er fort, die Erinnerungen zogen wie Schatten über sein Gesicht. Oder vielleicht waren es auch nur die Wolken die langsam vorbei trieben. "Nach einem kurzen Mahl, sind wir recht bald auf unsere Zimmer gegangen und Yano ging nachhause. Dann in der Nacht, hörte ich plötzliche einen Knall gefolgt von hastigen Schritten." So klar hatte er sich bisher noch nicht daran erinnert. Nicht einmal vor Gericht. "Dann ein Schaben, vielleicht von Klauen ich weiß es nicht. Ich drehte mich hastig zur Tür und sah Schatten vor der Türe vorbeihasten. Dann gab es wieder einen Knall, diesesmal lauter. Zeitgleich ein Lichtblitz der völlige Dunkelheit auf dem Flur hinterließ.
Ich nahm eine Leuchte von der Wand und trat vor meinen Raum. Außer mir war noch niemand aus dem Zimmer getreten. Aber der Wirt kam in diesem Moment die Treppe hoch. Wir haben uns noch kurz unterhalten, dann wollte er unten nach dem Rechten sehen, er wusste genauso wenig was vor sich ging als ich. Ich hab mich dann noch kurz umgesehen, aber mir fiel nichts auf nur ein kreisrunder Rußfleck, an Wand und Boden am Ende des Gangs. Andra hatte in dessen Zentrum, den Zettel gefunden von dem ihr gehört habt. Nur das Wort 'Khitroxan' stand darauf."

Und dann kam die Erinnerung vor der er sich jedes Mal fürchtete: "Als ich schließlich ebenfalls nach unten ging. War der Wirt bereits tod." Ihm wurde schlecht von der Erinnerung, auch diese war bildhafter als bisher. "Er war auf brutalste weise zugerichtet gewesen, ich habe ihn erst gar nicht erkannt, er saß auf einem Hocker und im Dunkeln sah es aus als wäre nichts, doch als dann Licht entflammte... .. saß er einfach da. Die Brust weitgeöffnet... es war überall Blut... " Lir musste sich kurz sammeln. Dann setzte er seinen Weg fort. "Auch die Dorfbewohner waren von dem Krach aufmerksam geworden. Und nur mit Andras Magie, der Hilfe des Wassers und Yanos Hilfe konnten wir fliehen. Den natürlich verdächtigten sie zunächst uns als Fremde, vermutlich hätten sie uns aufgeknüpft." Die Vorstellung wie knapp ER selbst womöglich dem Tod entrohnen war ließ ihn schaudern.

"Und so kamen wir schließlich hierher und es kam zur Anhörung. Das Urteil kennt ihr: Andra wird ausgebildet und ich hielt es, auch nach eurem Rat für besser meine Fähigkeiten zunächst geheim zu halten, doch der Preis ist dass ich zum Berg Khitroxan muss um herauszufinden was in Aymes geschehen ist. Wie ihr hörtet werden Andra und ihr Meister mich allerdings begleiten."

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Straßen der Stadt

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