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 Lucádian

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Lucádian
Streuner

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Geschlecht : Männlich
Punkte : 24
Beiträge : 26
Mitglied seit : 05.02.12

Charakterbogen
Alter: 25 Jahre
Volk: Menschen (Kaiserreich und Caldámia)
Kurzcharakteristik: Philosophischer Lichtmagier

BeitragThema: Lucádian   So Feb 05, 2012 4:07 pm

Name
Lucádian Saphis von Isenwart, wird von wenigen guten Freunden mit 'Luca' abgekürzt

Alter
25 Jahre

Volk und Herkunft
Lucádians Mutter war eine Halbelfe, die aus der Verbindung eines Elfen und eines Südbündlers hervorging, sein Vater war ein Adliger aus dem Kaiserreich. Seine Kindheit und Jugend hat Lucádian vor allem in Tarcon an der Magierakademie sowie in Arimanatu verbracht, er fühlt sich allerdings keinem Volk besonders verpflichtet.


Aussehen
Lucádian ist ein hochgewachsener, schlanker Mensch, dessen Körperbau eher eine gewisse Gewandheit als rohe Kraft vermuten lässt. Er erreicht einen Schritt und acht Faden, wobei er allerdings einerseits aufgrund seiner teilweise elfischen Abstammung, andererseits auch durch seinen Lebenswandel recht leicht für seine Größe ist. Lucádian kann man kaum als sonderlich muskulös bezeichnen, andererseits besitzt er auch kaum eine Unze Fett zu viel. Seine Haut ist trotz seines südländischen Erbes recht hell, fein und glatt, sein leicht gewelltes Haar, welches er bis fast auf Schulterlänge wachsen lässt, besitzt einen sehr dunklen rotbraunen Farbton, den man leicht mit schwarz verwechseln kann. Lucádians Augen sind normalerweise von einem stählernen Grauton und wurden oft als sehr schön und ausdrucksvoll beschrieben, wenngleich Lucádian selbst dieses Kompliment nicht gerne hört. Allgemein kann man sagen, dass der junge Magier eindeutig als gutaussehend und attraktiv zu beschreiben ist. Er besitzt schmale, wohlgeformte Wangenknochen und leicht aristokratische Gesichtszüge, vermischt mit einem elfischen und südländischen Einfluss. Seine Lippen sind leicht geschwungen und verziehen sich oft zu einem charmanten Lächeln. Sein schmales Kinn und die Feinheit seiner Züge lassen ihn nicht zu Unrecht als gebildeten Mann der oberen Schicht erscheinen. Obwohl sein Bartwuchs wie seine ganze Körperbehaarung mit Ausnahme des Haupthaares sehr spärlich ausgeprägt ist - wohl auch ein Erbe seines elfischen Großvaters - überzieht oft ein dünner Flaum sein Gesicht. Schmuck trägt Lucádian nicht, auch ist seine Haut weder von Tätowierungen noch von Narben gezeichnet.
Nicht nur sein Gesicht wirkt durchaus attraktiv, auch der Rest seines Körpers kann, wenngleich nicht als muskulös, jedoch auf jeden Fall als wohlgeformt und ansehnlich bezeichnet werden. Lucádian besitzt recht lange, schlanke Glieder und schmale, geschickte Finger. Er achtet, wann immer es ihm möglich ist, sehr darauf, seinen Körper gepflegt und sauber zu halten. Lucádians Kleidung ist durchweg aus hochwertigen Materialien, und wie es sich für einen Magier von Stand geziehmt, besitzt er verschiedene Gewänder. Das wertvollste ist sein Zeremoniengewand, dass er gleichzeitig als Hofgewand verwendet, eine Magierrobe aus feinem, weißen, mit Seide besticktem Stoff. Ebenso besitzt er natürlich eine Reiserobe, die aus widerstandsfähigerem, hellgrauem Leinen hergestellt ist und den Widrigkeiten schlammiger Pfade und dichter Wälder trotzen muss und zu der noch ein regenfester Mantel gehört. Wenn Lucádian es jedoch etwas bequemer wünscht, bevorzugt er weit geschnittene Oberteile aus hellem Stoff. Ansonsten trägt er meist Stiefel aus weißem Leder, die mit metallenen Beschlägen versehen sind, einen Gürtel mit einer Tasche für die nötigsten Utensilien, und, sofern er sich auf einer längeren Reise befindet, einen Lederrucksack.

Portrait:
Spoiler:
 


Charaktereigenschaften
Lucádian ist ein sehr gebildeter junger Mann, der den größten Teil seines bisherigen Lebens an Magierakademien und in der Obhut von Privatgelehrten verbrachte. Er ist aufgewachsen, ohne sich je um Geld sorgen zu müssen, da sein Vater dem Adel angehört und seine Mutter eine angesehene Magierin ist, sodass er viel Zeit hatte, sich mit anderen Dingen als dem täglichen Überleben auseinander zu setzen. Lucádian ist sehr wissbegierig und aufgeschlossen, betrachtet die Welt jedoch mit unter aus der Perspektive eines jungen Mannes von Adel, was sich zum Teil in Unwissenheit und Naivität gegenüber dem Leben der einfachen Menschen, zum Teil auch in Arroganz ausdrücken kann. Hinzu kommt, dass er oft mehr weiß als viele andere Menschen und sich dessen nur zu sehr bewusst ist, weswegen er zuweilen in einen belehrenden Tonfall verfällt, der nicht immer gut aufgenommen wird.
Lucádian ist der Meinung, dass Menschen vor allem zwei Dinge im Leben erstreben sollten: Möglichst umfrangreiches Wissen und ein gutes Gewissen gegenüber sich selbst. Er besitzt eine erstaunlich umfangreiche Allgemeinbildung, spricht mehrere Sprachen und besitzt vor allem im Bereich der Magiekunde und Philosophie tiefgreifende Kenntnisse, und er liebt es auch, über nahezu jedes Thema angeregte Diskussionen zu führen, wobei er ebensoviel Genuss daraus ziehen kann, seinen Gegner mit rhetorischen Waffen zu schlagen, als auch dessen fachliche Überlegenheit anzuerkennen und ihn fortan als Quelle weiterer Erkenntnisse zu betrachten. Lucádian kann sich für zahlreiche Themen begeistern, doch seine größten Interessen sind die Heilmagie, die Sprachenkunde und die Beschäftigung mit dem Geist intelligenter Wesen. Er ist sehr interessiert daran, wie sich Menschen (und Elfen usw.) verhalten, wie sie denken, fühlen und entscheiden, und hat sich bereits in seiner Jugend damit beschäftigt, wie durch bestimmte Gesprächstechniken Konflikte gelöst oder Diskussionen gewonnen werden können. Dabei verbindet er seine scharfe Auffassungsgabe mit einer ungewöhnlich stark ausgeprägten Empathiefähigkeit, die es ihm erlaubt, sich gut in andere Menschen hinein zu versetzen. Da Lucádian gleichzeitig geradezu ein Idealist ist, der so oft wie möglich versucht, die Probleme anderer Menschen zu analysieren und zu lösen, ist er oft sehr hilfsbereit und selbstlos, auf persönlichen Gewinn kommt es ihm weniger an als darauf, etwas im Leben anderer zum Positiven zu verändern. Andererseits kann er mit seinen offenen Fragen und seiner Direktheit auch auf Ablehnung stoßen.
Lucádian ist es gewohnt, vom Leben viele Annehmlichkeiten zu erwarten, und weiß dessen schönen Seiten sehr zu schätzen: Theaterbesuche, gutes Essen, Wein, Musik und auch die Freuden der Liebe haben ihm schon immer viel bedeutet. Er genießt es, auch mal einige Tage ohne Arbeit zu verbringen und beispielsweise in einem Park mit einem Freund spazieren zu gehen, um eine angeregte Diskussion über irgendein magietheoretishes Thema zu führen, welche dann später bei einem Glas caldámischen Weins fortgesetzt wird. Auch hatte er bereits mehrere kurze Liebesbeziehungen zu Menschen beiderlei Geschlechts, die jedoch nie von Dauer waren. Obwohl Lucádian durchaus aufrichtig und innig liebt, führte die zu starke Nähe bisher immer zu großen Schwierigkeiten, denn er hat ein Geheimnis, dessen Entdeckung er jedes Mal fürchtet, da sie ihm bereits einmal sein Leben zerstört hat: Seine Augen ändern die Farbe, wenn er starke Gefühle hegt, und in Extremfällen beginnt sogar eine magische Wirkung von ihnen auszugehen, die Lucádian fürchtet und bisher trotz seines sonst unstillbaren Forscherdrangs nie näher untersucht hat. Stattdessen versucht er, möglichst niemandem direkt in die Augen zu blicken oder mit seinem Gesicht zu nahe zu kommen, oder aber er schlägt die Augen nieder und versucht, seine Angst mit vorgetäuschter Schüchternheit zu überspielen. Lucádian plagt die schreckliche Furcht Die Furcht davor, dass erneut jemand herausfinden könnte, dass etwas mit ihm nicht stimmt, und er vielleicht für einen Incubus, einen gestaltwandelnden Dämon, gehalten wird. Diese Angst macht es ihm fast unmöglich, einen anderen Menschen direkt anzusehen, und verursachte Nervosität, sodass es ihm schwer fällt, einer anderen Person wirklich nahe zu kommen.
Solange allerdings eine gewisse sichere Distanz gewahrt wird oder Lucádian sich sicher ist, dass sein Gegenüber sich nicht genau an seine Augenfarbe erinnert, geht er sehr gerne auf andere Menschen zu und macht dabei meist einen offenen und sympathischen, wenn auch etwas vergeistigten Eindruck. Dabei ist es ihm grundsätzlich egal, mit was für einem Volk er es zu tun hat, er würde Südländer nicht anders behandeln als Zwerge, wobei die sehr exotischen Mraunim oder Shassiruq natürlich sein wissenschaftliches Interesse wecken würden. Für sich selbst analysiert er gerne die Persönlichkeit anderer Menschen und verblüfft sie mit seinem sehr feinen Gespür für die Gefühle und Stimmungen anderer, welches ebenfalls ein klein wenig magisch bedingt ist. Dabei ist er zwar sehr talentiert darin, anderen Menschen erstaunlich gute Ratschläge für ihr Leben zu erteilen, jedoch gilt dies nicht für ihn selbst. Nur zu oft plagen Lucádian Zweifel über sein Handeln, er stellt sich selbst in Frage oder lässt sich von Problemen niederdrücken, die auf ihn zukommen. Meist war sein bester Ausweg aus schwierigen Situationen, diesen auszuweichen, denn seinen Ängsten stellt er sich nicht gerne. Solange Lucádian der Meinung ist, er sei Herr der Lage, arbeitet er mit großer Genauigkeit und Ausdauer an einem Problem, sei es magiekundliche Forschung, die Ausarbeitung eines Plans oder auch ein Gespräch mit einem anderen Menschen. Dabei verliert er so gut wie nie die Geduld und erträgt auch Rückschläge oder unfreundliches Verhalten von anderen, ohne sich die Zuversicht nehmen zu lassen, auch lässt er sich kaum provozieren. Er ist auch nahezu unerschütterlich in seinem Glauben an andere und es ist ihm fast unmöglich, jemandem gegenüber Rachegefühle oder länger anhaltenden Zorn zu hegen. Dies rührt daher, dass ihm seine Philosophie sagt, dass jeder Mensch durch äußere Umstände in seine Lage gebracht wurde und eigentlich niemand etwas dafür kann, wie er geworden ist, sodass Lucádian manchmal eine engelsgleiche Geduld und Gutmütigkeit beweist. Natürlich ermuntert er andere dennoch, an sich zu arbeiten oder etwas besseres aus sich zu machen, wenngleich diese Ratschläge nicht immer gern gehört werden. Nur wenn er jedoch droht, an einer Aufgabe zu scheitern oder sich völlig überfordert fühlt, breitet sich in ihm das nagende Gefühl des Versagens aus, und er versucht so gut wie möglich, dieser Situation zu entgehen, indem er sich ihr entzieht, versucht, sie zu verdrängen, oder gleich weit weg geht. Dieser Schwäche ist er sich bewusst, trotzdem findet er selten den Mut, sich einem solchen Problem zu stellen. Vor allem werden solche Situationen auch dadurch ausgelöst, dass er sich vor einer größeren Anzahl von Personen behaupten muss, die ihm möglicherweise nicht wohl gesonnen sind - dann wird er schnell nervös und unsicher. Ansonsten ist er zwar nicht unglaublich tapfer, aber auch kein Feigling. Er hasst Dämonen und bekämpft sie, wo er kann, weiß aber auch, wo seine persönlichen Grenzen liegen.
Lucádians Glaube an die Acht Götter ist unerschütterlich, ebenso erregen sie auch sein philosophisches Interesse. Isisha, der Göttin des Wissens und der Wahrheit, fühlt er sich besonders nahe, er denkt sogar darüber nach, ein Geweihter ihrer Kirche zu werden, wartet allerdings noch eine Weile, um sich dessen sicher zu werden. Dennoch stellt dies eines seiner größten Ziele dar, neben der Anhäufung von möglichst viel Wissen. Heimlich träumt er von einer kleinen Villa mit einer riesigen Privatbibliothek und einem Kreis gebildeter Freunde, mit denen er sich über philosophische Themen austauschen kann, doch hat er bisher nicht sehr viele Gleichgesinnte getroffen. Lucádian bevorzugt es, Konflikte mit vernünftigen Worten und sonstige Probleme mit den Mitteln der Logik zu lösen. Er strebt nicht nach Reichtum - finanzielle Sorgen hat er nie gekannt - und auch nicht nach Anerkennung und Bewundererung durch das Volk oder Ehre. Stattdessen ist neben dem Erkenntnisgewinn vor allem persönliches Glück für ihn viel bedeutungsvoller - kaum etwas macht ihn so glücklich, wie anderen Menschen zu helfen. Daher hat er auch die Heilmagie ganz besonders für sich entdeckt.


Stärken und Schwächen
Lucádians größte Stärken sind unzweifelhaft sein umfangreiches Wissen und seine Intelligenz. Er ist ein sehr talentierter Magier des Lichts mit einer speziellen Begabung für Heilmagie und besitzt einen analytischen Geist und eine schnelle Auffassungsgabe, wodurch er schnell Situationen erfassen und Probleme durchdenken kann. Er ist sehr zielstrebig, hat einen klaren Blick für seine eigenen Fähigkeiten und besitzt große Ausdauer. Wenn ihm ein Problem über den Kopf zu wachsen droht, kann es allerdings geschehen, dass er daran verzweifelt und versucht, sich diesen Schwierigkeiten zu entziehen. Lucádian kennt er sich gut mit Magietheorie aus und besitzt Kenntnisse in vielen anderen Wissensgebieten. Er spricht fließend Sarmindyan, Azzani und recht gut Elfisch, kann sich auch auf Zwergisch einigermaßen verständlich machen und lernte während seiner Ausbildung auch, alte Texte auf Acearo zu verstehen. Außerdem gelingt es Lucádian sehr gut, andere Menschen zu verstehen, ihre Handlungen zu analysieren und sich in sie hineinzuversetzen, weswegen es ihm leicht fällt, anderen zu helfen oder sie auch zu manipulieren, wobei er letzteres ablehnt. Da er als Sohn einer Adelsfamilie aufgewachsen ist, weiß er sich auf höfischem Parkett zu bewegen und besitzt ausgesprochen feine Umgangsformen, zudem kann er sehr charmant sein, wobei seine körperliche Attraktivität seine Eloquenz noch unterstreicht. Negativ fällt im Umgang mit ihm auf, dass er manchmal etwas herablassend sein kann, wenn er andere zu belehren versucht, an sich ist er jedoch ein sehr geduldiger, höflicher und freundlicher Mensch.
Lucádian hat sich allerdings nie viel mit dem Regieren oder dem Waffenhandwerk beschäftigt. Zwar ist er ein recht geübter Reiter, doch sind seine Kenntnisse im Umgang mit dem Schwert, eigentlich ein Muss für jeden Adligen, bestenfalls als kaum ausgeprägt zu bezeichnen, und auch im Umgang mit dem Dolch sieht es nicht besser aus. Um sich körperlich in guter Verfassung zu halten und zumindest eine gewisse Verteidigung zu besitzen, hat sich Lucádian einige Jahre mit dem Stabkampf beschäftigt und weiß sich somit mit seinem Magierstab notdürftig zu verteidigen, doch insgesamt kann man sagen, dass er zum Kampf nicht ausgebildet ist. Er benutzt eher seine Magie oder vermeidet gewaltsame Auseinandersetzungen ganz. Zudem ist Lucádian zwar kein Schwächling, aber es auch nicht gewohnt, sich körperlich sonderlich anzustrengen, und hat nie körperliche Arbeit verrichtet. Er ist viel eher für das Leben bei Hofe oder an der Magierakademie als für die Wildnis oder unwegsame Straßen geeignet und schätzt es nicht gerade, die Errungenschaften des städtischen Lebens, wie ein heißes Bad und Theaterbesuche, auf Dauer vermissen zu müssen. Obwohl er sich theoretisch mit Geographie und Pflanzenkunde gut auskennt, kann es geschehen, dass er daran scheitert, ein einfaches Feuer zu entzünden. Zudem hat Lucádian nie einen Beruf wie ein Handwerk oder das Leben eines einfachen Arbeiters oder Bauern kennengelernt. Seine größte Schwäche ist wohl, dass er große Angst davor hat, Menschen wirklich in die Augen zu sehen, da er fürchtet, das Geheimnis seiner wechselnden Augenfarbe würde auffallen. Daher haftet ihm in manchen Situationen eine gewisse Unsicherheit an, und er zieht sich lieber zurück, als jemanden zu nah an sich heran zu lassen.


Ausrüstung und Waffen
Nicht nur Lucádians Kleidung ist von ausgesprochen hochwertiger Machart, auch seine sonstige Ausrüstung lässt erkennen, dass es ihm an Geld nicht mangelt. Wenn er sich auf Reisen befindet, verstaut er den wichtigsten Besitz in seinem Rucksack, und für Lucádian ist vieles wichtig, weswegen dieser auch sehr voll gepackt ist. Er besitzt mehrere Blätter Pergament sowie Schreibzeug (mit Gänsekielen, Federhalter, Tinte, Pinseln und Kohlestiften ) und hat auch stets mehrere Bücher zu magischen und weltlichen Themen bei sich, darunter 'Magister Acarons Handbuch des reisenden Magus', die 'Kräuteratlas von Karendias' und die 'Zwölf Prinzipien der magischen Heilkunst'. Auch ein Tagebuch trägt er bei sich, indem er seine Forschungsergebnisse und Reiseerlebnisse niederschreibt und in das er eine Karte des Kaiserreichs eingebunden hat. Zu seiner Ausrüstung als Heilkundiger gehört noch ein kleines Sortiment an Kräutern und Heilmitteln, welches allerdings aufgrund seiner Vorliebe für die arkane Heilung eher knapp bestückt ist, ebenso wie er als Lichtmagier auch auf Kerzen oder Öllampen verzichtet. Zudem besitzt Lucádian eine Tonflasche, in der er Wasser mit sich führt, Proviant für etwa eine Woche (bestehend aus Brot, Käse, etwas Obst und Schinken) und ein kleines Holzkästchen mit einem Kamm, Rasiermesser, Schwamm, einem Handspiegel aus Messing und etwas Seife. Kochutensilien hat er nicht dabei, da er üblicherweise damit rechnet, in Gasthäusern zu übernachten. Aus diesem Grund besitzt er auch kein Zelt, sondern nur eine einfache Wolldecke, die gemeinsam mit einem langen Seil, Striegelzeug, den Futtersack und einer Stalldecke auf dem Rücken seiner Stute festgeschnallt ist, während Lucádian abgesehen von dem Rucksack nur Stab, Dolch und eine gut bestückte Geldbörse direkt am Körper trägt.
Lucádians Stab besteht aus dunklem Ulmenholz, welches leicht in sich gedreht ist, und besitzt ein mit Leder umwickeltes Griffstück, um dass er noch ein Lederband mit kleinen Holzperlen geschlungen hat - aus keinem bestimmten Grund, nur zum Zwecke der Dekoration. Sein Dolch wurde ihm im Alter von zwölf Jahren von seinem Vater geschenkt und ist schlicht und recht unscheinbar, wurde allerdings vom besten Schmied in ganz Tarcon gefertigt. Am Knauf ist das Wappen der Familie eingraviert.


Vergangenheit
Lucádians Vater, Sarthan von Isenwart, ist Erbe einer langen Linie von Adligen, die in der Gegend von Tarcon im Kaiserreich beheimatet sind. Die Familie besitzt keine großen Ländereien, ist allerdings in der Hauptstadt selbst seit Generationen recht einflussreich und hat ihren Stammsitz demzufolge auch in einer Stadtvilla am Platz der Acht Götter und nicht etwa auf irgendeiner Burg oder einem Landsitz. Das Haus von Isenwart trägt als Wappen einen silbernen Wolfskopf unter einem Torbogen gleicher Farbe auf blauem Grund.
Als Sarthan jung war, herrschte noch sein älterer Bruder Derkwin über das Haus von Isenwart, und so stand Sarthan die Welt offen. Dieser hatte sich schon immer für fremde Länder interessiert und reiste einige Jahre lang durch Tiranmar, weswegen er bald als größter Abenteurer der Familie galt. Im Alter von etwa dreißig Jahren ließ Sarthan sich in Arimanatu nieder, um einerseits Kontakte für seine Familie zu knüpfen und andererseits die Karten der Bibliothek zu studieren. Dort traf er auch auf die schöne Halbelfe Niameth, die an der Magierakademie von Arimanatu ausgebildet worden war und auch forschte. Sie war, wie sie berichtete, die Tochter einer Südländerin, die einst eine höchst aufregende Nacht mit einem elfischen Reisenden verbrachte, der jedoch aufgrund des enormen Altersunterschieds keine Beziehung mit ihr eingehen wollte, sodass sie sich in Freundschaft trennten und Niameth ihrer Mutter als einzige Erinnerung an ihn blieb - weswegen diese als ihren Namen auch das elfische Wort für 'Erinnerung' wählte. Niameth, schon von klein auf mit einem starken magischen Talent gesegnet, beschäftigte sich intensiv mit alchemistischen Substanzen und Zaubern, die den Geist klären und die Sinne schärfen sollten, und hatte trotz ihrer jungen Jahre ein Buch über magische Wahrnehmungsmethoden geschrieben, das auf große Anerkennung stieß. Die beiden wurden ein Paar und bekamen eine Tochter, Kiara, der drei Jahre später Lucádian folgte.
Als Lucádian gerade alt genug war, um allein auf dem Rücken eines Ponys zu sitzen, kam sein Onkel Derkwin bei einem Jagdunfall ums Leben. Die junge Familie reiste nach Tarcon, wo Derkwins Gemahlin, eine Geweihte der Isisha namens Isolda, Lucádians Eltern darum bat, die Führung des Hauses von Isenwart zu übernehmen. Sie allein schaffte es nicht, sich neben ihren Pflichten im Tempel auch noch um die Herrschaft über Isenwart zu kümmern, und so stimmten Sarthan und Niameth zu und lebten fortan in Tarcon. Die plötzlich Umstellung verunsicherte den kleinen Lucádian zunächst, während seine ältere Schwester Kiara freudig die Stadt erkundete und sowohl unter den Adelssprösslingen als auch unter den Straßenkindern Freunde fand. Aber auch er freundete sich schließlich mit der großen Stadt an. Während Sarthen den beiden Kindern von der Welt erzählte, mit ihnen raufte und mit Holzschwertern spielte, brachte Niameth ihnen Lieder bei, erzählte ihnen Geschichten und lehrte sie, als sie alt genug waren, das Spiel des Rebecs, eines Streichinstruments, das sie selbst recht gut beherrschte. Dabei schienen Kiara und Lucádian teilweise komplett gegensätzliche Interessen zu entwickeln, denn während Kiara liebend gerne durch die Straßen rannte und mit Holzschwertern übte, lauschte ihre Bruder lieber den Geschichten seiner Mutter. Als Kiara dreizehn und Lucádian zehn Jahre alt waren, gebar Niameth ihr drittes Kind, einen kleinen Jungen namens Wulfric.
Im folgenden Winter wurde Wulfric sehr krank, und alle machten sich große Sorgen um ihn. Besonders Lucádian schien die Schwäche seines kleinen Bruders zu schaffen zu machen, er war durchweg niedergeschlagen und drückte sich in der Nähe von dessen Wiege herum. Obwohl er selbst darunter litt, bat er seine Mutter immer wieder, zu Wulfric gehen zu dürfen und sogar bei dessen Wiege zu übernachten, bis sie es ihm schließlich erlaubt. In dieser Nacht wurden Sarthan und Niameth durch einen Lichtschein geweckt, der aus dem Zimmer drang, in dem Wulfric Lucádian schliefen. Verwundert traten sie ein und fanden die beiden schlafend vor, wobei ein blasses Licht über der Wiege des kleinen Wulfric hing, über die Lucádian gebeut lag und offenbar eingeschalfen war. Vorsichtig weckten seine Eltern ihn, und er murmelte schlaftrunkend etwas davon, dass Wulfric ihm gesagt hattte, er könne nicht richtig atmen, und dass er ihm etwas Licht gemacht hatte, damit es besser ging. Die Eltern sahen sich verwundert an - Wulfric konnte noch gar nicht sprechen, und was sollte das Licht damit zu tun haben - und Niameth nahm ihn auf den Arm und brachte ihn in sein Bett, während Sarthan bei Wulfric blieb, der noch immer tief und fest schlief. Dass Lucádians Augen, in denen sich das magische Licht spiegelte, keineswegs mehr einen grauen, sondern einen hellblauen Farbton angenommen hatten, war ihnen jedoch entgangen.
In den nächsten Tagen ging es dem kleinen Jungen immer besser, und schon nach einer Woche war er von der Krankheit genesen, und auch Lucádian wurde wieder fröhlich und sorglos. Nachdem Sarthan und Niameth ein langes Gespräch miteinander geführt hatten, erklärten sie ihm schließlich, was für sie die nahelegenste Antwort auf die offenen Fragen war: "Du bist ein Magier, Lucádian."
Die Reaktion des Jungen war nicht gerade überschwänglich, aber er war auch nicht geschockt. Da auch seine Mutter magisch begabt war und er ein wenig über Magie wusste, machte ihm diese Offenbarung keine Angst, aber er fragte sich, wie sein Leben nun weiter gehen sollte. Würde er seine Familie verlassen müssen? Diese Sorge konnten ihm seine Eltern jedoch nehmen, denn sie boten ihm an, an der Akademie von Tarcon die Kunst der Magie zu erlernen, aber weiterhin in ihrem Anwesen in der Stadt zu wohnen.
So besuchte Lucádian von diesem Tag an die Magierakademie. Schnell fand man heraus, dass er eine besonders starke Gabe für Lichtmagie besaß, und so wurde er in diesem Bereich der Magie unterrichtet. Zuerst einmal hieß es jedoch, das unglaubliche Arbeitspensum zu bewältigen, dass einem Adepten auferlegt wurde. Lucádian musste mit den anderen Schülern Geographie und Geschichte, alte Sprachen und Kräuterkunde, Literatur, Magiekunde und Astronomie verinnerlichen, und zudem gab es zahlreiche Pflichten vom Fegen der Laboratorien bis zum Einsortieren der Bücher in der Bibliothek, die ihn immer beschäftigt hielten. Dennoch hatte er einen Vorteil gegenüber einigen seiner Mitschüler, da er einerseits schon eine ziemlich gute Allgemeinbildung besaß und auch Lesen und Schreiben konnte, andererseits bereits neben Sarmindyan auch etwas Azzani sprach, da seine Mutter ihn auch die Sprache des Südens gelehrt hatte. Dies und die Tatsache, dass er nicht in der Akademie schlief, führten dazu, dass er keine besonders enge Bindung zu den anderen Schülern aufbaute.
Nach einiger Zeit begannen schließlich die magischen Lektionen, und hier stellte sich heraus, dass Lucádian, wenngleich absolut uninteressiert an Kampfmagie, so doch ziemlich talentiert in den Künsten der Heil- und Verständigungsmagie war. Während er die magische Heilkunst mit großem Fleiß studierte, schien ihm die Fähigkeit dazu, Gefühle und Absichten anderer Menschen zu erkennen und sich selbst mitzuteilen, einfach so zuzufallen, und auch die anderen Schüler merkten schnell, dass Lucádian immer verstand, was sie beschäftigte, oder den Grund ihres Zorn benennen konnte, ehe sie sich selbst darüber klar wurden. Dies führte dazu, dass sie sich von dem sanftmütigen und offenen Mitschüler einerseits verstanden fühlten, er ihnen andererseits aber auch manchmal ein bisschen unheimlich war. Oft schlichtete Lucádian Auseinandersetzungen oder brachte andere mit scheinbar unverfänglichen Fragen zum Grübeln, aber bald gab es auch Gerüchte, dass er heimlich Zauber anwendete, um ihre Gedanken zu lesen. Umso tiefer Lucádian in die Geheimnisse der Magie vordrang, umso stärker wurde seine Fähigkeit des empathischen Hineinversetzens in andere Menschen, aber an diese natürliche Begabung war auch eine Gefahr gebunden, die ihm selbst zunächst nicht bewusst war. Seine Augen veränderten zuerst unmerklich, später immer intensiver, ihre Farbe. Zuerst stellte er nur fest, wie ihn Mitschüler irritiert ansahen oder sich stirnrunzelnd abwandten, dann blickte er eines Abends, als er sehr niedergeschlagen war, in den Spiegel und stellte fest, dass seine Augen grünlich gefärbt waren - ein Schock, der ihm einen Augenblick lang den Atem nahm. Ziemlich verunsichert trug er in der nächsten Zeit immer einen Spiegel bei sich, um heimlich zu überprüfen, wie seine Augen aussahen, und nach einer Weile konnte er seine Emotionen einigermaßen einschätzen und sorgte größtenteils erfolgreich dafür, dass niemand diese Veränderung bemerkte. Sowohl vor den Magiern als auch vor seiner Familie hielt er dies geheim.
Im Alter von fünfzehn Jahren wurde Lucádian zum Assistenten eines angesehenen Heilmagiers an der Akademie, den er mit seinen Fähigkeiten und seinem Fleiß überzeug hatte. Er beschloss, die Heilmagie zu seinem Spezialgebiet zu machen und sich von der Verständigung lieber etwas fern zu halten, da sie die Änderung seiner Augenfarbe noch zu verstärken schien. In dieser Zeit verliebte Lucádian sich auch in eine angehende Feuermagierin seines Alters, die er nach einem magischen Unfall bei einigen Kampfübungen geheilt hatte. Lorana von Treywind war ihr Name, und wie er selbst stammte sie aus einer adligen Familie. Sie freundeten sich ein wenig an, und wenngleich Lorana ein wesentlich hitzigeres Gemüt als Lucádian besaß und von seiner Friedfertigkeit und Nachdenklichkeit manchmal etwas irritiert war, verstanden sie sich gut. Wie viele Feuermagier war sie eine angehende Kampfmagierin und würde deshalb, wie sie scherzhaft sagte, auf Lucádian auch in Zukunft nicht verzichten können, um sie wieder auf die Beine zu bringen.
Eines Tages geschah es tatsächlich, dass Lorana durch einen Unfall bei den Übungskämpfen ernsthaft verletzt wurde. Ihr Schild war aus irgendeinem Grund zusammengebrochen, und ein feuriger Schlag magischer Energie hatte sie einige Meter weit durch die Luft gewirbelt. Mit Knochenbrüchen, Prellungen und Verbrennungen brachte man sie eilig zu den Heilern, wo sich Lucádian und zwei weitere Magier um sie kümmerten. Es war natürlich nötig, die bewusstlose Adeptin zu entkleiden, und der junge Magier wurde ziemlich nervös. Als er ihre Verletzungen sah, konnte er sich vor Sorge um sie kaum noch konzentrieren, und als ein eigentlich simpler von ihm gewirkter Heilzauber fehlschlug, brach er in Tränen aus. Die anderen Magier, die ihre ganze Aufmerksamkeit auf die Verletze gerichtet hatten, bemerkten nun erst, dass etwas mit ihm nicht stimmte. Er wollte sich noch abwenden, aber es war zu spät: Seine Augen hatten eine tief dunkelrote Farbe angenommen. Entsetzt ließen die Magier ihn fortbringen und schlossen ihn in einem Zimmer ein, um erst einmal das Leben Loranas zu retten. Bald darauf machten Gerüchte in der Schule die Runde, jeder erinnerte sich plötzlich an unheimliche Begegnungen mit Lucádian, dessen Augenfarbe sich änderte und der scheinbar Gedanken und Gefühle lesen konnte. Zuerst nur gedacht, dann geflüstert und schließlich offen ausgesprochen war die offenbar einzige Erklärung für die sonderbaren Veränderungen an dem jungen Adepten: Er war ein Dämon.
Die Magierakademie von Tarcon beherbergte schon aufgrund der Magiergesetze keine Dämonenbeschwörer oder Dämonologen, die sich mit so etwas auskannten, doch die Kenntnisse gingen weit genug, um von den Succubi und Incubi zu berichten, gestaltwandelnden Dämonen, die den Körper von Menschen annehmen konnten, um so ihre Opfer zu täuschen und zu verführen. Die merkwürdigen Kräfte wurden auf seine dämonischen Zauberkünste zurückgeführt. Es kam zu großen Auseinandersetzungen unter den hochgestellten Magiern, da einige die sofortige Tötung des Dämonen forderten, andere Zweifel an den Anschuldigungen hegten. Um sich Klarheit zu verschaffen, hätte ein Dämonologe aus dem Süden gerufen werden müssen, doch diese durften eigentlich den Boden des Kaiserreichs dem Gesetz nach nicht betreten, ohne einen Treueeid auf die kaiserliche Krone abzulegen. Die Magier standen vor einem Dilemma.
Schließlich wurde eine Vollversammlung der Akademie einberufen. Es wurde darüber disputiert, wie mit Lucádian zu verfahren war, und die Diskussion wurde mit harten Worten und erhobener Stimme geführt, sodass die Akademieleiterin Tamariel von Tarcon die Versammlung zur Ruhe aufrufen musste. Lucádian selbst war ebenfalls anwesend, jedoch zu geschockt von den Anschuldigungen und seinen eigenen Selbstzweifeln, um sich zu verteidigen. Am liebsten hätte er sich wieder in einem Zimmer eingeschlossen, fern von all den Schülern und Magiern, die ihn verängstigt, hasserfüllt oder misstrauisch anstarrten. Auch Lorena war anwesend, da sie an diesem Tag die Pflege der Heilmagier verlassen durfte. Als sie erfuhr, was man Lucádian vorwarf, packte sie die Wut. Sie trat vor, noch immer mit Verbänden und auf einen Stock gestützt, und hielt eine flammende Rede darüber, dass Lucádian der selbstloseste und freundlichste Mensch war, den sie kannte, und dass er niemals jemanden etwas antun könne, geschweige denn, dass er ein Dämon sein könnte. Während ihrer Worte erhob sich vielstimiges Gemurmel, und noch immer schien sich die Versammlung nicht entscheiden zu können. Möglicherweise hatte Lorana die Akademieleiterin mit ihren Worten überzeugt, vielleicht hatte deren Meinung auch von Anfang an festgestanden, doch nun erhob Tamariel von Tarcon sich und schlug den Magiern mit bedachten Worten ihre Lösung des Problems vor. Lucádian solle an eine andere Akademie versetzt werden, in den Süden - dort würde man feststellen können, ob von ihm eine Gefahr ausging, und er würde gegebenenfalls seine Studien fortsetzen können, was hier nach diesen Ereignissen nun nicht mehr möglich sei.
Niemand hatte dieser Argumentation etwas entgegenzusetzen, und so wurde Lucádian an die Magierakademie von Arimanatu geschickt, um dort seine Ausbildung zum Magier des Lichts zu beenden. Er packte seine Sachen, und als er die Akademie von Tarcon das letzte Mal verließ, war Lorana die einzige, die es wagte, sich allein von ihm zu verabschieden.
"Du wirst mir fehlen, Luca", sagte sie zu ihm, und sie umarmten sich. Lucádian konnte fast schon fühlen, wie seine Augen eine tiefgrüne Farbe annahmen, als sich seine Kehle zuschnürte. Doch Lorana hatte die Augen geschlossen, als sie sich zum ersten und letzten Mal küssten. Dann musste er gehen.
Sarthan und Niameth waren natürlich entsetzt über die Vorwürfe, die man ihrem Sohn machte, doch zweifelten sie keinen Augenblick an der Unschuld Lucádians. Niameth brach mit ihm in den Süden auf, sie reisten nach Kalmünde und nahmen von dort aus ein Schiff nach Arimanatu, während sein Vater in Tarcon blieb, um auf Kiara und Wulfric aufzupassen. Der kleine Wulfric, gerade einmal fünf Jahre alt, weinte bei Lucádians Abscheid, während Kiara, die inzwischen eine der besten Schülerinnen der Kriegerakademie geworden war, mehr oder weniger erfolgreich vorgab, ihn gar nicht zu vermissen.
Auf dem Weg nach Arimanatu erzählte Niameth ihrem Sohn viel über die Akademie und die Stadt, die auch ihre Heimat gewesen waren, und sie versprach ihm, dass dort alles für ihn besser werden würden. Das war auch der Fall, denn die Magier stellten fest, dass er zwar eine bislang unbekannte Begabung besaß, jedoch mitnichten ein Incubus war. Er fand auch einige Freunde an der Akademie, darunter einen Mitschüler namens Aryo, der zwar zwei Jahre jünger war, jedoch außergewöhnlich reif und klug für sein Alter war und mit dem Lucádian viel über das Leben und die Welt philosophierte. Er und seine Freunde veranstalteten Feiern, tranken gemeinsam Wein oder diskutierten über den Zusammenhang von Alt-Acearo und modernem Sarmindyan oder die Bedeutung der Verständigungsmagie für die Rechtssprechung, und Lucádian fühlte sich in ihrer angenehmen Gesellschaft sehr wohl. Auch an der Akademie machte er nach einer Eingewöhnungszeit rasch Fortschritte und bestand schließlich auch seine Prüfung, sodass er sich nun als vollwertiger Magier bezeichnen konnte.

Lucádian bei der Abschlussprüfung:
Spoiler:
 

Während der Jahre in Arimanatu verliebte er sich ab und an - zunächst in Aryo, der seine Zuneigung zunächst erwiderte, sich dann jedoch lieber einem anderen Mädchen zuwandte, auch wenn ihre Freundschaft bestehen blieb, dann, zwei Jahre später, in eine Händlerstochter. Sein Geheimnis hatte er immer gut verborgen, doch als sie ihn küssen wollte, konnte er es nicht verheimlichen, denn sie wollte ihm in die Augen blicken, die sie immer als schön und ausdrucksvoll beschrieben hatte. Er schaffte es nicht, seine Gefühle zurückzuhalten, und seine Augen mussten förmlich orangerot geleuchtet haben. Den entsetzen Ausdruck auf ihrem Gesicht, als sie zurückschreckte, würde er wohl nie vergessen.
So beschloss Lucádian, niemandem mehr zu nahe zu kommen, auch wenn er sich nach der Nähe anderer Menschen sehnte. Er verließ Arimanatu, um eine Forschungsreise zu beginnen, Menschen verschiedener Länder kennen zu lernen und sich so viel Wissen wie möglich anzueignen, mit dem unbewussten Wunsch im Hinterkopf, auch eine Lösung für seine Probleme zu finden, die er mit dem Verlassen Arimanatus ein weiteres Mal hinter sich ließ.


Magie

Lucádian ist ein kompetenter Lichtmagier, der sich vor allem mit der magischen Heilung beschäftigt hat. Er beherrscht die Kernformel der arkanen Heilkunst, das Heilende Licht, und ist in der Lage, damit auch schwere Verletzungen zu behandeln, was natürlich auch eine Menge magischer Kraft erfordert. Ebenso beherrscht er den Zauber Reinheit des Körpers. Lichtblitz und Auraschild hat er erlernt, um sich mangels körperlicher Kampfkünste auf magischem Wege zu verteidigen, den einfachen Zauber des Gleißens, mit dem er ein helles Licht erschafft, ist natürlich eine seiner leichtesten Übungen. Außerdem ist Lucádian in der Lage, auf magischem Wege die Emotionen und Gedanken anderer Menschen zu erspüren, wenn er sich intensiv mit ihnen auseiandersetzt. Dies funktioniert jedoch hauptsächlich, in dem er sich auch gefühlsmäßig in sie hineinversetzt, und verstärkt die magische Nebenwirkung, welche die Farbe seiner Augen beeinflusst.
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Tika Erkan
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BeitragThema: Re: Lucádian   So Feb 05, 2012 4:11 pm

Ganz viel Kritik für meinen kleinen Luca bitte Lachen

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BeitragThema: Re: Lucádian   So Feb 05, 2012 6:20 pm

Dazu muss ich das alles ja erstmal lesen! Grinsen


Nach dem Lesen:
Beim Aussehen fällt mir auf, dass du nochmal auf seine ganze Gestalt zurück kommst. Das kann man natürlich so machen, es aber auch zu dem am Anfang setzen, dann braucht es weniger Wiederholungen.
Sonst beschreibt es ihn sehr gut.

Zitat :
Lucádian ist es gewohnt, vom Leben viele Annehmlichkeiten zu erwarten, und weiß dessen schönen Seiten sehr zu schätzen:
Da ist ein n zu viel, bei 'dessen schönen Seiten'.

Oh das ist ein Monstersatz! Vielleicht kann man da 2 oder 3 draus machen? Zwinkern
Zitat :
Die Furcht davor, dass erneut jemand herausfinden könnte, dass etwas mit ihm nicht stimmt, und er vielleicht für einen Incubus, einen gestaltwandelnden Dämon, gehalten wird, macht es ihm unmöglich, einem anderen Menschen direkt anzusehen und verursachte Nervosität, sodass es ihm schwer fällt, einer anderen Person wirklich nahe zu kommen.

Der danach ist nochmal genau so lang *feststell*

Und der:

Zitat :
Er ist auch nahezu unerschütterlich in seinem Glauben an andere und es ist ihm fast unmöglich, jemandem gegenüber Rachegefühle oder länger anhaltenden Zorn zu hegen, da ihm seine Philosophie sagt, dass jeder Mensch durch äußere Umstände in seine Lage gebracht wurde und eigentlich niemand etwas dafür kann, wie er geworden ist, sodass Lucádian manchmal eine engelsgleiche Geduld und Gutmütigkeit beweist.
Ist gar noch länger!


Zitat :
Am Knauf ist das Waffen der Familie eingraviert.
Hier hat sich wohl ein Fehler eingeschlichen. Zwinkern


So dann nun zur Vergangenheit...
Zitat :
Oft schlichtete Lucádian Streits
Einfach nur Streit

Zitat :
auf Lucádian auch in Zukunft nicht verzichten können, um ihre Verletzungen zu flicken.
Hier erscheint mir die Wortwal des 'flicken' etwas seltsam

Zitat :
während sein Vater in Tarcon blieb, um auf Kiara und Wulfric.
Da fehtl irgendwas...

Zitat :
die auch ihre Heimat gewesen waren,
Wieder ein n zu viel bei 'waren'


So, sonst bin ich total beeindruckt und kann darum eigentlich gar nichts mehr sagen. Grinsen
Außer, dass manche Sätze echt etwas sehr lang geraten sind. Vielleicht kannst du da ja noch was dran ändern.

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BeitragThema: Re: Lucádian   So Feb 05, 2012 10:32 pm

In Ordnung, ich fürchte, die Monstersatztendenz sollte ich mal einschränken... ^^
Danke für deine Kommentare, werde das ändern Lachen

Nur dein letzter Punkt ist mMn nicht ganz korrekt: Sowohl Akademie als auch Stadt waren Heimat, daher Plural, das würde ich so lassen. (:

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BeitragThema: Re: Lucádian   Mo Feb 06, 2012 9:51 pm

Ah, natürlich, dann ist das n richtig. Grinsen
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BeitragThema: Re: Lucádian   Mo Feb 06, 2012 10:05 pm

sonst noch Meinungen?
Wenn morgen nix mehr kommt, verschieb ich mich übermorgen einfach Lächeln

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BeitragThema: Re: Lucádian   Mi Feb 08, 2012 11:48 pm

Ich weiß, ich bin ein wenig spät dran, trotzdem möchte ich auch noch ein wenig was schreiben.

Ein adeliger Empath. Einen individuellen Char hast du da geschaffen. Vor allem weil ich persönlich bei Adeligen oft an Intrigen oder Inzest denke. Und ich traue mich mal zu behaupten, dass hier noch niemand einen Adeligen spielt. Sprich, finde ich super (:

Viënecyl muss ich recht geben. Du hast da ein paar sehr gewaltige Sätze geschrieben. Aber da es schon angesprochen wurde, weißt du darüber eh Bescheid.

Etwas ist mir noch aufgefallen. Bei der Ausrüstung schreibst du, dass Lucádians Dolch ein Geschenk von seinem Onkel ist und er ihn mit zwölf Jahren bekommen hat. Aber bei der Vergangenheit steht, dass dieser bei einem Jagdunfall ums Leben kam und die Familie daher nach Tarcon gegangen ist. Da Lucádian bei der Geburt seines kleinen Bruder zehn war, der in der Stadt geboren wurde, fürchte ich, dass sich da ein kleiner Fehler eingeschlichen hat.

Ansonsten kann ich deinen Char nur loben. Schon allein sein Name gefällt mir sehr gut. Sein Aussehen hast du detailliert beschrieben und ich kann ihn mir wunderbar bildlich vorstellen. Auch bei seinem Charakter, seinen Stärken und Schwächen hast du viel Feingefühl gezeigt, was ihm zu einer glaubhaften Persönlichkeit macht.
Positiv überrascht bin ich auch, dass dein Char sich beiden Geschlechtern zugewandt fühlt. Liest man selten.
Ebenso super finde ich, dass du daran gedacht hast das Wappen der Familie zu beschreiben.
Die Vergangenheit von ihm ist auf jeden Fall lesenswert. Ich hab sie mit starkem Interesse gelesen und den Vorfall in der Akademie hast du spannend geschrieben.
Gespannt bin ich darauf, ob du beim Verändern seiner Augenfarbe ein gewisses Schema verfolgst, aber das zeigt sich dann eh im Spiel.

LG Caidra
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Tika Erkan
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BeitragThema: Re: Lucádian   Do Feb 09, 2012 10:50 pm

Ich glaube, mit deiner Behauptung hast du recht. Danke (:

Ich werde in Zukunft versuchen, mich mit den Riesensätzen etwas zurück zu halten ^^' Kommt, glaub ich, im Spielfluss auch nicht so vor.

Bei der Ausrüstung hast du natürlich recht. Das liegt daran, dass ich die Geschichte erst danach geschrieben hab und dann nicht mehr daran gedacht hatte. Natürlich passt das nicht, es ist fortan ein Geschenk des Vaters. (:

Danke für die Blumen Lachen

Und ja, ich verfolge ein gewisses Schema, aber ich wollte es nicht zu offensichtlich machen. Zwinkern

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BeitragThema: Re: Lucádian   Sa Feb 18, 2012 12:16 am

Ich verschieb mich dann mal... (:

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