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 Caidra

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Caidra
Streuner

Streuner

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Geschlecht : Weiblich
Alter : 31
Punkte : 26
Beiträge : 29
Mitglied seit : 15.01.12

Charakterbogen
Alter: 27 Jahre
Volk: Menschen (Kaiserreich und Caldámia)
Kurzcharakteristik: Selbstkritische, egoistische Söldnerin

BeitragThema: Caidra   Di Jan 24, 2012 1:21 pm

Name:
Caidra Caradh, stellt sich aber mit den Nachnamen Borlen vor.

Alter:
27 Jahre

Volk und Herkunft
Gemischtes Blut floss durch die Adern dieses Menschen. Caidras Mutter Herina war in den eisigen Gefilden der Nordlanden aufgewachsen. In Skaldjard. Wohingegen ihr Vater Galdor in Tarcon geboren wurde. Auch sie erblickte hier das Licht der Welt.


Aussehen
Auffallend war bestimmt die stattliche Größe der Kaiserreichlerin von 1 Schritt und 8 Faden. Eine blasse Haut und drahtige Muskeln zierten den Körper der jungen Frau und ihre weiblichen Reize waren weder besonders spärlich noch üppig. Die Arme von Caidra waren lang und kräftig auch ihre Hände zeugten von entweder harter Arbeit oder ausgiebigen Kämpfen. Unzählige kleine Schwielen und Narben zogen sich durch die sonst junge zarte Haut. Versteckt wurde diese von dünnen ledernen Handschuhen die einen noch recht neuen Eindruck machten.
Ein starker Kontrast zu ihren sonst so kriegerischen und selbstsicheren Auftreten, war ihr feingeschnittenes Gesicht. Volle Lippen, hohe Wangenknochen, eine zierliche Nase und ausnahmsweise makellose Haut würden sie schon fast zu einer liebreizenden und sympathischen Person machen wären da nicht die stechend kalten grauen Augen. Sie waren unter vollen langen Wimpern gebettet und fein geschwungene Augenbrauen verstärkten diese Gebärde. Vollendet wurde ihr Antlitz von einer nussbraunen leicht gelockten Haarpracht mit helleren Akzenten, die ihr fast bis zum Kreuz reichte. Sie wirkte gepflegt und meistens wurde sie mit feinen Lederbändchen nach hinten gebunden.
Vor ungewollten Blicken und rauer Witterungen schützte ein dunkler lederner Kapuzenmantel, der überwiegend zugeknöpft war und das darunter Verborgene schützt. Ein großzügig geschnittenes Kleidungsstück, das gewiss für eine wohlgenährtere Person geschneidert wurde. Vom Wetter gezeichnet, teilweise abgerieben und porös. Früher war er vielleicht einmal ein Glanzstück, doch das konnte man heute nur noch mehr erahnen. Aber er erfüllte seinen Nutzen. Darunter verbarg sich eine hellbraune Lederrüstung, die sich eng um den Körper Caidras schmiegte und ihre weiblichen Reize dezent unterstrich. Nicht sichtbare Eisenplatten waren in der Rüstung eingenäht, die sie vor härteren Angriffen schützen sollten. Auf der Rückseite des Harnisch waren zwei Reihen Ösen eingearbeitet durch die zwei Lederbänder geschlungen waren. Ähnlich eines Mieders und zwecks dem gleichen Sinn. Zum An-und Ausziehen der Kleidung. Ansonsten war Die Rüstung schlicht gehalten. Nur vereinzelnde Schnitte und Abnutzungen waren zu erkennen. Unter ihr trug sie noch eine schulterfreie kurzärmlige weiße Bluse aus dickem Leinen. Noch zu erwähnen wäre die feingliedrige versilberte Kette. Ein Geschenk von Kyrian. Ein kleiner Edelstein ähnlich eines Hämatits baumelte an dessen Ende. Geschliffen ohne dem Ziel ihm eine bestimmte Form zu geben. Nichts Wertvolles. Höchstens die vier geschwungenen Drähte aus Silber, die Zier und Halt zugleich waren.
Caidras lange Beine wurden von einer, ebenfalls aus Leder gefertigten, Hose verdeckt. Sie war schlicht und zeigte keinerlei Besonderheiten auf. Wie auch ihr einfaches Schuhwerk. Des weiterem schützen noch Armschienen aus Stahl die Kriegerin.

Charaktereigenschaften
Einst sagte man der jungen Frau sie wäre stur, temperamentvoll und handelte unüberlegt. Etwas was nicht nur ihr sondern auch ihren Begleitern immer wieder zum Verhängnis werden würde. Da gab es natürlich noch etliche andere Beschwerden, aber diese eine nahm sie nach längerem Bedenken und vielen beispielhaften Zwischenfällen zu Herzen. Seitdem zügelte sie sich und die jüngsten Ereignisse ihrer Vergangenheit halfen ihr dabei.
Stets versuchte sie gegenüber Fremden ruhig besonnen und kühl aufzutreten. Nach jahrelanger Übung hatte sie diese Fassade auch schon recht gut im Griff. Mit erhobenen Haupt, selbstsicheren Auftreten und beobachteten Blicken, wirkte sie auf manche ablehnend auf andere sogar arrogant. Erst wenn sie beschloss sich mit jemanden zu unterhalten, und sie suchte nicht selten nach einer oberflächlichen zwanglosen Gesellschaft, verflüchtigte sich ihre Erstarrung und machte einer durchaus umgänglichen Mimik Platz die von einer warmen Stimme untermalt wurde. Nicht nur das war ein abstraktes Gegenteil von ihrem sonstigen Auftreten, sondern auch ihr Bedürfnis nach einem gewissen Maß nach Höflichkeit. Hauptsächlich waren das Überbleibsel aus ihrer Erziehung, aber sie wusste auch, dass man sich dadurch bei Weitem mehr Türen öffnen konnte als mit einem rüpelhaften Verhalten.
Manche glaubten durch ihre freundliche, höfliche Art einen Freund in ihr gefunden zu haben. Doch die wurden, sobald für sie etwas attraktiver beziehungsweise lukrativer war, enttäuscht. Für Caidra waren das nur Bekanntschaften und sie war egoistisch. Nur um ihr eigenes Wohl besorgt. Diese sogenannten Freunde kommen und gehen. Sie hatte es aufgegeben danach zu suchen, obwohl sie sich unbewusst nach wie vor danach sehnte.
Zurück zur Fassade. Wie jede bröckelte auch diese und dafür benötigte man nicht mal viel, wenn man wusste wo man einhacken musste. Zum Beispiel konnte man ihr Beleidigungen an den Kopf werfen so viel man wollte, die erschütterten sie nicht. Jedoch sobald es jemand wagte über ihre Schwächen zu spotten oder gar über sie zu lachen wurde sie unsicher und wer hartnäckig genug war, konnte ihre Fassade sogar völlig zum Einsturz bringen. Ein weiterer Auslöser war ihre Ungeduld. Fremde lösten die nur in seltenen Fällen aus. Die beruhte mehr auf ihre Selbstkritik. Wenn ihr etwas nicht leicht von der Hand gehen wollte, kam ihr ziemlich schnell ihre Motivation dafür abhanden oder verlor sogar die Beherrschung. Dieser Liste konnte man noch Weiteres hinzufügen, wie zum Beispiel, dass sie alles andere als ein Morgenmensch war oder sie ihr Konzept vergaß, wenn sie zu wenig Schlaf bekam. Hauptsächlich kam es eben auf ihre Verfassung an, wie leicht sie aus der Ruhe zu bringen war.
Tief in ihrem Inneren war Caidra stets in Zwei gerissen. Sie wusste nicht was sie wollte oder welcher Platz in Tiranmar ihr mehr zusagen wollte. Daher entsprach auch ihr auserkorenes Ziel nicht wirklich der Wahrheit. Caidra behauptete nämlich sie wolle solange Geld sammeln bis sie genug beisammen hatte um sich selbst wieder sesshaft zu machen. Diese Aussage wurde aber widerlegt indem sie nicht wirklich sparsam war oder unruhig wurde wenn sie längere Zeit an einem Ort verweilen musste.
Zu ihren Vorlieben gehörten gemütliche Gesellschaft, Musik, gutes Essen, da war sie nicht wählerisch, selbstverständlich Geld, aber auch der unberührten Natur war sie nicht abgeneigt. Zu selbstverliebte oder auch neugierige Personen, Gedränge, filigrane oder langwierige Arbeiten gehörten zu den Dingen die ihr gar nicht zusagen wollten.
Auch vor Ängsten war Caidra nicht gefreit für die sie sich leidenschaftlich gern verurteilte, an denen sie aber arbeitete indem sie sich ihnen immer wieder stellte. Die Konfrontation mit manchen dieser Ängsten offenbarte jedoch auch mehr oder minder ihre vertuschten Charakterzüge. Stur ging sie dann darauf zu, den solche Schwächen durften andere nie erfahren oder ihr Leben beeinflussen. Mit spitzen Bemerkungen konnte man sie zu unüberlegten Handlungen bringen, da sie sich erhoffte durch übertriebene Verwegenheit, könnte sie ihre Furcht überspielen. Und in besonderen Situationen kam sogar ihr Temperament zum Vorschein, welches ungelenkt jeder zu spüren bekam der ihr in den Sinn kam.
Zu ihren größten Ängsten gehörten Dämonen. Nie würde sie diese grausamen Augen vergessen, die der Inbegriff für alles Böse zu sein schienen und immer wieder fühlte sie sich von ihnen verfolgt oder glaubte sie im Dunklen sehen zu können. Hierzu passte ebenfalls die Unruhe in der Finsternis, die sie aber schon gut im Griff hatte. Des Weiteren fürchtete sie die Beraubung ihrer Freiheit die ihr Lebensstil mit sich brachte. Sie konnte sich nicht mehr vorstellen jemanden loyal untergeben zu sein, sich an irgendjemand oder etwas zu binden und es erfüllte sie mit Grauen wenn sie daran dachte irgendwo eingesperrt, oder jemanden ausgeliefert zu sein. Daher achtete sie auf die Gesetzte jedes Landes und falls sie etwas anging, was nicht regelkonform war, wurde alles darangesetzt um es zu vertuschen.
Ein weiteres Problem hatte sie mit Schiffsfahrten. Erstens weil sie dabei auf andere angewiesen war, zweitens die begrenzte Verfügung von Platz, dann noch die Ungetüme die in den Meeren hausten und dem Wetter den sie ausgeliefert waren und letztendlich ihre zittrigen Beine und das Unwohlsein, das sie an Board verspürte, da sie zur Seekrankheit neigte.
Gegenüber anderen Völkern war Caidra weder besonders angetan noch abgeneigt. Alle hatten ihre Vor- und Nachteile. Die junge Frau konnte sich in dieser Hinsicht aber auch nicht mit viel Erfahrung rühmen. Von den meisten Völkern hatte sie bloß gehört, nur ein paar wenigen Elfen oder Zwergen waren ihr bis jetzt begegnet.
Und zu guter Letzt glaubte Caidra fest an die acht Götter und achtete sie. Früher fühlte sie sich besonders zur Göttin Xerana hingezogen, aber je mehr sie sich ihrer neuen Lebensart hingab umso seltener wurden ihre Gebete bis sie schließlich hauptsächlich Khortox galten.

Stärken und Schwächen
Zur größten Stärke wie auch Schwäche galt wohl die Erkennung der meisten ihrer charakterlichen Fehler und deren Beseitigung. Stärke, weil sich in manchen Hinsichten ihr Leben dadurch erleichterte. Schwäche, weil sie sich selbst nicht treu war, uneins mit ihr wurde und so auch nie ein inneres Gleichgewicht herstellen konnte. Eine weitere Stärke zeigte sich bei Caidra nur wenn sie eine Aufgabe zu erfüllen hatte. Dieser ging sie nämlich zielsicher und konsequent nach. Egal wie schwierig sie war.
Auch zeigte sie Talent im Umgang mit den Schwert, der Peitsche und sogar dem Bogen. Mit der Klinge beherrschte sie einen recht passablen Kampfstil. Sie wusste die Möglichkeiten mit den Anderthalbhänder, von schnellen Manövern auf schwere zu wechseln, zu nutzen. Bei der Peitsche verhielt es sich da schon etwas anders. Caidra war in der Lage ihr Ziel punktgenau zu treffen, nur kam es nicht selten vor, dass sich Fehler einschlichen. Manchmal vergaß sie auf ihr Umfeld und verhedderte sich oder sie verzettelte sich beim Ausholen eines Schwungs und geißelte sich selbst oder jemand unbeteiligten. Ihren größten Konflikt hatte sie mit dem Bogen. Sie verfügte einfach nicht über die Körperbeherrschung und Erfahrung die dieser Waffengang verlangte. Und vor allem hegte sie kein Interesse dafür. Aus diesem Grund diente diese Waffe ihr eigentlich nur bei der Jagd und das mehr schlecht als recht. Ihre Zielgenauigkeit beschränkte sich auf maximal 20 Schritt, aber nur bei möglichst geraden Schüssen. Wenn sie bergauf oder bergab schießen musste, war ihre Treffsicherheit nahe bei Null.
Die junge Kriegerin war auch der Meinung, dass man alles zur Waffe machen konnte. Im Notfall selbst den eigenen Körper und dementsprechend improvisiert war auch ihr Kampfstil. Beim Kampf schlich sich auch ein weiteres Problem ein. Je intensiver er war und je mehr sie sich hinein steigerte umso impulsiver und unüberlegter agierte sie auch. Einen unerfahrenen Gegner mochte sie damit vielleicht überrumpeln, aber gegen einen erfahrenen Krieger hatte sie schlechte Karten.
Die junge Frau war auch eine hervorragende Reiterin. Ob ohne Sattel, oder ein ungezähmtes Pferd, sie war fast nicht abzuwerfen. Dafür war sie keine Meisterin im Umgang mit diesen Tieren. Sie erkannte zwar die Zeichen ihrer Körpersprache und wusste wie man sie verpflegen sollte, aber das Feingefühl fehlte ihr. Caidra hatte auch gelernt wie sie sich nach den Gestirnen orientieren und man in der freien Natur überleben konnte. Da sie niemals richtig Gelegenheit dazu fand, war sie eher eine schwache Schwimmerin.
Ein weiters Talent hatte sie noch für den Gesang. Mit ihrer warmen Stimme vermochte sie gefühlvolle und fesselnde Lieder zu singen. Diese hatte bis jetzt aber noch nie jemand hören dürfen, da sie der Meinung war sie könne das nicht und niemand sollte über sie lachen.
Ihre Bildung war durchschnittlich. Rechnen, lesen, schreiben konnte sie, nur beim Letzteren schlichen sich immer wieder ein paar Fehler ein. Dafür war ihr Allgemeinwissen nicht schlecht und sie besaß auch so etwas wie Bauernschläue.
Eine ihrer größten Schwächen war ihre Ungeduld ihrer selbst gegenüber. Hauptsächlich zeigte die sich wenn sie etwas Neues erlernen sollte. Wenn ihr das nicht nach wenigen Anläufen gelingen wollte, schmiss sie lieber alles hin und dann war die richtige Reaktion von ihrem Lehrer, falls sie denn einen hatte, gefragt. Entweder sie setzte viel auf ihn und er hatte eine schier endlose Geduld mit ihr, oder aber auch wenn Caidra unter Druck gesetzt wurde und man ergänzte dies mit kleinen Provokationen, konnte man ein positives Ergebnis erreichen. Aber bloß nicht lachen, sonst war alles für die Katz. Diese Schwäche brachte ebenfalls mit sich, dass sie Arbeiten die viel Fingerspitzengefühl oder Zeit brauchten, zum Beispiel Nähen, Schnitzen, Putzen, Kochen, verabscheute. Nähte waren ungleich und wurden zum Ende hin immer größer. Schnitzereien beschränkten sich aufs Wichtigste. Die Pflege ihrer Ausrüstung gehörte leider dazu, aber bei näherem Hinsehen konnte man gleich erkennen, dass die nicht wirklich sorgfältig ausgeführt wurden. Sie tendierte sogar zur Unordnung. Und was das Kochen anbelangte, war es für Caidra nur wichtig einen vollen Magen zu bekommen. Entweder alles wurde gleich ohne Zubereitung gegessen, oder, bei Fleisch und Fisch, war das Gericht zu lang beziehungsweise zu kurz dem Feuer ausgeliefert. Ebenfalls war sie auch leicht zu beeinflussen, wenn man genug Geld in der Tasche hatte, gegebenenfalls wusste wie man sie reizen konnte. Dies war ihren unbedachten Handlungen zu verdanken.

Ausrüstung und Waffen
Durch das Vagabundenleben musste Caidra auch mit viel Gepäck reisen. Und da herrschte oft ein reges Durcheinander. Nur die wenigsten Dinge hatten ihren festen Platz und so war das meiste wahllos in den beidseitigen Satteltaschen oder im großen Lederrucksack verstaut. Der Feuerstein konnte zum Beispiel in einer der Satteltaschen versteckt sein und der Stahl aber wieder im Rucksack. Und wenn die Kriegerin nicht nach wenigen Griffen ihren gesuchten Gegenstand fand, wurden kurzerhand alle Taschen ausgeleert und danach wieder in der selben Unordnung eingepackt. Aber sie fand auch, dass sie für ihre Reisen gut ausgestattet war. Bis jetzt hatte sie noch nie etwas missen müssen. Ihre Verpflegung war zwar mit 10 Scheiben Zwieback, zwei 1 Batzen schweren Stücken Trockenfleisch und drei Paar Hartwürste einseitig, dafür hielten sie auch länger und das Restliche holte sie sich aus der Natur. Ihre Nahrung war in zwei Leinensäcken verstaut damit sie vom anderen Zeug nicht verunreinigt wurden. Natürlich durfte man da den einen Wasserschlauch nicht vergessen, in dem 3 Schwall hineinpasste.
Selbstverständlich war auch die Waffen- und Rüstungspflege wichtig, die aber mit ein wenig Öl und einen Schleifstein ziemlich spärlich ausfiel. Und für die Körperpflege besaß sie eine hölzerne Bürste und ein nicht parfümiertes Stück Seife. Der fünf Schritt lange starke Faden war noch immer ungebraucht zu einem Knäuel gewickelt in dem eine einzelne Nadel steckte.Die Ausbesserungsarbeiten ihrer Kleidung schob sie immer wieder hinaus und wahrscheinlich würde es irgendwann wieder einmal eine Näherin machen müssen.
Ein 1 Krug fassendes Bronzefläschchen hochprozentigen Alkohol (der Vorschuss von Obstbränden) war ihre erste Hilfe bei Verletzungen. Die genauen Fähigkeiten der Kräuter und deren Anwendung war ihr nicht bekannt, höchstens vom Blutmoos hatte sie gehört, aber dieses Mittel hatte sie jederzeit zur Hand. Sie besaß auch zwei 1 mal 1 Schritt große grobe Leinentücher, die vielerlei Zwecke erfüllen sollte. Entweder zum Verbinden, oder um irgendetwas zu säubern. Selbst für selbstgebaute Fackeln mussten sie herhalten können. Das Harz dafür fand sie in der Natur und eine Fackel war, als Reserve, in einer der Taschen verstaut. Für den Fackelbau besaß sie auch noch eine Spule mit dünnen Eisendraht um die Lumpen ordentlich zu befestigen. Für regnerische Tage, da sie nicht lange suchen wollte, hatte sie eine zwei Krug fassende Bronzeflasche mit leicht brennbarem Öl.
Für ihr Pferd hatte sie eine einfache Ausstattung gewählt. Alles andere war ihr einfach zu teuer. Deswegen trug es einen banalen braunen Ledersattel und ein Zaunzeug das aus dem gleichen Material hergestellt war, wie auch eine schmucklose schwarze Satteldecke. Für die Pflege des Tieres besaß sie ordinäres Striegelzeug und zum Führen ein Halfter und einen 2 Schritt langen Führstrick. Diese Dinge waren ebenfalls irgendwo in ihren Taschen verstaut. Hier noch zum Erwähnen wäre das 20 Schritt lange starke Seil, das sie meist nur zum Anbinden des Pferdes brauchte. Dies war außen an den Satteltaschen an einer der Schlaufen befestigt. Hinter dem Sattel befanden sich zwei 2 mal 2 Schritt große braune Felldecken, beide zu einem Knäuel gewickelt, die jeweils von vier dünnen Seilen zusammengebunden und an den Sattel befestigt waren. In einem dieser Bündel war eine gewöhnliche braune Hose und ein viel zu großes weißes Hemd versteckt, die beide aus Leinen angefertigt waren. Diese Kleidungsstücke hatte sie sich aus Bequemlichkeit zugelegt, da die Rüstung bei längeren Aufenthalte in Städten oder Dörfern einfach zu unpraktisch war und sie fiel auch eher auf. Ebenfalls in diesem Bündel befand sich ein billiger entspannter Jagdbogen mit 3 Pfeilen. Im anderen Bündel konnte man ein fein gewebtes grünes Leinenkleid finden. Dieses schmiegte sich eng um Caidras Körper und war mit einen einfachen Schnitt schlicht gehalten. Und dazu ein passender roter Kapuzenumhang. Diese Kleidungsstücke besaß sie, weil sie sich gern bei Festen blicken ließ und auch weil sie ihr altes Leben doch ein wenig vermisste.
An ihrem Körper trug Caidra einen 1 Faden breiten Ledergürtel an dem links eine Scheide befestigt war, die ihren unverzierten Anderthalbhänder schütze und einen kleinen Geldbeutel indem sich knappe 10 Gulden befanden. Auf der rechten Seite war eine kleine Scheide die ihr simples zwei Faden langes Messer beherbergte. Hier befand sich auch noch ihre schwarze Peitsche die an den Gürtel befestigt war. Die bestand aus einem 4 Faden langen biegsamen Griff aus Rindsleder und einem 2 Schritt langem achtfach geflochtenen Schlag, mit natürlich der Treibschnur am Ende.
So voll bepackt war ihr leider nur ein langsames Vorwärtskommen möglich. Trotz ihrer Unordnung achtete sie zwar bei den Satteltaschen auf eine beidseitige Gewichtsverlagerung, aber der schwere Rucksack würde ihr bei einer schnelleren Gangart das Gleichgewicht rauben.

Vergangenheit
„Mama, bitte nur noch eine Geschichte“ bettelte das kleine Mädchen mit dermaßen herzergreifender Stimme, dass es schwer war ihre Bitte abzulehnen. Herina aber, kannte diese Prozedur und wusste auch, dass sie ins Unendliche führen würde. „Es ist schon spät und morgen musst du früh raus, also schlaf' jetzt“ Gerade als sich die kleinen Kulleraugen mit Tränen füllen wollten, hörte man hinter ihnen die Stimme Galdors die einen nicht abstreitbaren Unterton von Belustigung enthielt „Ach komm schon, nur noch die eine Geschichte“ Die Mutter seufzte durch, musste dennoch lächeln. Galdor verstand es zwar hervorragend die Pferde zu erziehen und sie gegen einen guten Preis zu verkaufen, aber wenn es um ihre gemeinsame Tochter ging, konnte er einfach nicht 'Nein' sagen. Herina ließ sich erweichen und fing an zu erzählen. Sie wusste genau welche Geschichte das Kind hören wollte und gewiss auch ihr Gatte. Als erstes musste sie, wie immer von bitterkalten Wintern und den kurzen Sommern berichten. Dann von den wilden Eiswölfen, den Nordlandponys und von ihrem Heimatdorf, bis sie endlich mit dem eigentlichen Teil der Geschichte anfangen konnte. Dem Bardenwettstreit, bei dem sie Galdor, der damals viel und gern reiste, kennen gelernt hatte und wie sie selbst jedes Jahr mit ihren Liedern daran teilgenommen hatte, jedoch nie gewonnen hatte. Dafür errang sie einen anderen Preis. Das Herz des Kaiserreichlers. Noch fünf weitere Jahre reiste dieser in die Nordlande bis Herina ihn heiratete und mit einem Kind unter dem Herzen, das später Merik heißen solle, mit ihm nach Tarcon zog. Was in ihren Geschichten aber nie vorkam und sie ihren Gemahl auch niemals erzählen würde war, dass sie sich stets nach ihrer Heimat sehnte. Tarcon war ihr zu groß, zu eng und die vielen Leute... Sie war jedes Mal froh wenn sie die Stadt verließen um zu dem Bauernhof zu gehen, der seit einigen Generationen der Familie Caradh gehörte. Dort lebte auch noch der Großvater von Caidra zusammen mit ein paar Angestellten. Er hieß Toran, war ein lebensfroher, gütiger Mensch und Herina verstand gut, wieso er nicht mit seinen Sohn in das Haus innerhalb der Stadttoren gezogen war, der die Sicherheit der Stadt bevorzugte.
Auch Caidra lebte hier förmlich auf. Es war eine Freude ihr dabei zuzusehen wie sie zusammen mit anderen Kindern über die mehrere Äcker großen Wiesen lief, wider der Ermahnungen mit den Pferden spielte oder in den Scheunen im Heu herum sprang. Schon als Kind war Caidra nicht unbedingt brav gewesen. Den Regeln der Erwachsenen schenkte sie nur selten Aufmerksamkeit, ruhig sitzen wollte ihr unter keinen Umständen gelingen, wenn sie etwas wollte flossen Tränen, wenn die nicht halfen, musste man mit Tobsuchtsanfällen rechnen und prinzipiell ging ihr alles viel zu langsam. Einzig und allein ihrem Großvater gegenüber, der ihr auch ziemlich alles erlaubte oder schenkte, war sie artig und half ihm sogar bei der Arbeit. Toran hatte schon früh erkannt, dass das Kind immer eine Beschäftigung brauchte und man ihr auch ruhig etwas zutrauen sollte. Daher trug er ihr auch des Öfteren schwerere Aufgaben auf, bei denen er sie aber ohne dass sie es merkte, immer im Auge behielt.
Caidra genoss auch die Ausflüge zusammen mit ihrer Mutter in die freie Natur. Als sie älter wurde, dauerten diese sogar manchmal mehrere Tage. Um ihren Vater dabei zu vermissen, der zu Hause blieb um sich um die Geschäfte zu kümmern, hatte sie nur wenig Zeit. Da gab es viel zu viel zu entdecken und Herina, für die diese Wanderungen ebenfalls ein Segen war, versuchte ihr ihr Wissen über die Wildnis näher zu bringen. Das Mädchen aber schenkte dieser meist nur ihre halbe Aufmerksamkeit. Wenn ihre Mutter sie über eine Pflanze aufklären wollte, war Caidra schon wieder mit etwas anderem beschäftigt. Auch das Feuerholzsammeln, Fischen oder der Bau vom Unterschlupf war nur beim ersten Mal interessant, dann wurde es zur Pflicht. Denn auch die Fürsorge der Mutter hatte irgendwann ein Ende und wich einer durchaus berechtigten Strenge. Und wer wollte schon frieren, hungern oder im Regen schlafen? Natürlich hätte Herina das ihrer Tochter nicht für längere Zeit antun können, jedoch reichte schon die Drohung, das erste Magenknurren und Frösteln dafür aus um dann doch Hand anzulegen. Der Nordländerin war es einfach wichtig, dass ihre Tochter lernte sich in der unberührten Natur zurecht zu finden und auch nichts als selbstverständlich ansah. Selbst wenn sie ein recht angenehmes Leben führten.
Merik, ihrem Bruder, hatte es auch nicht geschadet. Im Gegenteil. Für seine Ausbildung als Soldat war dies sogar äußerst hilfreich gewesen. Er war sogar einer der Besten in seinem Jahrgang gewesen. Leider hatte dieser Berufsweg auch seinen Preis. Da er versetzt wurde, bekam ihm seine Familie nur selten zu Gesicht. Und für Caidra, die zwölf Jahre jünger war als er, war er eigentlich kein richtiger Bruder. Eher so etwas wie eine gute Bekanntschaft. Wenn er die Familie besuchen kam, war nur selten genug Zeit um sich mit seiner kleinen Schwester abzugeben. Dafür hing sie an seinem Lippen wenn er von seinen Erlebnissen berichtete. Außerordentlich interessiert war sie an den Abendteuern die er erlebte, denen sie nicht selten heimlich lauschte, da ihre Eltern der Meinung waren; dies wäre nichts für ein kleines Kind.
Je älter Caidra wurde umso mehr musste sie auch mithelfen. Für Herina war sie mehr eine Plage als eine Hilfe. Ständig musste sie hinter dem Kind nach putzen und als Küchengehilfin war sie gänzlich untauglich. Das Gemüse wurde derart verschwenderisch geschält, dass es ihr im Herzen weh tat. Kuchen fielen zusammen, da sie es nicht abwarten konnte bis sie fertig waren, aufs Umrühren wurde vergessen und kaum drehte man dem Kind den Rücken zu, war sie schon wieder wo anders. Darum musste sie bei den Pferden mithelfen. Hier zeigte sie auch Geschick und Fleiß. Die harte Feldarbeit war ihr kein Dorn im Auge. Das Reiten und die Verpflegung der Pferde ging ihr auch gut von der Hand. Nur für die Arbeit mit den Jungpferden war sie zu unruhig. Jedoch war das ohnehin mehr die Passion von Toran und Galdor. Aber auch etwas anderes veränderte sich. Galdor genoss schon seit jeher ein gewisses Ansehen, das ähnlich groß war wie das Misstrauen das man ihm entgegenbrachte, da er zu den Elementarbeschwörern gehörte und dieses Ansehen wurde größer als er sich einen Stenvesterhengst leisten konnte um damit weiter zu züchten. Zwar waren die Nachkommen nicht reinrassig und bei weitem nicht so beliebt wie die Tiere aus dem kaiserlichen Gestüt, aber auch die besaßen deren Erbe und hin und wieder wurde sogar ein äußerst gutes Pferd geboren.
In den folgenden Jahren fing Galdors Geschäft an zu blühen. Die Ausfälle wurden immer geringer und er konnte es sich erlauben mit den Preisen der Pferde zu steigen. Selbst andere erfolgreiche Händlerfamilien interessierten sich nun für die Familie. Zu fünf von denen hegte Galdor eine bessere Beziehung, wurden Freunde und von fortan trafen sich die Männer wöchentlich am Lichttag zum abendlichen Plausch. Herina selbst war nicht so angetan von diesen Veränderungen. Diese von sich selbst eingenommenen Männer zu bewirtschaften war ihr ein Graus und auch ihr Mann veränderte sich. Er gab sich immer mehr seiner Arbeit hin und verbrachte weniger Zeit mit der Familie. Auch nahm er ein paar Charakterzüge der anderen an, die ihr ganz und gar nicht passen wollten. Aber sie wollte ihm seinen Erfolg auch nicht streitig machen, daher schwieg sie und nahm es hin. Wenigstens waren sie nun nicht mehr nur jeden Tag auf dem Bauernhof sondern auch manche Nächte. Trotzdem lebte sie sich mit ihm auseinander. Wenn ihre gemeinsame Tochter nicht wäre... Nein! Daran durfte sie gar nicht denken! Zum Glück konnte sie seit dem Caidra älter war wieder beinahe jährlich nach Skaldjard reisen. Noch war ihre Tochter zu jung dazu über den Drei-Gipfel-Pass zu wandern, aber sobald sie bereit dafür war, durfte sie mit Sicherheit mit.
In diesen Jahren ereignete sich aber auch etwas anderes, das die Familie in helle Aufregung brachte, selbst Galdor widmete sich ihr wieder mehr und war stolz auf seine Tochter. Bei Caidra wurde an ihrem zwölften Geburtstag die Elementarmagie entdeckt. Nämlich die gleiche, die auch ihr Großvater besaß. Die Feuermagie. Die Klasse dieses Jahrgangs war schon völlig besetzt gewesen, daher wurde für das darauffolgende Jahr reserviert. Das Mädchen selbst stand dem aber eher skeptisch gegenüber. Bis jetzt konnte sie sorglos und frei am Bauernhof herum toben und nun sollte sie in diesem riesigen, furchterregenden Gebäude ihre Tage verbringen? Auch diese Magie war ihr nicht ganz geheuer. Toran erkannte die Sorgen seiner Enkelin und nahm sich ihrer an um diese zu zerstreuen. Erzählte von seiner eigenen Ausbildung, ließ die Prüfung aber aus um ihr nicht noch mehr Angst zu machen und führte ihr einige harmlose Zauber vor um damit vielleicht ein wenig ihre Neugier zu wecken.
So vergingen die Tage und für Caidra begann der Ernst des Lebens. Mit ihrer Unruhe und ihrem losen Mundwerk, das sich bei ihr nun zum entwickeln begann, wurde sie bald zum Ziel der anderen Schüler die sich einen Spaß daraus machen sie zu reizen. Richtige Freunde fand sie daher keine. Dafür war ihre Leistung eher über den Durchschnitt. Aber nur deshalb weil ihr Vater sie dermaßen unter Druck setzte. Ständig erkundigte er sich nach ihren Fortschritten, maßregelte sie wenn sie Fehler machte und tobte wenn ihm Beschwerden zu Ohren kamen. Diesem Druck und den Provokationen hielt Caidra aber nicht lange stand. Ihre Aufmerksamkeit im Unterricht schwand, sie wurde aufsässig, ließ sich zu Streichen überreden die nicht selten zu weit gingen und keilte sich des öfteren mit anderen Schülern. Hin und wieder war sie sogar einfach verschwunden. Sie wollte raus aus der Schule und das schaffte sie auch. Schon nach kurzer Zeit befanden die Lehrer, die schon einiges erlebt hatten, dass sie für die Praxis einfach noch zu unreif war. Caidra sollte erst lernen sich zu zügeln und ihren jugendlichen Leichtsinn ablegen. Für das Mädchen war die Magie einfach noch zu gefährlich. Diese Neuigkeit traf die Familie wie ein Schlag. Vor allem Galdor konnte sich kaum noch beherrschen. Ein Wort ergab das andere. Auf die eine herzlose Anschuldigung fiel die nächste. Der Streit zwischen Vater und Tochter stand kurz vor der Eskalation. Nur mit viel Mühe schaffte Herina die beiden zum schweigen zu bringen, wofür sie viel Missgunst von beiden Seiten ertragen musste.
Schon wenige Tage später kündigte sie an mit Caidra nach Skaldjard zu reisen. Der Abstand würde den beiden bestimmt gut tun und die Gemüter abkühlen. Vater und Tochter willigten ein, da beide den jeweils anderen nicht sehen wollten. Doch diese Reise dauerte kürzer als geplant. Auf halber Höhe am Drei-Gipfel-Pass, noch bevor sie das namenlose Dorf erreichten, mussten sie umkehren, da Herina krank wurde. Sie fühlte sich schon seit einigen Wochen nicht mehr wirklich gut in Form und das musste der Vorbote von ihrer jetzigen Grippe gewesen sein. Merkwürdig, sie war noch nie krank gewesen. Na, wahrscheinlich lag es am Alter.
Zu Hause angekommen, zog Caidra nun kurzerhand wirklich auf dem Bauernhof, um Galdor aus dem Weg zu gehen, der sich nur noch selten dort blicken ließ. Sehr zum Missfallen von Toran. Sein Sohn hätte nie diesen Wohlstand, den er nun nach Herzenslust ausgab, errungen, wenn er sich nicht um den Hof gekümmert hätte. Wenigstens ging ihm nun seine Enkelin zur Hand. Er verstand gut, dass sie sich verändert hatte. Sie hatte sich verschlossen und das wenige was man von ihr hörte war Selbstkritik. Es kostete viel Zeit und Geduld sich zu ihr vor zuarbeiten. Nur ihrem guten Verhältnis war es zu verdanken, dass er es schließlich doch schaffte. Für Caidra war das Thema Magie abgehackt, doch ihr Großvater war der Meinung es wäre ein Frevel diese Gabe nicht zu nutzen. Daher beschloss er einfache Dinge beizubringen, wie zum Beispiel eine fast erloschene Glut wieder neu zu entfachen. Es dauerte eine Weile und Toran musste auch viel Besonnenheit aufbringen, da Caidra immer wieder abblockte, aufgab oder sogar manchmal laut wurde, aber irgendwann schaffte es das Mädchen das erloschene Feuer wieder zu entzünden wie auch ihr eigenes.
Vom Erfolg beflügelt, verlange sie von ihrem Großvater noch mehr über die Magie zu lernen. Wodurch sie das Erhitzen und die Feuermanifestation erlernte. Täglich berichtete sie ihrer kranken Mutter, die trotz der vielen Mediziner einfach nicht gesund werden wollte, von ihren Fortschritten und führte sie ihr auch vor. Selbst Galdor bekam davon Wind und war das erste Mal seit Langem wieder stolz auf sie. Die Kälte zwischen den Beiden fing an zu vergehen und er beschloss sogar sich einen Privatlehrer für seine Tochter zu leisten. „Damit sie wenigstens gebildet war.“
Es ließ sich auch bald einer finden, der sogar zu den Freunden von Galdor zählte. Ein vornehmer Herr mit einer starken Tendenz zur Arroganz. Caidra musste sich jeden Tag von neuem dazu überwinden sich zu beherrschen und ihm zu zuhören, weil sie nicht schon wieder Schande über die Familie bringen wollte. Doch eines Tages konnte sie sich einfach nicht mehr zügeln. Dieser aufgeblasene Wichtigtuer wagte es wahrhaftig über ihre Rechtschreibschwäche zu lachen! Kurzerhand ließ sie sie seine Unterrichtsbücher in Flammen aufgehen. Hätte sie sich doch zurückhalten können. Die darauffolgende Strafpredigt von ihrem Vater fiel ja noch überraschend milde aus, aber die Enttäuschung ihrer Mutter war unerträglich. Caidra konnte sogar die Tränen in deren Augen sehen und das Schlimme war, dies war das letzte Bild das sie von ihrer Mutter zu sehen bekam. Die Aufregung und ihre rätselhafte Schwäche war der Grund wieso sie in dieser Nacht an ihrer unnachgiebigen Krankheit starb.
Die Beerdigung war tragisch. Caidra war nicht zu beruhigen und ihr Großvater überstand nur knapp einen Schlaganfall. Galdor selbst hatte nur wenig Zeit um sich um seine Tochter zu kümmern, da er ihren Fehler tilgen musste. Sie hatte mit ihrer Magie einen Menschen angegriffen, zwar nicht direkt, aber das war schon schlimm genug. Zum Glück waren die zwei Männer gut befreundet und mit Überredungskunst und Geld konnte er die Sache vertuschen.
Von nun an war Caidra mit ihrem Vater allein. Ihr Bruder Merik war kurz nach der Beerdigung wieder nach Payadal gereist um seinen Dienst weiter zu verrichten und ihr Großvater war bettlägrig konnte kaum noch sprechen und vegetierte nur noch so vor sich hin. Aber das Leben zusammen mit ihren Vater war nicht so schlimm wie sie sich gedacht hatte, auch wenn es nie wieder so herzlich werden würde wie früher. Die beiden arbeiteten gemeinsam am Hof und dafür bekam sie etwas Geld. Um mit den Kindern der anderen wohlhabenden befreundeten Familien mitzuhalten, kaufte sie sich wenn es ging immer wieder die neueste Mode und Schmuck. Caidra wollte einfach wieder irgendwo Anschluss finden und sie ließ sich auch von diesem Luxus verführen. Das widersprach zwar den Weisheiten ihrer Mutter, aber dadurch gewann sie auch drei in etwa gleichaltrige Mädchen von den anderen Familien als Freunde. Diese Freundschaft beruhte nicht gerade auf Ehrlichkeit und Caidra fühlte sich fehl am Platz, aber sie spürte, dass ihr Vater von diesem Sinneswandel angetan war. Mit diesen Mädchen war Caidra ständig unterwegs und gaben nach Herzenslust das Geld ihrer Eltern aus.
So vergingen die Jahre und das Mädchen wuchs zu einer hübschen jungen Frau heran. Bei einer ihrer Streifzüge durch die Stadt lernte sie auch einen Südbündler namens Kyrian kennen. Ein wortgewandter, selbstsicherer Kerl mit einer Gehässigkeit die verboten gehört. Ihre Freundinnen waren alles andere als begeistert von ihm und machten sich über das verwahrloste Aussehen des Kriegers lustig. Auch Caidra tat es ihnen gleich und es schien so als ob Kyrian bald wieder vergessen war. Erst später bemerkte sie ihre erwachende Faszination für Abenteuer und Waffenkünstler und das Schicksal wollte es auch so, dass sie sich wiedertrafen. Nur dieses Mal in Begleitung einiger seiner Freunde und ohne die ihrigen. Ohne ihres Wissens wurde sie zum Ziel von einer Wette, dem der Südbündler nicht abgeneigt war. Zwischen den beiden entstand so etwas wie ein ständig wechselndes Katz-und-Mausspiel das mehrere Tage andauern sollte. Sie machten es den jeweils anderen nicht gerade einfach, sehr zur Belustigung seiner Kameraden, aber letztendlich gewann Kyrian das Herz des Mädchens und damit auch die Wette. Das junge Glück wurde aber von der Tatsache überschattet, dass Kyrian zu einer Gruppe von freien Söldnern gehörte und noch diese Woche am Lebenstag weiterreisen würde. Sie nutzen jede freie Minute um sich im Geheimen zu treffen. Die Zeit schien gegen sie zu laufen und so kam der Abschied. Durch den Stolz der Beiden war dieser weniger emotional, obwohl Caidra der junge Mann nicht mehr aus dem Kopf gehen wollte.
Um sich abzulenken beschloss sie am nächsten Tag mit ihren Freundinnen zu einem Volksfest zu gehen. Alle fein raus geputzt, mussten sie sich nicht über wenig Aufmerksamkeit beklagen. Nur Caidra gab sich zurückhaltend. Von den anderen, die mehr mit sich selbst beschäftigt waren, wurde dies jedoch nicht bemerkt. Trotzdem blieb sie länger, betrank sich und ließ sich hin und wieder zu einem halbherzigen Tanz überreden. Erst einige Stunden nach Mitternacht kam sie nach Hause, doch dort war niemand aufzufinden. Zum Glück! Galdor befand es sicher nicht als gut, dass seine Tochter getrunken hatte. Wahrscheinlich war auch er mit seinen Freunden noch unterwegs. Kurzerhand beschloss sie in den verbotenen Weinkeller zu gehen, da sie noch lange nicht genug hatte. Mit dem edlen Tropfen in der Hand war sie gerade dabei wieder hinaufzugehen, als sie aus dem anderen Abteil des Kellers, der als großräumiges Lager diente, ein seltsames Geräusch hörte. Erst glaubte sie, es hätte eine Ratte verursacht, aber dann hörte sie es wieder. Neugierig geworden, trotzdem vorsichtig, da ihr diese Viecher nicht geheuer waren öffnete sie einen kleinen Spalt breit die Tür. Ob des Anblick der sich ihr darbot erstarrte sie sie. Ihre Augen weiteten sich und nur noch ein Gedanke kursierte in ihrem Kopf. Nämlich Flucht. Sie blickte geradewegs in die Augen eines Monsters, der umringt war von ihrem Vater und seinen Freunden. Diese Kreatur, erst später wurde ihr bewusst, dass es ein Dämon gewesen sein musste, vermittelte den Eindruck, als ob sie Caidras Gliedmaßen fesselte. Die grausam verstümmelte Fratze fing an zu grinsen. Ein Schaudern erschütterte ihren Körper. Plötzlich gehorchten ihr ihre Füße wieder und sie wäre fast nach hinten gestürzt. Den Göttern sei Dank konnte sie sich fangen. Ansonsten hätten sie die anderen auch noch bemerkt. So schnell sie ihre Füße tragen wollten, lief sie aus dem Haus und zum Bauernhof. Zu ihrem Glück wurde es schon hell und die Stadttore waren bereits geöffnet. Niemand hielt sie auf. Niemand verfolgte sie. Erst bei ihrem Großvater wurde ihr die Sinnlosigkeit ihrer Flucht bewusst. Der Alte war senil und mittlerweile leider auch schon geistig verwirrt. Hier war sie nicht sicher. Also traf sie einen Entschluss. Selbst wenn es ihr schwer fiel, stahl sie sich etliche Gulden aus der versteckten Familienkasse und eilte weiter zu den Pferden. Schnell entschied sie sich für ein junges ausdauerndes Tier, weil sie nicht wusste wie lang ihre Reise dauern würde, sattelte es und ritt im scharfen Galopp Richtung Wald. Kyrian hatte ihr unbedacht mitgeteilt an welchen Ort sie gelagert hatten. Zumindest Details wie er ausgesehen haben musste und Caidra hatte eine Ahnung wo sie suchen musste. Mit der sie auch Recht behielt.
Bald fand sie ein verkohltes Lagerfeuer, jede Menge Fuß- und Hufspuren. Sie war zwar keine erfahrene Fährtenleserin, aber im weichen Waldboden war es keine große Kunst herauszufinden in welche Richtung sie weiterreisen musste. Zügig verfolgte sie die Spuren bis sie zu einer Straße kam. Hier tat sie sich schon schwerer Spuren zu finden. Nur die Logik half ihr weiter. Der Weg führte entweder zurück in die Stadt oder weiter nach Waldheim. Die Verfolgung dauerte lang und ging an die Distanz von Reiter und Pferd, aber ihre Intuition hatte sie nicht in die Irre geführt. Sie fand den Händler mitsamt seinen Leibwächtern.Von denen sie nicht gerade mit offenen Armen empfangen wurde. Caidra war für die ein Störenfried und wäre Kyrian nicht gewesen, hätte sie sich nicht nur mit dem zurückschicken des Mädchens begnügt. Eine lange heftige Diskussion entstand. In der es Caidra auf das Mitleid der Gruppe hoffte, dann aufbrausend wurde und auch mit Tränen versuchte. Sie erzählte nicht die wahre Geschichte über ihren Vater dafür eine nicht weniger schreckliche. Aber durch nichts ließen sich die Söldner erweichen. Erst durch das gestohlene Geld konnte sie sich die Mitreise erkaufen.
Das Wiedersehen von Caidra und Kyrian war genauso emotionslos wie der Abschied. Er verstand zwar ihre Beweggründe, trotzdem überschüttete er sie mit Vorwürfen. Er wusste, dass er noch Schwierigkeiten bekommen würde da die junge Frau sie gefunden hatte. Aber er gab ihr auch einen gut gemeinten Rat, da sie ihm vermittelte bei ihm bleiben zu wollen. Sie musste sich unbedingt als nützlich erweisen. Sobald er die Zeit dafür fand, half er ihr beim Errichten des Nachtlagers oder nahm sie mit auf die Jagd. Teilweise zeigte sie sich geschickt, dann wieder als derart unbeholfen, dass man nur den Kopf darüber schütteln konnte. Er versuchte ihr das Jagen mit Pfeil und Bogen beizubringen und stieß schon bald an seine Grenzen. Caidra war dermaßen stur, wenn ihr etwas nicht auf Anhieb gelang, dass Kyrian sich zusammenreißen musste nicht die Beherrschung zu verlieren. Wenn sie nicht mal zur Versorgung des Trupps fähig war, wäre sie bald wieder auf sich allein gestellt. Nur mit viel Nachdruck und immer wieder mühevoll aufgebrachter Geduld schaffte er es, trotz der begrenzten Zeit die ihnen zur Verfügung stand, dass sie wenigstens halbwegs damit umgehen konnte.
Die Reise nach Waldheim verlief ohne besondere Vorkommnisse. Mit den Händler verstand sie sich recht gut, dafür tat sie sich damit schwer mit den anderen in Gespräche zu kommen. Das halbe Dutzend Männer und die drei Frauen ignorierten sie größtenteils oder verspotteten sie. Die Fremde mit ihren zerschlissenen Festtagesgewändern, die sich nachts kaum einen Schritt vom Lager weg wagte. Ein Nichtsnutz, der weder Kochen noch Jagen noch zu sonst etwas zu gebrauchen war. Und die glaubte wahrhaftig daran, mit ihnen weiterreisen zu können? Sie wussten ja das Kyrian buchstäblich ein Weiberheld war, aber dass er sich eine derartige anlachte die ihnen dann auch noch gefolgt war, das hätten sie ihm nicht zugemutet. Zu allem Überfluss erfuhren sie in Waldheim dann auch noch dass Caidras liebevoller Vater nach ihr suchte und es eine stattliche Belohnung für dem gab, der sie fand und wohlbehalten zurück brachte.
Als Caidra davon erfuhr, geriet sie beinahe in Panik. Auf keinen Fall würde sie nach Tarcon zurück kehren und so kam es, dass sie ihnen letztendlich ihr Pferd als Freikauf darbot. Nun hatte sie so gut wie nichts mehr und ihr Wunsch Kyrian zu folgen, stand unter einen äußerst schlechtem Stern. Immer wieder versuchte sie den Anführer zu überreden mit ihnen kommen zu dürfen, der nichts anderes als Hohn für sie übrig hatte. So kam der Tag der Abreise und Caidra war überzeugt davon, von nun an auf sich allein gestellt zu sein. Um so verwunderlicher war es, als plötzlich Triento, der Befehlshaber, vor ihr stand und ihr mitteilte sie solle sich sputen, wenn sie noch immer mit ihnen mitkommen wollte. Jeder konnte sich wohl vorstellen welcher Steinbrocken von der jungen Frau abfiel, als sie diese Worte hörte. Sie erfuhr nie was Kyrian dafür getan hatte oder wie, nur dass er damit etwas zu tun gehabt haben musste. Aber sie musste sich auch an gewisse Regeln halten und ihr wurde eine Frist auferlegt. Binnen eines Jahres musste sie in irgendeine Weise brauchbar werden, ansonsten käme sie zurück zu ihren Vater. Und ihr Einkommen wurde solange behalten, bis die aufkommenden Schulden beglichen waren.
Natürlich hielt sie sich in der ersten Zeit im Hintergrund auf und war soweit sie konnte für Verpflegung von den Söldnern und ihren Pferden verantwortlich. Sie bekam alte für dem Alltag taugliche Gewänder und steigerte sich wirklich in die Aufgaben die man ihr auftrug, hinein. Ständig waren sie auf Reisen und übernachteten meistens unter freiem Himmel. Dabei sah sie immer wieder neue Gesichter. Erst später erkannte sie dass es immer die selben waren. Deserteure, Vogelfreie, Verbrecher aus etlichen Winkel Tiranmars bildeten den Söldnertrupp, der insgesamt gute zwanzig Mann(Frau) stark war. Zu einem schönen Gesindelhaufen war sie da gestoßen.
In dieser Zeit hielt es Kyrian als oberstes Gebot Caidra in der Waffenkunst zu unterweisen. Seine erste Wahl war da wieder der Bogen. Da wusste er wenigstens, dass sie nicht an vorderster Front stand. Doch wie sollte man das jemanden beibringen können, der sich zu etwas Höherem berufen fühlte? Dem Schwertkampf. Wenigstens zeigte sie mittlerweile hin und wieder Erfolg bei der Jagt. Also wurden die Übungsschwerter ausgepackt und damit weiter trainiert. Aber auch hier hatte er zu kämpfen, als das Mädchen erkannte, dass dies auch nicht einfach war. Jedes Mal wenn er sie bemängelte wurde sie sauer und nicht selten kam es vor, dass er ein auf sich zugeworfenes Schwert abblocken musste.
Triento betrachtete dies ernüchternder als der Rest der Schar und schickte den jungen Mann des Öfteren auf Missionen um sich selbst um ihre Ausbildung zu kümmern. Er musste sich eingestehen, dass er ihre Willensstärke und Sturheit schätzte, die er später dann aber bemängeln musste. Sie ihm mit der Zeit sogar etwas sympathisch wurde. Deswegen war es ihm wichtig, dass sie ihren Part erfüllte um nicht zurückgeschickt zu werden. Und mit ihm hatte sie nicht so leichtes Spiel wie mit Kyrian. Triento gab auf der Stelle nach wenn sie, aus welchen Grund auch immer, nicht mehr weiter üben wollte. Anfangs fühlte sie sich ja noch bestätigt, aber dann wurde ihr bewusst welche Konsequenten sie später daraus ziehen musste. Daher war sie schon bald aufmerksam bei dem Training dabei und übte sogar in ihrer Freizeit. Ob allein oder mit einem den anderen. Gewiss wurde sie in dieser Zeit zu keiner Meisterin, aber sie war nun zu etwas zu gebrauchen. Auch erfuhr Triento im Rausch des Weines von Caidras Magie, die letztendlich ebenfalls entscheidend für das Bleiben der jungen Frau war. Er besorgte ihr jemanden von seinen Vertrauten die sie fortan in der Magie unterrichtete.
Mit der Zeit wurden ihr auch einfache Aufträge zugeteilt. Botengänge, irgendetwas oder jemanden in sichereren Gegenden bewachen oder begleiten. Dabei passierten ihr dummerweise manchmal auch Missgeschicke. Das Blödeste war, als sie ein wertvolles Schmuckstück überbringen sollte und es ihr im Gedränge einer Stadt geraubt wurde. Jedes Mal kam Triento für den Schaden auf, um sich keinen schlechten Ruf zu machen und musste Caidra ermahnen oder gar bestrafen. Wenigstens lernte sie so auf was sie achten musste und welche Gefahren auf einem lauern konnten. Und diese Erkenntnisse lernte sie mit der Zeit zu nutzen.
Immer schwerer wurden ihre Aufgaben und seltener ihre Rückschläge. Mit der Zeit durfte sie sogar ihren Sold behalten und legte ihn in Form einer besseren Ausrüstung an. Ihre Mitstreiter sahen sie als richtiges Mitglied an und manchmal entwickelten sich sogar so etwas wie Freundschaften. Einmal wurde ihr sogar aus Jux ein Geburtstagsgeschenk in Form einer Peitsche übergeben. Eine Art Symbol wie herrisch sie sein konnte. Den Umgang damit erlernte sie nur mühsam und selbst heute noch hatte sie gewisse Schwierigkeiten. Auch mit Kyrian wurde die Beziehung leidenschaftlicher. Aber sie mussten aufpassen! Wenn ihre Liebe ein Kind empor rufen würde, mussten beide mit der Verstoßung rechnen. Doch um ihre Liebe auszuleben, hatten sie ohnehin nur selten Zeit. Meist waren beide in unterschiedlichen Missionen unterwegs oder er besuchte seine Heimat Mortax. Sie hätte ihm dahin zwar begleiten können, aber ihre Angst vor Schiffsfahrten hielt sie davon ab. Caidra war schon eine kurze Überfahrt mit der Fähre nicht ganz geheuer. Da wäre eine längere Reise per Schiff problematisch und die anderen verunsicherten sie dann noch mit übertriebenen Legenden von den Seeungeheuern. Ein Umstand den Kyrian ausnutze. Er war schon immer hinter jedem Rockzipfel her gewesen und da würde ihm auch eine Beziehung nicht dran hindern. Die Söldner schwiegen darüber und so erfuhr Caidra nie etwas davon.
Als die Zeit reif war, traute man Caidra auch heiklere Aufgaben zu. Gesetzeswidrige. Das waren einfach die lukrativsten. Die Söldnerin erfuhr nie, von wem die kamen und wieso sie es machte. Lernte auch erst gar nicht danach zu fragen. Triento war dafür verantwortlich mit den Mittelsmännern in Kontakt zu treten die sonst niemand von dem Trupp zu Gesicht bekam. Er war es auch der diese Aufträge bis ins Detail plante und stets auf Nummer sicher ging. Indem er genug Leute damit beauftragte, die sich immer vermummen sollten und darauf achtete wann und wo sie zuschlugen. Anfangs tat sich Caidra irrsinnig schwer. Oft verweigerte sie und es kam nicht selten vor, dass sie sich und ihre Mitstreiter in Gefahr brachte. Ihr wurden Ratschläge gegeben wie sie sich leichter tat, gut zugeredet sogar dazu gezwungen. Das war einer der langwierigsten und härtesten Lernprozesse die sie in ihren Leben meistern musste, aber sie schaffte ihn. Ob dies gut war, war zweifelhaft. Zwar verdiente sie dadurch mehr und wurde von den anderen nicht ausgestoßen, aber sie veränderte sich. Sie wagte es kaum noch zu Xerana zu beten, wurde gefühlloser und permanent war sie mit sich selbst im Zwiespalt.
Dann kam die Zeit des Krieges zwischen Caldámia und dem Rest des Kaiserreichs. Ein Segen für die Söldner und auch für Caidra. Zuerst war sie noch überwältigt und auch etwas eingeschüchtert von der brachialen imposanten Atmosphäre die ein Schlachtfeld zu bieten hatte. Jedoch durfte sie für ihr Land kämpfen und das fiel ihr schon um vieles einfacher als die gewissenlose Aufträge die ihr vorher auferlegt wurden. Ihr wurde eingetrichtert vehement in der Schlacht einen Helm zu tragen um etwaige Probleme danach zu ersparen. Welche dies sein konnte wurde ihr erst später bewusst, als der Söldnertrupp die Seiten wechselten. Caldámia zahlte mehr, also wurde für diese Seite gekämpft. So einfach war das für die Söldner, dafür umso schwerer für Caidra. Wieder einmal musste sie über ihren Schatten springen um nicht die Verachtung der anderen zu ernten. Sie konnte nur vom Glück reden, dass ihr niemals ihr Bruder auffiel.
Triento beobachtete Caidra wie jedem seiner Leute und erkannte auch die Schwierigkeiten die sie mit mit dem Feldzug gegen ihr Heimatland hatte. Ausnahmsweise wurde sie von der Schlacht abgezogen und zusammen mit Kyrian und zwei anderen nordöstlich zum Silberlauf geschickt. Anscheinend trieben dort feindliche Soldaten, Raubritter oder anderes Gesindel ihr Unwesen und sie sollten klären was dort los war und nach Möglichkeit die Unruhestifter beseitigen. Tagelang folgten sie den Spuren, hörten Berichte über sie und überquerten unzählige Male den Silberlauf von einem Ufer ans andere. Da sie vorsichtig waren um nicht aufzufallen, waren sie immer einen Tick zu langsam. Zunehmend wich dieser Vorsicht die Ungeduld und diese Ungeduld führte zu einem bösen Ende in Form einer verlassenen Fähre die schon mehr einem Floß glich. Sogar die Pferde mussten zurück gelassen werden. Knapp vorm anderen Ufer ging es los. Ein unerbittlicher Pfeilhagel regnete auf die kleine Gruppe herab. Die brennenden Geschosse bohrten sich tief in Holz und Fleisch. Niemand wurde verschont. Selbst Caidra musste erfahren wie schmerzhaft eine derartige Begegnung sein konnte. Der einzige Ausweg war der Sprung ins Wasser. Die Söldnerin war heute noch erstaunt dieses Dilemma überstanden zu haben. Für einen ungeübten Schwimmer war selbst der Silberlauf eine Herausforderung. Erschwerend kamen ihre Verletzungen hinzu und natürlich der noch immer andauernde Hinterhalt ihrer Angreifer.
Ans Nächste was sich Caidra wieder erinnern konnte, war in einem Gewirr aus Wurzeln, die sie aufgefangen hatten und Schutz boten, erwacht zu sein. Mühevoll kämpfte sie sich aus dem Gestrüpp frei und zwang sich dazu den Fluss stromaufwärts zu folgen. Ihr Weg führte nach Mayéva. Allerdings kam sie wegen der notdürftig behandelten Verwundungen und ihrer Wachsamkeit nur zäh voran. Immerfort hielt sie sich im Unterholz auf und bei jedem noch so kleinen Geräusch, suchte sie augenblicklich Schutz in einem geeigneten Versteck. Unterwegs traf sie sogar auf einem ihrer Kameraden. Erstochen und seiner Habe beraubt. Nichts hatten sie ihr übrig gelassen.
Zunehmend musste sie mit sich ringen einen Schritt vor dem anderen zu setzen. Vor allem fiel es ihr schwer nicht ins Selbstmitleid zu stürzen. Sie war einfach nicht so abgebrüht wie die anderen. Das Einzige was sie antrieb war ihre Angst vorm Ende. Glücklicherweise lernte sie auf halbem Weg einen Reisenden kennen, der noch dazu Heiler war. Fürsorglich kümmerte er sich um sie und sie lernte nach langem wieder eine Offenheit und Hilfsbereitschaft kennen, von der sie geglaubt hatte daran zu hoffen wäre einfältig. Zu einer anderen Zeit, einer anderen Gegebenheit hätte sie sich eventuell davon mitreißen lassen, aber dafür war es wohl schon zu spät. Mittlerweile war sie hartherzig und in gewissen Belangen verbittert. Ein Grundsatz von ihr zum Beispiel war; dass man sich alles mit genügend Kleingeld kaufen konnte. Und dementsprechend war auch ihr Dank gegenüber dem Reisenden. Mit den paar Gulden die sie in der Tasche hatte, bezahlte sie ihm.
Sobald sie wieder völlig genesen und bei Kräften war, machte sie sich auf den Weg die anderen zu suchen. Doch ihre Suche war vergebens. Wahrscheinlich waren sie tot. Sie konnte sich noch gut an den Schrecken erinnern, als sie sah wie ein Pfeil Kyrians Brust durchdrang. So vergebens sollten ihre Mühen dennoch nicht sein. Auf dem Rückweg nach Mayéva fand sie an einer Lichtung zwei ihrer Pferde. Sie mussten sich während des Hinterhalts losgerissen haben. Das kampferprobtere Tier verkaufte sie später in der Stadt um mit dem Erlös ihre verloren gegangene Ausrüstung wieder aufzustocken und auch um sich die eine oder andere Annehmlichkeit zu leisten. Danach verließ sie die Stadt, aber ihr Ziel war nicht die Front und somit Triento. Nach langem Bedenken, hatte sie beschlossen sich nicht wieder zu den Söldnern zu begeben. Natürlich hatte sie bei denen viel gelernt und begab sich durch ihren Entschluss in eine Gefahr. Jedoch wie oft hatte sie sich wegen ihnen verbiegen müssen? Wie oft etwas getan was sie gar nicht wollte? Wie oft Wagnissen getrotzt? Was auch immer sie suchen sollte, bei ihnen fand sie es nicht und mit ein wenig Glück glaubten sie, Caidra wäre tot und suchten daher gar nicht erst nach ihr. Seit da an, reiste sie von einer Stadt zur nächsten. Immer darauf bedacht nicht Triento oder seinem Gefolge in die Quere zu kommen. Ihren Lebensunterhalt verdiente sie mit den Fertigkeiten die sie erlernt hatte, nur musste sie dabei erkennen, dass man alte Angewohnheiten nicht so einfach abschütteln konnte. Immer wieder holte sie ihr altes Leben ein und mit der Zeit war sie sich nicht mehr sicher, ob es so richtig gewesen war die Söldner zu verlassen.

Magie
Nach wie vor stand Caidra der Magie skeptisch gegenüber. Obwohl ihr bewusst war, dass sie etwas ganz Natürliches war, wollte es ihr nicht aus dem Kopf gehen, was man damit alles anstellen konnte. Daher vernachlässigte sie ihre eigene. Sie beherrschte nämlich das Feuer. Nun ja, beherrschen war nicht der richtige Ausdruck. Dadurch dass sie eher selten darauf zurückgriff, kam sie ihr immer mehr abhanden und manchmal wollten ihr selbst einfache Zauber nicht gelingen. Zu ihrem mickrigen Repertoire gehören lediglich; das Erhitzen, die Feuermanifestation und das Flammenschwert. Alle drei kosteten sie äußerst viel Konzentration und Kraft wobei der Letztere es in sich hatte. Eine in Flammen stehende Waffe war ja überaus effizient, aber was nütze es, wenn man danach nicht mehr die Kraft für einen Kampf hatte?


Sonstiges

Begleiter:
Der Hengst den sich Caidra behalten hatte, trug den Namen Arun. Mit einem Stockmaß von 1,70 Schritt, hoch erhobenen Kopf und einem kräftigen Körperbau war er ein beeindruckendes Tier. Zu seinem Fell passte die Bezeichnung dunkler Apfelschimmel und er wurde mit üppiger Mähne, Schweif und Fesselbehang geziert. Arun zeichnete sich durch sichere Schritte im Gelände aus, war aber nicht sonderlich schnell und nur niedere Sprünge meisterte er fehlerfrei.
Unentwegt herrschte ein Kleinkrieg zwischen ihm und der Söldnerin um die Vorherrschaft in ihrem Gespann. Er war eigensinnig, verfügte über ein feuriges Geblüt und zeigte dies durch Treten, Beißen und sogar Steigen, wenn ihm etwas nicht passte. Selbst seiner Besitzerin gegenüber. Dafür war er verfressen. Und wie! Keine Gelegenheit wurde verpasst um sich nicht eine Leckerei zu ergaunern.

Arbeit:
Bei dem Erarbeiten ihres Lebensunterhalts war Caidra ziemlich flexibel. Am liebsten war es ihr Reisende durch das Kaiserreich oder Caldámia zu führen. In anderen Gefilden tat sie sich schon etwas schwerer, da sie über diese Grenzen noch nie hinausgekommen war, würde es aber dennoch annehmen. Kartenlesen konnte sie und die Himmelsrichtungen zu bestimmen war ihr auch nicht fremd. Ob es immer der sicherste Weg war, war eine andere Sache.
Sonstige Aufträge bei der man ihre Waffen gebrauchen konnte war sie nicht abgeneigt, nur stellte sie da gewisse Forderungen und durchaus kam es vor, dass sie diese ablehnte. Zum einen mochte sie es nicht für mehrere Wochen oder gar Monate im Vertrag zu stehen. Da erneuerte sie diese lieber immer wieder um sich ihre Freiheit zu bewahren. Zum anderen war es ihr lieber auf der Seite des Gesetzes zu stehen um nicht in Schwierigkeiten zu geraten. Wenn sie eine derartige Angelegenheit annahm, dann nur wenn wirklich Aussicht auf Erfolg bestand und es sich lohnte. Ansonsten verkaufte sie auch die Felle der Tiere, die sie auf ihren Reisen erbeutete, jagt gesuchten Personen hinterher oder half Bauern bei der Feldarbeit oder Ernte.
Vorwiegend ließ sie sich mit Geld oder Wertgegenstände bezahlen, doch hin und wieder machte sie da auch Ausnahmen. Je nachdem um was es sich handelte. Zum Beispiel weiß sie einen warmen Schlafplatz und Essen zu würdigen. Ein erfahrener Jäger der das Wildbret auch noch schmackhaft zubereiten konnte war ihr ebenfalls recht. Nicht mal ein Barde wurde abgelehnt, wenn er ihr versprach sie zu unterhalten.

Familie:
Wie genau Caidra zu ihrem Vater stehen sollte, war ihr selbst nicht bewusst. Auf der einen Seite sehnte sie sich nach ihm, auf der anderen verdammte sie ihn für das in was er da hineingeraten war. Auf jedem Fall erwähnte sie nie etwas über diesem Vorfall. Ihr wäre die Entscheidung bestimmt leichter gefallen, wenn sie wüsste, dass ihr Vater einen Dämon auf sie angesetzt hatte. Dieser wusste wie man sich mit im Verborgenen hielt. Noch nie wurde er entdeckt. Dieser Winddämon war hauptsächlich dafür da um Caidra zu beobachten. Nur selten wurde ihm der Befehl gegeben sich unmerklich in die Geschehnisse einzumischen. Galdor wollte mit seiner Hilfe nämlich herausfinden, wie sie sich entwickelte, ob sie ihm verriet, oder ob die Möglichkeit bestand, dass Caidra wieder zu ihm zurück kehren könnte. Zunehmend wurde er jedoch ungehaltener. Ihre Zeit bei den Söldnern war ihm ganz recht gewesen, da sie sich für seine Zwecke dienlich veränderte. Doch nun zog sie ziellos umher und tat nichts um ihre Magie zu verbessern.

Zu Merik ihrem Bruder, der in Kalmünde lebte, hatte sie keinen wirklichen Bezug. Es bedarf bestimmt mehr als nur einen Blick, dass sie sich wieder erkennen würden und das war auch einer der Gründe gewesen, wieso Caidra damals bei ihrer Flucht nicht zu ihm sondern zu Kyrian gegangen war. Und wenn Caidra an ihrem Großvater dachte, war sie der Meinung er wäre mittlerweile bestimmt gestorben und damit behielt sie auch Recht. Das Alter und der Schlaganfall hatten ihn dahingerafft.



Zuletzt von Caidra am Do Jan 26, 2012 11:25 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Kurzcharakteristik: Selbstkritische, egoistische Söldnerin

BeitragThema: Re: Caidra   Di Jan 24, 2012 1:22 pm

So, endlich fertig. *freu*
Ich weiß die Vergangenheit ist ein bissal sehr lang geworden. Da sind ein wenig die Pferdchen mit mir durchgegangen. *kopfkratz* Ich hoff' mal sie ist nicht langweilig und nix ist unlogisch beziehungsweise, dass alles mit Tiranmar vereinbar ist. Bei manchen Punkten bin ich mir nämlich nicht sooo sicher...
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BeitragThema: Re: Caidra   Di Jan 24, 2012 4:39 pm

Wow. So eine lange Vorstellung hatten wir lange nicht, ich bin begeistert (:
Begrüßt haben wir dich zwar schon, aber noch einmal ein herzliches Willkommen in Tiranmar, liebe Caidra!

Und jetzt zu deiner Vorstellung. Lächeln

Das Aussehen hast du sehr detailliert und genau beschrieben. Gefällt mir sehr gut! Vor allem auch die Kleidung kann man sich sehr gut vorstellen. Nicht auffällig-protzig, aber trotzdem sehr individuell. Etwas erstaunt bin ich nur, dass du alles in der Vergangenheitsforms schreibst.

Ihr Charakter ist sehr vielschichtig aufgebaut, ich kann mir die nach außen hin selbsichere, aber dann frustriert über sich selbst aus der Haut fahrende Caidra ebenso gut vorstellen wie die oberflächliche, egoistische, die unbewusst doch nach echten Freunden sucht. Auch die vielen Details ihrer Persönlichkeit hast du sehr schön ausgearbeitet, das gefällt mir sehr gut. Ich würde sehr gerne mal mit Caidra en spielen (:
In den Stärken und Schwächen setzen sich die Dinge, die ich beim Charakter schon angemerkt habe, fort. Alles sehr glaubwürdig, stimmig und interessant.

Die Ausrüstung ist ebenfalls sehr umfangreich beschrieben (langsam gehen mir die Formulierungen aus^^), die Genauigkeit, mit der du beispielsweise die Peitsche beschreibst, ist verblüffend und lässt alles sehr realistisch wirken.

So, die Geschichte. Eine schöne Idee, sie als Geschichte zu beginnen. Zwinkern Die Namen sind sehr schön und passen perfekt zur Herkunft der Figuren. Die Vergangenheit Caidras ist sehr glaubhaft, ebenso wie der Familienkonflikt. Ich habe mit Spannung gelesen, wie sie Kyrian kennenlernte, die schreckliche Entdeckung machte, bei den Söldnern lebte, in die Schlacht zog...

Insgesamt kann ich überhaupt nichts an der Vorstellung aussetzen. Ich bin
begeistert. Lachen
Einen Tippfehler habe ich gefunden:
Zitat :
Aus diesem Grund diente diese Waffe ihr eigentlich nur bei der Jagt und das mehr schlecht als recht.
-> Jagd

Ich werde dich jetzt einfach augenblicklich aufnehmen, natürlich können weitere Meinungen weiterhin geäußert werden. Viel Spaß in Tiranmar, Caidra!

Füge bitte die Infos aus deiner Vorstellung in deinem Profil unter "Charakterbogen" ein. In der Plauderecke gibt es eine Umfrage, da kannst du uns verraten, wie du Tiranmar gefunden hast. =)
Viel Spaß!

LG Tika

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Wer für Tiranmar voten möchte, kann das hier und hier tun. =)


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BeitragThema: Re: Caidra   Do Jan 26, 2012 11:23 am

Dankeschön für die liebe Begrüßung (:

Das wegen der Vergangenheitsform beruht eigentlich auf Unwissenheit *lach* War mir nicht sicher welche Zeitform die Richtige ist. Hab schon ewig keinen Stecki mehr gemacht. Dann hab ich mir gedacht; Na, spielt ja im Mittelalter, da ist alles schon laaang her *grins* Aber wenn du möchtest schreib ich es noch mal in die Gegenwart um, ist ja gleich gemacht (:

Ein zweites 'Jagt' hab ich auch noch gefunden. Blöde Fehler. Besser ich natürlich gleich aus. Bin überrascht, dass sich nicht mehr Fehler eingeschlichen haben. Rechtschreibung ist nicht meine Stärke. *grins*

Und es freut mich, dass dir der Stecki so zusagt. Würd' mich freuen wenn wir mal miteinander spielen (: Da war die ganze Nervosität und das ewige Drüberlesen wieder mal umsonst. *g* Bei den Namen hab ich schon ein wenig geschummelt und mir von deiner Vorlage ein paar rausgesucht. *gesteh*
Und weil du die Peitsche ansprichst. Mich hat's selbst mal interessiert wie es ist mit so etwas zu spielen. Aber du glaubst nicht auf welche Seiten ich da während meinen Recherchen gestoßen bin *blinzel* Die verblüffte Mimik meines Freundes war köstlich *grins*

Eine Frage hab ich noch. Beim Charakterbogen. Soll ich da zB. die Ausrüstung radikal kürzen? Hab mir die nämlich selbst stichpunktartig zusammengeschrieben um nicht die Übersicht zu verlieren. Beim Rest würd' ich mir ein wenig schwerer tun. Ich frag nur, weil ich mir vorstellen kann, dass man so Details schneller finden kann.

Lg Caidra
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BeitragThema: Re: Caidra   Do Jan 26, 2012 11:37 am

Keine Ursache Lächeln

Dafür, dass Rechtschreibung angeblich nicht deine Stärke ist, hast du ziemlich perfekt geschrieben. ^^
Ich kann mir vorstellen, was für Seiten du so gefunden hast Zwinkern Immerhin hast du jetzt offenbar Fachwissen zum Umgang mit ihr (als Waffe). Lächeln

Beim Charakterbogen würde ich sagen, dass du ja eine kurze Version an den Anfang stellen kannst. So nach dem Muster:

Ausrüstung und Waffen:

- Lederrucksack mit elementaremReisebedarf und Verpflegung
- Lederrüstung, Mantel, Handschuhe
- Jagdbogen
(und so weiter)

(und dann die detaillierte Beschreibung:)

Durch das Vagabundenleben musste Caidra auch mit viel Gepäck reisen. Und da herrschte oft ein reges Durcheinander. Nur die wenigsten Dinge hatten ihren festen Platz und so war das meiste wahllos in den beidseitigen Satteltaschen oder im großen Lederrucksack verstaut. ...


So kann sich jeder schnell einen Überblick verschaffen, dann aber auch nochmal die detaillierte Beschreibung lesen. Es wäre schade, wenn du sie kürzen würdest!

LG Tika

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BeitragThema: Re: Caidra   Do Jan 26, 2012 5:36 pm

Oh hoffentlich find ich bald mal Zeit das alles zu lesen. Siri
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BeitragThema: Re: Caidra   

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Caidra

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